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Trockener Schiebergaszähler
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen trockenen Schiebergaszähler mit als Ganzes aus dem Gehäuse herausnehmbarem Messwerk und einem auf dem Messkammersatz angeordneten Verteiler- stück mit mittig und quer zur Bewegungsrichtung der Schieber liegendem Gasausgangs-SammelkanaL
Bei den Gaszählern dieser Gattung besteht das Messwerk in der Regel aus einem Satz geschlossener ! Messkammern mit darin vom zu messenden Gas hin-und herbewegten Membranen, einem abdichtend auf die Messkammern aufgezogenen, die Verteilungskanäle enthaltenden Rostkasten, vorzugsweise in der
Form eines gegossenen Kanalblocks, einer auf diesem Block liegenden Schieber-Rostplatte sowie einem von den Messkammer-Membranen angetriebenen Gestänge mit Kurbeltrieb für die Steuerung der Schie- ber.
Bei einigen bekannten Bauarten dieser Gattung ist die Kurbelwelle der Schiebersteuerung durch das
Innere des erwähnten Kanalblocks oder Rostkastens, u. zw. durch den sich darin in der Mitte von vom nach hinten erstreckenden Ausgangssammelkanal, hindurchgefuhrt. Diese Durchführung erfolgt entweder blank mit Dichtungslage oder durch eine die Welle umgebende abdichtend eingesetzte Lagerungshalse (s. deutsche Patentschriften Nr. 371375 und Nr. 373777, 1tal. Patentschriften Nr. 486464 und Nr. 547612.
Gaszähler-Prospekt 1934 der Fa. Lutz & GimpleAG. Stuttgart, Gaszähler-Prospekt 1953 der Fa. Galileo,
Florenz).
Nachteilig bei diesen bekannten Ausführungen ist die Notwendigkeit einer vollkommenen Abdich- tung an den Durchführungsstellen, damit dort kein Gas ungemessen vom Eingang zum Ausgang des Zäh- lers gelangen kann. Nachteilig ist auch die Gefahr der schnellen Verschmutzung und Verkrustung der Kur- belwellenlagerung sowie der Gestängeanlenkungen an den Kurbelzapfen, eine Gefahr, welche wegen der im Eingangsraum des Zählers eintretenden Geschwindigkeitsverringerung der Strömung besonders gross ist.
Nachteilig ist schliesslich die Vergrösserung der Strömungswiderstände, welche sich aus der Durchführung der Kurbelwelle oder ihrer LagerungshUlse durch den Ausgangssammelkanal ergibt und eine Vergrösserung des Querschnittes dieses Kanals erforderlich macht.
Diese Nachteile haften in gleichem Masse auch einer andern bekannten Bauart dieser Gattung an, bei welcher der mittels eines Rohres an den Gehäuseausgang anzuschliessende Messwerkausgang zentral auf der Oberseite des Verteilerstückes (Kanalblock, Rostkasten) zwischen den beiden Schieberrostöffnungen angeordnet und der Kurbeltrieb in einer das Verbindungsrohr durchdringenden Hülse gelagert ist (vgl. z.
B.
EMI1.1
Durch die vorliegende Erfindung wird ein Gaszähler der eingangs genannten Gattung geschaffen, bei welchem die Gefahr einer Verschmutzung und Verkrustung der Kurbelwellenlagerung und der Gestängenlenkung an den Kurbelzapfen weitestgehend vermindert und bei welchem ohne Verzicht auf den Vorteil tiefstmöglicher Anordnung des Kurbeltriebes die Notwendigkeit einer abdichtenden Durchführung der Kurbelwelle durch Leitungsteile des Messwerks vermieden ist.
Die Erfindung geht von der bekannten Gaszählerbauart mit auf dem Messkammersatz angeordnetem Verteilerstück (Kanalblock, Rostkasten od. dgl.) aus und besteht im wesentlichen darin, dass das VerteilerstUck in seinem unteren Teil zwei tunnelartige Ausnehmungen aufweist, deren eine von der Vorderwand, deren andere von der Rückwand des Verteilerstucks ausgeht und deren Stirnwände den GasausgangsSammelkanal, wenigstens in seinem unteren Teil, verkürzen und nach unten ragende Ansätze für die Lagerung der Kurbelwelle unterhalb des Ausgangs-Sammelkanals besitzen, und dass die Enden der Welle mit
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den Kurbeln und den Gestänge-Anlenkungen an den Kurbelzapfen knapp neben den Stirnwänden innerhalb der tunnelartige Ausnehmungen angeordnet sind,
die sich gegen eine Seitenwand des Verteilerstücks in der Richtung auf das an den Kurbeln angreifende Steuergestänge hin öffnen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel eines gemäss der Erfindung ausgebildeten Gaszählers dargestellt. Fig. 1 zeigt eine Vorderansicht zu Fig. 2, teilweise im Schnitt nach der Linie A-A dersel- ben, Fig. 2 eine Draufsicht zu Fig. 1 mit einem Aufbruch, in welchem die Merkmale der Erfindung teils in der Draufsicht, teils im Horizontal-Schnitt erscheinen, und Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie B-B der Fig. 1 und 2.
Im Gehäuse 1 eines trockenen Balggaszählers mit Schiebersteuerung ist ein in üblicher Weise als in sich geschlossene Einheit ausgebildetes Messwerk, bestehend aus einem Messkammersatz 2, einem ab- dichtend darauf festgezogenen, das Verteilerstück bildenden Rostkasten 3, welcher hier als gegossener
Kanalblock dargestellt ist, einer Schieberrostplatte 4, den Schiebern 5 sowie einem Kurbeltrieb 6,7, 8 für das Steuergestänge 9, 10, 11,12 eingesetzt. Mit 11 sind die in solchen Gestängen üblichen Kugel- gelenke bezeichnet.
Im Rostkasten 3 befindet sich, in üblicher Weise zentral von vorn nach hinten ver- laufend, ein Gasausgangs-Sammelkanal 13, in welchen das gemessene Gas durch die mittleren Schieber- rostöffnungen 14 einströmt und aus dem es dann über die Ausgangsöffnung 15'des Messwerks und ein Ver- bindungsrohr 16 zum nicht dargestellten Ausgangsstutzen des Zählergehäuses 1 abströmt.
Während nun bei den bekannten Bauarten die Enden des Gassammeikanals durch die Vorder- und die
Hinterwand des VerteilerstUcks (Rostkastens oder Kanalblocks) gebildet werden, ist dieser Kanal 13 in sei- nem unteren Teil beidseitig verkürzt. Das Verteilerstück weist deshalb in seinem unteren Teil zwei von seiner Vorder-und Rückwand ausgehende tunnelartige Ausnehmungen 17 auf, deren Stirnwände 18 nach unten ragende Ansätze 19 zur Lagerung der Kurbelwelle 6 besitzen. Die Enden der Welle 6 mit den Kur- beln 7 und den Gestängeanlenkungen an den Kurbelzapfen sind knapp neben den Stirnwänden 18 inner- halb der tunnelartigen Ausnehmungen angeordnet, die sich gegen eine Seitenwand des Verteilerstücks 3 in der Richtung des an den Kurbeln 7,8 angreifenden Steuergestänges 12 hin öffnen.
Durch diese Ausbil- dung liegen die Enden der Kurbelwelle mit den Kurbeln 7 und den Gestängeanlenkungen an den Kurbel- zapfen 8 gegen Schmutz- und Staubabscheidungen der Gasströmung geschützt tief im Inneren der tunnel- artigen Ausnehmungen 17.
Die Erfindung ist beim Ausführungsbeispiel in Verbindung mit einem Messwerk beschrieben, dessen
Ausgangsöffnung 15 sich zentral auf der Oberseite des Verteilerstücks 3 befindet. Sie ist natürlich in glei- cher Weise in Verbindung mit solchen Messwerken anwendbar, bei denen sich die mit dem Gassammel- kanal verbundene Ausgangsöffnung in üblicher Weise seitlich am Verteilerstück 3 befindet.