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Die Erfindung bezieht sich auf eine Kamera zur wahlweisen Aufnahme von photographischen Stand- und Laufbildern auf verschiedenen, vorzugsweise in je einer Kassette angeordneten Filmen mit zwei Auslöseeinrichtungen, wobei ein optisches Abbildungssystem vorgesehen ist, das zumindest teilweise zur Exposition von Stand- als auch Laufbildern dient, ferner mit einer Einrichtung zum intermittierenden Antrieb
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zugehörige Bildfenster abdeckt und mit einem photographischen Verschluss vor dem Bildfenster für den Standbildfilm. Eine derartige Kamera ist beispielsweise aus der deutschen Patentschrift Nr. 715694 bekannt.
Dabei waren die Kassetten für den Laufbild- bzw. Standbildfilm hintereinander angeordnet, wobei zur Aufnahme auf den hinten liegenden Film die vordere Kassette aus der Kamere entfernt werden musste. Es waren also umständliche Manipulationen bei Wechsel der Aufnahmeart notwendig. Es ist zwar auch bereits bekannt, in einem gemeinsamen Gehäuse beide Kassetten unterzubringen, wobei jeweils ein Objektiv für einen der Filme vorgesehen ist. Dies bedeutet aber nichts anderes, als dass in einem gemeinsamen Gehäuse zwei komplette Kameras untergebracht sind. Eine solche Lösung ist naturgemäss sehr aufwendig.
Schliesslich ist es auch beispielsweise aus der deutschen Auslegeschrift 1135282 bekanntgeworden, die beiden Filmkassetten für Standbildfilm in einem Gehäuse anzuordnen, wobei nach einem gemeinsamen Objektiv eine das einfallende Licht wahlweise einer oder der andern Kassette zuführende Spiegeleinrichtung vorgesehen ist. Auch dies erforderte umständliche Manipulationen und liess auch eine gleichzeitige Aufnahme auf beiden Filmen nicht zu. Bei Fernsehkameras ist es zwar auch bekannt, einen Strahlengang der Fernsehaufnahmeröhre zuzuführen, wogegen
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andere als bei einer Kamera der eingangs genannten Art, zumal für die Aufnahmeröhre ein Verschluss nicht erforderlich ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Kamera der eingangs genannten Art zu schaffen, bei der zumindest auf einfache Weise ein Umschalten von einer Aufnahmeart auf die andere möglich ist, wobei umständliche Manipulationen vermieden werden. Zusätzlich soll gesichert werden, dass nur der jeweils richtige Verschluss betätigt werden kann. Dieses Problem wird erfmdungsgemäss so gelöst, dass in an sich bekannter Weise eine Umschalteeinrichtung vorgesehen ist, mit welcher in den Strahlengang des Abbildungssystems mindestens eine reflektierende Fläche einführbar ist, durch die das durch das Abbildungssystem einfallende Licht alternativ in das Bildfenster für Laufbild oder in das für Standbild lenkbar ist, zumindest mit der Umschalteeinrichtung, eine z.
B. elektrische oder mechanische, Verriegelungseinrichtung zum Verriegeln jeweils einer der beiden Auslöseeinrichtungen verbunden ist, wobei vorzugsweise eine Sperreinrichtung zum Sperren der Umschalteeinrichtung bei laufendem Verschluss vorgesehen ist.
Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich an Hand der nachfolgenden Beschreibung von in den Zeichnungen schematisch dargestellten Ausführungsbeispielen. Hiebei veranschaulichen die Fig. 1A, lB zwei erfindungsgemässe Ausführungsvarianten wobei, jeweils nur die wesentlichen Teile des Gehäuses sowie des Inneren erfindungsgemäss ausgebildeter Kameras dargestellt sind. Die Fig. 2 bis 11 veranschaulichen Details verschiedener Ausführungsbeispiele, wobei die Fig. 4B, 4C eine Einzelheit aus Fig. 4A in verschiedenen Stellungen veranschaulichen und die Fig. 7B eine Ansicht nach der Linie B-B der Fig. 7A ist. Fig. lOB zeigt ein Detail der Fig. l0A in Blickrichtung des Pfeiles--IOB--.
In einer Kamera --1-- ist eine Laufbildfùmkassette --2-- und eine Standbildfilmkassette-3-- untergebracht. Licht von der aufzunehmenden Szene fällt durch ein durch Linsen--4, 5--angedeutetes Vorsatzobjektiv, an dessen optischer Achse ein Kinoverschluss mit einer Verschlussblende --6-- angeordnet ist.
Davor oder dahinter kann sich noch ein Grundobjektiv befinden, das bei geöffnetem Verschluss --6-- das Licht auf das Bildfenster der Kassette --2-- lenkt.
Um Licht dem Bildfenster der Kassette --3-- zuzuführen, kann an der Achse des Objektivs-4, 5ein Spiegel --7-- angeordnet sein. Dieser Spiegel ist gegebenenfalls aus dem Strahlengang entfernbar oder hat, wie im dargestellten Ausführungsbeispiel drei Zonen unterschiedlicher Reflexion. So weist beispielsweise eine
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werden die über das Objektiv--4, 5--eintretenden Strahlen umgelenkt und gelangen über ein Grundobjektiv - -11-- zu einem weiteren Umlenkspiegel-12-, der sie dann über einen photographischen Verschluss --13-- dem Bildfenster der Kassette --3-- zuführt. Das Objektiv --11-- ist dabei so bemessen, dass auf dem Film der Kassette --3-- ein gegenüber dem Laufbildfilm entsprechend grösseres Bild entsteht.
Es kann allerdings bei Vorhandensein eines Spiegels-7-, der nur zwischen einer Stellung ausserhalb des Strahlenganges und einer Stellung zur Umlenkung sämtlicher Strahlen zur Standbildfilmkassette-3-bewegbar ist, mit der Verstelleinrichtung für den Spiegel auch eine Verstelleinrichtung für das Objektiv zur Anpassung der Filmbildgrösse vorgesehen ist.
Liegt beim Ausführungsbeispiel gemäss Fig. lA die Zone--9--mit halber Verspiegelung im Strahlengang, so fällt das einfallende Licht je zur Hälfte auf die Bildfenster der Kassetten-2 und 3--. Liegt dagegen die Fläche --10-- im Strahlengang, so erhält der Standbildfilm überhaupt kein Licht, wogegen sämtliche Lichtstrahlen auf den Laufbildfilm fallen.
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Aus Fig. lA sind auch zwei Auslöseköpfe --14, 15-- ersichtlich, von denen der eine zur Betätigung des Verschlusses --6--, der andere hingegen zur Betätigung des Verschlusses --13-- dient.
Bei der Ausführungsvariante nach Fig. 1B besteht ein Unterschied insofeme, als hiebei eine schräg im Strahlengang liegende Verschlussscheibe --6a-- Verwendung findet, die verspiegelt ist und deshalb bei entsprechender Lage das eintretende Licht über den Umlenkspiegel --12-- dem Bildfenster der Kassette --3-- zuführt. Anderseits kommt das volle Szenen ! icht beim Offnen der VerschluBscheibe-6a-ûber ein Grundobjektiv --160-- auf den im Bildfenster liegenden Filmabschnitt der Kassette--2--. In diesem Falle müssen besondere Vorkehrungen getroffen sein, um ein unerwünschtes Belichten des einen oder andern Filmes zu verhindern.
Im Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 1B ist auch lediglich ein einziger auslöseknopf --17-- dargestellt, der sowohl die Belichtung eines Standbildes als auch das Laufbildfilmes ermöglicht. Die Konstruktion eines solches Auslösers im einzelnen sei an Hand detaillierter Zeichnungen besprochen.
Aus Fig. 2 sind wieder die Auslöser --14, 15-- ersichtlich. Zwischen diesen beiden Auslöserknöpfen, die jeweils durch Federn--18, 19-- belastet sind, befindet sich eine Umschalteinrichtung, gebildet von einem Hebel--20--, der um eine gehäusefeste Achse --21-- schwenkbar ist. Eine Kippfeder-22--bewirkt, dass der Hebel --20-- jeweils eine von zwei Endstellungen einnimmt. An dem der Kippfeder-22-- abgewandten Ende trägt der Hebel --20-- zwei im Winkel zueinander stehende Hauben-23, 24-, die jeweils einen der Auslöser--14, 15--gegen eine Betätigung schützend abdecken und so gewissermassen verriegeln.
Auf diese Weise kann nach Umschalten der Umschalteeinrichtung--20 bis 24-- nur jeweils der vorgewählte Auslöser14 oder 15--betätigt werden, wobei eine irrtümliche Betätigung ausgeschlossen ist.
Mit dem Umschaltehebel--20--verbunden ist ein Schieber--25--, der über eine weitere Kippfeder - einen an einem Hebel-27-befestigten Spiegel-28-in oder ausser den Strahlengang eines Objektivs --29-- schwenkt. Zur Begrenzung der Bewegung des Hebels --27-- sind gerätefeste Anschläge - -30, 31-- vorgesehen. Der Spiegel --28-- ist voll verspiegelt und entspricht demnach der Spiegelfläche --8--desSpiegels--7-- (Fig.1A).
Mit der Verriegelung des Auslösers--14 bzw. 15-wird somit gleichzeitig auch der Spiegel-28umgeschaltet.
Um aufwendige Grundobjektive zur Anpassung des vom Objektiv --29-- gelieferten Bildes an die verschiedenen Bildgrössen der Kassetten--2 bzw. 3-- (Fig.1A, 1B) zu vermeiden, kann zusätzlich der Schieber --25-- zur Verstellung des Objektivs--29--ausgebildet sein.
Hiezu ist der Schieber--25--mit einem Winkelhebel --32-- verbunden, der die Bewegung des Schiebers --25-- mittels einer Stange --33-- auf einen Hebel --34-- überträgt. Am Hebel--34--ist eine Blattfeder--35--befestigt, die in einer Gabel - 36-des Objektivs-29-liegt. Das Objektiv --29-- ist mittels Kugelführungen --37, 38-- axial verschiebbar geführt und wird durch die Blattfeder --35-- je nach der Stellung des Schiebers --25-- gegen einen von zwei Anschlägen --39, 40-- geführt. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Anschlag-40von einer justierbaren Schraube gebildet, zweckmässig kann auch der Anschlag --39-- derartig ausgeführt sein.
Das gleiche gilt von den Anschlägen --30, 31--.
Gemäss Fig. 3 durchsetzen die Auslöseknöpfe --14, 15-- eine Gehäusewand der Kamera, wogegen durch eine senkrecht hiezu angeordnete Gehäusewandung eine Welle --41-- ragt, die einen Betätigungsknebel - trägt. Mit Hilfe des Knebels --42-- ist die Welle-41-verdrehbar, auf der eine
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nicht erreicht hat. In dieser Stellung ist also die Betätigung beider Auslöser--14, 15--möglich, so dass der Benutzer der Kamera gleichzeitig sowohl eine Szene filmen als auch ein Standbild aufnehmen kann. Wird hingegen der Knebel--42--in eine Lage verdreht, in der eine Spitze schräg nach unten weist, kommt der Lappen--47--an den Bund--45--zu liegen, so dass der Auslöseknopf --15-- verriegelt ist.
Mit der Verriegelungsscheibe --43-- ist über eine Stange --47-- ein Schlitten --48-- verbunden.
Der Schlitten --48-- gleitet auf Kugelführungen --49-- und trägt den Spiegel-7-- (vgl. Fig. lA). Bei
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--42-- bzw.Selbstverständlich kann im Rahmen der Erfindung die Verbindung zwischen dem Schlitten --48-- und der Verriegelungsscheibe --43-- auch indirekt über andere Getriebeeinrichtungen erfolgen.
Um die Verriegelungsscheibe --43-- in ihrer jeweiligen Lage zu fixieren, weist sie an ihrem Rande drei Rastausnehmungen-50, 51, 52-- auf. Jeweils eine dieser Rastausnehmungen-50, 51, 52-wirkt mit einem gehäusefesten Rastfortsatz--53--zusammen, der an der von der Welle --41-- durchsetzten Gehäusewandung ausgebildet ist.
Zum Verstellen der Verriegelungsscheibe --43-- ist es somit erforderlich, den
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Knebel--42--mit der Welle --41-- erst entgegen einer nicht dargestellten Feder in Richtung auf den Kamerakörper hineinzudrücken, wobei der verhältnismässig kurze Fortsatz --53-- ausser Eingriff mit der jeweiligen Ausnehmung--50, 51 oder 52--kommt. Sodann kann der Knebel --42-- in die jeweils gewünschte Stellung verdreht werden. Auf diese Weise ist der Zusammenhang zwischen der Stellung des Spiegels --7-- und der Verriegelung des jeweils zugehörigen Auslösers14 oder 15-zwingend gegeben, wobei Irrtümer ausgeschlossen sind.
Im Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 4A sind die Auslöseknöpfe --14, 15-- durch einen einzigen Auslöserknopf-17-- (vgl. Fig. lB) ersetzt. Der Auslöseknopf --17-- arbeiter nach Art eines Folgeschalters, wie er bei Kameras zum Einschalten eines Generalschalters für die Belichtungsregeleinrichtung und nachfolgendem Einschalten des Kameramotors bekannt ist. Dementsprechend sind mit dem Auslöseknopf - zwei Kontaktbrücken--54, 55-- vorgesehen. Diesen Kontaktbrücken --54, 55-- liegen Kontaktpaare-56, 57-gegenuber, wobei das Kontaktpaar --56-- von der Kontaktbrücke --54-- einen geringeren Abstand aufweist als das Kontaktpaar --57-- von der Kontaktbrücke --55--.
Selbstverständlich ist der Auslöseknopf --17-- analog zu den Federn-18, 19- (Fig. 2) ebenfalls von einer nicht dargestellten Feder belastet.
Bei Benutzung des Auslöseknopfes --17-- kann dieser zunächst solange-bezogen auf Fig. 4A-nach rechts verschoben werden, bis die Kontaktbrücke Kontakte-56-miteinander verbindet. Diese Kontakte--56--sind federnd ausgebildet und lassen eine weitere Verschiebung des Auslöseknopfes --17-- nach rechts zu. Das Schliessen des Schalters-54, 56- wird vom Benutzer der Kamera infolge des sich erhöhenden Federdruckes deutlich wahrgenommen. Beim weiteren Verschieben des Auslöseknopfes-17-nach rechts verbindet schliesslich die Kontaktbrücke --55-- die beiden Kontakte-57--.
Ähnlich wie im Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 3 ist auch bei der in den Fig. 4A bis 4C dargestellten Konstruktion ein Vorwählschalter mit dem Knebel--42-und der Welle --41-- vorgesehen. In diesem Falle ist jedoch an der Welle-41-eine Schaltnocke-58-fixiert. Mit dieser Schaltnocke --58-- wirkt ein Nockenfolger--59--zusammen, der zwei Schalterzungen--60, 61-- steuert. Die Schalterzunge - ist mit einer Leitung-62-, die Schalterzunge-61-hingegen mit einer Leitung-63-
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den Antrieb des Kinoverschlusses --6-- ist.
Die Spitze des Knebels --42-- wirkt mit einer Skala an der Aussenseite der Kamera zusammen und ist in der in Fig. 4A dargestellten Stellung "C + P" so eingestellt, dass der Benutzer der Kamera beim Einschalten zunächst den Kinoverschluss --6-- in Betrieb setzt und bei weiterem
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Mit der Welle --41-- ist zusätzlich direkt oder indirekt über ein Getriebe ein Spiegelrevolver-64-verbunden. Wie ersichtlich, weist der Spiegelrevolver--64--drei Offnungen auf, wobei in eine ein voll verspiegelter Spiegel-65-, in eine andere Offnung ein halbverspiegelter Spiegel --66-- eingesetzt ist. In die dritte Öffnung --67-- ist entweder eine durchsichtige Glasplatte eingesetzt, es kann aber eine solche Platte überhaupt fehlen. Die Spiegel--65, 66-entsprechen in den Ausführungsbeispielen gemäss den Fig. 1A und 3 den Spiegelflächen --8 und 9--. Zweckmässig ist auch mit der Welle --41-- wieder eine Rasteinrichtung (vgl.
Fig. 3) verbunden, die die richtige Lage des Spiegelrevolers --64-- bzw. der Nocke --58-- fIxiert und Zwischenstellungen verhindert.
Wie bereits erwähnt, ist bei einer Stellung des Knebels --42-- entsprechend Fig.4A gleichzeitig sowohl eine Laufbild- als auch eine Standbildaufnahme möglich. In der Stellung des Knebels --42-- gemäss Fig.4C dagegen ist die Spitze des Knebels --42-- auf den Buchstaben"P"der an der Kamera vorgesehenen Skala gerichtet. In dieser Stellung ist die Schaltzunge --60-- und damit die Leitung --62-- mit den Kontakten
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der Leitung --62-- auf die die Kontakte --56-- aufweisende Leitung ist insoferne vorteilhaft, als dadurch der Standbildverschluss schon bei Berührung der Kontakte --56-- mit der Kontaktbrücke --54- erfolgt.
Der Benutzer der Kamera braucht also den Auslöseknopf --17-- nicht so tief zu drücken, dass auch die Kontaktbrücke --55-- die Kontakte --57-- berührt. Selbstverständlich ist aber auch eine solche Ausführung denkbar, bei der beim Umschalten auf "P" lediglich der Schalter --61-- geöffnet wird, wogegen die Leitung --62-- mit den Kontakten --57-- verbunden bleibt, wie dies in Fig. 4A der Fall ist.
Bei der Benutzung der Kamera zu Laufbildaufnahmen würde es an sich genügen, wenn der Benutzer den Auslöseknopf --17-- nur so weit verschiebt, bis die Kontaktbrücke --54-- die Kontakte --56-miteinander verbindet. Dies könnte prinzipiell auch bei einer Stellung der Schalter gemäss Fig. 4A geschehen. Um aber eine unerwünschte Standbildaufnahme auszuschliessen, kann eine weitere Stellung des Knebels-42gemäss Fig. 4B vorgesehen sein, in der die Leitung --62-- von den Kontakten --57-- isoliert ist, wogegen
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die Leitung --63-- über einen zusätzlichen mit der Schaltzunge --61-- zusammenwirkenden Kontakt mit den Kontakten --56-- in Verbindung steht.
Verwendet man einen schräg im Strahlengang liegenden Spiegelverschluss --6a-- gemäss Fig.1B, so tritt das Problem auf, dass eine Standbildaufnahme nur dann möglich ist, wenn sich der Spiegelverschluss in einer solchen Stellung befindet, in der er die Strahlen zum Bildfenster der Standbildfilmkassette-3-umlenkt. Es muss also Vorsorge getroffen werden, dass der Photoverschluss --13-- nicht zu einem andern Zeitpunkt ausgelöst wird. In Fig. 5 ist eine derartige elektrische Einrichtung dargestellt, wobei Teile gleicher Funktion wieder gleiche Bezugszeichen wie in den vorherbeschriebenen Ausführungsbeispielen besitzen.
Dabei ist entsprechend der Ausführungsform nach Fig. 4 wieder ein Folgeschalter mit dem Auslöseknopf
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gleichzeitig und synchron ein Schleifkontakt --69-- umläuft. Der Schleifkontakt --69-- ist mit den Kontakten --57-- verbunden. In der Bahn dieses Schleifkontaktes-69-ist ein Schleifringstück-70-- vorgesehen, das mit dem elektrisch arbeitenden Standbildverschluss --13-- verbunden ist.
Wie dies bereits an Hand der Fig. 4 beschrieben wurde, wird beim Verschieben des Auslöseknopfes - nach rechts zunächst die Kontaktbrücke --54-- an die Kontakte --56-- gelegt, wodurch der Motorstromkreis für den Antrieb des Verschlusses --6a-- unter Strom gesetzt wird. Beim weiteren Verschieben des Auslöseknopfes --17-- kommt auch die Kontaktbrücke --55-- mit den Kontakten - -57-- in Berührung. Es wird jedoch der Standbildverschluss --13-- solange nicht ausgelöst, als der SpiegelverschIuË-6a-nicht in der richtigen Lage ist, in der die vom Objektiv hereinkommenden Strahlen zum Standbilverschluss --13-- umgelenkt werden.
Im selben Augenblick aber, in dem dies der Fall ist, berührt auch der Schleifkontakt --69-- das Schleifringstück --70--, so dass bei miteinander verbundenen Kontakten --57-- der elektrische Standbildverschluss --13-- Strom erhält und dementsprechend ausgelöst wird. Die Konstruktion dieses Verschlusses --13-- ist an sich bekannt und nicht Gegenstand der Erfindung.
Im Zusammenhang mit der Konstruktion nach Fig. 5 ist es klar, dass auch hier wieder ein Umschalter ähnlich dem in den Fig. 4A bis 4C dargestellten Schalter, jedoch ohne den Spiegelrevolver --64-- vorgesehen sein kann, mit dem wahlweise auf Kinoaufnahmen, Standbildaufnahmen oder beides umgeschaltet werden kann.
Eine zur Konstruktion nach Fig. 5 gleichartige mechanische Lösung zeigt Fig. 6. Dabei werden wieder für Teile gleicher Funktion die Bezugszeichen der bereits beschriebenen Zeichnungen verwendet. Der Übersichtlichkeit halber ist jedoch in Fig. 6 die Standbildfilmkassette-3-nicht dargestellt. Sie liegt hinter dem Spiegel--12--und dem Photoverschluss --13--.
Abweichend von den bisher beschriebenen Ausführungsbeispielen ist am Auslöseknopf --17-- ein kurzer Stössel --71-- vorgesehen. Dieser Stössel ist in einer Hülse --72-- geführt, die die Kontaktbrücken -54, 55--trägt. Der Stössel --71-- stützt sich dabei an einer in der Hülse --72-- vorgesehenen Druckfeder --73-- ab. Beim Verschieben des Auslöseknopfes --17-- - bezogen auf Fig. 6-nach links, übt also der Stössel --71-- auf die Feder --73-- einen Druck aus und überträgt somit elastisch diesen Druck auf die Hülse--72--, die sich bei Fehlen eines Gegendruckes ebenso nach links verschiebt.
Hiebei kommt zunächst wieder die Kontaktbrücke --54-- in Berührung mit den Kontakten-56--, die den nicht dargestellten Motor für den Antrieb des Spiegelverschlusses --6a-- bzw. der Welle --68-- unter Strom setzen.
An der Welle --68-- ist eine Sperrscheibe --74-- fixiert, die sich synchron mit dem Verschluss - 6a-- dreht. Diese Sperrscheibe --74-- weist eine Ausnehmung --75-- auf. Mit der Sperrscheibe - vermag ein Sperrfortsatz --76-- an der Hülse --72-- zusammenzuwirken. Dieser Fortsatz - -76-- kommt nämlich beim Verschieben der Hülse --72-- in die Bahn der Sperrscheibe-74-, die den Fortsatz --76-- und damit die Hülse --72-- an einer weiteren Verschiebung hindert, solange nicht die Ausnehmung --75-- dem Sperrfortsatz --76-- gegenüberliegt. Dies ist erst dann der Fall, wenn der Spiegelverschluss --6a-- diejenige Lage eingenommen hat, in der er die vom Objektiv hereinkommenden
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sein.
Schlägt eine Kante der Ausnehmung --75-- gegen die Schrägfläche--78--, so wird die Hülse--72-- wieder nach rechts verschoben, schlägt die Kante hingegen gegen die Schrägfläche--77--, so erfolgt eine Verschiebung der Hülse --72-- nach links.
Bei Verwendung eines Spiegelverschlusses --6a-- kann die Auslösung des Standbildverschlusses - 13a-an sich ohne weiteres in der Zeit während des Durchganges der Spiegelfläche durch den Strahlengang erfolgen. Die Zeit hiefür beträgt normalerweise etwa 1/40 sec. Zum gleichzeitigen Einschwenken eines Spiegels mag aber diese Zeit zu kurz sein. Um deshalb für das Einschwenken des Spiegels Zeit zu gewinnen, sei
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nachstehend an Hand der Fig. 7A, 7B eine Konstruktion beschrieben, die für die Dauer einer einzigen Drehung der in diesen Zeichnungen nicht dargestellten Spiegelverschlussblende --6a-- einen Stillstand der Transporteinrichtung für den Laufbildfilm ermöglicht.
Von den bisher beschriebenen Teilen der Konstruktion nach den Fig. 7A, 7B ist der Standbildauslöser --15-- und der am Hebel --27-- befestigte Schwenkspiegel --28-- dargestellt. Die Kippfeder-26-- gemäss Fig. 2 ist durch eine Spiralkippfeder --26a-- ersetzt. Diese Spiralkippfeder --26a-- wird durch einen zweiarmigen Hebel --79-- betätigt, an dessen anderem Ende ein Schieber--25a--angreift. Dieser Schieber - 25a-steht jedoch im Gegensatz zur Konstruktion nach Fig. 2 nicht mit einem Umschalter in Verbindung, sondern wird mittelbar vom Auslöseknopf --15-- selbst betätigt, wie dies noch beschrieben werden wird.
Der in Fig. 7A dargestellte Laufbildftlm --80-- wird von einem Greifer mit Greiferzähnen --81-- an einer Greiferplatine--82--transportiert. Hiezu ist eine an sich bekannte, nicht dargestellte
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Greiferantrieben üblich ist. Mit dieser Eingriffshubnocke --84-- wirkt ein Nockenfolger --85-- zusammen, der in nicht dargestellten Lagern geführt ist und die Steuerbewegung auf die Greiferplatine --82-- überträgt.
Die Eingriffschubnocke --84-- wird von einer Hauptwelle --86-- angetrieben, an der ein Ritzel-87sitzt. Dieses Ritzel --87-- treibt ein auf einer Welle --8-- befestigtes Zahnrad --89--. Mit der Welle - -88-- ist ferner eine Reibscheibe --90-- verbunden, gegen die durch eine Druckfeder --91-- ein Sperrhebel --92-- gedrückt wird. Dieser Sperrhebel --92-- würde an sich mit der Welle --88-- synchron
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Schieber--25a----97-- ist durch eine Druckfeder --98-- belastet. Die Platine --97-- weist nun einen Mitnehmerlappen - auf, in deren Bahn ein Fortsatz --10-- des Schiebers --25a-- liegt.
Infolgedessen wird die Bewegung des Auslöserknopfes --15-- über die Platine --97-- auf den Schieber --25a-- übertragen.
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Perforationsloch ausgerückt wird, gibt die Platine--82--infolge ihrer Verschwenkung um die Kugel--83-- die Bahn für eine Umdrehung des Sperrhebels --92-- frei. Dadurch kommt der Sperrhebel --92-- vor der
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--82-- zuGreiferzähne --81-- dauert jedoch nur solange, bis der Sperrhebel --92-- bei der weiteren Umdrehung der Welle--88--aus der Bahn der Platine gekommen ist. Diese Dauer hängt einerseits von der durch die Räder --87, 89--gegebenen Untersetzung sowie von der Grösse der Platine --82-- bzw. des Hebels --92-- ab.
Um zu verhindern, dass bei betätigtem Auslöseknopf --15-- der Sperrzahn --93-- ständig aus der Bahn des Sperrhebels --92-- verschoben ist und der letztere daher immer wieder die Bewegung des Greifers unterbricht, ist eine Einrichtung vorgesehen, wie sie für die Zwecke der Einzelbildauslösung an Kameras an sich bekannt ist. An Hand der Fig. 7A, 7B sei eine solche Konstruktion beschrieben, jedoch versteht es sich, dass auch andere für die Einzelbildauslösung geeignete Konstruktionen Verwendung finden können.
Beim Verschieben der Platine --97-- entgegen der Druckfeder --98-- ist das der Greiferplatine --82-- zugewandte Ende der Platine --97-- in den Bewegungsbereich der Greiferplatine-82-geraten.
Da durch den Sperrhebel --92-- lediglich die Eingriffbewegung der Greiferplatine --82-- unterbunden ist, nicht aber deren durch die nicht dargestellte Transporthubnocke bewirkte Transporthubbewegung, schlägt die Greiferplatine --82-- bei ihrer Abwärtsbewegung gegen das Ende der Platine-97--. Infolgedessen verdreht sich die Platine --97-- um den das Langloch --95-- durchsetzenden Zapfen --96--, bis sie in die in Fig. 7B strichpunktiert dargestellte Lage gelangt.
Dabei nimmt der Mitnehmer --99-- die Stellung --99'-ein, in der er ausserhalb der Bahn des Fortsatzes --100-- liegt. Infolgedessen kann sich der Schieber - 25a-unter der Wirkung der Rückstellfeder --101-- wieder in seine Ausgangslage bewegen, wobei der Sperrzahn --93-- wieder in die Bahn des Sperrhebels --92-- gelangt. Bei dieser Bewegung wird der durch die vom Auslöser --15-- bewirkte Verschiebung vor den Film --80-- verschwenkte Spiegel --28-- auch in die in Fig. 7A dargestellte Lage zurückgebracht. Zur Verhinderung der Bewegung des Greifers sind ebenfalls bereits verschiedene Konstruktionen u. zw. im Zusammenhang mit der Bildfrequenzänderung am Laufbildfilm bekanntgeworden.
Entsprechend adaptierte Konstruktionen dieser Art können an Stelle der in den Fig. 7A, 7B dargestellten Ausführungsform Verwendung finden.
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Im Zusammenhang mit der Erfindung können übrigens auch bekannte Umlaufverschlüsse mit verstellbarem Hellsektor angewandt werden. Ein solcher verstellbarer umlaufverschluss weist zwei Blendensektoren --103, 104--auf (Fig. 8), von denen beispielsweise der Sektor--103--mit einer Hohlwelle --105--, dagegen der Sektor --104-- mit einer koaxial gelagerten Welle --106-- verbunden ist. Eine Muffe - -107-- ist auf der Hohlwelle --105-- axial verschiebbar und zu dieser Bewegung durch einen Handgriff - ausserhalb des Kameragehäuse betätigbar.
Die Muffe--107--weist an ihrer Innenseite eine verhältnismässig steile Spiralnut-109-auf, in der ein mit der Hohlwelle --105-- verbundener Stein geführt ist. Beim Verschieben der Muffe--107--in axialer Richtung wird somit die Hohlwelle --105-- gedreht, so dass in bekannter Weise die Sektoren--103, 104-- gegeneinander verstellen, so dass sich eine grössere oder kleinere Offnung zwischen diesen beiden Sektoren ergibt. Auf diese Weise kann die Belichtungszeit eingestellt werden.
Die Konstruktion nach Fig. 8 ist nun so ausgebildet, dass allein durch den von den Sektoren
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auch für den Standbildfilm in der Kassette --3-- bestimmt wird. Zum Umschalten von Laufbildaufnahmen auf Standbildaufnahmen dient der Spiegel --28a--, der aus der in Fig. 8 strichpunktiert gezeichneten Stellung, in der er den Strahlengang für Laufbildaufnahmen freigibt, in die mit vollen Linien dargestellte Lage freigibt, in der er die durch das Objektiv hereinkommenden Strahlen über den Spiegel --12-- unmittelbar und ohne Zwischenschaltung eines weiteren Verschlusses zum Bildfenster der Kassette --3-- umlenkt. In diesem Falle wirkt somit der Spiegel --28a-- als zusätzlicher Verschluss, wobei die Umsteuerung des Spiegels durch den Umschalter auf der Welle-41-- (vgl.
Fig. 3 bis 4C) erfolgen kann. Gegebenenfalls kann an der Welle-41auch noch ein halbverspiegelter Spiegel --110-- vorgesehen sein, der den Spiegelflächen --9 bzw. 66--der
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ist aber auch denkbar, dass revolverartig um die Welle--41--eine Mehrzahl solcher Spiegeln mit verschieden starker Verspiegelung angeordnet ist, so dass wahlweise eine verschiedene Aufteilung der Strahlen zum Laufbildbzw. Standbildfilm erfolgt. Dies kann zur Berücksichtigung unterschiedlicher Filmempfindlichkeiten zweckmässig sein.
Fig. 9 zeigt eine der Fig. 8 ähnliche Darstellung, wobei jedoch an Stelle eines Umlenkspiegels ein Spiegelverschluss verwendet wird. Dieser Spiegelverschluss ist der Verschluss gemäss Fig. 8. Abweichend hiezu jedoch, ist eine der beiden Blendensektoren, nämlich der Sektor--103a--verspiegelt. Der Sektor--104-- dagegen kann, muss aber nicht verspiegelt sein.
Ist der Sektor--104--nicht reflektierend ausgebildet und liegen die beiden Sektoren --103a, 104-- übereinander, so deckt der Sektor --104-- den Spiegelsektor --103a-- völlig ab, so dass kein Licht zum Umlenkspiegel--12--bzw. auf den Standbildfilm gelangen kann. Wird jedoch mittels des Handgriffes - -108-- die Muffe --107-- so verschoben, dass die Sektoren--103a, 104--einander nur teilweise oder gar nicht überlappen, so wird während einer Umdrehung des Verschlusses je nach der Grösse des dem Szenenlicht ausgesetzten Teiles des Spiegelsektors --103a-- der Standbildfilm für eine kürzere oder längere Zeit belichtet werden.
Da sich überdies gleichzeitig auch der Öffnungswinkel zwischen den beiden Sektoren --103a, 104-- ändert, kann damit gleichzeitig die Belichtungszeit für den in der Kassette --2-- enthaltenen Laufbildfilm geändert werden.
Um nun eine unerwünschte Belichtung des Laufbildfilmes bei Aufnahme eines Standbildfùmes - zu welchem Zwecke der Auslöser für den dargestellten Verschluss für Einzelbildauslösung geeignet sein muss-zu verhindern, sind Hilfsverschlussplättchen--111, 112--vorgesehen, die in nicht dargestellten Führungen der Länge nach verschiebbar und in den Strahlengang bringbar sind. In der in Fig. 9 dargestellten Stellung ist der Hilfsverschluss --111-- im Strahlengang vor dem Laufbildfilm, so dass eine ungewollte Laufbildaufnahme unmöglich ist. Dagegen gibt der HilfsverschIuË-112--den Strahlengang für den Standbildfilm frei.
Wird dagegen die Welle--41--, an der eine Nocke --113-- sitzt, im Uhrzeigergegensinn um 900 verdreht, so verdrängt der erhabene Teil der Nocke --113-- den Hilfsverschluss --112-- in den zum Standbildfilm führenden Strahlengang, wogegen der an der Nocke--113--unter der Last einer nicht dargestellten Feder ebenso wie der Hilfsverschluss anliegende Hilfsverschluss --111-- aus dem Strahlengang für den Laufbildfilm bewegt wird.
Bei einer Drehung der Welle --41-- um 180 bezüglich der in Fig. 9 dargestellten Stellung gelangt der erhabene Teil der Nocke --113-- ausserhalb des Bereiches der beiden Hilfsverschlüsse - -111, 112--, so dass beide Hilfsverschlüsse die zugehörigen Strahlengänge freigeben, so dass gleichzeitig Laufbild- und Standbildaufnahmen möglich sind.
Es ist zwar an sich möglich, einen der beiden Hilfsverschlüsse, etwa den Hilfsverschluss --112-- einzusparen. In diesem Falle würden die Sektoren --103a, 104-- als Verschluss für den Standbildfilm fungieren.
Um längere Belichtungszeiten für den Standbildfilm zu erhalten, ist es auch möglich, beide Sektoren -103a, 104--zu verspiegeln. In diesem Fall wird die kleinste Belichtungszeit dann erreicht, wenn die beiden Sektoren --103a, 104-- einander überlappen, da dann praktisch nur der Sektor-104-zur Wirkung kommt. Werden dagegen die beiden Sektoren --103a, 104-- auseinandergefächert, so verlängert sich die
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Belichtungszeit für den Standbildfilm, wogegen sie sich für den Laufbildfilm verringert.
Die Fig. lOA, 10B zeigen eine Ausführungsvariante eines Spiegelverschlusses, bei der ein Sektor-103- voll verspiegelt ist. Um nun die Belichtungszeit zu verkürzen, sind Sektorlamellen--114 bzw. 115-vorgesehen. Diese Lamellen besitzen den in Fig. lOB dargestellten Querschnitt. Dabei ist die unterste Lamelle mit der verstellbaren Welle --105a--, die diesmal innen liegt, verbunden, wogegen die übrigen Lamellen-114an der Welle --106a-- befestigt sind.