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Photographische Kamera
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eingestellt werden. Anschliessend wird man durch Bedienen des Zeiteinstellers entweder abhängig \ jn < -.' jeweils gewünschten Blendenöffnung oder der jeweils gewünschten Belichtungszeit diejenige Hchtwer gerechte Zeit-Blenden-Kombination einstellen, mit welcher photographiert werden soll. Bei diesen zweiten Einstellvorgang kann es nun leicht passieren, dass der Bedienende, weil er z.
B. seine ganze Aufmerksamkeit auf das Aufnahmeobjekt gerichtet hat, den Zeiteinsteller uber den vom eingestellten B. lichtungswert vorgegebenen Blendenrestbetrag hinaus verstellt und damit über die vorhandenen Kupplungen zwischen Zeiteinsteller und Blendeneinsteller einerseits und Blendeneinsteller und Belichtungswett- einsteller anderseits die Belichtungswerteinstellung verfälscht, ohne es wahrzunehmen, wodurch falschbelichtete Aufnahmen entstehen.
Um diesen Mangel zu beheben, können erfindungsgemäss Sperren vorgesehen sein, welche Deim Betätigen des Zeiteinstellers innerhalb eines gegebenen Belichtungswertes beim Erreichen einer Blendenendstellung jedes Weiterbewegen des Zeiteinstellers in dieser Bedienungsrichtung sperren, so dass eine Wirkübertragung vom Zeiteinsteller auf den Belichtungswerteinsteller sicher vermieden ist.
Eine derartige Sperrung kann auf verschiedene Art und Weise durch an sich bekannte Mittel erreicht werden, beispielsweise auf getrieblichem Wege dadurch, dass die Verstellung des Belichtungswerteinstellers über einen in einer Richtung selbsthemmenden Schneckenantrieb erfolgt, oder aber durch Sperrnocken,-stifte, - rasten,-hebel od. dgl., welche in geeigneter Weise, bevorzugt zwischen dem Zeiteinsteller und dem
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sonderversehen-sind. Eine günstige und vorteilhafte Ausgestaltungsmöglichkeit für den Eifindungsgegenstand Ist aber ganz besonders dann gegeben, wenn die Kamera mit einem die Blenden-und die Zeitwertbildungseinrichtungen zusammenfassenden Objektivverschluss, vorzugsweise einem Zentralverschluss mit Irisblende, ausgerüstet ist.
Weil aber ein solcher Zentralverschluss so vorzüglich dafür geeignet ist, den erfinderischen Grund-
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auszurüsten. Ein derart ausgestatteter Verschluss wird wie jeder normale Zentralverschluss m gewöhn ttu Weise als Einheit in die Kamera eingebaut, welche dann die durch die Erfindung bedingten Bedienungsvorteile bietet.
Ein sehr wesentlicher Vorteil der erfindungsgemässen Einrichtung mit ihrer ou ; t st orientierten Belichtungswertskala gegenüber den bekannten sogenannten "Lichtwertverschlüssen" zeigt sich besonders dann, wenn sie mit einem in die Kamera eingebauten Belichtungsmesser mechanisch gekuppelt werden soll. Weil nämlich der einmal auf einen Belichtungswert eingestellte Belichtungswerteinsteller beim Auswählen einer innerhalb des betreffenden Belichtungswertes liegenden gewiinschten Zeit-Blenden-Kornbi nation über den mit dem Blendenverstellmechanismus unlösbar gekuppelten Zeitcmsteller nicht mehr
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der Messanzeige des Belichtungsmessers nachgeführt werden kann.
Die vorliegende Erfindung löst also das Problem des Kuppelns des Belichtungsmessers mit den Einstellern für die Belichtungsfaktoren in einfachster Weise und macht die bekannten komplizierten und verhältnismässig ungenau einstellenden Differentialgetriebe überflüssig.
Für die Anordnung der Skalen für Belichtungswert, Blende und Zeit ist beim Erfindungsgegenstand die Reihenfolge prinzipiell gleichgültig. Aus getriebliche Gründen für die die Skalen tragenden. Einsteller wird man aber zweckmässig die Blendenskala zwischen die beiden andern legen, weil ja die Blendenverstellung sowohl vom Zeiteinsteller als auch vom Belichtungswerteinsteller her erfolgen kann. Weiterhin wird für besondere Ausführungsformen empfohlen, bei Verwendung eines erfindungsgemässen Zentralverschlusses den Belichtungswerteinstellring an den dem Kameragehäuse zugewandten Verschlussteil zu legen. Dadurch ergeben sich zwei wesentliche Vorteile.
Der erste Vorteil ist mehr konstruktiver Art und besteht darin, dass bei mit dem eingebauten Belichtungsmesser gekuppelter Anordnung die Verbindung vom Belichtungsmesser zum Belichtungswerteinsteller optimal kurz gehalten werden kann. Der zweite Vorteil ist mehr bedienungstechnischer Natur und dadurch gegeben, dass der stets von Hand zu bedienende Zeiteinsteller nunmehr vorne am Verschlussgehäuse sitzt und leicht zugänglich ist. Hier sei noch erwähnt, dass beim Kuppeln des Erfindungsgegenstandes mit einem Belichtungsmesser die Belichtungwertskala ohne weiteres entfallen kann, so dass nur die Zeitskala und die Blendenskala übrigbleiben, mit deren Hilfe die jeweils gewünschte Zeit-Blenden-Kombination belichtungswertgerecht über den Zeitenring ausgewählt wird.
Als Kupplungen zwischen Belichtungswerteinsteller, Blendeneinsteller und Zeiteinsteller werden ein-
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werden und vorzugsweise an zwei zu dem Bewegungssystem symmetrisch liegenden Punkten ortsfest gehalten werden. Diese ortsfesten Punkte können beispielsweise direkt an der Kamera oder an einem an sie ansetzbaren Objektivtubus vorgesehen sein. Dabei ist es grundsätzlich gleichgültig, ob ein einziger durchgehender Seil- oder Bandzug verwendet wird, welcher an den beiden ortsfesten Punkten z. B. durch Schrauben verklemmt ist, oder ob zwischen diesen beiden Punkten zwei nach entgegengesetzten Richtungen verlaufende Seil-oder Kettenzüge verspannt werden.
Im Rahmen der Erfindung können die kuppelnden Seil-, Band- oder Kettentriebe auch durch entsprechende Zahnkranzkupplungen ersetzt werden. Dabei werden erfindungsgemäss zwischen den einzelnen Einstellern für Zeit, Blende und Belichtungswert zusätzliche Zwischenglieder eingesetzt, welche'mit verzahnten Bauteilen versehen sind und sich beim Einstellvorgang entweder mit der halben oder der doppelten Geschwindigkeit der Einsteller bewegen.
In der Zeichnung sind beispielhaft einige Ausführungsformen der Erfindung mehr oder weniger schematisch dargestellt. An Hand der Figuren soll die Erfindung noch näher beschrieben und bezüglich einiger Einzelheiten erläutert werden. In den Figuren sind gleiche Teile mit gleichen Bezugszahlen versehen.
Es
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die Wirkungsweise einer Anordnung gemäss Fig. l beim Betätigen des Belichtungswerteinstellers ; Fig. 3-8 verschiedene Endstellungen der Anordnung nach Fig. l ; Fig. 9 ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes mit Kupplungsverzahnungen in perspektivischer Darstellung ; Fig. 10 das Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 9 im Schnitt längs seiner Achse ; Fig. 11 ein zweites Ausführungsbeispiel mit Kupplungsverzahnungen in perspektivischer Darstellung ; Fig. 12 das Ausführungsbeispiel gemäss Fig. ll im Schnitt längs seiner Achse ; Fig. 13 das Ausführungsbeispiel gemäss Fig. ll mit zusätzlichen Sperrleisten ;
Fig. l4 einen mit dem Erfindungsgegenstand ausgerüsteten photographischen Zentralverschluss in perspektivischer Darstellung ; Fig. 15 den Zentralverschluss der Fig. 14 in eine Kamera eingebaut und mit einem Belichtungsmesser gekuppelt.
In den Fig. 1-8 sind die drei Einsteller für Belichtungswert, Objektivblende und Belichtungszeit als übereinander angeordnete Schieber dargestellt. Diese Schieber können natürlich aueh als abgewickelte Einstellringe angesehen werden. Bei den Darstellungen ist der Blendeneinsteller 1 zwischen dem Zeiteinsteller 2 und dem Belichtungswerteinsteller 3 angeordnet. Alle drei Einsteller stehen miteinander in getrieblicher Verbindung. In den Fig. 1 - 8 ist dieses Getriebe nur schematisch dargestellt, u. zw. durch die beiden Seil-oder Kettenzüge 4 und 5. Der Seilzug 4 ist an dem Punkt 6 befestigt, läuft über die Rolle 7 am Belichtungswcrteinstellglied zur Rolle 8 am Blendeneinsteller, weiter zur Rolle 9 am Zeiteinsteller zum kamerafesten Punkt 10.
Eine entsprechende Führung ist für den zweiten Seilzug 5 vorgesehen, nämlich vom festen Punkt 11 über die Rolle 12 am Belichtungswerteinsteller, die Rolle 8 am Blendeneinsteller, die Rolle 13 am Zeiteinsteller zum festen Punkt 14. Die drei Einsteller tragen je eine Einstellskala, u. zw. die Belichtungswertskala 15, die Blendenskala 16 und die Zeitskala 17. Allen drei Skalen ist eine ge-
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meinsame Einstellmarke 18 zugeordnet. Der besseren Ablesbarkeit wegen ist diese gemeinsame Marke in den Figuren in zwei Teile aufgeteilt, nämlich 18 und 18a. Die beiden Seilzüge 4 und 5 könnten natürlich auch durch eine zusammenhängende Seilführung dargestellt werden, welche beispielsweise mit ihren Enden an den Punkten 6 und 11 befestigt ist und an einem weiteren Punkt, z.
B. dem Punkt 10 oder dem Punkt 14, unverrückbar festgeklemmt ist.
Durch die beiden dargestellten Seilführungen 4 und 5 sind die Einsteller derart miteinander gekuppelt, dass sowohl beim Bewegen des Belichtungswerteinstellers 3 als auch beim Bewegen des Zeiteinstellers 2 der Blendeneinsteller 1 gleichschrittig, also in gleicher Richtung und um gleiche Wegstrecken, mitgenommen wird. Jedem Einsteller sind zwei ortsfeste Anschläge zugeordnet, u. zw. dem Belichtungswerteinsteller die Anschläge 19 und 20, dem Blendeneinsteller die Anschläge 21 und 22, dem Zeiteinsteller die Anschläge 23 und 24.
Wurde, wie in Fig. 2 dargestellt, der Belichtungswerteinsteller 3 in Richtung des Pfeiles 25 vom
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(Fig. l)gleichsehrittig mitbewegt hat, so dass über der Marke 18a nicht mehr der Blendenwert"8"steht, sondern der Blendenwert "22". Weil der Blendenwert"22"für die den Figuren zugrunde gelegte Konstruktion einen Blendenendwert darstellt, hat der Blendeneinsteller 1 mit seinem linken Ende (oder einem hiefür vorgesehenen besonderen Anschlag) den ortsfesten Anschlag 21 erreicht. Würde der Zeiteinsteller 2 noch weiter in Richtung des Pfeiles 26 verstellt werden, so bliebe nunmehr der Blendeneinsteller 1 am Anschlag 21 stehen, und an seiner Stelle würde der Belichtungswerteinsteller 3 mitgenommen, u. zw. in gegenläufiger Richtung entsprechend dem Pfeil 27.
Diese Verstellung des Belichtungswerteinstellers 3 vom Zeiteinsteller 2 aus über die Kupplungsseile 4 und 5 kann in manchen Fällen der Praxis als unerwünscht empfunden werden, weil es ohne besondere zusätzliche Bauteile nach den Fig. 1 - 8 möglich wäre, beim Auswählen der gewünschten Zeit-Blenden-Kombination unbewusst den Belichtungswert zu verstellen, wodurch die photographische Aufnahme falsch belichtet würde. Auf diesen Umstand wird beim Beschreiben der Fig. 9 und 13 noch zurückgekommen.
Nach Fig. 4 wurde die Blendenendstellung "22" bis zum Anschlag 21 durch Verschieben des Belichtungswerteinstellers 3 in Richtung des Pfeiles 28 vom Belichtungswert "10" auf den Belichtungs- wert "14" bewirkt. Würde der Belichtungswerteinsteller 3 -in derselben Richtung weiter verstellt, so würde nunmehr über die Kupplungen 4 und 5 der Zeiteinsteller 2 gegenläufig in Richtung des Pfeiles 29 bewegt.
Die Bewegung des Zeiteinstellers 2 könnte bis zum festen Anschlag 30 fortgesetzt werden. Dann wäre der
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In Fig. 5 sind die Endstellungen für den Blendeneinsteller 1 und den Zeiteinsteller 2 bis zu den festen Anschlägen 21 und 23 dargestellt. In dieser Stellung kann vom Zeiteinsteller 2 in Richtung des Pfeiles 30 keine weitere Verstellung erfolgen, weil er eben fest an seinem Anschlag 23 liegt.
In Fig. 6 ist die Endstellung dargestellt, welche dadurch erreicht wurde, dass der Belichtungswerteinsteller 3 in Richtung des Pfeiles 31 bis zu seinem festen Anschlag 20 geschoben wurde, wobei der Blendeneinsteller 1 sich in Richtung des Pfeiles 32 an seinen festen Anschlag 22 bewegte und der Zeiteinsteller 2 in gegenläufiger Richtung bis zum Anschlagen bei 23 mitgenommen wurde.
Fig. 7 zeigt nach Verschieben des Zeiteinstellers 2 in Richtung des Pfeiles 33 bis zum Anschlag 24 dessen Endstellung und diejenige des mitgenommenen Blendeneinstellers 1 am Anschlag 22 beim Eingestelltsein des Belichtungswerteinstellers 3 auf den Belichtungswert"11"unter der gemeinsamen Ablesemarke 18.
Bei Fig. 8 sind alle drei Einsteller 1, 2 und 3 in ihren Endstellungen gezeichnet, welche erreicht wurden durch Verschieben des Belichtungswerteinstellers 3 in Richtung des Pfeiles 34 bis zum Anschlag 19.
Zum Lichtwert "18", der unter der Marke 18 steht, gehören die Blendenzahl"22"und die Belichtungzeit"1/500 sec", so dass in diesem Fall der Blendeneinsteller 1 an seinem Anschlag 21 und der Zeiteinsteller 2 am Anschlag 24 angestossen sind.
In Fig. 9 ist perspektivisch eine beispielhafte Ausführung des Erfindungsgegenstandes dargestellt, bei welcher die Einsteller als Stellringe vorgesehen und durch Zahnkranzkupplungen miteinander getrieblich
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verbunden sind. Es ist dies eine Ausführungsform, wie sie beispielsweise für Zentralverschlüsse vorteilhaft verwendbar ist.
Der ortsfeste Tubus 35 ist an seinen beiden Enden mit je einem Ring versehen. Am rechten Ende befindet sich der Ring 36 mit einer Verzahnung 37. Am linken Ende sitzt ebenfalls fest auf dem Tubus der Ring 38 mit seiner Verzahnung 39. Zwischen den beiden Endringen 36 und 38 sind die Einstellringe 40,41, 42 und die doppelseitig verzahnten Zahnkränze 43 und 44 drehbar um den Tubus 35 angeordnet. Die Einstellbewegungen und die Einstellmöglichkeiten über die Handhabe 45 am Belichtungwerteinsteller 40 und die Handhabe 46 am Zeiteinsteller 42 entsprechen weitgehend denjenigen, die an Hand der Fig. 1-8 beschrieben wurden. Der wesentliche Unterschied der Fig. 9 gegenüber den Fig. 1-8 besteht darin, dass die in den Fig. 1-8 gezeichnete Seil- oder Kettenzugkupplung durch Verzahnungen ersetzt wurde.
Dreht man in Fig. 9 z. B. den Belichtungswertring 40 auf einen bestimmten Belichtungswert, welcher an der Marke 47 abgelesen werden kann, so verstellt das im Belichtungswertring 40 vermittels der Schraube 48 drehbar befestigte Zahnritzel 49, welches in die ortsfeste Verzahnung 39 und die bewegliche Verzahnung 50 eingreift, den Zahnkranz 43. Die Drehung des Zahnkranzes 43 bewirkt aber über seine Verzahnung 51, über das im Blendenstellring 41 drehbar angebrachte Ritzel 52 und über die Verzahnung 53 des Zahnkranzes 44 eine gleichschrittige Verstellung des Blendenringes 41.
Der Drehbereich des Blendeneinstellringes41 wird entsprechend der auf ihm aufgetragenen Blendenskala 54 durch Anschlagen der Begrenzungsflächen 55 und 56 der Aussparung 57 am Nocken 58, welcher fest am Tubus 35 sitzt, begrenzt.
Entsprechende Anschlagbegrenzungen sind auch für den Belichtungswerteinstellring und den Zeiteinstellring vorgesehen. Beim Belichtungswerteinstellring sind dies die Anschlagflächen 78,79 und der am Tubus 35 festsitzende Anschlagnocken 80. Der dritte am Tubus befestigte Nocken 81 wirkt zusammen mit den Anschlagflächen 82 und 83 am Zeiteinstellring 42. Der Vollständigkeit und eines besseren Verständnisses wegen sind hier für alle drei Einsteller besondere Anschläge vorgesehen, obgleich es genügen würde, nur zwei Einstellring mit festen Anschlägen zu versehen. Dies könnte einmal der Blendeneinstellring zusammen mit dem Belichtungswerteinstellring, zum andern der Blendeneinstellring mit dem Zeiteinstellring sein.
Hat der Blendeneinstellring 41 eine seiner Endstellungen 55,56, 58 erreicht und wird der Belichtungswerteinstellring 40 weitergedreht, so bewirkt die Übertragungskette : Zahnkranz 39, Ritzel 49, Zahnkranz 43, Ritzel 52, Zahnkranz 44, Ritzel 59, Zahnkranz 37 eine gegenläufige Verstellung um gleiche Wegstrecken des Zeitringes 42. Es ist also möglich, über die Handhabe 45 des Belichtungswerteinstellringes 40 alle in der Kamera vorgesehenen Zeit-Blenden-Kombinationen einzustellen.
Nach Einstellen eines bestimmten Belichtungswertes am Stellring 40 muss es möglich sein, alle lichtwertgerechten Zeit-Blenden-Kombinationen auf den Kameraverschluss zu geben. Dies geschieht durch Betätigen der Handhabe 46 am Zeitring 42. Wird dieser bewegt, so rollt das in ihm drehbar gelagerte Ritzel 59 auf dem feststehenden Zahnkranz 37 ab, verdreht den Zahnkranz 44, wodurch über dessen Verzahnung 53 und das Ritzel 52 der Blendenring 41 gleichschrittig mitgenommen wird. Der Blendenring 41 kann also zunächst innerhalb des vom Einstellvorgang des Belichtungswertringes 40 vorgegebenen Blendenrestbereiches vom Zeiteinstellring 42 her bewegt werden, also so lange, bis eine der Anschlagflächen 55 oder 56 an den ortsfesten Stift 58 anschlägt.
Um zu verhindern, dass der Zeiteinstellring 42 über den vom eingestellten Belichtungswert gegebenen Blendenrestbereich hinaus verdreht werden kann und dadurch den Belichtungswertring verstellen würde, sind zusätzliche Rastglieder vorgesehen.
Diese Rastglieder werden durch die U-förmig gebogenen Winkelleisten 60 und 61 dargestellt. Die Winkelleiste 60 ist an den Punkten 62 und 63, die Winkelleiste 61 an den Punkten 64 und 65 schwenkbar ortsfest gelagert. Die beiden U-förmigen Winkelleisten 60 und 61 sind durch die Zugfeder 66 miteinander verbunden, welche bestrebt ist, die Leistenarme 67 und 68 bzw. 69 und 70 aufeinanderzu zu bewegen.
Ist nun der Zeiteinsteiliing 42 so weit gedreht worden, dass z. B. die Rastfläche 55 am Blendeneinstellring 41 an den ortsfesten Nocken 58 angeschlagen hat, so ist gleichzeitig unter dem Zug der Feder 66 die Rastnase 71 des Leistenarmes 67 in die am Blendeneinsteller 41 befindliche Nut 72 eingefallen, so dass die Rastnase 73 des andern Leistenarmes 69 in die mit dem Zeiteinsteller 42 verbundene Verzahnung 74 greift. Mit diesem Rasteingriff ist aber der Zeiteinstellring gegen jede Bewegung in dieser Einstellrichtung hart gesperrt. Wird der Zeitring so gedreht, bis die Anschlagfläche 56 am Blendeneinsteller 41 an den ortsfesten Stift 58 gestossen ist, so tritt nunmehr die andere U-förmig gebogene Winkelleiste 61 mit ihren Rastelementen in Tätigkeit.
Entsprechend dem im Zusammenhang mit der Leiste 60 beschriebenen Vorgang fällt jetzt die Rastnase 75 des Leistenarmes 68 in die Kerbe 72 am
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wertring bewusst oder unbewusst zu verstellen. Die hier beschriebenen Rast- bzw. Sperrelemente können auch verstellbar angeordnet sein, so dass sie nicht nur in den Endstellungen des überhaupt vorgesehenen Blendenbereiches wirksam werden, sondern auch die Grenzen bestimmter vorgewählter Blendenteilbereiche, ja sogar Blendeneinzelwerte, gegen Verstellungen spenen können. Es sei noch erwähnt, dass bei den Einstellvorgängen die Einstellringe42, 41 ud 40 sich mit gleicher Geschwindigkeit bewegen, während die Zahnkränze 44 und 43 jeweils mit doppelter Geschwindigkeit mitlaufen.
Die in Fig. 9 perspektivisch und auseinandergezogen dargestellte Anordnung ist in Fig. 10 zusammengeschoben im Schnitt gezeichnet. Darin sind dieselben Bezugszahlen wie in Fig. 9 verwendet. Hinzu kommen die Mitnehmer 84 und 86. Der Mitnehmer 84 ist am Zeiteinsteller 42 befestigt und stellt den Zeitring 85 ein. Am Blendeneinstellring 41 sitzt der Mitnehmer 86, welcher auf den Blendeneinstellring 87 wirkt.
Die Anordnung nach Fig. 11 arbeitet ähnlich wie die Anordnung nach Fig. 9, nur sind hiebei statt sechs verzahnten Eingriffen nunmehr nur noch vier Zahneingriffe vorgesehen. Wenn die perspektivisch dargestellten Einzelteile, nämlich der Zeiteinstellring 42, der Blendeneinstellring 41, der Zwischenring 88 und der Belichtungswertring 40 zusammen mit dem ortsfesten Zahnsegment 89 in-bzw. aneinander geschoben sind, so greifen die am Zwischenring 88 drehbar gelagerten Zahnritzel 90 und 91 in die Verzahnungen 92,93, 94 und 95 ein.
Wird der Belichtungswertring 40 gedreht, so dreht sich mit ihm gleichschrittig zunächst der Blendeneinstellring 41, bis eine der Anschlagflächen 96 oder 97 am Zwischen-
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an pgegenläufig mitgenommen, u. zw. kann das so lange geschehen, bis eine der AnschiagflächenlOO oderlOl am Belichtungswerteinstellring 40 an eine der Anschlagflächen 98,99 des ortsfesten Zahnsegmentes 89 $wJ3t.
Die in Fig. 11 perspektivisch und auseinandergezogen dargestellten Einzelteile sind in Fig. 12 inund nebeneinander geschoben und auf einem Grundkörper 102 montiert im Schnitt dargestellt. Die angegebenen Bezugszahlen in Fig. 12 entsprechen denjenigen in Fig. 11. Lediglich ist die Schraube 104 hinzugekommen, welche erkennen lässt, dass das verzahnte Segment 89 fest mit dem Grundkörper 102, der z. B. das Verschlussgehäuse oder ein besonderer kamerafester Tubus sein kann, verbunden ist.
Bei der in Fig. 11 und 12 gezeichneten Ausführungsform wäre, ähnlich wie bereits zur Fig. 9 beschrieben, die Möglichkeit gegeben, auch vom Zeiteinstellring 42 her den Belichtungswerteinstellring 40 zu verstellen. Um dies zu vermeiden, sind nach Fig. 13, welche weitgehend der Ausführung nach Fig. 11 entspricht, zusätzliche Sperren vorgesehen. Diese Sperren sind wiederum als Winkelleisten 60 und 61 ausgebildet, welche unter Zug der Federn 1G5 und 106 stehen, die einmal an einem der Leistenarme 69
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neu hinzugekommen der Nutenring 107, der Ring 108 mit der Sperrverzahnung 109 und der Sperring 110 mit der Sperrverzahnung 111. Der Nutenring 107 ist fest verbunden mit dem Blendeneinstellring 41, während die Sperringe 108 und 110 fest verbunden sind mit dem Zeiteinstellring 42.
Diese Ausführungsart gestattet nicht, den Zeiteinstellring 42 innerhalb eines einmal eingestellten Belichtungswertes über den von diesem vorgegebenen Blendenrestbereich hinaus zu verdrehen. Ist einmal eine Blendenendstellung durch Anschlagen der Flächen 96 oder 97 am Zwischenring 88 an eine der Flächen 98 oder 99 des ortsfesten Zahnsegmentes 89 erreicht, so fällt gleichzeitig eine der Rastnasen 71 oder 75 in die Rastnut 112 des Rastringes 107 ein, wodurch entweder die Rastnase 73 oder die Rastnase 76 unter einen Zahn der Sperr- verahnung 111 oder 109 greift. Dadurch ist ein Weiterdrehen des Zeitringes 42 in der betreffenden Einstellrichtung hart gesperrt, so dass eine Wirkübertragung vom Zeiteinstellring 42 auf den Belichtungswerteinstellring 40 ausgeschlossen ist.
In Fig. 14 ist die erfinderische Einrichtung im Zusammenhang mit einem photographischen Zentralverschluss gezeichnet. Ist das Objektiv in die Kamera eingesetzt, so liegt der Belichtungswertring 40 mit seiner gerändelten Handhabe 113 am nächsten zur Kamera. Von der Kamera weg folgt ihm der Blendenstellring 41 und diesem der Zeiteinstellring 42 mit seiner Handhabe 114.
Die hier dargestellte Ausführungsform ist besonders günstig, wenn sie mit einem in die Kamera eingebauten Belichtungsmesser gekuppelt verwendet werden soll, wie dies Fig. 15 schematisch erkennen lässt. In dieser Figur ist in die Kamerakappe 115 ein elektrischer Belichtungsmesser 116 eingebaut, welcher einen Messzeiger 117 und eine dem Messzeiger nachzuführende Marke 118 besitzt. Über die Welle 119 und das Ritzel 120 ist die Nachführmarke mit den Verschlusseinstellern, insbesondere mit dem Belichtungswerteinsteller 40, getrieblich verbunden. Wird ein auf der Achse 119 festsitzendes Rändelrad 121 gedreht,
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so wandert die Marke 118 innerhalb des Messbereiches.
Wurde die Marke 118 über den Messzeiger 117 gebracht, so wurde gleichzeitig über die Achse 119 und das Ritzel 120 der gemessene Lichtwert am
Verschluss eingestellt, weil nämlich das Ritzel 120 in eine Verzahnung 113a des Belichtungswert- einstellers 40 eingreift. Nunmehr kann für die Aufnahme über die Handhabe 114 des Zeitringes 42 dieser und der mit ihm gekuppelte Blendenring 41 so lange gedreht werden, bis innerhalb des eingestellten
Belichtungswertes die gewünschte Zeit-Blenden-Kombination erreicht ist.
Bei einer Kupplung zwischen dem Erfindungsgegenstand und einem in die Kamera eingebauten
Belichtungsmesser, wie dies beispielsweise in Fig. 15 dargestellt ist, können Rasten, welche ein Verstellen des Belichtungswertes vom Zeiteinsteller her (entsprechend den Fig. 9 und 13) verhindern sollen, entfallen. Wird nämlich der von der Kamera her bedienbare Antrieb für den Belichtungswerteinsteller als selbsthemmendes Getriebe, z. B. über einen entsprechend dimensionierten Schneckengang, vorgenommen, so ist es auch ohne zusätzliche Sperren unmöglich, eine Verdrehung des Belichtungswerteinstellers vom
Zeitring her zu bewirken. Eine solche Einrichtung weist noch den wesentlichen Vorteil auf, dass sie ge- stattet, sowohl für die Objektivblende als auch für die Belichtungszeit beliebige Zwischenwert einzui stellen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Photographische Kamera mit einem Verschluss und einer Blende, wobei Belichtungszeit und Blende nach Skalen mit Teilungen gleicher Intervalle, deren Teilungsschritte Verstellwerten nach dem Ex- ponenten"2"entsprechen, einstellbar sind und eine Belichtungswerteinstellung gestatten, dadurch ge- kennzeichnet, dass zwischen den Einstellern für Belichtungszeit, Blende und Belichtungswert unlösbare t Kupplungen vorgesehen sind, durch welche der die Blendenskala tragende Blendeneinsteller sowohl beim
Verstellen der ortsfest orientierten Zeitskala als auch beim Verstellen der ebenfalls ortsfest orientierten
Belichtungswertskala stets gleichschrittig, d, h. um gleiche Wegstrecken in jeweils gleicher Richtung, mitbewegbar ist.