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Faltschiebedach DieErfindUI1gbetrifft ein Faltschiebedach, das in seitlichen Schienen eines Kraftwagendaches geführt ist und mit einer den vorderen Dachholm übergreifenden, als Verschlussspriegel ausgebildeten, mittels eines in einer senkrechten Ebene schwenkbaren Spannhebels anhebbaren Verdeckkappe versehen ist. Das erfindungsgemässe Schiebedach zeichnet sich gegenüber den bekannten Schiebedächern durch eine besonders einfache und daher billige Konstruktion aus und bietet ausserdem noch den Vorteil einer besonders leichten Handhabung.
Es sind Faltschiebedächer für Kraftfahrzeuge bekannt, deren Lösen, Verschieben und Feststellen unter Mitwirkung des Vorderspriegels durch seitliche Klemmstücke und einen schlossartigen Haken erfolgt. Bei diesen Schiebedächern ist an dem als Verschlussspriegel ausgebildeten Vorderspriegel eine den vorderen Dachholm übergreifende Verdeckkappe beweglich angebracht, die beim Öffnen bzw. Schliessen des Verdeckes angehoben bzw. gesenkt wird. An dieser Verdeckkappe ist der Verdeckstoff befestigt.
Es sind auch schon aus einem einzigen Stück bestehende, die Funktion der Verdeckkappe mit übernehmende Vorderspriegel bekannt. Diese enthalten jedoch keinen Betätigungsgriff sowie keine Hub- und Spannorgane. Solche Vorderspriegel finden Verwendung bei einfachen Rollverdecken oder bei mit komplizierten Seiltrieben betätigten Verdeckkonstruktionen, so kann z. B. auch die Verdeckkappe mittels eines zusätzlich angeordneten Seilzuges angehoben werden.
Bei einer andern bekannten Ausführungsform wird ein starres Schiebedach über einen in einer senkrechten Ebene bewegten Spannhebel, der eine durchgehende Welle bewegt, betätigt. Es sind auch Schiebedächer bekanntgeworden, die einen in senkrechter Ebene schwenkbaren Betätigungsgriff aufweisen,
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ter angeordnet, an denen je eine Schubstange angelenkt ist, deren anderes Ende einen Hebel betätigt. Die Schubstange selbst stellt jedoch keinen an den seitlichen Führungsschienen geführten Teil dar. Hiebei wird das starre Schiebedach zum Zwecke der Verschiebung in eine Ebene gesenkt, die unterhalb der mit dem starren Dach fluchtenden Ebene liegt.
Als nachteilig wird bei den bekannten Verdeckkonstruktionen ies weiteren empfunden, dass diese zur Erreichung einer einwandfreien Faltenbildung bei einer normalen Dachöffnung eines Personenkraftwagens ausser dem Vorderspriegel nach etwa 6 - 8 Hilfs- bzw. Faltspriegel benötigen.
Auch bereitet bei den meisten der bekannten Konstruktionen die Herstellung und die Montage der seitlichen Führungsschienen Schwierigkeiten, weil diese meist einen sehr komplizierten Aufbau aufweisen.
Diese Nachteile und Schwierigkeiten werden bei einem Faltschiebedach, das In seitlichen Schienen eines Kraftwagendaches geführt ist und mit einer den vorderenDachholm übergreifenden, als Verschluss - spiegel ausgebildeten, mittels eines in einer senkrechtenEbene schwenkbaren Spannhebels anhebbaren Verdeckkappe versehen ist, gemäss der Erfindung dadurch vermieden, dass an der Verdeckkappe in an sich bekannter Weise zwei mittels des Spannhebels drehfest verbundene, quer zur Schieberichtung liegende Wellen gelagert sind,
deren abgekröpfte äussere Enden zum Zwecke des Hebens und Senkens der Verdeckkappe in Aussparungen von auf den ortsfesten seitlichen Schienen des Dachausschnittes geführten vorderen
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Verdeck sein Schlagen verhindert wird.
Die Gleitstücke sind vorzugsweise Kunststoff-Formteile oder mit Kunststoff verkleidete Metallgehäuse, die lose in den Aufnahmelöchern stecken und keiner zusätzlichen Sicherung bedürfen. Sie sind so ausge- bildet und angeordnet, dass ein störendes Klappern vermieden wird. Die Verwendung von Kunststoff er- spart das Schmieren der Führungsschienen, wodurch die Verschmierungsgefahr beseitigt ist.
Als Führungsschienen werden zweckmässig L- oder T-Profile verwendet, die vorteilhaft auf einen am
Dachrahmen vorgesehenen durch Verbindung von Dachholmaussenblech und-innenblech gebildeten Steh- bord aufgesteckt werden. Diese Ausführung ermöglicht eine einfache Korrektur bei fehlerhaften Abmes- sungen der Dachöffnung, Der Stehbord kann auf der Dachkante aufsitzen, kann aber auch den inneren Rand einer Rinne bil- den. Die Führungsschienen werden in geradem Zustand montiert. Dabei kommt man unter Ausnutzung der
Eigenspannung mit je einer vorderen und hinteren Befestigungsschraube aus. Bei Reparaturen braucht le- diglich die hintere Schraube etwas gelöst zu werden ; die Schiene hebt sich sodann vom Rand ab und das
Dach kann ein-oder ausgefahren werden.
Zur Erzielung einer einwandfreien Faltenbildung bei verminderter Spriegelzahl enthält der Verdeck- stoff an den seitlichen schlauchartig ausgebildeten Längsrändern Kunststoffbänder, die so dimensioniert sind, dass sich beim Zurückschieben des Verdeckstoffes auf Grund der ihnen innewohnender Steifigkeit
Bandschlaufen bilden, die den zwischen den Spriegeln liegenden Verdeckstoff aufwölben und beim wei- teren Zurückschieben in eine flachliegende Falte überführen. Bei geschlossenem Verdeck dient das ela- stische Kunststoffband zum Anpressen des Verdeckrandes auf das Karosserieblech.
Die Nahtstellen der schlauchartigen Längsränder werden zur Erzielung einer dichten Naht zweck- mässig mittels Hochfrequenz verschweisst.
Die Hilfs-und Faltspriegel werden mit ihren Enden in zu diesem Zweck am Kunststoffband vorge- sehene Tüllen gesteckt. Damit wird das Anschrauben oder Annieten der Spriegel an den Verdeckstoff um- gangen, was insofern von Vorteil ist, als der Verdeckstoff bei der üblichen Form der Befestigung infolge
Durchscheuern leicht schadhaft wird.
Hilfsspriegel und Faltspriegel werden vorzugsweise durch starre oder nur schwach biegsame Spriegel- streben zu einem Rahmen verbunden. Dieser Rahmen ist in seinen vorne angeordneten Gleitstücken so ge- lagert, dass das hintere Ende des Rahmens zur Faltenbildung angehoben wird.
An den Spriegelstreben sind Aufgleitfläche vorgesehen, die beim Öffnen des Faltschiebedaches ein unbehindertes Aufgleiten der vorderen auf die hinteren Verdecktelle gewährleisten.
An Stelle der Faltspriegel und Hilfsspriegel, sowie ihrer sie verbindenden Spriegelstreben können durchgehende Platten, vorzugsweise aus Kunststoff oder Blech, verwendet werden, die an ihrem vorderen und hinteren Rand Wulstkanten aufweisen. Die Seitenflächen der vorderen Wulstkante dienen zur Auf- nahme der Gleitstücke, die gleichzeitig die Dreh- oder Schwenkachse der Spiegel bilden.
Die Faltspriegel können in ihrer Hubhöhe durch Anschläge so begrenzt werden, dass sie sich nur we- nig vom festen Dach abheben, um ein Hochschlagen durch den Fahrtwind zu vermeiden.
Der Verdeckstoff wird an dem Hauptspriegel ohne Klebemittel befestigt. Zu diesem Zweck sind im
Bereich der vorderen Kante des Hauptspriegels dreieckige Zacken aus dieser herausgebogen, so dass der
Stoff in diese eingehängt werden kann. Der Abschluss des Verdeckstoffes kann auch schlauchförmig aus- gebildet sein. In diesen Schlauch wird ein Stahldraht oder Stab eingeschoben, der sodann hinter die Zakken gelegt wird, die anschliessend an ihn herangebogen werden.
Um ein dichtes, elastisches Aufliegen der Vorderkante des Hauptspriegels auf dem vorderen Dachholm zu gewährleisten, wird der Verdeckstoff über einen am vorderen Rand des Hauptspriegels gebildeten Hohlraum gespannt, wodurch eine nachgiebige Fläche gebildet wird, die auf der Hinterkante des vorderen Dachholmes dichtend aufliegt.
Um zu erreichen, dass der vordere Faltspriegel sich beim Anheben des Hauptspriegels ebenfalls vom festenDachteil abhebt und in der Schliess-bzw. Festhaltestellung gegen das feste Dach gepresst wird, wird dieser vorteilhafterweise an dem Hauptspriegel angelenkt, beispielweise dadurch, dass die Längsstrebe in ihrem vorderen Teil mit denHuborganen des Hauptspriegels verbunden wird. Eine andere Ausführungsform der gelenkigen Verbindung des vorderen Faltspriegels mit dem Hauptspriegel wird dadurch erreicht, dass der Hubhebel des Hauptspriegels bis zum Faltspriegel verlängert bzw. mit derLangstrebe verbunden wird.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es zeigen :
Fig. 1 einen Schnitt (in Längsrichtung des Wagens) durch den Hauptspriegel, u. zw. im Bereich des Spannverschlusses ; Fig. 2 die seitliche Ansicht des Hauptspriegels ; Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie 3-3 der Fig. l ; Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie 4 - 4 der Fig. 2 ; Fig. 5 die teilweise Draufsicht aufden
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Hauptspriegel ; Fig. 6 einen Schnitt nach der Linie 6 - 6 der Fig. 5 ; Fig. 7 einen Schnitt nach der Linie 7 - 7 der Fig. 5 ; Fig. 8 einen den Schnitten 4 - 7 entsprechenden Schnitt, u. zw. im Bereich einesHilfs- spiegels ;
Fig. 9 eine seitliche Ansicht im Bereich des in Fig. 8 dargestellten Schnittes ; Fig. 10 einen senkrechten Längsschnitt nach der Schnittlinie 10 - 10 der Fig. 5 ; Fig. 11 einen senkrechten Querschnitt durch den Hauptspriegel eines weiteren Ausführungsbeispieles, bei dem die Führungsschiene T-förmig ausgebildet. und auf den durch die Verbindung des inneren und des äusserenDachseitenbleches gebildeten Stehbord aufgesteckt ist und bei dem das Ende der Kurbelwelle direkt in das vordere Gleitstück eingreift.
Der aus Kunststoff oder Blech geformte, Spann- und Abdeckfunktionen erfüllende Hauptspriegel l des Faltschiebedaches weist auf der Innenseite ein Lagergehäuse 2 auf. in dem das die Wellenteile 3 verbindende Ende 4 des vertikal schwenkbaren Betätigungsgriffes 5, der Spannhaken 6 und die Blattfeder 7 angeordnet sind. Der Spannhaken 6, der in dem Teil 4 des Betätigungsgriffes 5 exzentrisch gelagert ist und in
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ein Auge 11 auf, das im Schliesszustande über den Schliesshaken 12 greift. Die Blattfeder 7, die zwischen der Innenseite des Hauptspriegels1 und dem Spannhaken 6 liegt, wirkt auf diesen Spannhaken 6 ein.
An den seitlichen Enden des Hauptspriegels 1 befinden sich zur Lagerung der an ihren Enden bei 13 abgekröpften Wellen 3 Lagerböcke 18, in denen Gleitstücke 17 gelagert sind, die mittels Führungsschie- nenl6 geführt werden, die auf durch dieDachrahmenkante gebildete Stehborde 14 aufgesetzt sind. In den
Lagerböcken sind des weiteren Hubhebel 19 gelagert, die mittels Gleitstücken 20 geführt sind und Aus- nehmungen 21 aufweisen, in welche die die Kippbewegung des Hauptspriegels hervorrufenden Kurbeln 13 der Welle 3 eingreifen. Ausserdem sind an den Lagerböcken 18 Spriegelstreben 22 mit ihren Seitenteilen
23 angelenkt, die ihrerseits auf einen nicht dargestellten Faltspriegel einwirken. Auf einen solchen Falt- spiegel folgt ein Hilfsspriegel 25, der nun seinerseits über Spriegelstreben 26 mit dem nächstfolgenden, ebenfalls nicht dargestellten Faltspriegel verbunden ist.
Die Spriegelstreben 26 werden durch Gleitstücke
29, die durch die Seitenteile 28 der Spriegelstreben 26 hindurchtreten, in den Führungsschienen 16 ge- führt. An den Spriegelstreben 26 sind Aufgleitflächen 30 vorgesehen.
Der sich über die durch Spriegelstreben unterteilte Öffnung des Wagendaches erstreckende Verdeck- stoff ist am hinteren Rahmenteil in bekannter Weise befestigt. An dem Hauptspriegel 1 ist der Verdeck- stoff in der Art befestigt, dass sein als Schlauch ausgebildeter Vorderrand um die der Dachstirnwand zugekehrte Kante des Hauptspriegels 1 geführt ist und, zusammen mit einem in diesen Schlauch eingesteck - ten Rundstab 31, in eine Rinne eingelegt wird, die durch aus dem Hauptspriegel herausgebogene Zacken
32 gebildet wird. Die Längskanten des Verdeckstoffes sind mit je einem durchgehenden Schlauch 33 versehen, in den ein Kunststoffband 34 eingezogen ist. Die Kunststoffbänder 34 werden mit ihren vorderen Enden von an denLagerböcken18 vorgesehenen Nasen 35 gehalten ; ihre hinteren Enden sind in bekannter Weise an der Karosserie befestigt.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 11 ist die Führungsschiene 3L6 T-förmig ausgebildet und auf die aneinanderliegenden hochgebogenen Ränder des inneren und des äusseren Dachbleches aufgesteckt. Das Gleitstück 37 nimmt das Ende der Kurbelwelle 3 auf, die in den Aussparungen einer U-förmigen Vertiefung des Hauptspriegels gelagert ist.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Faltschiebedach, das in seitlichen Schienen eines Kraftwagendaches geführt ist und mit einer den vorderenDachholm übergreifenden, als Verschlussspriegel ausgebildeten, mittels eines in einer senkrechten Ebene schwenkbarenSpannhebels anhebbarenVerdeckkappe versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass an der Verdeckkappe (1) in an sich bekannter Weise zwei mittels des Spannhebels (5) drehfest verbundene, quer zur Schieberichtung liegende Wellen (3) gelagert sind, deren abgekröpfte äussere Enden zum Zweck des Hebens und Senkens der Verdeckkappe in Aussparungen von auf den ortsfesten seitlichen Schienen des Dachausschnittes geführten vorderen Gleitstücken (37) bzw. von an vorderen Gleitstücken (20) schwenkbar gelagerten Hubhebeln (19) eingreifen.