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Zierstich-Nähmaschine mit seitlich schwingender Nadel.
Bei der durch das Patent Nr. 11362 geschützten Zierstich-Nähmaschine mit seitlich schwingender Nadel können die beiden Antriebe für die Nadelstange und den Stoffschieber durch äussere Einwirkungen derart in Unordnung geraten, dass Stichbildung und Stoffverschub nicht mehr miteinander übereinstimmen, so dass beispielsweise bei einem Fisch- grätenstichmuster die eine Gräte länger wird wie die andere. Dies zu verhüten, ist in der Hauptsache der Zweck der vorliegenden Erfindung, welche es ermöglicht, die beiden Mechanismen immer in Einklang miteinander zu bewegen.
Auf der beigegebenen Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand dargestellt, und zwar zeigt : Fig. l eine Seitenansicht einer solchen Maschine und Fig. 2 den erforderlichen Mechanismus für sich allein in vergrössertem Massstabe. Die Fig. 3, 4 und 5 stellen Einzelteile dar.
Die Mechanismen zur Nadelstangen- und Stoffschieberbewegung sind nach Art und Anordnung dieselben wie im Stamm-Patente ; zu diesen kommen noch die Kontrollvornchtungen, die den Antriel) für den Stoffschieher nnd für die Nadelstange bei Störungen sofort wieder in richtigen Eingriff t'ezw. in übereinstimmende Arbeitsweise bringen.
Seitlich an dem Maschinenarm A ist eine Platte F angebracht, welche als Tniger
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schwingt um einen auf der Platte F festsitzenden Zapfen und wird in seinen Schwingungen durch die chraube welche durch den Schlitz g7 greift, begrenzt. Ein zweiter Hebel K schwingt um den Zapfen k ; letzterer sitzt auf dem einen Schenkel eines Winkelhebels II,
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Zugstange k1, die in einem Gleitschuh k2 endigt, welche in dem Schlitz g8 der Kulisse G gleitet. Die an dem anderen Ende des Hebels K angebrachte Winkelstange k3 (Fig. 2) führt zu dem Lager D der Nadelstange E.
L ist ein Schlitten, welcher durch llerzscheihen- antrieb von dem Schaltrad aus auf und nieder bewegt wird und an welchen der Kulissonhobel , der mit Il durch die Zugstange in Verbindung steht, und der Kulissenhebel M angreifen. Letzterer steht durch die in der Länge verstellbare Verbindungsstange m1 mit dem Gleitschuh k2 der Kulisse G in Verbindung. Der auch als Kulisse ausgebildete
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mit gestrichelten Konturen dargestellte Vorbindungsstange n4, welche mit ihrem anderen Ende an den Schwinghebel S angreift. Letzterer steht seinerseits durch einen auf der Zeichnung nicht dargestellten Zapfen mit einer auf der Hauptantriebswelle der Maschine angeordueten Kurvenscheibe in Verbindung.
Ein zweiter, ebenfalls nicht dargestellter Kurvonscheibenantrieb versetzt die Kulisse G, die mit entsprechendem Zapfen versehen ist, in Bewegung. Alle übrigen Teile werden von dem Schwinghebel 6'aus bewegt. Auf dem
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gleitet, welche die Schaltklinke p5 bewegt. Die bisher erläuterten Teile entsprechen ihrem Wesen nach sämtlich der Ausführung des Stamm-Patentes.
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nach dem Stamm-Patente folgendermassen ausgebildet.
Um den Zapfen o drehen sich, der Reihe nach von hinten nach vorn goaehea, eine Herzscheibe zum Ant@iebe des Schlittens L,
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ganz oder teilweise überdeckon, so dass die Schaltklinke n7 entweder einen vollständigen Zahnkreis oder an gewissen Stellen weder an dem Rade W noch an dem Rade 0 einen Schaltzahn vorfindet. Die Schalträder W und O werden gegeneinander derart eingestellt, dass sie sich innerhalb bestimmter Grenzen-beispielhweiso um einen Zahn - genger-
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durch bekannte Mittel - z. B.
Vergrösserung oder Verkleinerung eines zur Verdrehung dienenden Gleitschlitzes - auf die Länge eines oder mehrerer Zähne festgesetzt werden.
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sondern an zwei gegenüberliegenden Stellen des Umfanges eine Lücke vorhanden ist, so gestattet die noch mögliche geringe Verdrehung der Zahnräder gegeneinander, die Lücke 1111\ einen oder zwei Zähne zu verkleinern bezw. zu vergrössern. Es können nun die Ver-
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die Lucke in vergrössertem Zustande grösser und in verkleinertem Zustande kleiner ist als der Hub der schaltklinke n7. Die Schaltklinke wird aber, wenn sie bei der Fortschaltung an die Lücke kommt, nur dann ein Weiterschalten der Räder 0 und W bewirken, wenn die Lücke durch gegenseitige Verstellung von 0 und W verkleinert ist. Diese Verstellung findet statt durch das Schaltrad P.
Auf dem Schaltrad P ist der mit dem Anschlagzahn p17
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klinke 145 das Schaltrad P gedreht und mittels geeigneter, im Stamm-Patente beschriebener ZwischenmechanismendieStoffbeegungherbeigeführt.
Die Schwierigkeit liegt nun darin, diese beiden unabhängig voneinander arbeitenden Mechanismen, trotz Verstellung des einen oder des anderen, sei es absichtlich oder unabsichtlich, in Einklang zu bringen und fortlaufend so zu erhalten, so dass, selbst wenn eines der Schalträder versehentlich verdreht wurde, es während des Betriebes selbsttätig wieder richtig zu dem anderen eingestellt wird. Es ist dies nötig, um fortlaufend dasselbe Muster xu erhalten, denn die geringste Verstellung des einen oder anderen Schaltrades ändert sofort den eingestellten Musterstich.
Die Schalträder 0 und W werden beispiels- so so xucinandor eingestellt, dass kein vollständig geschlossener Zahnkreis entsteht, sondern an zwei Stellen eine Lücke vorhanden ist, und dass sich W gegen 0 um einen Zahn verhieben kann, wobei zwischen Lücke und Hub der Schaltklinke n7 das vorher beschri @ne Verhältnis vorhanden ist. Der ganze Schaltmechanismus sei nun in einer solchen @@@llung, dass die Schaltklinke n7 zunächst gezahnten Stellen der Räder JV und 0 gepf-nt'th t. tttht und also eine Weiterschaltung beider bewirkt.
Dabei wird bald ein Zwischen- ran@@ i (im Rad) F unter die Klinke kommen und da, wie oben erläutert, das Schalt- ra @ gegen O um einen Zahn zurückbleiben kann, wird nur das Rad 0 weitergeschaltet, bth aas Schattrad tr dann wieder vom Schaltrad 0 mitgenommen und beide Räder zusammen weitergeschaltet werden. Es ist nunmehr aber die Lücke in dem Zahnkreis auf
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Zähne, so wird bei den vorher angegebenen Zahnzahlen nach vier Stichen die zahnlose Stelle vor die Klinke n7 gelangen und da nur ein Anschlag p17 vorhanden ist, so werden, wenn das Schaltrad P auch 48 Zähne hat, acht Stiche gemacht, ehe der Anschlag den Zapfen 1018 erreicht. Es wird also der Nadelschwingungsmechanismus während dieser acht Stiche in Ruhe bleiben.
Wird nun unabsichtlich eines der Schalträder aus der eigestellten Lage gedreht, so bleiben die Schalträdor 0 und W bei Erreichung der zahnlosen Stelle so lange in Ruhe, bis der Anschlag p17 das Schaltrad W wieder in Eingriff mit der Schaltklinke bringt, wodurch dann die zu Anfang eingestettte Lage der Schalträder 0, ir und P wieder gewonnen ist.
Durch nachgiebige Verstellung des Schaltrades W zu 0, derart, dass Schaltrad ! F
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Schaltrad W um zwei Zähne vorgeschaltet ist.