AT225349B - Verfahren zur Herstellung von reinen Lösungen des Kallikrein-Inaktivators - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von reinen Lösungen des Kallikrein-Inaktivators

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Bayer Ag
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    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12NMICROORGANISMS OR ENZYMES; COMPOSITIONS THEREOF; PROPAGATING, PRESERVING, OR MAINTAINING MICROORGANISMS; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING; CULTURE MEDIA
    • C12N9/00Enzymes; Proenzymes; Compositions thereof; Processes for preparing, activating, inhibiting, separating or purifying enzymes
    • C12N9/14Hydrolases (3)
    • C12N9/48Hydrolases (3) acting on peptide bonds (3.4)
    • C12N9/50Proteinases, e.g. Endopeptidases (3.4.21-3.4.25)
    • C12N9/64Proteinases, e.g. Endopeptidases (3.4.21-3.4.25) derived from animal tissue
    • C12N9/6421Proteinases, e.g. Endopeptidases (3.4.21-3.4.25) derived from animal tissue from mammals
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    • C12N9/6445Kallikreins (3.4.21.34; 3.4.21.35)
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    • G01MEASURING; TESTING
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von reinen Lösungen des
Kallikrein-Inaktivators 
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von reinen Lösungen des Kallikrein-Inaktivators durch Extraktion aus tierischen Organen und anschliessende Reinigung. 



   In der nicht zum Stande der Technik gehörenden österr. Patentschrift Nr. 215596 ist ein Verfahren zur Herstellung von reinen Lösungen des Kallikrein-Inaktivators beschrieben, welches in wenigen, tech- nisch einfachen Stufen dadurch zu sehr reinen Lösungen des Kallikrein-Inaktivators führt, dass man zer- kleinerte, den Kallikrein-Inaktivator enthaltende tierische Organe, vorzugsweise Parotis, Leber oder
Lunge, mit wässerigen, zweckmässig wassermischbare organische Lösungsmittel, vorzugsweise Methanol, enthaltenden Lösungen   von Salzen oder Hydroxyden der Erdalkalimetalle   oder   von Alkalisa1zen extrahiert,   den Extrakt mit einem Keton, vorzugsweise mit Aceton und in Gegenwart einer fein verteilten inerten Trägersubstanz, fällt, den abgetrennten Niederschlag, vorzugsweise nach Trocknung, mit Wasser extrahiert,

   das restliche Eiweiss aus der Lösung mit einem   Eiweissfällungsmittel,   vorzugsweise mit Sulfosalicylsäure, quantitativ fällt und nach Abtrennung des Niederschlages aus der verbleibenden Lösung überschüssiges Eiweissfällungsmittel mit Hilfe von Ionenaustauschern entfernt. Man erhält in hoher Ausbeute eine Inaktivatorlösung von grosser Reinheit und Konzentration, die ohne weiteres in hohen Dosen intravenös und intramuskulär verabreicht werden kann. 



   Es wurde nun gefunden, dass man für die Freilegung des Kallikrein-Inaktivators nicht nur die in der obigen Patentschrift   genannten Lösungen von Salzen oder Hydroxyden   der Erdalkalimetalle oder von   Alka-   lisalzen verwenden kann, sondern auch wässerige, zweckmässig wassermischbare organische Lösungsmittel enthaltende Lösungen von Salzen mit 3-wertigen Kationen oder solchen 2-wertigen Kationen, die nicht zu den   Erdalkalimetallen gehören.   



   Beispiele für solche Salze anderer Metalle, die für die Freilegung des Kallikrein-Inaktivators gut geeignet sind, seien irr Folgenden genannt :
Kupferchlorid, Kupferbromid, Kupfersulfat, Kupferacetat, Kupfernitrat, Zinksulfat, Zinkacetat, Aluminiumchlorid, Aluminiumsulfat, Alaun, Bleinitrat, Bleiacetat, Manganchlorid, Mangansulfat, Ferrichlorid, Ferrosulfat. 



   Aber auch Salze anderer Metalle oder andere Salze der gleichen Metalle ergeben brauchbare Ausbeuten, sofern die erforderliche Löslichkeit in Wasser, wässerigen Alkoholen oder einem mit Wasser mischbaren Alkohol, vorzugsweise Methanol gegeben ist. 



   Die Durchführung des Verfahrens erfolgt im übrigen nach der in der oben genannten Patentschrift beschriebenen Methode. 



   Nach dem erfindungsgemässen Verfahren erhält man reine Lösungen des Kallikrein-Inaktivators, die keine Antigene enthalten und selbst in sehr hohen Dosen bei intravenöser Anwendung vom Menschen reaktionslos vertragen werden können. 



   Beispiel l : 5 g Rinderparotis werden in einem Fleischwolf zerkleinert und unter Rühren in eine Lösung von 150 g Manganochlorid in   2, 21   Wasser und 12, 8 1 Methanol eingetragen. Dann wird die Suspension auf   40 C   erwärmt und 1 h lang gerührt. Nach Abkühlung auf zirka   100C   wird die Flüssigkeit abgesaugt und der Rückstand mit   1,     51 70%igem   Methanol gewaschen. 

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   Den vereinigten Filtraten setzt man unter kräftigem Rühren 60 g Kieselgur zu und lässt 40 1 Aceton einfliessen. Nach 1/2 h stellt man den Rührer ab. Das mit dem Wirkstoff beladene Kieselgur setzt sich zu Boden und wird abgetrennt, mit 600 cm3 Aceton gewaschen und an der Luft getrocknet. 
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 derlich sind. Der Niederschlag wird abgetrennt und verworfen. 



   Zur Entfernung des überschüssigen Fällungsmittels sowie zur Entsalzung und Entfärbung wird die Lösung nun mit Ionenaustauschern behandelt, wozu zweckmässig der Kationenaustauscher Amberlite IR 120 und der Anionenaustauscher IRA 410 Verwendung finden. Der Wirkstoff wird von den Austauschern nicht gebunden. 



   Die Ausbeute beträgt   18 7 000 KIE   pro kg eingesetzter Parotis, wobei 1 KIE an 0, 75 y organischer Substanz gebunden ist. 



     Beispiel 2 :   Gelangt als Ausgangsmaterial an Stelle der Parotis Rinderlunge zur Verwendung und verarbeitet man diese in der gleichen Weise wie in Beispiel 1 beschrieben, so erhält man eine Ausbeute 
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      000Beispiel 3 :   5 kg gut zerkleinerte Rinderlunge werden in 15   l   einer   1%gen   wässerigen Lösung von Zinkacetat 3 h lang bei   200C   kräftig gerührt und nach Zugabe von Kieselgur auf einer Nutsche abgesaugt. 



  In das wässerige Filtrat werden nach Zusatz von 75 g Kieselgur 75   l   Aceton hineingerührt, die klare Lösung. vom Rückstand getrennt und dieser nach Auswaschen mit Aceton an der Luft getrocknet. 



   Dieses Kieselgurpulver, an das der gesamte Wirkstoff gebunden ist, extrahiert man mit 1200 cm3 Wasser und verfährt im übrigen nach Beispiel 1. Nach der Behandlung mit Ionenaustauschern erhält man eine salzfreie wässerige Lösung, die 660 000 KIE pro kg eingesetzter Lunge   enthält ; l KIE   ist gebunden an 0,79 y organischer Substanz. 



   Nach dem erfindungsgemässen Verfahren erhält man reine Lösungen des   Kallikrein-Inaktivators,   die keine Antigene enthalten und selbst in sehr hohen Dosen bei intravenöser Anwendung vom Menschen reaktionslos vertragen werden können.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von reinen Lösungen des Kallikrein-Inaktivators durch Extraktion aus tierischen Organen und anschliessende Reinigung, dadurch gekennzeichnet, dass man zur Extraktion des Kalli- krein-Inaktivators ans tierischen Organen, wie Parotis, Leber und Lunge, wässerige, zweckmässig wassermischbare organische Lösungsmittel enthaltende Lösungen von Salzen mit 3-wertigen Kationen oder solchen 2-wertigen Kationen, die nicht zu den Erdalkalimetallen gehören, verwendet.
AT435161A 1960-06-18 1961-06-05 Verfahren zur Herstellung von reinen Lösungen des Kallikrein-Inaktivators AT225349B (de)

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