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Photographische Kamera mit voll-oder halbautomatischer
Verschlusszeitregelung
Die Erfindung betrifft eine photographische Kamera mit voll-oder halbautomatischer Blenden-oder Verschlusszeitrege1ung und einer Einrichtung zur Einstellung der Empfindlichkeit des jeweils verwendeten Filmmaterials, bei der die Einstellvorrichtung zur Berücksichtigung der Empfindlichkeit des Aufnahmematerials mit dem einen der Einsteller für Verschlusszeit oder Blende derart gekuppelt ist, dass dieser Einsteller lediglich mittels der Filmempfindl1chkeitseinstellvorrichtung betätigbar ist. Gemäss der Erfindung wird die Funktionssicherheit einer derartigen Kamera nach dem österreichischen Patent Nr. 215284 dadurch zusätzlich erhöht, dass der Einsteller für die Filmempfindlichkeit lösbar verriegelt ist.
Nach einer Ausgestaltung der Erfindung trägt der Einsteller eine Rastverzahnung, in die unter der Wirkung einer Andruckfeder ein von Hand aushebbarer Riegelhebel eingreift. Nach einer andern Ausführungsform weist der Einsteller Rastausnehmungen auf, in die unter der Wirkung einer Andruckfeder ein von Hand aushebbarer Verriegelungsstift eingreift. Hiebei sind vorteilhaft die Rastausnehmungen untereinander mittels eines konzentrisch zur Drehachse des Einstellers verlaufenden Schlitzes verbunden. Der Verriegelungsstift, der parallel zur Drehachse verschiebbar gelagert und dessen Durchmesser kleiner als die Schlitzbreite bemessen ist, kann dann ein entsprechend der Grösse der Rastausnehmungen bemessenes verbreitertes Ende aufweisen sowie mittels einer entgegen der Eindrückrichtung wirkenden Andruckfeder in der Raststellung gehalten sein.
Vorteilhaft weisen der Riegelhebel bzw. der Verriegelungsstift fest an der Kamera angeordnete Lagerungen auf.
Vorteilhaft ist weiterhin der Abstand zweier benachbarter Zähne der Rastverzahnung bzw. zweier benachbarter Rastausnehmungen gleich dem Drehweg des Einstellers zur Veränderung der Verschlussöffnungs- zeit um einen Wert, der einer Änderung der Filmempfindlichkeit um 10 DIN entspricht, bemessen.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der zur Einstellung der Filmempfindlichkeit vorgesehene Verschlusszeiteinsteller verriegelbar.
Bei Anwendung der Erfindung wird erreicht, dass lediglich eine bewusste Verstellung der Filmempfindlichkeit, die nur beim Einlegen eines neuen Films durchgeführt werden muss, vorgenommen werden kann. Eine unbeabsichtigte Betätigung des die Filmempfindlichkeit berücksichtigenden Einstellers, die zu Fehlbelichtungen einer grösseren Anzahl von Aufnahmen führen kann, ist wirksam vermieden.
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entsprechenden Darstellung und Fig. 4 einen Schnitt entlang der Linie IV-IV In Fig. 3.
In der Zeichnung sind die Vorderwand der Kamera mit 1 und deren Objektiv mit 2 bezeichnet. Konzentrisch zum Objektiv 2 ist der Verschluss 3 angeordnet. Der Verschluss 3 weist einen drehbaren ringför-
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bekannten, nicht näher dargestellten Verschlusszeitsteuerwerkes zusammen. Der Einsteller 4 weist feiner einen sich in Richtung der optischen Achse erstreckenden hulsenförmigen Ansatz 8 auf. Das kameruelti- ge Ende dieses Ansatzes 8 ist mit einer Rastverzahnung 9 versehen.
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Oberhalb der Rastverzahnung 9 ist um eine kamerafeste Achse 10 schwenkbar ein Riegelhebel 11 angeordnet. Der Riegelhebel Ist als zweiarmiger Hebel ausgebildet, dessen einer Arm eine Verriegelungnase 12 trägt, die in die Rastverzahnung 9 eingreifen kann. Der andere Arm des Riegelhebels 11 trägt eine Betätigungshandhabe 13. Der Riegelhebel 11 steht ferner unter der Wirkung einer Andruckfeder 14, die das Bestreben hat, die Verriegelungsnase 12 in Eingriff mit der Rastverzahnung 9 zu halten. Die Flanken der Zähne 9a,. 9b der Rastverzahnung sind dabei ebenso wie die Verriegelungsnase 12 so ausgebildet, dass bei eingerasteter Nase eine Verdrehung des Einstellers 4 unmöglich ist.
Weiterhin ist der Abstand zweier benachbarter Zähne 9a, 9b voneinander gleich demjenigen Drehweg des Einstellers 4 und damit der Zeitsteuerkurve 6 bemessen, der eine Veränderung der Verschlussöffnungszeit um einen Wert hervorruft, der der Änderung der Filmempfindlichkeit um 10 DIN entspricht.
Die im wesentlichen die Rastverzahnung und den Riegelhebel umfassende Verriegelungseinrichtung ist nach aussen mittels einer an der Kameravorderwand 1 befestigten Kappe 15 abgedeckt, die auch die Achse 10 trägt. Die Kappe 15 weist dabei eine in der Zeichnung nicht dargestellte Aussparung auf, durch die die Handhabe 13 hindurchreicht und deren Länge grösser als der Betätigungsweg der Handhabe bemessen ist.
Soll bei der beschriebenen Kamera nach Einlegen eines neuen Films die Fllmempfindlichkeit geän-
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soRtegelhebel 11 in Richtung des Pfeiles y um die Achse 10 verschwenkt, so dass die Verrlegeumgsnase 12 aus der Rastverzahnung 9 austritt. Nunmehr kann der Einsteller 4, der in bekannter Weise eine Filmempfindlichkeitsskala trägt, die mit einer festen Marke zusammenwirkt, bis zur gewünschten Einstellung verdreht werden. Wird anschliessend die Betätigungshandhabe 13 freigegeben, so fällt die Nase 12 unter der Wirkung der Andruckfeder 14 zwischen zwei Zähne der Rastverzahnung 9 ein und verriegelt dadurch den Einsteller 4. Eine unbeabsichtigte Verdrehung dieses Einstellers, beispielsweise bei Betätigung des Entfernungseinstellers 16, ist somit ausgeschlossen.
Beim zweiten Ausführungsbeispiel ist an Stelle einer Hebelverriegelung eine Stiftverriegelung vorgesehen. Hiezu ist auf den hülsenförmigen Ansatz 8 des Einstellers 4 ein'Träger 17 fest aufgeschraubt, der sich in radialer Richtung erstreckt. In den Träger 17 sind Rastausnehmungen, z. B. 18a, 18b, eingeschnitten, die untereinander mittels eines konzentrisch zur Drehachse des Einstellers 4 verlaufenden Schlitzes 19 in Verbindung stehen. Im Bereich des Schlitzes 19 ist an der Abdeckkappe 15 in Achsrichtung verschiebbar ein Verriegelungsstift 20 mit einer knopfförmigen Betätigungshandhabe 21 gelagert. Der Verriege-
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18a, 18b, bemessen ist. Der Verriegelungsstift 20 trägt ferner eine Scheibe 23, an der sich das eine Ende einer Andruckfeder 24 abstützt, deren anderes Ende an dem Träger 17 anliegt. In der in der Zeichnung wiedergegebenen Ruhestellung hält die Feder 24 das verstärkte Ende 22 des Verriegelungsstiftes 20 in der Rastausnehmung 18c.
Der Abstand zweier benachbarter Rastausnehmungen, z. B. 18a, 18b, ist wiederum gleich demjenigen Drehweg gewählt, um den der Einsteller 4 verstellt werden muss, um eine Änderung der Verschlusszeit hervorzurufen, die für dieBelichtung desFilms einer Änderung derFilmempfindlichkeit um 10 DIN gleichwertig ist.
Zur Betätigung der Vorrichtung wird der Verriegelungsstift 20 mittels der Handhabe 21 in Richtung des Pfeiles z eingedrückt. Hiebet tritt das verstärkte Ende 22 aus der Rastausnehmung 18c aus.
Da der Durchmesser des Raststiftes 20 kleiner als die Breite des Schlitzes 19 bemessen ist und der Schlitz 19 konzentrisch zur Drehachse des Einstellers verläuft, kann nunmehr der Einsteller 4 zusammen mit dem Träger 17 frei verstellt werden. Nach Einstellung und Freigabe der Betätigungshandhabe 21 wird das verstärkte Ende 22 des Verriegelungsstiftes 20 mittels der Rückholfeder 24 wiederum in eine Rastausnehmung geführt. Hiedurch ist eine weitere Verstellung des Einstellers 4 verhindert.
Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten Ausführungsformen beschränkt. So kann beispielsweise die Verriegelungseinrichtung auch anders ausgebildet sein. Ebenso könnte die Verriegelungsvorrichtung anstatt unter einer gesonderten Abdeckkappe im Inneren der Kamera angeordnet sein.
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