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Einrichtung zum restlosen Trocknen des Filtergutes (Rückstände) im Gehäuse von Scheiben- drehfiltern mittels gasförmiger Trocknungsmittel
Die Trocknung des Filtergutes, soweit die Rückstände das gewünschte Produkt bilden, erfolgt neuerdings vielfach im Filter selbst, wodurch die sonst erforderlichen Trockenschränke u. dgl. überflüssig werden. Sie kann auf verschiedene Art bewerkstelligt werden, beispielsweise durch Beheizen der Filterelemente von innen heraus, durch Anordnung von Heizkörpern im Filter oder in einem um ihn gelegten Mantel und ferner durch Einführen von heisser Luft oder Gas.
Die letztere Art hat sich wegen ihrer Einfachheit und Zweckmässigkeit-sie kann notfalls auch an bereits vorhandenen Filtern ohne besonderen Aufwand durchgeführt werden-durchgesetzt und wird daher am meisten angewendet, sofern nicht die Eigenart des Filtergutes dies verbietet. Die Heissluft oder das erhitzte Gas wird dabei meist unten in das Filtergehäuse eingeleitet und durchstreicht dann seinen Innenraum, wobei die Rückstände auf den Elementen mehr oder weniger von ihr erfasst werden. Am oberen Ende des Filtergehäuses, also deckelseitig, wird schliesslich die mit Feuchtigkeit angereicherte Luft oder das Gas wieder abgeführt. Als unzulänglich wird dabei die verhältnismässig lange Trockenzeit empfunden, weil das Trocknungsmittel manche Teile der Filterkuchen mehr, andere dagegen weniger erfasst.
Weiterhin trocknen die dem Zuführungsstutzen nahe gelegenen Rückstände schneller als die dem Ableitungsstutzen für das Trocknungsmittel benachbarten, denn hier ist die Luft schon zu sehr mit Flüssigkeitsdämpfen angereichert, also weitgehend gesättigt.
Hier setzt nun die Erfindung ein. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Trocknungszeit erheblich zu verkürzen und ausserdem den Luft- oder Gasverbrauch wesentlich zu verringern, was sich wiederum kostenmässig günstig auswirkt. Erreicht werden diese Ergebnisse dadurch, dass das gasförmige Trocknungmittel durch ein seitlich im Filtergehäuse angeordnetes Zuführungsrohr mit Düsen, von denen einem jeden Element jeweils mindestens eine zugeordnet ist, über die Rückstände hinweggeblasen wird. Damit erfolgt eine rasche Trocknung jedes einzelnen Filterkuchens unter optimaler Ausnutzung des gasförmigen Mittels, die um so intensiver wird, wenn von den in den Ansprüchen 2 bis 9 erwähnten Massnahmen Gebrauch gemacht wird. Auf der Zeichnung ist schematisch ein Ausführungsbeispiel der Erfindung veranschaulicht.
Danach befinden sich in einem Filtergehäuse 1 auf einer rotierbaren, senkrechten Hohlwelle 2 waagrecht angeordnete Filterelemente oder -scheiben 3, die nur auf ihrer Oberseite durchlässig sind, so dass sich der Filterkuchen 4 nur dort aufbauen kann. Seitlich im Gehäuse ist in einer abgedichteten Gleitführung 5 ein in gewissen Grenzen höhenverschiebliches Zuführungsrohr 6 für die Heissluft oder das Heissgas, das erforderlichenfalls inert sein kann, eingebracht. Natürlich kann das Zuführungsrohr 6 auch starr und unverrückbar in dem Gehäuse 1 befestigt sein. Eine der Anzahl der Filterelemente 3 angepasste Menge von Düsen 7 sind an dem Zuführungsrohr vorgesehen.
An Stelle nur eines Rohres 6 mit Düsen 7 können auch zwei oder mehrere angeordnet sein, wobei, wenn eine grössere Anzahl Verwendung findet, diese zweckmässig halbkreisförmig um die Filterscheibe 3 herum verteilt sind.
Vorteilhaft ist es, insbesondere falls nur ein Zuführungsrohr vorhanden ist, dieses schwenkbar zu machen, um eine bessere Verteilung des Trocknungsmittels über die gesamte Oberfläche des Filterkuchens 4 zu gewährleisten. Auch ist für bestimmte Fälle eine geringe Auf- und Abwärtsbewegung des oder der Rohre 6 zur Erzeugung von Wirbeln vorteilhaft. Selbstverständlich können bei Anordnung mehrerer Rohre 6 diese ebenfalls zum Verschwenken um ihre Achse eingerichtet sein, damit eine bessere Erfassung aller Teile des Filterkuchens gesichert ist. Es kann auch ein Teil des Trocknungsmittels in Filtrationsrichtung durch den Kuchen geblasen werden, was an und für sich die schnellste Trocknung ergibt, jedoch wegen grossen Luftwiderstandes nicht bei allen Kuchen möglich ist.
Hauptsächlich bei Verwendung nur eines Zuführungsrohres 6 empfiehlt es sich, während des Trocknungsvorganges die Hohlwelle 2 und damit die Filterelemente 3 langsam rotieren zu lassen. Dadurch wird jeder Abschnitt des Filterkuchens 4 immer wieder in die Nähe der ihm zugehörigen Düse 7 gebracht.
Eine solche Massnahme fördert die Trocknung ungemein. Es ist aber bei mehreren Zuführungsrohren 6 ebenfalls günstig, die Filterscheiben 3 rotieren zu lassen.
Die feuchte, mit der dem Filtergut entzogenen Flüssigkeit angereicherte Luft bzw. das Gas verlässt das Filtergehäuse 1 beispielsweise deckelseitig durch einen Stutzen 8. Zur schnelleren Abführung kann
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erforderlichenfalls hier eine Absaugung angesetzt werden. Es ist aber auch möglich, die Abgase unten am Boden des Gehäuses 1 abzuführen.
Zweckmässig kann es auch sein, falls das verbrauchte Trocknungsmittel oben abgezogen wird, in geringer Entfernung vom obersten Filterelement 3 über diesen ein Abdeckblech od. dgl. (nicht gezeichnet) vorzusehen, damit die den obersten Filterkuchen 4 bestreichende Luft nicht grösstenteils ungenutzt den Stutzen 8 verlassen kann, und der oberste Filterkuchen infolgedessen nicht richtig getrocknet wird.
Anstatt das mit Feuchtigkeit angereicherte Trocknungsmittel oben am Deckel abzuziehen, kann es durch eine dem Rohr 6 etwa diametral gegenüberliegendes Rohr 9 (strichpunktiert gezeichnet) mit Hilfe von Öffnungen 10 über eine Leitung 11 weggeführt werden. Die Luft- oder Gasströme werden dadurch parallel zueinander ohne Umlenkungen jeweils nur zwischen zwei benachbarten Filterplatten geführt.
Es kann dabei das Medium abwechselnd vom Rohr 6 zum Rohr 9 und umgekehrt gerichtet werden. Bei entsprechender Ausbildung kann das Trocknungsmittel durch die Rohre 6 und 9 zur Zirkulation gebracht werden, um seine maximale Ausnutzung (völlige Sättigung) zu gewährleisten.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zum restlosen Trocknen des Filtergutes (Rückstände) im Gehäuse von Scheibendrehfiltern mittels gasförmiger Trocknungsmittel, dadurch gekennzeichnet, dass seitlich im Gehäuse (1) ein oder mehrere Zuführungsrohre (6) mit Düsen (7) für das gasförmige Trocknungsmittel angeordnet sind, wobei jedem Filterelement (3) jeweils mindestens eine Düse (7) zugeordnet ist.