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Verfahren zur Herstellung von Glühlampenwendeln
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Glühlampenwendeln mit grosser Dichte und bzw. oder mit grossem Kernverhältnis (das Verhältnis des Kernes zum Durchmesser des Drahtes). Bei den bisher angewendeten Wendelherstellungsverfahren bestand die Möglichkeit, dass sich die Dichte der Wendeln während der Herstellung ändern konnte. Das war besonders im Falle von grossem Kernverhältnis und grosser Dichte gefährlich, da hiebei Windungsschluss entstehen und der Ausfall bereits einer einzigen Windung gefährliche Konsequenzen mit sich bringen konnte.
Die Anwendung des erfindungsgemässen Verfahrens vermeidet einfach und sicher diese Möglichkeit.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Glühwendeln mit grosser Dichte und/oder mit grossem Kernverhältnis, das dadurch gekennzeichnet ist, dass der den Glühfaden bildende Wolframdraht vor der Spiralisierung mit einem chemisch ablösbaren Draht, zweckmässig mit Molybdändraht, umwickelt, nachher der so umwickelte Draht in üblicher Weise auf den Wicklungskern aufgewickelt und nach dem Glühen der denWolframdraht umgebende Draht ausgelöst und auch der Wicklungskern entfernt wird.
Anstatt des Molybdändrahtes kann zur Umwicklung des Wolframdrahtes auch Eisendraht verwendet werden, wobei die Auslösung dieses Drahtes mittels Salzsäure erfolgen kann.
Bei Anwendung des erfindungsgemässen Verfahrens wird der Durchmesser des Wicklungskemes gegenüber dem üblichen Kern um den zweifachen Durchmesser des Umwicklungsdrahtes vermindert, wobei der Durchmesser des Umwicklungsdrahtes die Hälfte der Entfernung zwischen zwei benachbarten Windungen ausmacht.
Die Erfindung wird wie folgt näher beschrieben :
Der zur Herstellung der Wendel dienende Wolframdraht wird nicht direkt auf den Kern gewickelt, sondern der Wolframdraht selbst wird vorher mit einem Draht, vorteilhaft mit Molybdändraht (im folgenden Manteldraht genannt), in grosser Dichte umwickelt. Die Dichte des Manteldrahtes ist so zu wählen, dass infolge der Aufwicklung des mit dem Molybdänmanteldraht versehenen Wolframdrahtes auf
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einen, von der grossen Dichte abhängigen grösseren Durchmesser.
Der Durchmesser des Kernes muss geändert, u. zw. um den zweifachen Durchmesser (d) des Mantel- (Molybdän-) drahtesvermindert werden : Dl = D - 2d, wobei D den geänderten, D den ursprünglichen Kerndurchmesser bedeuten.
Der Durchmesser (d) des Manteldrahtes (Molybdän) ergibt sich aus der gewünschten Wendeldichte, so dass die Entfernung zwischen den benachbarten Windungen, die sogenannte Lücke (h), dem zweifachen
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Das erfindungsgemässe Verfahren kann vorteilhaft bei der Herstellung von flachen Wendeln oder von Wendeln mit andern Profilen verwendet werden, besonders im Falle von grösserem Abmessungen.
In diesem Falle wird der Profilkem aus Wolfram hergestellt, und der mit Molybdändrahtmantel versehene Wolframdraht wird auf diesen aufgewickelt und geglüht. Nach der chemischen Auslösung (Aus-
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ätzung) des Molybdänmanteldrahtes gleitet die Wendel selbst leicht vom Kern ab, und der Kern kann wieder benützt werden. Dies ist von besonderem Vorteil bei der Verwendung von Kernen, deren Querschnitt von der Kreisform abweicht, da solche Kerne relativ schwer herzustellen und teuer sind.
Die technischen Daten eines Ausführungsbeispieles einer durch das erfindungsgemässe Verfahren hergestellten Glühlampenwendel sind die folgenden :
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<tb>
<tb> Durchmesser <SEP> des <SEP> Wolframdrahtes <SEP> d <SEP> = <SEP> 0, <SEP> 219 <SEP> mm <SEP>
<tb> w
<tb> Kerndurchmesser <SEP> D <SEP> = <SEP> 1 <SEP> mm
<tb> Ketnverhältnis <SEP> M <SEP> = <SEP> D <SEP> = <SEP> 4,58
<tb> dw
<tb> Dichte <SEP> s <SEP> = <SEP> 1, <SEP> 50 <SEP>
<tb> Erhöhung <SEP> E <SEP> = <SEP> 3, <SEP> 04 <SEP> (auf <SEP> 1 <SEP> mm <SEP> Windungslänge
<tb> fallen <SEP> 3 <SEP> Windungen).
<tb>
Das Glühen erfolgt bei 18000C 5 Minuten, dann bei 2000 C neuerlich 5 Minuten lang.
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<tb>
<tb>
Durchmesser <SEP> des <SEP> Manteldrahtes <SEP> d <SEP> = <SEP> 0, <SEP> 0555 <SEP> mm <SEP>
<tb> Dichte <SEP> des <SEP> Manteldrahtes <SEP> sd <SEP> = <SEP> 1,84
<tb> Erhöhung <SEP> des <SEP> manteldrahtes <SEP> Ed <SEP> =12,2 <SEP> (auf <SEP> 1 <SEP> mm <SEP> Windungslänge
<tb> fallen <SEP> 12, <SEP> 2 <SEP> Windungen).
<tb>
Der für die Wendel bestimmte Wolframdraht wird in der angegebenen Dichte mit dem Molybdänmanteldraht umwickelt. Nachher wird der mit dem Molybdänmanteldraht umwickelte Wolframdraht auf einen Molybdänkern in üblicher Weise aufgewichkelt. Die übrigen Schritte, z.B. Ätzung usw., erfolgen nach der üblichen Art.
Selbstverständlich ist die Erfindung nicht auf die oben beschriebenen Ausführungsmethoden beschränkt, vielmehr enthält sie sinngemäss alle nach dem Grundgedanken der Erfindung verwirklichbaren Ausführungs- möglichkeiten.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von Glühlampenwendeln mit grosser Dichte und/oder mit grossem Kern- verhältnis, dadurch gekennzeichnet, dass der den Glühfaden bildende Wolframdraht vor der Spiralisierung mit einem chemisch ablösbaren Draht, zweckmässig mit Molybdändraht, umwickelt, nachher der so umwickelte Draht auf den Wicklungskem aufgewickelt und nach dem Glühen der den Wolframdraht um ge ben- de Draht ausgelöst und der Wicklungskern entfernt wird.
2. Verfahren nachAnspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass ein aus Wolfram bestehender Wicklungskern verwendet wird.