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Sonnenblendschirm Die Erfindung betrifft einen Sonnenblendschirm,
der aus aneinandergelenkten und zusammenfaltbaren Abschnitten zusammengesetzt und
nach Art der Krempe eines Tropenhelmes ausgebildet ist.
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Es sind bereits Sonnenblendschirme der angegebenen Art bekannt, die
aus vier untereinander vollkommen gleichen Abschnitten bestehen; diese Abschnitte
können nicht ohne weiteres flach zusammengefaltet werden, weil beim Zusammenfalten
Ausbauchungen entstehen, die beim Flachlegen ausgeglichen werden müssen, da sonst
die Faltstellen zum Reißen gebracht werden. Diese Ausgleichung erfolgt bei den bekannten
Sonnenblendschirmen der obigen Art dadurch, daß die Abschnitte aus Leinwand bestehen
und durch federnde Bügel ausgesteift sind. Beim Zusammenfalten der auf diese Weise
ausgesteiften Schirmabschnitte gibt der federnde Bügel so viel nach, daß der Sonnenblendschirm
vollkommen flach liegend zusammengefaltet werden kann.
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Sonnenblendschirme aus Gewebe mit Metallfederaussteifung haben aber
den Nachteil, daß sie für Badezwecke wenig geeignet sind und bald unbrauchbar werden.
Die Erfindung bezweckt nun, die vollkommene Zusammenfaltbarkeit und Flachlegung
von Sonnenblendschirmen der eingangs angegebenen Art auch für den Fall zu ermöglichen,
daß die Abschnitte aus für Bade-, Strand- u. dgl. Zwecke besser geeignetem und auch
haltbarerem, biegsamem, steifem Stoff (z. B. imprägniertem Pappkarton, durchsichtigem
bzw. farbigem Zelluloid o. dgl.) bestehen. Es sind zwar auch schon Sonnenblendschirme
aus steifem Stoff bekannt, aber diese Sonnenblendschirme bestehen aus nur zwei aneinandergelenkten
Abschnitten und haben daher im zusammengefalteten Zustande eine zu große Länge,
so daß sie oft nicht in den Kleidungstaschen untergebracht werden können.
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Erfindungsgemäß werden die bei den bekannten Sonnenblendschirmen vorhandenen
Übelstände dadurch beseitigt, daß der neue Blendschirm aus vier paarweise gleich
langen Abschnitten besteht, von denen das kürzere Abschnittspaar zwischen die beiden
längeren Abschnitte flach einwärts geknickt und mit denselben in Deckung gebracht
werden kann. Infolge dieser Bauart können nach einmaligem Zusammenfalten die innenliegenden
beiden kürzeren Abschnitte beim Flachlegen durch nochmaliges Zusammenlegen die hierbei
eintretende Wölbung erfahren, ohne daß ihre Gelenk- bzw. Faltstelle hierbei die
Faltstelle der beiden außenliegenden längeren Abschnitte erreicht und unzulässige
Beanspruchungen .der Faltstellen herbeiführen kann.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
Abb. z und 2 zeigen den neuen Sonnenblendschirm in Vorder- und in Seitenansicht,
Abb.3 stellt den Grundriß des Schirmes gemäß Abb. z und 2 dar, wobei durch gestrichelte
Linien die Form angedeutet ist, die der Schirm nach Flachstreckung in eine Ebene
besitzt. Die Abb. 4 bis 6 veranschaulichen
den Schirm gemäß Abb.
z bis 3 während des Zusammenfaltens schaubildlich bzw. nach dem Zusammenfalten in
Stirn- und Seitenansicht.
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Der Sonnenblendschirm ist nach Art der Krempe eines Tropenhelmes ausgebildet,
der jedoch aus vier Abschnitten a1, a2, a3, a4 zusammengesetzt ist, die bei b aneinandergelenkt
sind. Beim Aufsetzen stellt dieser Schirm, wie aus Abb. i und 2 zu ersehen ist,
einen allseitigen Sonnenstrahlenschutz dar, der auf dem Kopfe geradeso fest und
steif sitzt wie ein aus einem einzigen Stücke hergestellter Schirm. Nach dem Abnehmen
kann der Schirm gemäß Abb. q. zusammengefaltet und, wie aus Abb. 5 zu ersehen ist,
ganz flachgelegt werden, und in dieser Form kann er bequem in der Tasche getragen
werden.
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Um das Flachlegen gemäß Abb.5 zu ermöglichen, sind die einwärts zu
klappenden Abschnitte a1, a2 etwas kürzer gehalten als die nach dem Zusammenfalten
außenliegenden Abschnitte a3, cc4. Die etwas länger gehaltenen Abschnitte a3, a4
stellen zweckmäßig die beim Tragen vorderen Abschnitte dar, die mit den an sich
bekannten Durchlochungen c versehen sind, durch die gleichzeitig auch gekennzeichnet
wird, daß beim Zusammenfalten diese mit Durchlochungen versehenen Abschnitte außen
zu liegen haben.
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Die Abschnitte können aus einem beliebigen steifen Stoffe, z. B. aus
Pappe, die zweckmäßig in an sich bekannter Weise wasserfest gemacht ist, aus Zelluloid,
Gallalit oder einem ähnlichen steifen und biegsamen Stoffe hergestellt sein. Den
einzelnen Abschnitten kann z. B. durch Wärmebehandlung o. dgl. etwa die in Abb.
q. angedeutete gekrümmte Form dauernd erteilt werden, und in diesem Falle kann die
flache Form nach der Zusammenfaltung gemäß Abb. 5 und 6 durch einen losen Gummiring
d o. dgl. gesichert werden, der zwecks Auseinander-Jaltens des Schirmes von demselben
einfach abgestreift wird.
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Zum Schutze der Kopfdecke gegen Sonnenstrahlen kann ein Taschentuch
o. dgl. unter den Schirm gemäß Abb. i geklemmt werden, oder aber es kann gemäß Abb.
2 der Schirm dauernd mit einer Schutzhaube f für die Kopfdecke versehen sein.