AT220033B - Kurzbandantrieb für Spinn- und Zwirn-Spindeln - Google Patents

Kurzbandantrieb für Spinn- und Zwirn-Spindeln

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AT220033B
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Spinnbau Gmbh
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  Kurzbandantrieb für Spinn-und Zwirn-Spindeln 
Es sind Bandantrieb bekannt, bei denen die Antriebswelle dicht an den Spindeln liegt. Bei diesen sogenannten Kurzbandantrieben unterliegt das Band beim Abbremsen einem   erhöhten Verschleiss und einer   erhöhten Reibungserwärmung, zumal es wegen der erforderlichen Schränkung verhältnismässig schmal sein muss und dadurch der spezifische Anpressdruck sehr hoch ist. Es wurde daher bereits vorgeschlagen, beim
Abbremsen der Spindel den Bandantrieb durch entsprechendes Bewegen der Spannrolle zu entlasten. Die hiezu vorgeschlagene Ausführungsform bezieht sich auf Antriebe, bei denen die Antriebswelle hinter den
Spindeln liegt.

   Die Spannrolle ist zwischen Antriebswelle und Spindel angeordnet und der Kniebremshebel für das Abbremsen der Spindel hat eine hinter die Spindel ragende Verlängerung, die mit der federnden
Halterung der Spannrolle in Verbindung steht, so dass   beim Betätigen   des Bremshebels gleichzeitig die Ent- spannung des Bandantriebes bewirkt wird. Jedoch hat diese Ausführung durch das Fehlen einer veränderbarenFederspannung zum Spannen des Antriebsübertragungsmittels den Nachteil, dass durch die verschiede- nen Belastungen bei grösserem oder kleinerem Kopsdurchmesser jedesmal spezielle Federstärken erforder- lich werden. 



   Die Erfindung bezieht sich demgegenüber auf Antriebe, bei denen die Antriebswelle vor der Spindel liegt. Für diesen Fall ist es bekannt, das Band in der üblichen Weise um die Antriebsscheibe auf der Antriebswelle und zugleich um eine Gegenlaufscheibe laufen zu lassen, die drehbar auf der Antriebswelle gelagert ist. Unterhalb dieser beiden Scheiben läuft das Band um eine Spann- und Umlenkrolle. Wenn bei dieser Antriebsart die Spannrolle beim Betätigen des Bremshebels gelüftet werden soll, so ergibt sich ein kompliziertes und schwer unterbringbares Gestänge, weil die Bremse mit dem Bremshebel oben am Spindelbalken sitzt, während die Spannrolle gerade unten am Spindelbalken angebracht ist.

   Ein weiterer Nachteil dieser Anordnung ist, dass man schwerlich eine Umstellung von Rechts- auf Linkslauf bzw. umgekehrt bei gleichbleibender Anordnung erreichen kann, d. h. es würde der   Antriebs.... irtel   der Spindel in einem Falle im ziehenden Trum bzw. im andern Falle im losen Trum des   Anuiebsl1bertragungsmittels   liegen. Es muss aber auch im letzteren Falle die sichere Mitnahme der Spindel gewährleistet bleiben, so dass die Bandspannung nach diesem Zustand eingerichtet werden muss. Dies bedeutet nun wieder, dass bei Umstellung auf den ersten Fall - Antriebsmittel im ziehenden Trum - die Bandspannung einen wesentlich höheren spezifischen Anpressdruck erzeugt, der sich beim Abbremsen ohne   Entspannungsvorrichtungin   Erwärmung und Verschleiss äussert. 



   Gemäss der Erfindung wird eine gemeinsame Betätigung von Bremse und Spannrolle bei solchen Antrieben mit vor der Spindel liegender Antriebswelle dadurch erreicht, dass die Spannrolle für das Band axial neben der Antriebsscheibe und dicht neben der Antriebswelle angeordnet ist, und dass das verschwenkbare Lagerschild der Spannrolle durch einen am Spindelbalken schwenkbar gelagerten und aus diesem nach oben herausragenden, doppelarmigen Hebel gelenkig mit dem Kniebremshebel unterhalb von dessen Schwenkachse verbunden ist. Das Entspannen des Bandes darf jedoch nur in solch geringem Ausmass erfolgen. dass ein seitliches Abrutschen des Bandes bei gleichzeitig gebremster Spindel vermieden wird.

   Es ist daher erforderlich, um die grösseren Bandlängentoleranzen bei der Vielzahl der Spindeln und die relativ geringen Entspannungsverkürzungen gleichzeitig erfassen zu können, dass eine Voreinstellung der Bandspannung vorgenommen wird. Es hat sich weiterhin als erforderlich erwiesen, dass die Bandspannung durch eine Feineinstellung ein genau abzustimmendes Verhältnis zwischen Entlastung - und Bremsbewegung der Hebel erreichen muss ; denn es liegt ein weiterer Vorteil der Erfindung darin, dass die Bandspannung zur   Erzeugung einer schlupffreieren Mitnahme der Spindel erheblich höher sein kann als   bei den bisher bekann- 

 <Desc/Clms Page number 2> 

   tenAntrieben dieser Art. Erstens würde beim Kurzbandantrieb ohne Bandentlastung beim Bremsen bei vergrösserter Bandspannung auch ein vergrösserter Verschleiss entstehen.

   Zweitens würde bei dem durch oben genannten und bekannten Vorschlag des Kurzbandantriebes mit Bandentlastung hinter der Spindel beim Bremsen bei vergrösserter Bandspannung durch die fehlende Feineinstellung das Verhältnis zwischen Enti lastungs-und Bremsbewegung der Hebel nicht mehr überbrückbar sein. Durch die grössere Längung des Bandes ist zwangsläufig ein grösserer Entlastungsweg erforderlich, der Bremsweg bleibt aber der gleiche, Ebenfalls würde das Verhältnis geändert bei Neuauflage eines nur wenig längeren oder kürzeren Bandes, wobei es durch eine Feineinstellung ohne weiteres auf den richtigen Nenner gebracht werden kann. 



  Die Ausführungsform des Antriebes dieser Erfindung hat im übrigen gegenüber dem genannten Vorschlag gleichzeitiger Betätigung von Bremse und Spannrolle hinter der Spindel den Vorteil einer schmaleren Bauweise. Befindet sich die Spindel vor der Antriebswelle, so liegen Antriebsscheibe, Spannrolle undSpindelwirtel in Seitenansicht gesehen nebeneinander, und vor der Spindel muss noch der Kniebremshebel seine Lagerstelle auf dem Spindelbalken erhalten. 



  Bei der Anordnung gemäss der Erfindung können sich dagegen die Spannrolle mit der Antriebsscheibe einerseits und die Antriebsscheibe mit dem Spindelwirtel anderseits überschneiden, so dass die Breite des Spindelbalkens erheblich kleiner ist. Da sich der Schwenkpunkt des Kniebremshebels vor der Spindel ungefähr oberhalb der Antriebswelle befindet, kann der Spindelbalken hinten dicht neben dem Spindellager enden. 



  Es ist allerdings gegenüber dem früheren Vorschlag eine zusätzliche Rolle erforderlich. Dies ist aber angesichts der geschilderten Vorteile der Bandspannungsregulierung und der starken Breitenverringerung des Spindelbalkens nicht erheblich, zumal die bei dem früheren Vorschlag notwendige Verlängerung des Kniebremshebels nach hinten entfällt. 



  Gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung soll das Lagerschild der Spannrolle um einen Schwenkpunkt in der Nähe des Spindelbalkenbodens beweglich sein. Eine etwa lotrecht stehende, vorgespannte Stab-oder Blattfeder ergäbe zwar eine einfache Schwenklagerung für die Spannrolle unter allfälligem Verzicht auf eine Einstellungsmöglichkeit der Bandspannung. Zur Abfangung der seitlich auslenkenden Kräfte ist es jedoch günstiger, an Stelle der Blattfeder einen Arm mit einem Scharnier als Schwenkpunkt kurz oberhalb des Spindelbalkenbodens vorzusehen. Eine Blattfeder würde bei der erforderlichen Elastizität den Verdrehungskräften der mehr oder weniger seitlich davon angebrachten Spannrolle oder des Bandzuges bzw. bei unterschiedlichen Bandspannungen nicht genügend Widerstand entgegensetzen und das Band zum Ablaufen bringen.

   Der vorgeschlagene Arm mit Scharnier kann genügend stark ausgebildet werden und schwenkt somit nur in einer Ebene. 



  Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung im Querschnitt. 



  Die Spindel 1 ist mittels zweier Wälzlager im Spindelbalken 2 gelagert und trägt oben den die Hülse aufnehmenden Oberteil 3 und zwischen den Lagerstellen den Spindelwirtel 4. Der Antrieb der Spindel erfolgt von der vor der Spindel liegenden Antriebswelle 5 aus mittels Antriebsscheibe 6, Band 7, Umlenkrolle 8 und Spannrolle 9. 



  Die Umlenkrolle 8 ist am Boden des Spindelbalkens mittels eines Halters 10 befestigt, während die Spannrolle 9 an einem Lagerschild 11 gelagert ist. das vorzugsweise an einem Arm 12 mit Scharnier 26 sitzt, das unten am Spindelbalken angebracht ist. Der Halter 10 und der Arm 12 mit Scharnier 26 sind beim dargestellten Ausführungsbeispielgemeinsam mittels einer Kopfschraube 13 befestigt. Die Achse der Umlenkrolle 8 ist am Halter 10 in einem Langloch zur Voreinstellung der Bandspannung in Längsrichtung des Halters 10 befestigt. 



  Das Lagerschild 11 hat etwa in seiner Mitte einen Längsschlitz 14 zur Aufnahme eines Zapfens 15, der in dem Schlitz 14 an einer beliebigen Stelle festgeklemmt werden kann und seitlich aus dem Schlitz herausragt. Dieser Zapfen 15 ragt ferner in einen Längsschlitz 16 eines doppelarmigen Hebels 17, der mittels eines Schwenkzapfens 18 am Spindelbalken gelagert ist und nach oben aus diesem herausragt. Der Schwenkzapfen 18 liegt ungefähr unter der ebenfalls mittels Lagerbock 27 und Schraube 28 am Spindelbalken 2 befestigten Schwenkachse 19 des Kniebremshebels 20, der unterhalb seiner Schwenkachse 19 einen Gelenkzapfen 21 trägt. Dieser greift in einen Längsschlitz 22 am oberen Ende des doppelarmigen Hebels 17 ein. 



  Zwischen demlagerschild und der Rückwand des Spindelbalkens ist eine Druckfeder 23, vorzugsweise in Form einer Schraubenfeder, eingeschaltet. Diese Druckfeder 23 übt den Spanndruck aus, der beispielsweise durch eine Stellschraube 30 in der Rückwand des Spindelbalkens 2 und Kontermutter 31 oder durch eine ähnliche Stellschraube in dem Arm 12 zur Feineinstellung der Bandspannung verändert werden kann. 



  Die Spannrolle 9 überträgt den Spanndruck auf das Band 7, wobei die Spannrolle 9 um das Scharnier 26   

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 oberhalb der Schraube 13 schwenkt. 



   Wird der Kniebremshebel 20 durch Anheben betätigt, wobei seine Bremsfläche 24 auf einen Bund 25 am Spindeloberteil 3 einwirkt, so verschwenkt sich der Gelenkzapfen 21 am Kniebremshebel 20 in Uhrzeigerrichtung. Wie dargestellt, ist der Gelenkzapfen 21 an einem nach unten ragenden Ansatz des Kniebremshebels vorgesehen. Die Länge des Ansatzes bestimmt das Übersetzungsverhältnis zum Verschwenken des doppelarmigen Hebels, der entgegen der Uhrzeigerrichtung verschwenkt wird. Das untere Ende des Hebels 17 wirkt beim Verschwenken auf den im Schlitz 14 festgestellten Zapfen 15 ein, der sich in der Zeichnung nach rechts bewegt, so dass das Lagerschild 11 und damit die Spannrolle 9 ebenfalls nach rechts mitgenommen werden. Damit wird das Band 7 unter   Zusammendrücken   der Druckfeder 23 entspannt. 



   Durch Verstellen des Zapfens 15 im Schlitz 14 wird eine Vorabstimmung zwischen   Langenverände-   rung des Bandes 7 und der Bremsbewegung des Kniebremshebels 20 bei zunächst entlasteter Feder 23 vorgenommen. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Kurzbandantrieb für Spinn- und Zwirn-Spindeln mit einer vor den Spindeln liegenden, durchgehenden Antriebswelle und einer Spindelbremse, deren Kniebremshebel um eine vor der Spindel angeordnete Achse schwenkbar ist und beim Bremsen zugleich eine Entspannung des Bandes bewirkt, wobei unterhalb der Antriebswelle eine Umlenkrolle für das Band angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannrolle (9) für das Band (7) axial neben der Antriebsscheibe (6) und dicht neben der Antriebswelle (5) angeordnet ist und dass das verschwenkbare Lagerschild (11) der Spannrolle (9) durch einen am Spin-   delbalken (2) schwenkbar   gelagerten und aus diesem nach oben herausragenden,   doppelarmigenHebel   (17) gelenkig mit dem Kniebremshebel (20) unterhalb von dessen Schwenkachse (19) verbunden ist.

Claims (1)

  1. 2. Antrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen demlagerschild (11) und der Rückwand des Spindelbalkens (2) eine Druckfeder, vorzugsweise in Form einer Schraubenfeder (23), vorgesehen ist.
    3. Antrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Halter (10) für die Umlenkrolle (8) und das Scharnier (26) für den Arm (12) gemeinsam durch eine Kopfschraube (13) am Spindelbalken (2) befestigt sind.
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