AT221128B - Verfahren zur Herstellung von Gegenständen aus Silizium-Eisen mit Würfeltextur - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Gegenständen aus Silizium-Eisen mit Würfeltextur

Info

Publication number
AT221128B
AT221128B AT828457A AT828457A AT221128B AT 221128 B AT221128 B AT 221128B AT 828457 A AT828457 A AT 828457A AT 828457 A AT828457 A AT 828457A AT 221128 B AT221128 B AT 221128B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
annealing
silicon
deformation
sep
cold
Prior art date
Application number
AT828457A
Other languages
English (en)
Original Assignee
Vacuumschmelze Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Vacuumschmelze Ag filed Critical Vacuumschmelze Ag
Application granted granted Critical
Publication of AT221128B publication Critical patent/AT221128B/de

Links

Landscapes

  • Soft Magnetic Materials (AREA)
  • Catalysts (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von Gegenständen aus Silizium-Eisen mit Würfeltextur 
In dem nicht zum Stande der Technik gehörenden Stammpatent Nr. 212862 ist ein Verfahren zur Herstellung von Gegenständen aus Silizium-Eisen-Legierungen mit   2 - 50/0   Silizium, das ganz oder teilweise durch Aluminium ersetzt sein kann, beschrieben. Durch das Verfahren des Stammpatentes soll in den Legierungen WUrfeltextur erzeugt werden. Unter   WUrfeltextur   ist dabei verstanden, dass eine WUrfelfläche parallel zur Walzebene liegt und in der Walzrichtung sowie senkrecht dazu je eine WUrfelkante. 



  Damit wird erreicht, dass in dem Werkstoff optimale magnetische Werte, insbesondere optimale Werte der Permeabilität, in zwei zueinander senkrechten Richtungen in der Blechebene sich ausbilden. Im Stammpatent ist angegeben, dass sich zum Zwecke der Erzeugung der WUrfeltextur an eine Warmverformung eine einfache oder mehrfache Kaltverformung anschliessen soll.

   Die letzte Kaltverformung soll vorzugsweise   50 - 750/0   betragen, Zwischenglühungen sollen bei 750 - 9500C und die Schlussglühung ober- 
 EMI1.1 
 rig gehalten werden, dass die   Glühaimosphäre   bei Glühtemperatur auf der Oberfläche des zu glühenden Gegenstandes kein Siliziumoxyd bildet oder das etwa dort vorhandene Siliziumoxyd verschwindet.   Glüh-   dauer und Glühtemperatur bei der Schlussglühung sollen so aufeinander und auf die Gluhatmosphäre abge- 
 EMI1.2 
 ist es, die zu glühenden Gegenstände gegen die   Glühatmosphäre   abzudecken, wobei vorzugsweise zur Abdeckung Stoffe verwendet werden, die gleichzeitig als Getter wirken. 



   Im Stammpatent ist weiters dargelegt, dass die Wirksamkeit der angegebenen Verfahrensschritte be- 
 EMI1.3 
 weise 0,   1 - 10/0,   Mangan enthalten. 



   Ferner wird gemäss Stammpatent vorgeschlagen,   die Schlussglühung   in einer Wasserstoff als wesentlichen Bestandteil enthaltenden Atmosphäre vorzunehmen und in die Umgebung der zu   gluhenden   Gegenstände Stoffe zu bringen, die katalytisch auf die Dissoziation von molekularem in atomaren Wasserstoff wirken. Zum Beispiel sollen die zu glühenden Gegenstände mit katalytisch wirkenden Substanzen bedeckt werden. Als solche kommen z. B. Nickel, Nickellegierungen, Platin, Platinlegierungen in Frage. Die katalytisch wirkenden Substanzen können gemischt mit keramischen Stoffen, z. B.   Alto, verwende   werden. 



   Schliesslich ist im Stammpatent angegeben, dass die   WUrfeltextur   in Silizium-Eisen-Legierungen mit   2 - 50/0   Silizium, das ganz oder teilweise durch Aluminium ersetzt sein kann, noch durch eine zusätzliche 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Massnahme besonders gut ausgeprägt erhalten werden kann. Diese Massnahme besteht darin, dass vor der   Schlussgluhung   eine Wärmebehandlung bei einer solchen Temperatur und für eine solche Zeitdauer vorgenommen wird, dass die primäre Rekristallisation vollständig abläuft, aber noch keine sekundäre Rekri- 
 EMI2.1 
    - 8000C furSilizium-Eisen-Legierungen   mit 2-5% Silizium, das ganz oder teilweise durch Aluminium ersetzt sein kann, und die 0,   08-3%   Mangan enthalten können.

   Es hat sich gezeigt, dass die Würfeltextur nach der   Schlussglühung   dann besonders gut ausgeprägt ist, wenn man die beiden letzten, durch eine Zwischenglühung getrennten Kaltverformungsschritte so vornimmt, dass der Kaltverformungsgrad vor der letzten Zwischenglühung kleiner ist als der Kaltverformungsgrad nach der letzten Zwischengluhung.   u. zw.   derart, dass der erwähnte kleinere Verformungsgrad   8-40%,   der Verformungsgrad nach der letzten Zwischenglühung   40-85%   beträgt. Vorteilhaft soll der kleinere Verformungsgrad   20 - 35Go,   der grössere 55 bis 70% betragen. 



   Es ist bekannt, zur Erzeugung anderer Texturen als der   WUrfeltextur   in Silizium-Eisen-Legierungen unter Anwendung mehrerer Kaltverformungen mit Zwischenglühungen und   Schlussgluhung   in der Regel so zu arbeiten, dass der letzte Kaltverformungsgrad kleiner war als der vorletzte. Man hat aber die oben   zahlenmässig   angegebenen Verformungsgrade nicht kombiniert angewendet, insbesondere nicht mit Zwischenglühung bei 750-9500C. Damit dürfte es im Zusammenhang stehen, dass nach bekannten Verfahren zwar verschiedenartige Texturen in Silizium-Eisen-Legierungen erzeugt werden konnten, nicht jedoch eine ausgeprägte, weitgehend vollständige   Würfeltextur.   



   Auch bei Anwendung der erfindungsgemässen Verformungsgrade für die beiden letzten Verformungsschritte ist es notwendig, bei der   Schlussglühung   den Sauerstoffpartialdruck der Glühatmosphäre an der Oberfläche des zu glühenden Gegenstandes so niedrig zu halten, dass die Glühatmosphäre bei   Glühtem-   peratur auf der Oberfläche des zu glühenden Gegenstandes kein Siliziumoxyd bildet und dass dort etwa vorhandenes Siliziumoxyd verschwindet. Glühdauer, Glühtemperatur und Glühatmosphäre müssen, wie dies im Stammpatent   Nr. 212862   angegeben ist, so. aufeinander abgestimmt werden, dass sekundäre Rekristallisation in der   Würfellage   praktisch vollständig erfolgt. 



   Besonders gute Ergebnisse werden dann erhalten, wenn man die im Stammpatent Nr. 212862 beschriebene Wärmebehandlung vor der   Schlussglühung   auf Werkstoffe anwendet, die. in der oben angegebenen Weise den vorletzten und letzten Kaltwalzschritt erfahren haben. 



   Praktische Versuche haben folgendes ergeben :
Es wurde Silizium-Eisen mit 3% Silizium von 12000C ausgehend warmgewalzt bis auf 2,6 mm, gebeizt, und dann in mehreren Schritten durchgeführte Kaltverformung angeschlossen. Dabei wurde in einer ersten Serie in folgenden Stufen gearbeitet :
1. Von 2,6 auf l, 6 mm Zwischenglühung 5 Stunden bei   8000C   in feuchtem Wasserstoff. 



   2. Von 1, 6 auf 0,8 mm   Zwischenglühung   5 Stunden bei 8000C in feuchtem Wasserstoff. 



   3. Von 0, 8 auf 0,35 mm Zwischenglühung 5 Stunden bei 9000C in trockenem Wasserstoff. 



   4. Von 0, 35 auf   0, 17 mm Zwischenglühung   5 Stunden bei 9000C in trockenem Wasserstoff. 
 EMI2.2 
 
6. Von 0, 12 auf 0, 04 mm Schlussglühung bei 11000C in trockenem Wasserstoff. 



   Bei der ersten Versuchsserie betrug der vorletzte Kaltwalzschritt   53%,   der letzte 50%. Bei der zweiten Serie betrug der vorletzte Kaltwalzschritt 30%, der letzte   66%.   



   Die vorstehenden Bearbeitungsweisen wurden bei drei verschiedenen Chargen angewendet. Charge Nr. 53/4005 enthielt 0, 4% Mangan, Charge Nr. 53/4006 enthielt 0,   8%   Mangan. 



   Um ein Urteil über die mit den beiden verschiedenen Arbeitsgängen erreichte Würfeltextur zu erlangen, wurden nach der   Schlussgluhung   optische Textur-Analysen vorgenommen. Bei der optischen TexturAnalyse wird die Winkelabweichung der Wurfelkantenrichtung von der Walzrichtung der Kristalliten bestimmt, bei denen eine   Wurfelfläche   in der Walzebene liegt. In der nachstehenden Tabelle ist eingetragen, bei wieviel Prozent der Kristallite die Kantenrichtung um weniger als 50 bzw. weniger als 100 von der Walzrichtung abweicht.

   Man sieht aus der Tabelle, dass bei dem Arbeitsgang gemäss der Erfindung, bei dem im vorletzten Kaltverformungsschritt mit einer Dickenabnahme von   30%   und beim letzten Kalt- 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 walzschritt mit einer Dickenabnahme von   66%   gearbeitet wurde, ein erheblich grösserer Anteil der Kristallite einen Streubereich der Wurfelkanten von weniger als 5 bzw. 10  von der Walzrichtung hat, als nach einer Verformung, bei der im vorletzten Schritt mit 53% Dickenabnahme und beim letzten Schritt mit   50%   Dickenabnahme gearbeitet wurde. 
 EMI3.1 
 
<tb> 
<tb> 



  Chargen-Nummer
<tb> 64/421 <SEP> 53/4005 <SEP> 53/4006
<tb> Abweichung <SEP> 50 <SEP> nach <SEP> 53/50%-Verformung <SEP> 28% <SEP> 35% <SEP> 20%
<tb> nach <SEP> 30/660/0- <SEP> Verformung <SEP> 53% <SEP> 48% <SEP> 40%
<tb> Abweichung <SEP> 100 <SEP> nach <SEP> 53/50%-Verformung <SEP> 59% <SEP> 55% <SEP> 44%
<tb> nach <SEP> 30/66%-Verformung <SEP> 75% <SEP> 74% <SEP> 66%
<tb> 
 
Bei einer dritten Versuchsserie werde 3%iges Silizium-Eisen, das 0, 2% Mangan enthielt, bis auf 2,8 mm warmgewalzt, gebeizt und dann in folgenden Schritten kalt weiterverarbeitet. 



   1. Von 2,8 auf   0, 17   mm   Zwischengltthung   15 Minuten bei 900 C in trockenem Wasserstoff. 



   2. Von 0, 17 auf 0, 15 mm Zwischenglühung 5 Stunden bei   7500C   in feuchtem Wasserstoff. 



   3. Von   1 0, 15   auf 0,05 mm   Schlussgluhung   3 Stunden bei 6000C in trockenem Wasserstoff und an- schliessend 5 Stunden bei 1100 C in trockenem Wasserstoff. 



   Der vorletzte Kaltwalzschritt betrug demnach   120/0,   der letzte   66%.   



   Es wurde Wurfeltextur erreicht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von Gegenständen aus Silizium-Eisen-Legierungen mit 2 - 5% Silizium, das ganz oder teilweise durch Aluminium ersetzt sein kann, und die 0, 08-3% Mangan enthalten können, mit Würfeltextur unter Anwendung einer an eine Warmverformung sich anschliessenden einfachen oder mehrfachen Kaltverformung, mit etwaigen Zwischengluhungen bei 750-950 C, und Schlussgluhung oberhalb 950 C, vorzugsweise zwischen 1100 und 1350 C, wobei der Sauerstoffpartialdruck der Gluh- atmosphäre an der Oberfläche des zu glühenden Gegenstandes so niedrig gehalten wird, dass die Glühatmosphäre bei Glühtemperatur auf der Oberfläche des zu glühenden Gegenstandes kein Siliziumoxyd bildet oder etwa dort vorhandenes Siliziumoxyd verschwindet, nach Patent Nr.
    212862, dadurch gekennzeichnet, dass bei dem letzten Kaltverformungsschritt ein grösserer Kaltverformungsgrad angewendet wird als bei dem vorletzten Kaltverformungsschritt, u. zw. derart, dass der Verformungsgrad beim vorletzten Kaltverformungsschritt 8 -40%, insbesondere 20 - 35%, und bei dem letzten Kaltverformungsschritt 40 bis 85loo, insbesondere 55-70%, beträgt.
AT828457A 1957-03-27 1957-12-23 Verfahren zur Herstellung von Gegenständen aus Silizium-Eisen mit Würfeltextur AT221128B (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT212862D
DE221128T 1957-03-27

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT221128B true AT221128B (de) 1962-05-10

Family

ID=29712892

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT828457A AT221128B (de) 1957-03-27 1957-12-23 Verfahren zur Herstellung von Gegenständen aus Silizium-Eisen mit Würfeltextur

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT221128B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
CH509412A (de) Hochfeste Legierung auf Aluminiumbasis und Verfahren zur Herstellung der Legierung
DE2141860A1 (de) Dispersionsverfestigte Zircomumer Zeugnisse und Verfahren zu ihrer Her stellung
DE2816173C2 (de) Verfahren zum Herstellen von Bandkernen
AT221128B (de) Verfahren zur Herstellung von Gegenständen aus Silizium-Eisen mit Würfeltextur
DE1108605B (de) Verfahren zur Herstellung von Mangan-Zink-Ferriten
DE1115279C2 (de) Verfahren zur Erzeugung von Wuerfeltextur bei der Herstellung von Gegenstaenden aus Eisen-Silizium-Legierungen
DE1483516B2 (de) Verfahren zur Erzeugung von Würfeltextur in Eisen-Silizium-Blechen
DE1483517A1 (de) Verfahren zur Herstellung magnetisierbarer Bleche mit Wuerfeltextur aus Eisen-Silizium-Legierungen
DE1106354C2 (de) Verfahren zur Erzeugung von Wuerfeltextur bei der Herstellung von Gegenstaenden aus Eisen-Silizium-Legierungen
DE2429754B2 (de) Verfahren zur verbesserung der kriechfestigkeit und spannungsrelaxation von federn aus kupferlegierungen
DE1115280C2 (de) Verfahren zur Erzeugung von Wuerfeltextur bei der Herstellung von Gegenstaenden aus Eisen-Silizium-Legierungen
DE765294C (de) Verfahren zum Kaltwalzen von Siliziumstahl
DE1558616A1 (de) Magnetlegierungen,magnetisch mittelharte Legierungen
AT158166B (de) Verfahren zur Verbesserung der magnetischen Eigenschaften von magnetisierbaren Legierungen.
DE1583394A1 (de) Verfahren zur Erhoehung der Steifigkeit von Staehlen
DE2436685A1 (de) Verfahren zum satzgluehen von kaltgewalztem stahl
DE969732C (de) Verfahren zur Behandlung von magnetisierbaren Eisen-Silizium-und Eisen-Aluminium-Legierungen
DE823353C (de) Verfahren zur Verbesserung der Korrosionsbestaendigkeit von Aluminiumlegierungen
DE634840C (de) Magnetkern mit hoher Stabilitaet und kleiner Hysterese
AT215452B (de) Verfahren zur Herstellung von Gegenständen aus Eisen-Silizium-Legierungen mit Würfeltextur
DE1274603B (de) Verfahren zur Herstellung von Magnetblech mit Wuerfeltextur
DE1217630B (de) Verfahren zur Verbesserung der Massbestaendigkeit und Korrosionsbestaendigkeit von Uran-Zirkonium-Niob-Legierungen
DE977648C (de) Verfahren zur Verbesserung der Eigenschaften von magnetisch beanspruchten Gegenstaenden aus Eisen-Silizium-Legierungen
AT265681B (de) Verfahren zur Herstellung eines Bleches aus kubisch-flächenzentriertem Metall und nach diesem Verfahren hergestelltes Blech
DE753093C (de) Die Verwendung von magnetischen Eisen-Nickel-Legierungen