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Brille, insbesondere Sonnenbrille mit einem Nasenschutz
Bekanntlich bedient man sich beim Sonnenbaden zum Schutze der Augen sogenannter Sonnenbrillen mit gefärbten Brillengläsern. Ausserdem benutzt man auch zum Schutze insbesondere des empfindlichen Nasenrückens, Nasenschutzvorrichtungen, die die Nase vor direkter Sonnenbestrahlung schützen.
So ist z. B. für diesen Zweck eine Nasenschutzvorrichtung bekanntgeworden, die aus einem gewölbten, zur Nase hin einseitig offenen und etwa dem Nasenrücken angepassten Formkörper gebildet ist. Dieser Nasenschutz-Formkörper besitzt an seinem oberen Ende eine Befestigungslasche, die um den Nasensteg einer jeden Brille herumgeschlungen und mittels einer Druckknopfbefestigung gehalten werden kann.
Ein solcher Nasenschutz-Formkörper ist zwar in der Lage, der Nase einen ausreichenden Schutz vor direkter Sonnenbestrahlung zu gewähren, jedoch haftet diesem Nasenschutz nicht nur allein der Nachteil an, dass er umständlich zu handhaben ist, sondern dass er bei Nichtgebrauch, d. h. wenn er nicht mit der Brille verbunden ist, auch leicht verloren gehen kann.
Demgegenüber hat sich nun die vorliegende Erfindung die Aufgabe gestellt, den Nasenschutz nicht nur allein vor Verlieren zu schützen, sondern ihn auch in handhabungstechnischer Hinsicht zu vervollkommnen.
Erreicht wird dieses Ziel zunächst in vorteilhafter Weise im wesentlichen dadurch, dass der die beiden Brillenglasrahmen verbindende Nasensteg als vorzugsweise wenigstens schauseitig geschlossener Hohlraum zur Aufnahme eines in der Nichtgebrauchsstellung von diesem aufgenommenen und in der Gebrauchsstellung aus diesem herausführbaren Nasenschutzes ausgebildet ist.
Dabeikann bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung der Nasenschutz im wesentlichen als aus dem Steghohlraum herauszieh-und wieder in diesen hineinschiebbare Folie od. dgl. ausgebildet sein, die entweder manuell, oder aber auch durch mechanische Hilfsmittel in die Gebrauchs- und/oder in die Nichtgebrauchsstellung uberiuhrbar ist.
Mit dieser Erfindungsausführung ist es erstmalig gelungen, einen Nasenschutz mit einer Brille, vornehmlich mit einer Sonnenbrille, baulich zu vereinigen, mit dem Vorteil, dass der Nasenschutz jetzt nicht mehr-wie bisher als loser Bauteil - bei Nichtbenutzung leicht verloren gehen kann, vielmehr bleibt der neue Nasensc ! 1utz auch bei Nichtgebrauch mit der Brille verbunden. Auf der andern Seite wird jetzt auch jedem Träger einer derartigen, mit einem Nasenschutz ausgerüsteten Brille die Möglichkeit gegeben, entweder den Schutz zu benutzen oder nicht. Man kann somit den Nasenschutz je nach Wunsch entweder in der Nichtgebrauchsstellung belassen, oder ihn in die Gebrauchsstellung überfahren.
Die praktische Verwirklichung der Erfindung kann nun in mannigfaltiger Weise ihren Niederschlag finden. Und zwar wird beispielsweise vorgeschlagen. den Nasenschutz aus einer Folie od. dgl. zu bilden, die z. B. auf einer Aufwickelrolle innerhalb des Hohlraumsteges aufwickelbar und diese mit einer Rückholfeder ausgerüstet sein kann. Dabei wird unter dem Begriff einer Folie ein Textilabschnitt ebenso verstanden wie ein Abschnitt aus dünnem Metall, Kunststoff od. dgl.
Diese Folie kann dann belsplekweí. se nacl1 Art emeb Rollvortia.-ges, emer Jalousie, oder in Form von sich fächerartig spreizenden Streifenabschnitten ebenso Verwendung finden, wie ein Abschnitt der in Zick-
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finden, wichtig und entscheidend ist nur, dass der Nasenschutz-wie er auch immer aufgebaut und bedien- bar ist-in einem Hohlraum des Nasensteges untergebracht ist, also mit der Brille eine Baueinheit bildet,
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d. h. keinen besonderen Bauteil darstellt, der erst mit der Brille gekuppelt werden muss, vielmehr kann dieserNasenschutzserienmässiganjederBrille, vornehmlich an Sonnenbrillen vorgesehen werden und kann in der Praxis je nach Wunsch des Trägers benutzt werden, oder unbenutzt bleiben.
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auch diese-mechanischen Hilfsmittel - genau wie der Nasenschutz selbst-verdeckt von dem Steghohlraum aufgenommen werden, also normalerweise nicht sichtbar in Erscheinungtreten, wennsichderNasenschutz in der Nichtgebrauchsstellung befindet.
Im übrigen versteht sich die Erfindung am besten an Hand der nachfolgenden Beschreibung der in der Zeichnung wiedergegebenen Ausführungsbeispiele, u. zw. zeigen : Fig. l eine schaubildliche Darstellung einer mit sich in der Gebrauchsstellung befindenden Nasenschutz ausgerüsteten Brille, Fig. 2 eine vergrösserte Querschnittsdarsrellung des Nasensteges mit dem Nasenschutz in der Nichtgebrauchsstellung und Fig. 3 einen Schnitt gemäss der Fig. 2 mit einem nachArteinerLeporello-FaltunggefaltetenNasenschutz.
Beider in der Zeichnung wiedergegebenen Brille ist der die beiden Brillenglasrahmen 10 miteinander verbindende Nasensteg 11 als Hohlsteg ausgebildet bzw. mit einem vorzugsweise wenigstens schauseitig geschlossenen Hohlraum 12 ausgerüstet, der zur Aufnahme eines Nasenschutzes dient.
Dabei kann innerhalb dieses Hohlraumes 12 beispielsweise eine Wickelrolle 13 - Fig. 1 und 2 - vorgesehen sein, die einen aufroll-und wieder abziehbaren NÅasenschutz 14 aufnehmen und gegebenenfalls mit einer-nicht dargestellten-Rückholfeder ausgerüstet sein kann, die den Nasenschutz aus der Gebrauchsstellung in die Nichtgebrauchsstellung zurückholt. Dieser Nasenschutz 14 ist nach Art einer Folie ausgebildet, wobei gemäss dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 und 2, zwei übereinanderliegende StreifenÅabschnitte 14, 14' vorgesehen sein können, die in der Gebrauchsstellung-Fig. l-fächerartig spreizbar sind, damit die Nase voll überdeckt wird. Diese Streif ;.- bschnitte können aus dünnen, blattartigen und sich für einen solchen Zweck eignenden Werkstof'e lergestellt sein.
Neben dieser Art der praktischen Ausführung einer Sonnenbrille mitnasenschutzkannman-wie Fig.
3 zeigt-auch eine Folie 15 ebenfalls beliebigen Werkstoffes nach Art einer ansichbekanntenLeporello- Faltung, also zickzackartig falten, und diese so gefaltete Folie 15 innerhalb des Hohlraumes 12 vorsehen.
Beim Gebrauch des Nasenschutzes 15 zieht man auch diese Faltfolie einfach nach unten aus dem Hohlraum 12 zur Abdeckung der Nase heraus.
Man kann nun den zur Aufnahme des Nasenschutzes 14, 14' bzw. 15 in der Nichtgebrauchsstellung dienenden Hohlraum 12 beispielsweise-wie die Darstellungen zeigen - derart ausbilden, dass man ihn
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