<Desc/Clms Page number 1>
Einrichtung zum spulenwechsellosen Betrieb von kinematographischen Geräten
EMI1.1
lengang des Objektivs optische Elemente mit mindestens einem Spiegelsystem vorgesehen sind, das aus einer Arbeitsstellung in eine zweite verstellbar ist, in welcher, bezogen auf das in der ersten Arbeitsstellung entworfene Bild, ein selten-und hohenverkehrtes Bild entworfen wird, dessen Mitte gegenüber der Mitte des ersten Bildes quer zur Filmlaufrichtung um den Mittenabstand der beiden Filmreihen in Filmlaufrichtung um ein ganzzahliges Vielfaches des Schaltschrittes des Films versetzt ist.
Ein wesentliches Problem bei Einrichtungen der oben angeführten Art besteht in der exakten Einstellung desverstellbarenSpiegelsystems, da sich Abweichungen in einer Dezentrierung der Bilder und in Unschärfen in der Abbildung bemerkbar machen. Durch die Erfindung wird ein Weg angegeben, durch welchen die extrem hohen Genauigkeitsforderungen bezüglich der Einstellung des Spiegelsystem erfüllt und ein Spiel und Toleranzen in den Übertragungsgliedern der Umschalteeinrichtung ausgeschaltet werden können, ohne übertriebene Anforderungen an die Genauigkeit der Herstellung der Geräte zu stellen.
GemässderErfindungwird das verstellbare Spiegelsystem durch eine Kippfeder in den beiden Arbeitsstellungen gehalten und stützt sich an ortsfesten, justierbaren Anschlägen ab.
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung einiger Ausführungsbeispiele, wobei auf die Zeichnung Bezug genommen wird. Im Interesse einer klaren Darstellung wurden in der Zeichnung alle jene Teile, die nicht Gegenstand der Erfindung und zum Verständnis derselben nicht erforderlich sind, nicht dargestellt. In Fig. l ist schaubildlich und schematisch das optische System einer 8 mm-Kamera dargestellt. Fig. 2 zeigt eine Variante der in Fig. l dargestellten Anordnung im Schnitt. In den Fig. 3-7 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel dargestellt. Die Fig. 3 zeigt die neue Einrichtung in einer Projektion parallel zur optischen Achse, Fig. 4 ist die zugehörige Draufsicht.
Die Fig. 5 und 6 sind Darstellungen entsprechend den Fig. 3 und 4 und zeigen die Einrichtung in ihrer zweiten Wirkungsstellung, Fig. 7 zeigt ein Detail bei geöffnetem Kameradeckel.
Gemäss Fig. l weist die Kamera ein. zweiteiliges Objektiv mit einem Frontglied l und einem bild- ssitigen Glied 2 auf, zwischen weichender Strahlenverlauf telezentrisch ist. Unmittelbar auf das Front- glied 1 folgt ein uldurchlässiger Spiegel 3, der mit der optischen Achse des Frontgliedes l einen Winkel von 450 einschliesst. Der Hauptanteil des durch das Frontglied einfallenden Lichtes wird durch den Spiegel 3 gegen einen Spiegel 4 gelenkt, dessen Spiegelfläche mit der des Spiegels 3 einen Win- kel von 900 einschliesst. Auf diesen Spiegel folgt ein Prisma 5 mit zweifacher Reflexion, dessen Spie- gelflächen ebenfalls einen Winkel von 900 einschliessen.
Die aus diesem Prisma austretenden Strahlen werdendurch das Objektivglied 2, das mit dem Prisma 5 fest verbunden ist, gesammelt, wobei auf dem Film 6 ein Bild des Aufnahmeobjekts entworfen wird. Zwischen dem Spiegel 4 und dem Prisma 5 sowie nach dem Prisma 5 verläuft die optische Achse des Spiegelsystems parallel zur optischen Achse des Frontgliedes l und parallel zur Flächennormalen des Films 6. Das Prisma 5 ist koaxial zur optischen Achse zwischen dem Spiegel 4 und dem Prisma 5 um 900 aus der in Fig. 1 in vollen
<Desc/Clms Page number 2>
Linien gezeigten Stellung in die strichliert angedeutete Stellung schwenkbar.
Befindet sich das Prisma 5 in der in vollen Linien gezeigten Stellung, so wird im Bildfenster 7 ein Bild des Aufnahmeobjekts entworfen.
Der Film 6 wird zur Aufnahme von Laufbildern in bekannter Weise intermittierend durch ein nicht
EMI2.1
Umkehrgetriebes bzw. bei elektromotorisch angetriebenen Kameras durch Umpolen des Motors auf Rücklauf (Pfeil 11) umgeschaltet. Während in der ersten Einstellung die durch die Spiegel 3 und 4 be- wirkte Seitenvertauschungdurch das Prisma 5 aufgehoben wird, bewirkt das Prisma in der zweiten Einstellung zusätzlich zur Seitenvertauschung der Spiegel 3 und 4 eine Höhenvertauschung, so dass im Bildfenster 8 der zweiten Bildreihe gegenüberdem im Bildfenster 7 entworfenen Bild ein höhen- und seitenverkehrtes Bild entsteht.
BeimDoppel8mm-FilmistderMittenabstandderbeidenBildreihen5, 6mm, während diePerforations- teilung 3, 81 mm beträgt. Da einerseits der Abstand des in das Prisma 5 eintretenden Axialstrahles von dem des austretenden Axialstrahles in beiden Prismeneinstellungen gleich ist, anderseits der Abstand der beiden Bildfenster 7 und 8 in Filmlängsrichtung ein ganzzahliges Vielfaches der Perforationsteilung betragen soll, muss die durch die Axialstrahlen bestimmte Ebene um einen Winkel Ct gegenüber der horizontalen Bildfensterkante verschwenkt werden.
Das durch den teildurchlässigen Spiegel im wesentlichen geradlinig durchtretende Licht wird einem Suchersystem zugeführt, dessen Optik mit 12 bezeichnet ist. Um eine Abdunklung des Sucherbildes bei Verkleinerung der Aperturblendenöffnung zu vermeiden, ist es zweckmässig, die Blende nachdem Spiegel 3 im Abbildungsstrahlengang anzuordnen. Aus konstruktiven Gründen ist es zweckmässig, die Blende ebenso wie den Verschluss 9 im ortsfesten Teil des Strahlenganges anzuordnen. Die Blende kann jede beliebige Konstruktion aufweisen. Es wurde davon abgesehen, die Objektivblende in der Zeichnung darzustellen.
Fig. 2 zeigt eine Variante der oben beschriebenen Anordnung. Das Objektiv 13 entwirft ein gegen- über dem Filmbild verkleinertes Zwischenbild des Aufnahmeobjekts, das durch ein gemäss Fig. 1 verstellbares und aus den Prismen 14 und 15 aufgebautes Spiegelumkehrsystem sowie durch ein vergrössertes Linsenumkehrsystem 16 am Film abgebileet wird. In der in vollen Linien gezeigten Stellung sind die Prismen 14,15 gekreuzt, d. h. durch die beiden Prismen erfolgt eine Seiten- und Höhenvertauschung des Bildes, die durch das Umkehrsystem 16 aufgehoben wird. In der strichliert gezeichneten Stellung des Prismas 15 ist das Spiegelsystem 14, 15 wirkungslos, so dass die Bildumkehrung des Umkehrsystems 16 zur Wirkung kommt.
Gegenüber der Anordnung nach Fig. 1 können die Prismen 14 und 15 kleiner ausgeführtwerden, da das Strahlenbündel einen wesentlich geringeren Durchmesser aufweist. Durch Wahl eines verkleinerten Zwischenbildes können auch die Abmessungen des Objektivs reduziert werden.
EMI2.2
sein muss. Es ist vielmehr möglich, das Objektiv 13 und das Umkehrsystem 16 derart aufeinander abzustimmen, dass sich die verbleibenden Abbildungsfehler beider Systeme gegenseitig kompensieren.
Während die Kameras gemäss den Fig. 1 und 2 hinsichtlich der Anordnung der Filmspulen und des Filmlaufes vollkommen mit den bisher üblichen Geräten übereinstimmen, weist die Kamera nach den Fig. 3-7 einen grundlegend verschiedenen Aufbau auf.
Bei der im folgenden beschriebenen Kamera sind die Filmspulen 17, 18 mit ihren Achsen parallel zur optischen Achse des Objektivs 19 angeordnet. Das aus dem Objektiv austretende Strahlen- bündelwirddurcheinennormalzur Filmführung 20 angeordneten Spiegel 21, der die optische Achse unter 450 schneidet, abgelenkt. Der Spiegel ist um eine zur Filmführung normale Achse 22 schwenkbar. Die Achse 22 verläuft durch die Spiegelebene und ist im Abstand des halben Mittenabstandes
EMI2.3
Films. Je nach der Stellung des Spiegels 21 (Fig. 4 bzw, Fig. 6) wird über dem Spiegel 23 oder 24 am Film ein Bild des Aufnahmeobjekts entworfen, wobei gleichzeitig eine Versetzung der beiden Bilder
EMI2.4
<Desc/Clms Page number 3>
den Mittenabstand a derAufnahmeobjektes erzeugt.
Das über die Spiegel 21 und 24 in der zweiten Bildreihe entworfene Bild ist gegenüber dem ersten seiten- und höhenverkehrt. Um in beiden Stellungen des Spiegels 21 eine gleiche Schnittweite des Objektivs zu erzielen, ist der Fusspunktabstand der Axialstrahlen zwischen den Spiegeln 21 und 24 um den Wert a (Mittenabstand der beiden Bildreihen) grösser als der zwischen den Spiegeln 21 und 23. Der letztgenannte Abstand ist in Fig. 5 mit x bezeichnet.
Die Verstellung des Spiegels 21 aus der einen Arbeitsstellung in die andere erfolgt zwangsläufig durchdas Filmzählwerk der Kamera. Dar Umsteuermechanismus umfasst einen parallel zur optischen Achse verstellbaren Schieber 25, der mit einer Gabel 26 einen Fortsatz 27 des Spiegels 21 umschliesst.
Der Schieber 25 ist mit zwei Langlöchern an ortsfesten Bolzen geführt und legt sich unter der Kraft einer Feder 28 mit einem Fortsatz 29 an einer der beiden axial gegeneinander versetzten Steuerflächen 31 und 32 der Zählwerkstrommel 30 an. Die beiden Steuerflächen umfassen denselben Winkelbereich und entsprechen der Länge der beiden Bildreihen.
Der Spiegel 21 steht unter der Wirkung einer Kippfeder 33 und stützt sich in seinen beiden Arbeitsstellungen an ortsfesten, justierbaren Anschlägen 34,35 ab. Die Steuereinrichtung ist so ausgelegt, dass in den beiden Arbeitsstellungen des Spiegels 21 der Fortsatz 27 von der Gabel 26 abgehoben ist, so dass Herstellungstoleranzen des Schiebers, der Steuerflächen usw. auf die Einstellung des Spiegels 21 ohne Einfluss bleiben.
Die Zählwerkstrommel 30 ist fest auf der Welle 36 befestigt, die im Kameragehäuse 37 axial verschiebbar gelagert ist und sich unter der Kraft einer Feder 38 am Deckel 39 des Kameragehäuses abstützt. Die Feder 38 übt gleichzeitig ein im Uhrzeigersinn (Fig. 3 und 5) gerichtetes Drehmoment auf die Zählwerkstrommel 30 aus. Die Zählwerkstrommel wird gegen die Wirkung der Feder 38 durch eine Klinke 40 angetrieben, die in eine am Umfang der Trommel 30 vorgesehene Verzahnung 41 eingreift. Eine Klinke 42 dient als Rücklaufsperre. Die Zählwerkstrommel ist an ihrem Umfang mit einer Skala 43 versehen, die durch ein Fenster 44 im Kameragehäuse sichtbar ist.
Der Antrieb der Klinke 41 erfolgt über einen vom Kameraantriebsmotor 46 über ein nicht dargestelles Zwischengetriebe angetriebenenExzenter 45 und ist daher vom jeweiligen Drehsinn des Motors unabhängig.
Die Filmspulen 17 und 18 werden über Freilaufkupplungen vom Kameramotor 46 je nach dem Drehsinn desselben wechselweise angetrieben. Die dargestellten Freilaufkupplungen sind bekannt und umfassen einen vom Kameramotor angetriebenen Mitnehmer 47, der in ein Langloch 48- einer radial verschiebbaren Klinke 49 eingreift. Diese Klinke 49 läuft ständig um und stützt sich in dem einen Drehsinn mit einer Nase 50 an Fortsätzen 51 einer Scheibe 52 ab, die über eine nicht dargestellte Rutschkupplung die Filmspule 17 bzw. 18 antreibt. Bei Umkehr der Drehrichtung dreht sich die Klinke gegenüberder Scheibe 52 und wird dabei durch die Fortsätze 51 in radialer Richtung hin und her verschoben. Der Filmtransportgreifer, der Verschluss und die Blende können in der herkömmlichen Weise ausgebildet werden.
Da sie zum Verständnis der Erfindung nicht beitragen, wurden sie in den Fig. 3 bis 7 nicht dargestellt.
Die Umsteuerung des Kameramotors nach Belichtung der ersten Bildreihe erfolgt ebenfalls selbsttätig durch das Filmzählwerk. Im Stromkreis des Motors 46 ist ein Stromwendeschalter 53 vorgesehen, derdenAnkerstrombei gleichbleibendem Erregerfeld umschaltet und eine Drehrichtungsänderung bewirkt.
Es ist selbstverständlich, dass in analoger Weise auch ein Umkehrgetriebe verstellt werden könnte.
Die Wirkungsweise der neuen Einrichtung ist folgende :
Ausgehend von der in den Fig. 3 und 4 gezeigten Stellung wird zunächst die erste Bildreihe belichtet.
Nach Ablauf der nutzbaren Filmlänge ist die Zählwerkstrommel 30 so weit verdreht, dass der Fortsatz 29 des Schiebers 25 von der Fläche 31 abgeleitet und durch die Feder 28 so verschoben wird, dass er auf der Fläche 32 anliegt. Die Verstellung des Schiebers 25 bewirkt einerseits eine Drehrichtungsumschaltung des Kameramotors 46, anderseits eine Verstellung des Spiegels 21. Es kann nunmehr auch die zweite Filmseite belichtet werden. Nach Ablauf der gesamten Filmlänge wird der Kameradeckel 39 geöffnet (vgl. Fig. 7) und gibt damit die Welle 36 frei. Die Zählwerkstrommel wird daher unter der Wirkung der Feder 38 axial verschoben, wobei die beiden Klinken 40 und 42 mit der Verzahnung 41 der Zählwerkstrommel ausser Eingriff gelangen.
Die Zählwerkstrommel 30 wirddaher unter der Wirkung der Feder 38 im Uhrzeigersinn (Fig. 3 und 5) in die Ausgangslage zurückgedreht, wodurch auch die Steuerfläche 31 wieder dem Fortsatz 29 gegenüberliegt. Wird nun nach Einlegen eines neuen Films der Deckel 39 wieder geschlossen, so bewirkt die axiale Verschiebung der Welle 36 die Rückstellung des Spiegels 21 und des Schalters 53 in die in den Fig. 3 und 4 gezeigte Lage.
<Desc/Clms Page number 4>
Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten Beispiele beschränkt. Es sind zahlreiche Abänderung möglich, ohne den Rahmen der Erfindung, wie er durch die nachfolgenden Patentansprüche gekennzeichne ist, zu verlassen. So können z. B. an Stelle der dargestellten Spiegelsysteme auch andere eine Seitenver tauschung bzw. Bilddrehung bewirkende optische Elemente, z. B. Dov'sche Prismen, verwendet werden. Die Erfindung ist weder an bestimmte Objektivsysteme noch an die in den Beispielen erwähnten Filmformatc und Filmantriebseinrichtungen gebunden. Die Umstellung der Spiegelsysteme kann entweder von Hand au oder selbsttätig nach Ablauf einer bestimmten Filmlänge erfolgen.
Die in den Fig. 3 und 7 dargestellte Umschalteeinrichtung ist jedoch ebenfalls nur als ein Beispiel Z1. verstehen, das die Erfindung in keiner Weise beschränkt. Im Rahmen der Erfindung ist es selbstverständlich auch möglich, die in den Fig. l und 2 dargestellten Einrichtungen mit automatischen Umschalteeinrichtungen auszurüsten.
PATENTANSPRÜCHE ;
1. Einrichtung zum spulenwechsellosen Betrieb von kinematographischen Geräten, insbesondere von Kameras mit einem Film, der zwei parallele, gegeneinander gerichtete Bildreihen aufweist, und mit einet in beide Laufrichtungen umschaltbaren Filmtransporteinrichtung, wobei im Strahlengang des Objektivs optische Elemente mit mindestens einem Spiegelsystem vorgesehen sind, das aus einer Arbeitsstellung iEl eine zweite verstellbar ist, in welcher, bezogen auf das in der ersten Arbeitsstellung entworfene Bild ein seiten- und höhenverkehrtes Bild entworfen wird, dessen Mitte gegenüber der Mitte des ersten Bildes quer zur Filmlaufrichtung um den Abstand der beiden FilmreiheI1 in Filmlaufrichtung um ein ganzzahliges
EMI4.1
bare Spiegelsystem (21) durch eine Kippfeder (33)
in den beiden Arbeitsstellungen gehalten ist, und sich in diesen Arbeitsstellungen an ortsfesten, justierbaren Anschlägen (34,35) abstützt.