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Photographische Kamera.
Die Erfindung bezieht sich auf eine photographische Kamera, die es ermöglicht, durch Verschiebung des Objektivs eine grosse Anzahl von Aufnahmen kleiner Abmessung auf einem gegebenen Format zu machen. Bei solchen Kameras werden das Objektiv und die lichtempfindliche Schicht senkrecht zueinander bewegt, wobei das Objektiv an jenen Stellen, wo der Verschluss eine Belichtung der vor ihm liegenden lichtempfindlichen Schichte bewirkt, aufeinanderfolgend stillgesetzt wird, wodurch parallele Bänder von auf der lichtempfindlichen Schicht sich befindenden Aufnahmen entstehen und wobei die verschiedenen, miteinander zusammenhängenden Bewegungen des Objektivs, der lichtempfindlichen Schicht und des Verschlusses vorzugsweise von einer einzigen Kurbel gesteuert werden.
Die Erfindung ermöglicht es, die Aufnahmen mit grosser Genauigkeit, grosser Regelmässigkeit und Gleichmässigkeit im Rhythmus der aufeinanderfolgenden Aufnahmen vorzunehmen und wird insbesonders dann mit Vorteil angewendet, wenn eine Platte als lichtempfindliches Aufnahmematerial verwendet wird.
Gemäss der Erfindung ist das Objektiv auf einer Platte befestigt, die eine Verschiebungsbewegung gegenüber einem Schlitten ausführen kann, und diese Verschiebungsbewegung wird von einem Winkelhebel gesteuert, der einerseits an der Platte bzw. an einem mit dieser fest verbundenen Teil und anderseits am Schlitten angelenkt ist und dessen der Platte entgegengesetztes Ende einen Mitnehmer trägt, der in einen Schlitz einer schrägen Kulisse eintritt, deren Neigung von aussen geregelt werden kann.
Dieser Mechanismus zum Einregeln wird vorteilhafterweise durch Mittel ergänzt, die es ermöglichen, ihn von aussen auf die Entfernung des Gegenstandes einzustellen, wobei vorteilhafterweise das Objektiv mit einem Visierobjektiv gekuppelt ist. Vorzugsweise ist diese Regeleinrichtung mit der Einstelleinrichtung des Objektivs verbunden.
Der Verschluss kann aus zwei mit Schlitzen versehenen Lappen bestehen, die eine Art Schlitzverschluss bilden, wobei die Verschlussgeschwindigkeit unabhängig von der Geschwindigkeit ist, mit der die Kurbelwelle betätigt wird.
Vorteilhafterweise wird die Verschiebungsbewegung des das Objektiv mitnehmenden Schlittens von der Kurbel unter Zwischenschaltung von zeitweilig wirkenden Organen derart gesteuert, dass das Objektiv in dem Augenblick stillgesetzt wird, wenn der Schlitz des Verschlusses vor ihm vorbeigeht, und dass das Objektiv bei seinem Rückgang nach der letzten Aufnahme auf einem Band die Aufnahme eines neuen Bildbandes ermöglicht.
In den Zeichnungen ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Fig. 1 zeigt eine Ansicht des Steuermechanismus einer erfindungsgemäss ausgebildeten photographischen Kamera. Fig. 2 zeigt einen Querschnitt nach der Linie 11-11 in Fig. 1, wobei die Steuerungsorgane des Verschlusses und des die Aufnahmeplatte tragenden Rahmens abgenommen sind. Die Fig. 3 und 4 zeigen Querschnitte in grösserem Massstab nach den Linien ici-111 bzw. IV-IV in Fig. 1. Fig. 3 a zeigt einen Teilschnitt nach der Linie 111 a-Ill a in Fig. 1. Fig. 5 zeigt eine Aussenansicht der Einstelleinrichtung des Objektivs in der Richtung des Pfeiles F in Fig. 1 gesehen, wobei das Gehäuse der Kamera nur teilweise gezeichnet ist, um diese Einstelleinrichtung deutlicher
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zeigen zu können.
Fig. 6 zeigt in grösserem Massstab einen Querschnitt nach der Linie VI-VI in Fig. 1. Fig. 7 zeigt eine Seitenansicht der Fig. 6. Fig. 8 zeigt einen Schnitt nach der Linie VIII-VIII in Fig. 7. Fig. 9 zeigt in grösserem Massstab die Einrichtung zum Verriegeln der Kurbel, nachdem die letzte nutzbare Zone der lichtempfindlichen Oberfläche belichtet worden ist, u. zw. zeigt diese Figur einen Schnitt nach der Linie IX-IX in Fig. 1. Fig. 10 zeigt die photographische Kamera in Vorderansicht. Die Fig. 11, 12 und 13 zeigen die Verschlusseinrichtung in der Vorderansicht in verschiedenen Betätigungsphasen. Fig. 14 zeigt einen Schnitt nach der Linie XIV-XIV in Fig. 13. Fig. 15 zeigt eine schematische Ansicht, wie die Steuerung des Schlitzverschlusses verwirklicht wird.
Fig. 16 zeigt in grösserem Massstab eine Einzelheit, u. zw. einen Schnitt nach der Linie XVI-XVI in Fig. 11. Fig. 17 zeigt eine schematische Ansicht der Bildung der Bilder auf der lichtempfindlichen Oberfläche. Fig. 18 zeigt schematisch in grösserem Massstab die Einrichtung zum selbsttätigen Regeln der seitlichen Verschiebung des Objektivs.
Gemäss der Erfindung wird der Objektivtubus 1 von einem verschiebbaren Schlitten 2 a getragen, der von links nach rechts (Fig. 1) und umgekehrt mit Hilfe von Zahnstangen 9 a, 9 b verschoben werden kann, die von Zähnen 10 a eines Sektors 10 b bewegt werden. Bei der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsform erfolgt die Steuerung des Sektors 10 b durch das Bewegen einer auf einer Welle 80 aufgekeilten Kurbel 19 (Fig. 1 und 2).
Auf dieser Hauptwelle 80 ist eine Scheibe 81 befestigt, die mit einem Anschlag oder Mitnehmer 82 versehen ist, der bei jeder Umdrehung der Kurbel in Eingriff mit einem auf einer Welle 84 aufgekeilten Zahnrad 83 treten kann, wobei diese Welle mit einem Kegelrad 85 fest verbunden ist, das mit einem zweiten Kegelrad 87 kämmt, das wieder mit einer einen Sektor 10 b über ein Kegelradgetriebe 89 bewegenden Welle 88 fest verbunden ist. Es ist leicht zu ersehen, dass jeder Umdrehung der Kurbel eine bestimmte Verschiebung des Schlittens 2 a entspricht, die das Objektiv 1 in jeder der Zonen in die aufeinanderfolgenden Aufnahmestellungen bringt.
Jeder Verschiebung des Schlittens 2-a entspricht eine Relativversehiebung des Objektivs 1 gegenüber diesem Schlitten 2 a. Diese Relativverschiebung oder seitliche Dezentrierung ist notwendig, um die Parallaxe auf der lichtempfindlichen Oberfläche auszugleichen, die durch die Verschiebung des Objektivs bezüglich des aufzunehmenden Gegenstandes auftritt, wenn sich dieser Gegenstand in sehr grosser Nähe der Kamera befindet. Zu diesem Zweck wird das Objektiv 1 von einer Platte 2 (Fig. 3 und 3 a) getragen, die auf dem Schlitten 2 a unter der Wirkung eines auf dem Schlitten 2 a bei 67 a angelenkten Hebels 68 a gleiten kann, wobei dieser Hebel 68 a anderseits mittels einer Achse 49 a mit einer mit der Platte 2 fest verbundenen Platte 2 b gelenkig verbunden ist.
Der Hebel 68 a ist mit einem Mitnehmer versehen, der in einem Schlitz einer Kulisse 52 gleiten kann, deren Neigung in Abhängigkeit von der Entfernung des aufzunehmenden Gegenstandes vom Objektiv 1 geregelt werden kann.
Zu diesem Zweck ist die Kulisse 52 mit einem ihrer Enden an einem festen Punkt 69 a und mit ihrem andern Ende bei 89 a an einer Kulisse 90 angelenkt, die unter der Wirkung einer Schubstange 91 (Fig. 1 und 5) lotrecht verschiebbar ist, wobei diese Schubstange mit einer Kurbelscheibe 92 fest verbunden ist, die durch einen, ein Ritzel 94 steuernden gerändelten Knopf 93 bewegt wird.
Die Kurbelscheibe 92 ist mit einem Mitnehmer versehen, der sich in einem Schlitz des Gehäuses 97 verschiebt, das mit experimentell ermittelten und den Entfernungen entsprechenden Einstellstrichen versehen ist.
Der Knopf 93 ist mit einer Hohlwelle 98 fest verbunden, in der sich eine zweite Welle 99 bloss in der Längsrichtung verschieben, jedoch nicht verdrehen kann. Die Welle 99 ist mit einer Schnecke 100 (Fig. 1 und 4) versehen, die von der Platte 2 getragen wird und mit einem Schneckenrad 101 kämmt, das mit dem verschiebbaren Objektivtubus 1 fest verbunden ist, dessen Entfernungseinstellung infolge- dessen unabhängig von der Lage des Objektivs 1 von der Aussenseite der Kamera vorgenommen werden kann, u. zw. unter genauer Bezugnahme auf die Einstellstriche, gegenüber welchen sich der Mitnehmer 95 verschiebt.
In Fig. 18 ist die selbsttätige seitliche Verschiebung des Objektivs gegenüber seinem Träger klar ersichtlich.
Wenn z. B. der Schlitten 2 a nach rechts im Sinne des Pfeiles F verschoben wird, so verschiebt sich der Anlenkungspunkt 67 a des mit dem Schlitten fest verbundenen Hebels 68 a um den gleichen
Betrag B.
Der Mitnehmer 51 wird infolgedessen vom Hebel 68 a mitgenommen und gelangt nach 51 a.
Infolge der Neigung der Kulisse 52 hat der Hebel 68 a eine Winkelbewegung um seinen Anlenkungs- punkt 67 a ausgeführt, der nach 67 b gelangt ist. Die die Verbindung zwischen dem Hebel 68 a und der Objektivträgerplatte 2 herstellende Achse 49 a wird infolgedessen einer Winkelverschiebung unter- worfen, die entgegengesetzt der Verschiebung des Objektivträgerschlittens ist. Infolgedessen ist die
Verschiebung des Objektivs kleiner als die Verschiebung B des Sehlittens 2 a.
Dadurch wird bei jedem Stillsetzen des Objektivs die Parallaxe des entsprechenden Bildes auf der lichtempfindlichen
Oberfläche ausgeglichen, die sonst infolge des Umstandes auftreten würde, dass sich das Objektiv in bezug auf den aufzunehmenden Gegenstand verschoben hat, der unbewegt geblieben ist, wobei diese
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Parallaxe um so grösser wird, je weiter das Objektiv in seiner Bewegung fortschreitet. Diese Regelungseinrichtung arbeitet selbstverständlich in beiden Bewegungsrichtungen des Objektivs.
Die beschriebene Regelungseinrichtung ist für einen Gegenstand bestimmt, der sich in einer bestimmten Entfernung befindet. Wenn sich diese Entfernung ändert, so muss auch die Einrichtung selbst einer Korrektur unterzogen werden.
Dies wird dadurch erreicht, dass man die Neigung der Kulisse 52 derart verändert, dass die Differenz B-b entsprechend der Vergrösserung der Entfernung des aufzunehmenden Gegenstandes vermindert wird, wobei diese Korrektur der seitlichen Verschiebung von einer bestimmten Entfernung an überhaupt überflüssig wird. In letzterem Falle wird die Kulisse 52 in eine Lage gebracht, die zu dem von der Objektivachse während ihrer Verschiebungen zurückgelegten Weg parallel ist.
Die Neigung der Kulisse 52 wird durch die Verschiebung der Kulisse 90 mit Hilfe des Knopfes 93 bewirkt, der zur Einstellung des Objektivs dient. Die Regelung der seitlichen Verschiebung und der Einstellung des Objektivs erfolgt infolgedessen mittels eines einzigen Steuerorgans. so dass der Synchronismus dieser beiden Regelungen gesichert ist.
Um die Einstellung des Objektivs 1 auf die erforderliche Entfernung noch genauer zu gestalten, ist die Kamera mit einem zweiten Objektiv 101 a versehen, das in an sich bekannter Weise mit einer Einstellupe 102 (Fig. 3) mit einer Mattscheibe ausgerüstet ist, deren Abmessungen genau den Abmessungen des aufzunehmenden Bildes entsprechen. Selbstverständlich ist dieses zweite Objektiv 101 a in geeigneter Weise angeordnet, um die Konvergenz der Visur auf den aufzunehmenden Gegenstand zu bewirken.
Dieses Sucherobjektiv ist überdies von der Platte 2 getragen und mit dem Objektiv 1 durch eine Zwischenplatte 2 c verbunden und steht mit dem Objektiv 1 mittels einer Schubstange 103 derart in Verbindung, dass die Einstellung des Objektivs 101 a selbsttätig auf das Objektiv 1 übertragen wird.
Der Bedienende kann daher durch Betrachten des Sucherbildes und Betätigen des Knopfes 93 die Entfernungseinstellung des Aufnahmeobjektivs 1 in vollständiger Weise bewirken und selbsttätig die Regelung der Steuerungseinrichtung für die seitliche Verschiebung dieses Objektivs erhalten.
Das Stillsetzen des Objektivs 1 in aufeinanderfolgenden Lagen entsprechend jeder der zu benutzenden Zonen wird in folgender Weise gesichert :
Die Welle 80 trägt eine Scheibe 104 (Fig. 1 und 3), die auf einem Teil ihres Umfanges mit einem Einschnitt 105 versehen ist, der den freien Durchtritt einer gezahnten Platte 106 erlaubt, die mit dem Objektivträger fest verbunden ist, während anderseits der kreisförmige Umfang der Scheibe 104 auch das Stillsetzen der gezahnten Scheibe durch deren Eintritt in die Ausnehmungen der letzteren sichert.
Bei jeder Umdrehung der Kurbel wird die gezahnte Platte 106 um einen bestimmten Betrag verschoben, der gleich ist oder ungleich der Entfernung zwischen zwei aufeinanderfolgenden Ausnehmungen.
Infolge dieser Anordnung tritt der Umfang der Scheibe 104 immer etwas vor dem Ende jeder Umdrehung der Kurbel 19, die eine Umdrehung der Welle 80 bewirkt, in die entsprechende Ausnehmung 107 ein und der Objektivträger wird während einer bestimmten, zur Aufnahme genügenden Zeit stillgesetzt.
Die Aufnahme erfolgt in folgender Weise (Fig. 4 und 14) : Das Objektiv 1 ist mit einer tubusartigen Verlängerung 107 a versehen, die in eine genau kalibrierte Öffnung einer Kulisse 108 eintritt, die auf einer Gleitbahn 109 befestigt ist, die ihrerseits mit einer in irgendeiner geeigneten Weise an der Wand 7 befestigten Platte 110 fest verbunden ist. Auf der andern Seite ist die Platte 110 so ausgebildet, dass lotrechte Gleitbahnen 111 entstehen, in denen sieh zwei übereinander angeordnete Schieber 112 und 113 bewegen können. Jeder dieser Schieber ist mit einem rechteckigen Schlitz 114 bzw. 115 versehen (Fig. 11 und 12), deren Höhe im wesentlichen dem Durchmesser des Aufnahmeobjektivs und deren Länge der Gesamtbahn des Objektivs 1 entspricht. Der Schlitz 114 ist gegenüber einer Öffnung 140 angeordnet, die in der Platte 110 gegenüber dem Objektiv vorgesehen ist.
Die beiden Schlitze 114 und 115 sind gegeneinander der Höhe nach derart versetzt, dass ein Verschliessen des Objektivs 1 gesichert ist, das anderseits dann geöffnet wird, wenn die beiden Schlitze in Koinzidenzstellung gebracht werden (Fig. 13).
Das Arbeiten dieser Schieber, die nach Art eines Schlitzverschlusses wirken, geht in folgender Weise vor sich :
Der Schieber 112 ist mit einem Mitnehmer 120 und einem Anschlag 121 versehen, gegen den sich unter der Wirkung einer Feder 123 (Fig. 13) der Rand 122 einer Ausnehmung legt, mit der der andere Schieber 113 versehen ist (Fig. 11 und 16).
Ein bei 117 auf einem mit der Platte 110 fest verbundenen Träger 118 drehbar gelagerter Hebel 116 ermöglicht es, gleichzeitig die beiden Schieber 112 und 113 zu heben. Wenn also dieser Hebel 116 - wie weiter unten beschrieben werden wird-bei der Drehung der Kurbel in der Richtung des Pfeiles F, (Fig. 11) gedreht wird, so wirkt sein Ende 119 auf den Mitnehmer 120 ; der Schieber 112 wird entgegen der Wirkung der Feder 124 angehoben und nimmt den Schieber 113 mit.
Die beiden Schieber werden daher gleichzeitig in eine in Fig. 12 dargestellte Lage gebracht, wo sie durch Verriegelungen, u. zw. durch einen Mitnehmer des Schiebers 113 der in eine Rast 127 eines bei 129 drehbar gelagerten Hebels 128 eingehakt ist und einen Mitnehmer 130 des Schiebers 112, der durch eine Rast 131 eines bei 133 drehbar gelagerten Hebels 132 festgehalten wird, in ihren Lagen gehalten werden. In
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dieser, dem Spannen des Verschlusses entsprechenden Lage ist das Objektiv verschlossen geblieben, da sich die beiden Schlitze 114 und 115 gleichzeitig verschoben haben. Indessen ist der Schlitz 115 des Schiebers 113 vor die Öffnung 140 gelangt.
Die Drehung des Hebels 116 entgegen der Wirkung einer Feder 134 (Fig. 12) wird durch eine auf der Welle 80 aufgekeilte Knagge 135 (Fig. 1 und 15) bewirkt, die, wie dies insbesondere aus Fig. 15 hervorgeht, auf die Verlängerung 136 des Hebels 116 wirkt. Wenn also die Knagge 135 auf die Verlängerung 136 des Hebels 116 drückt, so werden die beiden Schieber 112 und 113 angehoben, wobei die beiden Schlitze 114 und 115 gegeneinander versetzt bleiben, es wird daher der Verschluss bei jeder Umdrehung der Kurbel gespannt (Fig. 12).
Die Auslösung des Verschlusses erfolgt durch einen Mitnehmer 137 (Fig. 12,13), der auf einer ebenfalls auf der Welle 80 aufgekeilten Platte 138 befestigt ist und bei der Drehung dieser Welle auf eine am Ende des drehbaren Hebels 132 (Fig. 12) angeordnete schräge Anlauffläche 139 trifft, wodurch dieser Hebel 132 eine Winkelbewegung um seinen Drehpunkt 133 ausführt und'den Mitnehmer 130 freigibt.
Die Feder 124 kann jetzt den Schieber 112 abwärts ziehen. Im Verlauf dieser Bewegung geht der Schlitz 114 dieses Schiebers vor der Öffnung 140 in der Platte 110 vorbei, wobei diese Öffnung infolge des Umstandes, dass der Schlitz 115 des Schiebers 112 stillgesetzt ist, geöffnet wird. Das Objektiv wird daher geöffnet und es findet eine Aufnahme statt. Beim Abwärtsgang des Schiebers 112 drückt aber ein an ihm vorgesehener Mitnehmer 141 auf die schräge Anlauffläche 142 des bei 129 drehbar gelagerten Hebels 128, wie dies in Fig. 13 dargestellt ist, und diese Drehbewegung des Hebels gibt den Mitnehmer 126 frei, so dass auch der Schieber 113 unter der Wirkung der Feder 123 in seine Ausgangslage zurückgeführt wird (Fig. 11).
Es bewegen sich daher die beiden Öffnungen 114 und 115 vor dem Objektiv mit einer schwachen gegenseitigen Versetzung vorbei und infolgedessen wird eine sehr schmale Öffnung die Belichtung der lichtempfindlichen Schicht bewirken. Diese Versetzung der beiden Öffnungen gegeneinander kann selbstverständlich im vorhinein in geeigneter Weise festgelegt werden, ebenso auch die Stärke der Verschlussfedern, um eine richtige Belichtungszeit zu erhalten.
Es ergibt sich aus den vorstehenden Erläuterungen, dass die Belichtungszeit für alle Aufnahmen gleich ist, u. zw. unabhängig von der Geschwindigkeit, mit der der Bedienende die Kurbel 19 betätigt. Weiters ist es möglich, Aufnahmen zu machen, wobei die Belichtungszeit immer die gleiche bleiben wird. In diesem Fall kann der Bedienende mit vollkommener Sicherheit arbeiten, da infolge der Steuerungseinrichtung zum Einstellen des Objektivs während jeder Umdrehung der Kurbel ein Zeitraum vorhanden ist, während dessen die Welle 80 den Schlitten 2 a der das Objektiv trägt, nicht mitnimmt und da genau während dieses Zeitraumes die Entkupplung des Objektivs vor sich geht, was eine sehr verminderte Kraftanwendung an der Kurbel bedingt.
Der Bedienende merkt diesen Unterschied des Widerstandes und kann infolgedessen mit der Bedienung genau in dem Augenblick aufhören, wo das Anschlagen des Zahnrades 83 an den Mitnehmer 82 (Fig. 2) einen merkbaren Widerstand hervorruft.
Aus den vorstehenden Ausführungen ergibt sich, wie die Aufnahmen auf einem horizontalen Band aufeinanderfolgend erhalten werden. Das folgende Band wird sodann belichtet, nachdem die lichtempfindliche Schicht in der Höhenrichtung um einen der Höhe jedes Bandes entsprechenden Betrag versetzt wurde.
Dieses Versetzen der lichtempfindlichen Schicht geschieht in folgender Weise :
Die Aufnahmeplatte wird in eine Kassette 146 üblicher Bauart eingelegt, die in den Falz eines Kassettenträgers 147 eingeschoben wird (Fig. 8).
Der Kassettenträger 147 ist mit einer Zahnstange 149 verbunden und steht unter der Einwirkung einer Feder 150, die bestrebt ist, ihn in der Richtung des Pfeiles F2 (Fig. 6) zu verschieben.
Die Stillsetzung der Zahnstange 149 wird durch Mitnehmer oder Zähne 151 und 154 gesichert, die von einer Scheibe 152 getragen werden, die sich frei um ihre Achse drehen kann, jedoch durch eine mit den Zähnen 154 in Eingriff stehende Klinke 153 zurückgehalten wird und die, wie dies aus den Fig. 7 und 8 ersichtlich ist, eine grössere Länge als die Mitnehmerstift 151 haben. Die Klinke 153 wird von einem bei 156 drehbar gelagerten und unter der Einwirkung einer Feder 157 stehenden Anker 155 getragen. Das Auslösen der Klinke 153 erfolgt unter der Wirkung eines von zwei Stiften 158, die auf einer Scheibe 159 angeordnet sind, die ihrerseits auf der unter Zwischenschaltung der Welle 80 in der oben beschriebenen Weise angetriebenen Welle 84 aufgekeilt ist.
Infolgedessen dreht sich der
Anker 155 bei jedem Vorbeigang eines der Stifte 158, d. h. also jedesmal, wenn das Objektiv entkuppelt
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und der unter der Wirkung der Feder 157 stehende Anker 155 nimmt infolgedessen die in Fig. 6 dargestellte Lage ein. Der Schnabel 160 gibt infolgedessen den stillgesetzten Zahn 154 frei und es kann sich die Scheibe 152 infolge des Umstandes, dass die Klinke 153 keine Wirkung auf den ihr gegenüber geführten Mitnehmerstift 151 ausüben kann, bis zu dem Augenblick drehen, wo ein Zahn 154 wieder durch die Klinke 15. 3 stillgesetzt wird. Die Zahnstange 149 ist infolgedessen um zwei Zähne entsprechend der Höhe eines Bildbandes verschoben worden.
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Nachdem die ganze lichtempfindliche Oberfläche der Aufnahmeplatte belichtet worden ist, bewirkt eine weiter unten mit Bezug auf Fig. 9 beschriebene Einrichtung eine Verriegelung der Betätigungswelle, so dass die Kurbel nicht mehr gedreht werden kann.
Zu diesem Zwecke ist die Welle 80 (Fig. 1 und 9) mit einer Scheibe 161 versehen, die einen Einschnitt 162 trägt, in den ein Schnabel 16. 3 eines bei 165 entgegen der Wirkung einer Feder 166 drehbaren Hebels 164 eintreten kann. Die Drehung dieses Hebels wird von einem bei 168 drehbar gelagerten und sich mit seinem Ende 169 gegen eine schräge Anlauffläche 170 des Hebels 164 anlegenden Hebels 167 gesteuert. Der Hebel 167 wird dann, wenn der Kassettenträger an das Ende der Bahn gelangt ist, d. h. wenn die ganze lichtempfindliche Oberfläche belichtet worden ist, unter der Wirkung
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Pfeiles F4 gedreht, wobei diese Betätigung vor sich geht.
Die Welle 80 (Fig. 1) ist überdies mit einem Sperrad 172 versehen, das mit einer die Umkehrbarkeit der Drehungsrichtung der Welle verhindernden Klinke in Eingriff steht.
Schliesslich ist auf dieser Welle ein Ritzel 173 aufgekeilt, das ein Zählwerk 174 betätigt.
Es lassen sich natürlich die verschiedensten Abänderungen an der Kamera vornehmen, ohne vom Erfindungsgedanken abzuweichen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Photographische Kamera, mit der durch aufeinanderfolgende Verschiebungen des Objektivs, verbunden mit hiezu senkrechten Verschiebungen der lichtempfindlichen Schichte, die vorzugsweise mittels einer einzigen, gleichzeitig den Verschluss betätigenden Kurbel herbeigeführt werden, eine grosse Anzahl von Aufnahmen kleiner Abmessungen auf einer Fläche gegebenen Formats hergestellt werden können, dadurch gekennzeichnet, dass zwecks Ausgleiches der Parallaxe das Objektiv (1) auf einer Platte (2) befestigt ist, die eine Verschiebungsbewegung gegenüber einem Schlitten (2 a) ausführen kann und dass diese Verschiebungsbewegung von einem Winkelhebel (68 a) gesteuert wird, der einerseits an der Platte (2) bzw.
an einem mit dieser fest verbundenen Teil (2 b) und anderseits am Schlitten (2 a) angelenkt ist und dessen der Platte (2) entgegengesetztes Ende einen Mitnehmer (51) trägt, der in einen Schlitz einer schrägen Kulisse (52) eingreift, deren Neigung von aussen geregelt werden kann.
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