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Rinnenabdeckungs- und Hinterschlichtungsstein sowie Rinnenabdeckung und/oder Hinterschlichtung mittels dieses
Steines
Zur Abdeckung von Entwässerungsrinnen bei Grundbauwerken wurden bisher nur für diesen Zweck ge- fertigte Formsteine verwendet. Die oftmals über dieser Rinnenabdeckung errichtete Hinterschlichtungs- mauer zum Schutze der Isolierung von Grundbauwerken wurde jedoch mit eigenen, besonders für diesen
Zweck geeigneten, eventuell mit Höckern versehenen Formsteinen errichtet. Weder erzeugungsmässig noch funktionell bestand bisher zwischen diesen beiden Steinarten Gleichartigkeit und formmässiger Zusammen- hang. Bei der herkömmlichen Ausführungsart wurde eine Entwässerung der Vertikalfläche erzielt, ohne sinngemässen Zusammenhang einer darunter befindlichen Entwässerungsrinne.
Mit der gegenständlichen
Erfindung werden sowohl durch die Schaffung eines einheitlichen Steines zum Zwecke der Rinnenabdeckung und der Hinterschlichtung, als auch durch Erzielung eines funktionellen. klaglosen Zusammenhanges die- ser beiden Bauteile, die oben angeführten Nachteile zur Gänze vermieden, wobei besondere Wirtschaft- lichkeit durch die Verwendung des gegenständlichen Steines, der in seiner Formgebung äusserst einfach ist, erzielt wird.
Durch die Anwendung des erfindungsgemässen Steines wird beim Hinterschlichtungsmauerwerk ein vertikales Rinnensystem erzielt, welches in Schlitze in der Rinnenabdeckung mündet, die durch die erfin- dungsgemässe Verlegung der gleichen Steine hergestellt wurden. Zur Erzielung dieser vorangeführien zwingenden Zusammenhänge zwischen Rinnenabdeckung und Hinterschlichtung ist es notwendig, den erfindungsgemässen Formstein in ganz bestimmten Massverhältnissen auszubilden. Hiedurch wird auch erreicht, dass anderseits das Hinterschlichtungsmauerwerk so über den Schlitzen der Rinnenabdeckung liegt, dass die üblicherweise durchzuführende Erdh. fnterfüllung nicht In die Entwässerungsschlitze und in die Entwässerungsrinne eindringen kann.
Der erfindungsgemässe Rinnen- und Hinterschlichtungsstein für die Abdeckung von Entwässerungsrin- nen und/oder für die darüber befindliche Hinterschlichtung der Isolierung von Grundbauwerken zeichnet sich erfindungsgemäss dadurch aus, dass ein normaler Rechteckstein an einer Längsfläche stufenförmig abgesetzt ist und die zurückgesetzte Fläche der Stufe durch eine lineare und/oder kurvenfÏrmig gekrümmte Schrägfläche mit dem verbleibenden Teil der Längsfläche verbunden ist.
Wie schon angeführt. ist es notwendig den erfindungsgemässen Stein in besonderen Proportionen zu dimensionieren, u. zw. so, dass sich die Breite zur Länge des Steines wie 1 : 2 verhält, die Länge der verbleibenden Längsfläche 5/8, die Länge der zurückgesetzten Fläche 1/4 der Gesamtlänge des Steines und die abgestufte Breite 3/4 der Gesamtbreite beträgt.
Die Rinnenabdeckung mittels des oben beschriebenen erfindungsgemässen Steines erfolgt nun so, dass der Stein im Binderverband über einer Entwässerungsrinne verlegt ist und jeweils volle Längsflächen sowie zurückgesetzte Längsflächen paarweise aneinanderstossen, wodurch die Entwässerungsrinne überragende Längsschlitze in Steinlängenabstand gebildet sind.
Die auf die beschriebene Rinnenabdeckung üblicherweise aufzubauende Hinterschlichtung für Vertikalmauern isolierter Grundbauwerke mittels des erfindungsgemässen Steines hat nun so ausgeführt zu werden, dass die Steine im Läuferverband jeweils volle Breitseite an zurückgesetzte Breitseite verlegt und
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wobei die nächste Läuferschar voll auf Fug in umgekehrter Richtung der Absetzung verläuft, wodurch im gesamten Isoliermauerwerk vertikale Rinnen im Abstand der Steinlänge gebildet sind.
Wie schon zuvor kurz angeführt, wird nun bei einem Grundbauwerk die gemeinsame Rinnenabdeckung und Hinterschlichtimg mittels des erfindungsgemässen Steines und Steinverbandes in ihrem Aufbau so zusam- menwirken. dass die Rinnenabdeckung und Hinterschlichtung mittels eines Steines und Steinverbandes nach den vorhergehenden Ansprüchen, dergestalt, dass die Vertikalrinnen des Hinterschlichtungsmauerwerkes über den in die Entwässerungsrinne reichenden Längsschlitzen angeordnet sind, wobei die Schlitze der Rin- nenabdeckung gegenüber der Erdhinterfüllung durch die darüberliegenden Hinterschlichtungssteine voll abgedeckt sind, so dass ein Eindringen des Erdmateriales in die Entwässerungsrinne hintangehalten ist, wo- durch eine klaglose, bleibende Funktion der Entwässerung gewährleistet bleibt.
In der Zeichnung sind der erfindungsgemässe Rinnenabdeck- und Hinterschlichtungsstein, die damit durchzuführende Rinnenabdeckung sowie das darüber zu errichtende Hinterschlichtungsmauerwerk in bei- spielhaften Figuren gezeigt, u. zw. zeigt die Fig. l den Stein, die Fig. 2 die Rinnenabdeckung, die Fig. 3 und 4 den Verband des Hinterschlichtungsmauerwerkes allein J1nd die Fig. 5 die gemeinsame Anordnung von Rinne, Rinnenabdeckung und Hinterschlichtungsmauerwerk in axonometrischer Darstellung.
In der Fig. l ist ein normaler Rechteckstein 1 gezeigt, dessen eine Längsfläche 2 einen stufenförmi- gen Absatz 3 aufweist. Diese beiden Flächen 2 und 3 sind durch eine Ebene und/oder gekrümmte Schräg- flächen miteinander zur Stufe verbunden.
In der Fig. 2 ist in axonometrische Ansicht eine Entwässerungsrinne 5 zu sehen, über welcher der er- findungsgemässe Formstein 1 in einfachem Binderverband verlegt ist. Die Steine 1 liegen über der Rinne 5 so, dass die abgesetzten Längsflächen 2 paarweise zueinander gekehrt sind, wodurch die zurückgesetzten Flächen 3 einander gegenüberliegend einen in die Entwässerungsrinnen 5 ragenden Schlitz 6 bilden.
In der Fig. 3 ist ein einfacher Läuferverband aus den erfindungsgemässen Formsteinen 1 gezeigt, wobei die durch die Abstufung gebildeten kürzeren Breitseiten 7 des Steines 1 jeweils an die Normalbreitseiten 8 stossend verlegt werden. Die nächste Schar wird voll auf Fug auf die untere Schar verlegt, jedoch so, dass die Richtung der Abstufung entgegengesetzt zur unteren Schar, jedoch auf derselben Seite liegend, verläuft, wodurch sich im Abstand der Steinlänge vertikale V- oder halbkreisförmig durchgehende VertikalEntwässerungsrinnen auf der der Isolierung des Grundbaumauerwerkes zugekehrten Seite des Hinterschlichtungsmauerwerkes ergeben. Diese Schar ist in Fig. 3 strichliert eingezeichnet. Die Fig. 4 zeigt die angeführte Scharenfolge in umgekehrter Richtung.
In der Fig. 5 ist die Entwässerungsrinne 5 mit der darüberliegenden Rinnenabdeckung aus den erfindungsgemässen Steinen 1 gezeigt, wobei über diesen Abdeckungssteinen die Läuferscharen der Hinterschlichtungssteine so liegen, dass die durch dieses Mauerwerk gebildeten Rinnen 9 genau über den Schlitzen 6 zu liegen kommen, wobei der übrige Teil des Schlitzes 6 durch die Breite des Steines 1 abgedeckt ist. Ble Erdhinterfüllung 10 ist in der Fig. 6 andeutungsweise im Schnitt dargestellt, wobei das Grundbaumauerwerk 11 und die darüber befindliche Isolierung 12 ebenfalls im Schnitt angedeutet sind.
Es sei bemerkt, dass das erfindungsgemässe Hinterschlichtungsmauerwerk ausdrücklich bei vertikalen Mauern von Grundbauwerken anwendbar ist. h. d. dass die zu schützende Mauer ohne weiteres einen leichten Anzug aufweisen kann. Die Läuferscharen des Hinterschlichtungsmauerwerkes können dementsprechend geringfügig abgestuft übereinander verlegt werden.
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