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Vorrichtung zur Erzeugung verschiedener Schriftarten bei durch Registerstreifen angetriebenen Typengiess-und Setzmaschinen.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet eine Vorrichtung zur Erzeugung verschiedener Schriftarten bei durch Registorstreifen angetriebenen Typengiess-und Setzmaschinen.
Bei dieser Vorrichtung wird die Matrizendrehung vermittelst bekannter Lochkombinationen und geeigneter elektrischer Stromverbindungen bewirkt. Die Vorrichtung ist insbesondere für eine Typengiess-und Setzmaschine nach der deutschen Patentschrift Nr. 102610 geeignet. Sie besteht aus einer Antriebsvorrichtung mit veränderlichem Hub, welche bei jedem Hub des Schlittens durch eine Nase des letzteren betätigt wird, und welcher selbst den die Matrize tragenden Dorn vermittelst in ein Zahnrad eingreifender Zahnstangen und einer Kupplung die eine seitliche Verschiebung des Dornes gegenüber der Welle dieses Hades während der Drehung gestattet, betätigt.
Die Regelung der Matrizenstellung erfolgt entsprechend dem verschiedenen Hube der Antricbsvorrichtung unter dem Einfluss der bekannten Lochkombinationen und Stromverl) indungen. Die Vorrichtung gestattet ausser der gewöhnlichen Schrift noch eine zweite Schriftart (Unterscheidungsschrift) herzustellen, deren Typenform und Dicke von jener der Typen der gewöhnlichen Schrift durchaus unabhängig ist.
Die Vorrichtung ist auf der Zeichnung dargestellt. Fig. 1 ist eine Seitenansicht der Gesamtanordnung der Vorrichtung. Fig. 2 ist eine Draufsicht der in Fig. 1 dargestellten Anordnung, in Verbindung mit einigen Teilen der Giess-und Setzmaschine für bewegliche Buchstaben und zeigt namentlich den Schlitten der die Matrize tragenden Arme und den vierkantigen Dorn, welcher die Matrize während des Gusses aufnimmt. Fig. 3 ist eine
Draufsicht auf denjenigen Teil des Mechanismus, welcher den Übergang von einer Schriftart
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in anderer Arbeitsstellung. Fig. 5 ist eine Draufsicht auf denjenigen Teil des Mechanismus, welcher für jede Schriftart den Guss der verschiedenen Buchstaben, kleine Buchstaben, grosse Buchstaben oder Interpunktionen hervorbringt.
Fig. 6 ist eine Seitenansicht eines Teiles der in Fig. 5 dargestellten Anordnung. Fig. 7 ist eine Ansicht einer unter dem Schlitten angeordneten schiefen Fläche. Fig. 8 zeigt in Draufsicht die Anordnung der Kupplung zwischen dem vierkantigen Dorn und der dieselbe in Drehung versetzenden Weite. Fig.') ist eine Vorderansicht der gesamten Vorrichtung. Fig. 10 zeigt gewisse Teile nach Fig. 9 in der Stellung, die sie einnehmen, sobald einer der Elektromagnete erregt
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sechs Gussformboden zeigt. Fig. 14 ist ein Schnitt durch die Achse des vierkantigen Loches der Matrize. Fig. 15 zeigt den Teil eines Registerstreifens für den Fall, dass die Unter- selieidungssehrift in dem Laufe einer Zeile anfängt und endigt. Fig. 16 zeigt den Teil
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und endigt.
Fig. 17 zeigt eine schematische Darstellung des Stromlallfes soweit er bei der Tätigkeit vorliegender Erfindung in Betracht kommt.
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Die Matrizen 11 (Fig. l, 2 und 9) worden durch Arme 12 eines Schlittens 18 getragen, der eine hin und her gehende Bewegung erhalt. Diese Matrizen worden aus dem
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und gelangen jedesmal, wenn sie zur Herstellung eines Gusses dienen sollen, infolge des viereckigen Loches 15 auf den vierkantigen Dorn 14.
Diese Matrizen (Fig. 13 und 14) besitzen auf der einen Hälfte ihres Umfanges sechs verschiedene Schriftzeichen, beispielsweise die Buchstaben a, A, 1 in der laufenden Schrift auf den oberen Quadranten und dieselben Schriftzeichen in der Untorscheidungsschrift (Kursivschrift) auf den unteren Quadranten. Durch diese Anordnung wird es möglich, unter der Verwendung nur einer einzigen Kombination von Durchlochungen für jede Matrize sechs verschiedene Buchstaben zu erhalten, wenn man jedesmal dieser Matrize vor dem Gussvorgang unter Benutzung eines geeigneten Apparates einen der sechs Rotationsbeträge mitteilt, die dazu geeignet sind, den gewünschten Gussformboden auf die Gussform zu bringen.
Der Apparat, der die richtige Stellung der Matrize vor dem Gussprozess hervorbringt, wird durch den Registerstreifen unter Vermittlung von drei Elektromagneten 16, 17 und 18 angetrieben (Fig. 1, 9 und 10), die in einem Rahmen angeordnet sind. Der Anker 20 des Elektromagneten 16. setzt, sobald er durch den Elektromagneten angezogen wird, ein Hebelsystem 21, 22 in Tätigkeit derart, dass das betreffende Hebelsystem nach oben gestossen wird (Fig. 9 und 10). In diesem Augenblick legt sich ein Ansatz 23 des Armes 22 unter dem Einfluss der Feder 24 auf die obere Seite des Gehäuses 19, so dass, wenn die Erregung des Magneten aufhört und der Anker in seine Ruhelage zurückfällt, der Arm 22 doch in seiner oberen Lage verbleibt.
Die Elektromagnete 17 und 18 betätigen je ein ähnliches Hebolsystom, das aus Fig. 2 ersichtlich ist und aus den Hebeln 25 und 26 mit den Anschlägen 27 und 28 besteht.
Der Schlitten 13 (Fig. 2 und 9) erhält auf der prismatischen Gleitstange 29 eine
Hin und Herbewegung, wie dieses bereits in den früheren Patenten der Erfindern beschrieben ist. Der Schlitten, welcher die Arme 12 und die Matrize 11 trägt, besitzt ferner noch eine Nase 30, die mit einem Ansatz 31 in der Gestalt einer schiefen Fläche ausgestattet ist.
Angenommen, nun der Schlitten werde in der in Fig. 2 durch einen Pfeil angegebenen Richtung bewegt und einer der Elektromagnetc 16, 17, 18 sei im voraus angeschlagen worden, so dass also einer der entsprechenden Hebelarme 22, 25 oder 26 sich, wie Fig. 10
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nach links geschoben, kurz darauf jedoch, sobald die schiefe Fläche 31 gegen den Ansatz des Armes 22 trifft, wird letzterer nach unten in die Normalstellung geschoben derart,
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in den Bereich der Nase 30 gelangen.
Über den Rahmen 19 und in der Bahn der Arme 22, 25 und 26 liegen drei übereinander folgende Hebel, nämlich unten der Hebel 33, in der Mitte der Hebel 34 und oben der Hebel 35 (Fig. 1 und 2).
Die beiden Hebel 33 und 34 sind auf ihren zugehörenden Achsen 36 bezw. 37 befestigt (Fig. 5). Diese beiden Wellen 36 und 37 liegen konzentrisch ineinander und sind in dem Rahmen 19 in geeigneter Weise gelagert. An ihrem unteren Ende sind die beiden Arme 38 und 39 befestigt (Fig. 1 und 5), welche an die Stangen 40 und 41 angelenlit sind. Diese Stangen sind an ihrem anderen Ende mit langen, vertikal stehenden Stiften 42 und 43 ausgestattet (Fig. 5,6 und 9). Diese Stifte greifen in Einschnitten ein, die in Scheiben 46 und 47 angeordnet sind.
Diese Scheiben können sich um eine Stiftschraube 48 drehen, welche auf der Welle 49 befestigt ist. Letztere Wolle ist in dem Rahmen 19 gelagert und endet in ihrem oberen Teile ir. einer Hatte. 50, weiche die beiden Scheiben 46 und 47 triigt.
Angenommen. der Elektromagnet 18 habe den Arm 26 gehoben, so dass dieser durch dip Nase 30 nach) inks gebracht ist und den Hebel 33 in Tätigkeit gebracht hat, der in sf-'npp Bahn liegt (Fig. 1 und 2). Diese Bewegung wird sich dann auf die Scheibe 46 durch die Achse 36, Arm 38, Stange 40 und Stift 42 übertragen, der die Scheibe dreht, welche in ihrer neuen Stellung verbleibt. Der Arm 26 aber wird, wie bereits erwähnt. durch dio schiefe F ! ächo 31 in ihrer normalen Stellung zurückgeschoben.
Während des Rückganges des Schlittens 13 wird eine Abrundung 32 der Nase 30 (Fig. 2, 11 und 12) den zweiten Arm des Hebels 33 treffen, der bei der vorhergehenden Bewegung des Jebels nach rechts gegangen ist ; dieser Hebelarm wird dabei gegen den
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mittlung des Hebels 84 hervor.
Der Elektromagnet 16 hat eine andere Aufgabe. Sobald nämlich der Arm 22 durch ihn in seine Arbeitsstellung gebracht worden ist, . so wird die Bewegung nach links, welche er von der Nase 30 erhält, auf den dritten Hebel 35 übertragen, der über ihm liegt (Fig. 3). Das Ende des Hebels 35, welches in der Bahn des Armes 22 liegt, trägt eine Stange 52, die andererseits an das Ende eines Klinkenhebels 53 angelenkt ist. Dieser Hebel kann sich um eine Stiftschraube 54 drehen, die ihm als Drehachse dient. Die Klinke 55, die sich auf dem freien Ende des Hebels 53 befindet, greift unter der Wirkung der Feder 57 in eine der acht Zahnlücken des Schaltrades 56 ein.
Das Schaltrad 56 ist unten mit einem Vierkant 58 verbunden (Fig. 1, 3 und 4) und kann sich frei auf dem Schraubenbolzen 54 drehen, der in das Gehäuse 19 eingeschraubt ist.
Gegen den vierkantigen Teil 58 des Rades 56 legt sich von unten ein Hebel 59, der auf einer Schraube 60 drehbar gelagert ist. Das freie Ende des Hebels 59 ist mit einem Stift 62 versehen, welcher in einen Einschnitt 63 einer Scheibe 64 eingreift (Fig. 3 und 4). Die Scheibe 64 kann sich ihrerseits frei um die'Welle 67 drehen und legt sich auf eine Platte 68 auf, die auf der Welle 67 befestigt ist (Fig. 1 und 9). Die Welle 67
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Schraube 69 und der Nut 70 nicht drehen. Der untere Teil der Welle trägt eine Scheibe 71, die mit zwei Armen 72 ausgestattet ist. An diese sind Federn 73 angelenkt, deren andere Enden mit in dem Rahmen 19 gelagerten Schrauben 74 in Verbindung stehen.
Die Scheibe 71 ist andererseits mit zwei nach unten reichenden Anschtagstangen 75 ausgestattet.
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des vierkantigen Teites 5S zurückgestossen werden. In dieser Stellung muss die Kerbe 61 den Ilebel 59 zwingen, gegen diese Kante sich zu stUtzen. Diese Bewegung hat die Wirkung, dass der Scheibe 64 eine Drehung von bestimmtem Ausschlag mitgeteilt wird.
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Diese Bewegung wird während des Hinganges des Schlittens 13 erreicht, sobald der Elektromagnet 16 erregt worden ist, weil dann der lange Arm des Hebels.
M unter Ver- mittlung der Stange 52 den Hebel 53 um seine Achse 54 schwingt und weil in diesem Augenblick die Klinke 55 das Schaltrad 56 um einen Zahn dreht.
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Klinke 55 in eine derartige Stellung, dass sie in die folgende Zahnlücke des Schaltrades eingreift und nunmehr für eine weitere Wirkung fertig ist.
Dieser Vorgang tritt neuerlich ein, wenn der Elektromagnet 16 erregt wird. Die Konstruktion der Vorrichtung zeigt aber, dass bei dieser zweiten Bewegung der vierkantige Teil 5S von neuem eine seiner ebenen Flächen dem Hebel 59 darbietet, der sich somit unter der Wirkung seiner Feder 76 auf den flachen Teil des Vierkants auflegen muss
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Über der Scheibe 64 (Fig. 1, 2 und 9) befindet sich ein besonderer Rahmen 77, in den zwei Zahnstangen 78 und 79 auf und abwärts gleitend in besonderen Führungen an-
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bezw. 81 ausgestattet, welche in eine Nut der Scheibe 64 eingreifen.
Ein Zahnrad 82, weiches auf der Welle S3 aufgekeilt ist, ist mit diesen beiden Zahnstangen in Eingriff, und es wird weiter unten orsichtlich werden, auf welche Weise jede dieser Zahnstangen auf das Zahnrad einwirken kann, ohne dass die andere Zahnstange dieser Drehung einen
Widerstand entgegensetzt.
Die Welle 83, welche sich in den Lagern 84 und 85 drehen kann, trägt eine Einstell- scheibe 86, während ihr rechtes Ende eine Scheibe 87 trägt, in welcher eine diametral verlaufende Nut 88 angeordnet ist (Fig. 1 und 8). *In diese Nut greift eine entsprechende
Erhöhung einer Zwischenschcibo 89 ein, welche auf ihrer anderen Fläche eine entsprechende
Erhöhung 90 trägt, die jedoch gegen die erst genannte Erhöhung um 90 verdreht ist.
Diese xweite Erhöhung greift in eine diametral verlaufende Nut einer Scheibe 91 ein, welche hier die Anschlagscheibe ersetzt, die bereits aus dem oben genannten Patent be- kannt geworden ist und welche dazu dient, die Drehung des vierkantigen Domes 92 und 14 zu bewirken, auf welchen die Matrizen sich im Augenblick des Giessvorganges auf-
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schieben. Die Teile 871 89 und 9t bilden in ihrer Zusammcnstollung eine Kupplung, welche es der Wolle 88 ermöglicht,'eine rotierende Bewegung aut die vierkantige Welle zu-übertragen, welche gleichzeitig sich mit ihrem Support 98 parallel zur Achse vorschieben kann.
Wenn man nun eine der Zahnstangen 78 und 79 vertikal verschiebt, so muss unter Vermittlung des Zahnrades 82 der Welle 83 und somit auch dem vierkantigen Dorn eine Drehbewegung mitgeteilt worden. Diese Drehung hat je nach den grösseren oder geringeren Betrag der Drehung zur Folge, dass die Matrize im Giesszeitpunkt in die zum Giessen ge. eignete Stellung gelangt. Indem man nun diesen Schwingungsbetrag grösser oder kleiner macht und auch den Drehungssinn umkehrt, kann man von ein und derselben Matrize drei verschiedene Buchstaben der Normalschrift oder drei andere Buchstaben der Unterscheidungs-oder Sperrschrift erhalten.
Die Grösse der Schwingung, welche der Welle 83 und infolgedessen der Matrize mitgeteilt werden muss, um einen Meinen Buchstaben, einen grossen Buchstaben oder gar eine Ziffer zu giessen, wird durch die Scheiben 46,47 und 50 bestimmt (Fig. 1, 5 und 9) ; die Schriftzeichen erfolgen aufeinander in der eben erwähnten Reihenfolge auf den Umfang der Matrize von dem horizontalen Durchmesser der Normalstellung (Fig. 13) aus angefangen.
Wie bereits oben erwähnt, befinden sich über und ganz in der Nähe dieser Scheiben zwei Anschlagstangon 75, die auf einer Scheibe 71 befestigt sind. Die Scheiben 46 und 47 bieten in ihrer Normalstellung den Köpfen dieser Stangen zwei starke Einschnitte 44 und 45 dar, in welche die Stangen, ohne die Scheiben zu berühren, eintreten können, sofern die Scheiben hochgehoben worden.
Bei jedem Hin und Hergange des Wagens 13 bringt ein schiefer Ansatz 94, der mit dem Schlitten verbunden ist, den doppelarmigen Hebel 95 zum Schwingen, der unter
Vermittlung der Schraube 96 im passenden Augenblick die Welle 49 und infolgedessen mit dieser die Scheiben 46 und 47 hochhebt, so dass diese mit den Stangen 75 zusammen- treffen. Die Genauigkeit des Ausschlages dieser Bewegung wird durch die Anschlags-
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gehärteten, in der Grundplatte des Rahmens eingesetzten Klotz 98 anschlägt.
Der Hebel 95 ist mit der Welle 49 unter Vermittlung zweier kleiner Stangen 99 verbunden, welche den Zweck haben, jede Drehung der Welle zu verhindern und sie zwangläufig in ihre An-
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den Hebel 95 und die Welle 49 in ihre Normalstellung zurückzugehen, nachdem die schiefe Fläche 94 vorbei passiert ist.
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droht werden ; in diesem Fall stellt der Registerstreifen oder die bestimmte Kombination der Matrize eine Durchlochung in der siebenten Zeile dar. Die bestimmte Kombination hat zunächst die Wirkung, die Matrize durch die bereits bekannten Mittel auf den vierkantigen Arm 14 aufzuschieben.
Dann wird die siebente Durchlocbung die Erregung des
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Die Verschiebung der Scheibe 46, welche sofort beim Durchgang der Nase 30, wie bereits erwähnt, vor sich gehen muss, wird nunmehr die Wirkung haben, dass, sobald die
Welle 49 und die Scheiben 46 und 47 gegen die Anschlagstangen 75 gehoben worden, diesen letzteren volle Teile der Scheibe 46 gegenüberstehen, derart, dass diese Stangen in derselben Zeit zurückgestossen werden und mit diesen die Welle 67 und die Scheibe 64 hochgehen. Diese Scheibe 64, in deren Kreisnut, wie bereits erwähnt, die beiden Klauen der Zahnstangen 78 und 79 eingreifen, besitzen zwei Nuten 65 und 66 (Fig.
3 und 5), die derart gelagert sind, dass in jeder der beiden Stellungen eine dieser Nuten sich unter- halb einer dieser Zahnstangen befindet, so dass, wenn man die Welle 67 und mit dieser die Scheibe 64 hebt, nur eine einzige Zahnstange tatsächlich mit dieser Scheibe in Ver- bindung steht und mit ihr hochgeht, während die andere Zahnstange einen freien Durch- gang nach unten in eine der Nuten 65 und 66 findet. Ferner wird die Zahnstange, welche
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der Welle 67 befestigt ist.
. 1.). nachdem nun die eine oder die andere Scheibe 47 oder 46 durch den Einfluss
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Grosse annehmen. Hieraus aber folgen wieder verschiedene Drehungen der Welle 83, das heisst der Matrize 11, auf dem vierkantigen Dorn 14. Die Dicke der Scheiben 46, 47 und der ) Hub der Welle 49 sind derart gewählt, dass die Verschiebung der Scheibe 46 die grössere
Bewegung der Matrize verleiht und infolgedessen der Type entspricht, die am weitesten von dem horizontalen Durchmesser entfernt ist (Interpunktion oder Zahl). Die Verschiebung
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dass keine der Scheiben 46, und 47 verschoben worden ist.
Je nachdem man nun die Kurrentschrift oder die besondere Schriftart (beispielsweise Kursivschrift) setzen will, so veranlasst der Elektromagnet 16 eine gewisse Rotation der Scheibe 64'derart, dass diese Scheibe bei ihrem Hochgehen entweder die eine oder die andere Zahnstange 78 bezw. 79 mitnimmt Diese Bewegung aber dreht den vierkantigen Dorn entweder nach rechts oder nach links.
Um die Stellung der Matrizentypen im Augenblick des Gusses genau zu bestimmen, macht man von folgender Einrichtung Gebrauch :
Die Scheibe 86, welche fest mit der Welle 83, die den vierkantigen Dorn 14 betätigt, verbunden ist, besitzt auf ihrem Umfange trapezförmig gestaltete Einschnitte 102, deren Stellung genau mit dem Druckpunkt der Matrize zusammentreffen und ihnen diametral gegenüberstehen. Ferner ist noch ein siebenter Einschnitt 103 an der Stelle des horizontalen Durchmessers angeordnet (Fig. 9).
In der Normalstellung des Dornes greift eine Klinke 104 in den Ausschnitt 103 und wird durch eine Feder 105 hineingepresst ; dies hat die Wirkung, dass der Dorn genau in der Stellung gehalten wird, welche der Aufnahme oder dem Abgeben der Matrize entspricht.
Vor dem Augenblick des Giessens, d. h. vor der Rotation des Dornes wird die An- baltklinke aus dem Einschnitt 103 unter der Vermittlung des Armes 106 zurückgezogen, mit welchem er gelenkig verbunden ist. Die weitere Bewegung geschieht durch die Welle 107 und den Hebel 108, auf welchen eine an dem Schlitten 13 befestigte Nase 109 einwirkt.
Wenn die Drehung des Dornes stattfindet, so wird einen Augenblick, ehe der Guss sich vollzieht, die Nase 109 nicht mehr wirken und die Anhaltklinko-M tritt unter der Wirkung der Feder 105 in denjenigen Einschnitt der Scheibe 86 ein, welcher der zu giessenden Type entspricht, derart, dass die Matrize immer vor dem Guss eine genau regulierte Stellung einnehmen muss.
Nach dem Guss während der Rückkehr des Schlittens 13 wirkt das andere Ende der Nase 109 in derselben Weise wie vorher auf den Teil 108 usw. ein derart, dass die Klinke 104 aus dein Einschnitt herausgezogen wird, um die Rückwärtsdrohung des Domes
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benutzt wird, um die eben beschriebenen Bewegungen hervorzubringen unter Benutzung der bereits bekannten Lochungen des Registerstreifens, ohne die Anzahl der Dnrchlochungen zu vergrössern.
Die Fig. 17 zeigt das Schema des Stromverlaufs soweit die vorliegende Erfindung
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magneten 17 trägt eine Feder 110, welche von ihm isoliert ist, und welche in der normalen Stellung sich gegen einen Kontakt 111 legt. Sobald der Elektromagnet 17 erregt wird, muss sich die Feder 110 gegen einen anderen Kontakt 112 legen. Diese Feder J. M, welche als Leiter dient, ist mittelst eines Drahtes 113 mit dem Federkontakt 7'verbunden.
Die Verschiebung der Matrizen und ihre Stellung auf dem vierkantigen Dorn 14 (Fig. 1 und 2) werden durch die Kombination der I) urchlochungen 1 bis 5 (Fig., 15 und 16)
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fern sie einer Kombination hinzugefügt wird, den betreffenden grossen Buchstaben. Die
Perforation 3 gibt, sofern sie allein verwendet wird, eine Spatie, während, wenn sie von zwei anderen Perforationen 6 und 7 begleitet wird, sie den Anfang und das Ende der Untorschiedssrhrift (beispielsweise schiefliegende Schrift) angeben soll, sobald selbige in dem Verlauf einer Zeile auftreten soll. Dieser Fall ist in Fig. 15 mit I bezeichnet. Die
Perforation 1 deutet, sofern sie allein vorkommt, das Ende der Zeile an.
Wenn jedoch die Perforation 1 von zwei Perforationen 6 und 7 begleitet ist, so gibt sie gleichzeitig den Beginn und das Ende der Unterscheidungsschrift an, sofern letzterere mit der Zeile beginnt und endigt (bei I' in Fig. 1H z. 13.).
Dcr Vorlauf dor Strömo ist in beiden Fällen der gleiche, so dass nur der erstere Fall beschrieben zu werden braucht, hei dem die Löcher 6 und 7 in Begleitung der
Löcher 3 der der Sperrchrift unmittelbar vorhergehenden Spatie und derjenigen Spatie
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Bei den hier in Betracht kommenden Typengiossmaschinen werden, sobald die eine Kombination des Registeratreifons in den Ausleseapparat hineinkommt, die Stromachinstie
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streifens die dritte Durchlochung zuerst in Tätigkeit treten ; hierauf wird ein Stromkreis durch die sechste Lochung und an letzter Stelle durch die siebente Lochung hervorgebracht.
Das dritte Registerloch hat nun die Wirkung, dass es die Matrize für die Spatien auf den vierkantigen Dorn schiebt. Die siebente Durchbrechung schliesst einen Stromkreis, bei welchem der von dem + Pol der Batterie kommende Strom durch einen Kontaktzylinder hindurchgeht, der sich unter dem Registerstreifen befindet, dann durch das betreffende Registerloch in die Kontaktfeder 6'gelangt und von hier durch 6x zu dem Elektromagneten 17 kommt, dessen Umwicklung er umfliesst, um schliesslich nach dem Pol der Batterie zu gelangen.
Die Ströme können durch die Drahte ss und 117 nicht hindurchgehen, da letztere mit unterbrochenen Stromleitungen in Verbindung stehen, die nur während der Ausschliessperiode geschlossen sind und somit Funktionen zu erfüllen haben, die mit vorliegender Erfindung nichts zu tun haben.
Bei der Erregung des Elektromagneten 17 wird der Anker 114 angezogen und die liontaktfeder legt sich gegen die Kontaktschrauhe 112.
Da nun in Wirklichkeit in dem Apparate diese Kontaktfeder an einem Hebel bofestigt ist, der dem in Fig. 9 mit 21 bezeichneten Hebel ähnlich ist, so folgt daraus, dass er solange gegen die Kontaktschraube 112 gehalten wird, solange der Arm 25 (Fig. 2) in seiner gehobenen Stellung verbleibt.
Einen Augenblick nach der Erregung des Elektromagneten 17 schliesst die siebente Durcb ! ochung einen Stromkreis, bei welchem der von dem + Pol der Batterie kommende Strom durch die Kontaktfeder 7', ferner durch 7x, 113, 110, Kontaktschraube 112, Elektromagnet 16 zu dem-Pol der Batterie zurückfliesst.
Der Anker des Elektromagneten 16 wird somit angezogen und bestimmt den Ausschlag der Scheibe 64 derart, dass, wie es oben beschrieben wurde, eine Umwechslung der Schriftart entstehen muss.
Durch die Wirkung der weiter oben beschriebenen Nase 30 werden die Arme, welche hochgehoben sind, nach links geschoben, und zwar zuerst der Arm 25 und dann der Arm 22.
Durch diese Bewegung wird die Kontaktfeder 110 gegen die Kontaktschraube 111 geschoben, derart, dass für die folgende Lochkombination des Registerstreifens die Lochung 6 und 7, sofern dieses notwendig wird, in ihre zugehörenden Elektromagnete 17 und 18
Ströme schicken, um die Arme 25 und 26 in Tätigkeit zu bringen, damit durch die ont- sprechende Stellung der Scheiben 46 und 47 die Art der zu giessenden Type (grosser
Buchstabe oder Interpunktion) bestimmt werde, und zwar in derjenigen Schriftart, welche bereits auf die eben beschriebene Weise bestimmt worden ist.
Es wird somit alles un- verändert verbieiben, bis der Registerstroifen von neuem eine Durchlochung darbietet, in der sich die Löcher 6 und 7 gleichzeitig befinden, wie man dies aus Fig. 15 nach
Beendigung der schiefen italienischen Schrift erkennen kaun, worauf von neuem eine Um-
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oder < *iner Ziffer vorbereitet werden muss. In ähnlicher Weise muss, wenn ein Loch 6 des Registerstreifens dem Auslesemechanismus dargeboten wird, ohne von einem zugehörenden Loch r begleitet zu sein, der Strom durch 6', 6x und der Elektromagnet 17 derart hindurch-
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zur Erlangung eines grossen Buchstabens erzeugt.
Es folgt daraus, dass die Vorrichtung es ermöglicht, die Matrizen der verschiedenen 'Art vor die Uussform zu bringen, xu dem Zwecke, einen gemischten Satz zu erreichen, ohne die Anzahl der Kombinationen in den bekannten Registerstreifen und die Anzahl der vorhandenen Matrizen zu vergrössern.