AT222098B - Verfahren zur Herstellung von neuen ungesättigten aliphatischen Alkoholen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen ungesättigten aliphatischen Alkoholen

Info

Publication number
AT222098B
AT222098B AT102161A AT102161A AT222098B AT 222098 B AT222098 B AT 222098B AT 102161 A AT102161 A AT 102161A AT 102161 A AT102161 A AT 102161A AT 222098 B AT222098 B AT 222098B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
aliphatic alcohols
preparation
unsaturated aliphatic
new unsaturated
new
Prior art date
Application number
AT102161A
Other languages
English (en)
Original Assignee
Bayer Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bayer Ag filed Critical Bayer Ag
Application granted granted Critical
Publication of AT222098B publication Critical patent/AT222098B/de

Links

Landscapes

  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von neuen ungesättigten aliphatischen
Alkoholen Es wurde gefunden, dass man neue, ungesättigte aliphatische Alkohole der allgemeinen Formel : 
 EMI1.1 
 in welcher R einen gesättigten oder ungesättigten, verzweigten oder unverzweigten aliphatischen Rest, R' einen Rest wie R, Wasserstoff oder zusammen mit R einen, gegebenenfalls substituierten, Tri- oder Tetramethylenrest und   Ru schliesslich   Wasserstoff oder einen Alkylrest bedeuten, erhalten kann, indem man ein Decanal der allgemeinen Formel :

   
 EMI1.2 
 worin R"'einen Carboxyalkyl-oder eine Acyloxymethylengruppe bedeutet, mit einem andern   1-Halo-     gen-alken- (2)   als   l-Halogen-hexen- (2)   in Gegenwart von Lithium, Magnesium oder Zink unter den Bedingungen der Grignard- oder Reformatsky-Synthese umsetzt, aus dem erhaltenen sekundären Carbinol Wasser abspaltet und die resultierende Dienverbindung der allgemeinen Formel : 
 EMI1.3 
 
 EMI1.4 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Verbindungen übergeführt werden können. Das Endprodukt dieser Synthese erhält man im Falle des Carbonsäureesters durch Reduktion mit komplexen Metallhydriden, im Falle der Acyloxyverbindung durch alkalische Verseifung. 



   Die Umsetzungen können durch folgendes Formelschema symbolisiert werden : 
 EMI2.1 
 
Als Nebenprodukte derartiger metallorganischer Reaktionen werden allerdings verzweigte Verbindungen des Typs VII und deren Folgeprodukte des Typs VIII und IX erhalten. 
 EMI2.2 
 



   Die so erhaltenen neuen Verbindungen sind Lockmittel für Insekten und können deshalb Schädlings-   bekämpfungsmitteln,   vor allem Insektiziden, zugesetzt werden. Da die Lockstoffe schon in ausserordentich geringer Konzentration wirken, genügen winzige Zusätze zu den in Frage kommenden Insektiziden, un die Anlockung der Insekten zu bewirken. 



   Als einige Beispiele für erfindungsgemäss herstellbare Verbindungen seien die folgenden Formeln   aufgeführt :    

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
 EMI3.1 
 
 EMI3.2 
 
 EMI3.3 
 
 EMI3.4 
 Äthylenbindung) sowie bei 818   cm-1     [ (CHg) ].   



   Zur Wasserabspaltung werden 11 g des so gewonnenen Estergemisches in 90 ml absolutem Benzol und 18,5 g absolutem Pyridin gelöst. In diese Lösung wird unter Rühren in einer Stickstoffatmosphäre bei   OOC   in   5 - 10   Minuten, 0, 6 g Phosphorpentoxyd eingetragen. Man   lasst   das Gemisch allmählich Raumtemperatur annehmen und erhitzt es dann eine bis zwei Stunden am   Rückflusskühler   zum Sieden. Das abgekühlte Reaktionsgemisch wird dann nach dem Verdünnen mit Benzol auf Eis gegossen. Die organische. Phase wird mit Äther extrahiert. Die vereinigten Ätherauszüge werden mit Wasser,   10%iger Schwefelsäure,   wieder mit Wasser, dann mit Natriumhydrogencarbonatlösung gewaschen und schliesslich über Natriumsulfat getrocknet.

   Nach dem Verdampfen des Lösungsmittels unter vermindertem Druck erhält man 9,6 g eines gelblichen Rückstandes und daraus durch Hochvakuumdestillation 7,7 g   (75%   der Theorie) einer 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 farblosen Flüssigkeit vom    kapo     vol 110 - 1250C   (Luftbadtemperatur),   Àmax : 230 mll,   die ein Gemisch von   l-Acetoxytetradecadien- (10, 12)   und   l-Acetoxy-11-methyl-tridecadien- (10,   12) darstellt.

   Das Infrarotabsorptionsspektrum zeigt charakteristische Absorptionen bei 1740 cm-l (Estercarbonyl), 1642 cm-l, 995 bis 985 cm-l, 940 cm-l, 912 cm-l (Vinylgruppe und cis, trans-konjugiertes Dien) sowie bei 716   cm-i   [ (CH2) n > 4]. 
 EMI4.1 
 
2 g des so erhaltenen Estergemisches werden in wasserhaltigem Äthanol mit Kaliumhydroxyd in einer Stickstoffatmosphäre unter   Rückfluss   verseift. Nach nahezu vollständigem Abdampfen des Äthanols im 
 EMI4.2 
 
Kpocis, trans-konjugiertes Dien). Es handelt sich somit um ein   Gémisch von Tetradecadien- (10, 12) -01- (1)   und   11-Methyl-tridecadien- (10, 12)-ol- (1).   



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zur Herstellung von neuen ungesättigten aliphatischen Alkoholen der allgemeinen For-   mel :    
 EMI4.3 
 in welcher R einen gesättigten oder ungesättigten, verzweigten oder unverzweigten aliphatischen Rest, R'einen Rest wie R, Wasserstoff oder zusammen mit R einen, gegebenenfalls substituierten, Tri- oder Tetramethylenrest und   Ru schliesslich   Wasserstoff oder einen Alkylrest bedeuten, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Decanal der allgemeinen Formel :

   
 EMI4.4 
 worin   R'"eine Carboxyalkyl-oder   eine Acyloxymethylengruppe bedeutet, mit einem andern   1-Halogen-   - alken- (2) als   l-Halogen-hexen- (2)   in Gegenwart von Lithium, Magnesium oder Zink unter den Bedingungen der Grignard- oder Reformatsky-Synthese umsetzt, aus dem erhaltenen sekundären Carbinol Wasser abspaltet und die resultierende Dienverbindung der allgemeinen Formel : 
 EMI4.5 
 worin R, R', R"und R'"obige Bedeutung besitzen, im Falle, dass   Ru veine   Carboxyalkylgruppe bedeutet, vorzugsweise mit komplexen Metallhydriden zum primären Alkohol reduziert, oder im Falle, dass   R"'   eine Acyloxymethylengruppe bedeutet, mit Alkali verseift.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man das l-Halogen-alken- (2), falls dieses geometrische Isomere bildet, in sterisch einheitlicher Form oder in Form eines Gemisches der geometrischen Isomeren verwendet.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass man die Zwischen- oder Endprodukte der Synthesen durch fraktionierte Kristallisation oder durch fraktionierte Destillation, gegebenenfalls im Vakuum, in ihre geometrischen Isomeren trennt.
AT102161A 1959-06-23 1960-06-23 Verfahren zur Herstellung von neuen ungesättigten aliphatischen Alkoholen AT222098B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE222098T 1959-06-23

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT222098B true AT222098B (de) 1962-07-10

Family

ID=29593343

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT102161A AT222098B (de) 1959-06-23 1960-06-23 Verfahren zur Herstellung von neuen ungesättigten aliphatischen Alkoholen

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT222098B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1543427C3 (de)
EP0278384B1 (de) Alkohole und Ether mit Cyclododecyl- und Cyclododecenylgruppen, deren Herstellung und Verwendung als Duftstoffe
DE2202016C3 (de) Aliphatische zweifach ungesättigte Ester bzw. Säuren, Verfahren zu deren Herstellung und diese enthaltende Mittel
EP0352456A1 (de) Verfahren zur Herstellung von alpha, beta -ungesättigten Ketonen
AT222098B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen ungesättigten aliphatischen Alkoholen
DE2733857C2 (de)
AT217995B (de) Verfahren zur Herstellung von Hexadecadien-(10, 12)-ol-(1)
DE855992C (de) Verfahren zur Herstellung von Vitamin-A-wirksamen Polyencarbon-saeuren, ihren Estern, Vitamin-A-Alkoholen bzw. ihren Estern
AT220133B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen ungesättigten aliphatischen Alkoholen
DE1168894B (de) Verfahren zur Herstellung von Diencarbon-saeuren mit nicht konjugierten Doppelbindungen oder deren Estern
AT217441B (de) Verfahren zur Herstellung von Hexadecadien-(10,12)-ol-(1)
AT203474B (de) Verfahren zur Herstellung von α,β-ungesättigten Aldehyden
EP0643036B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Pimelinsäureestern
AT216680B (de) Verfahren zur Herstellung von Vitamin A
CH447147A (de) Verfahren zur Herstellung von 5-(3-Hydroxypropyl)-5H-dibenzo(a,d)cycloheptenen
DE2444837A1 (de) Insektizid und herstellungsverfahren dafuer
DE1163313B (de) Verfahren zur Herstellung von ungesaettigten, aliphatischen Alkoholen
DE892893C (de) Verfahren zur Herstellung von Carbonsaeureestern
AT210419B (de) Verfahren zur Herstellung von Pyridincarbonsäurealkylestern
AT167629B (de) Verfahren zur Herstellung von Verbindungen, welche dem Vitamin A verwandt sind
DE1107223B (de) Verfahren zur Herstellung von ungesaettigten Carbonsaeuren bzw. deren Estern
DE2533033A1 (de) Verfahren zur herstellung von fettsaeureestern
CH313764A (de) Verfahren zur Herstellung neuer tricyclischer Ketone
DE1134370B (de) Verfahren zur Herstellung von 6, 8-Dimercapto-octansaeure
CH407093A (de) Verfahren zur Herstellung von Hexadecadien-(10, 12)-ol-(1)