AT219626B - Verfahren zur Herstellung von grobkristallisiertem Harnstoff - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von grobkristallisiertem Harnstoff

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Chemie Linz Ag
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  Verfahren zur Herstellung von grobkristallisiertem Harnstoff 
Im Patent Nr. 215443 ist ein Verfahren zur Herstellung von grobkristallisiertem Harnstoff durch Kristallisation   aus wässerigen Harnstofflösungen   unter Zusatz von   die Kristalltracht ändernden Kristallisations-   hilfsmitteln unter Schutz gestellt, bei dem einer Harnstofflösung vom pH-Wert   2 - 6,   vorzugsweise   3 - 4,   geringe Mengen, unter   10   vom Gewicht des in der Lösung vorhandenen Harnstoffs, an Melam, Thiazoli- nen, Melamin, Cyamelid und bzw. oder der Erhitzungsprodukte bzw. deren Salze allein oder in Kombi- nation miteinander zugegeben werden, wodurch der Harnstoff mit reiskorn-bis würfelförmigem Habitus in einer Korngrösse von 1 bis 3 mm auskristallisiert. 



   Dieses Verfahren hat aber den Nachteil, dass die genannten Hilfsstoffe nur bei einem pH-Wert der   Harnstofflösung   von 2 bis 6, vorzugsweise von 3 bis 4, wie er üblicherweise durch Säurezusatz ein-und nachgestellt werden muss, anwendbar ist. 



   Demgegenüber bietet die im folgenden beschriebene Abänderung des Verfahrens nach der in diesem Patent geschützten Verfahrensweise die Möglichkeit, die gleiche Wirkung mit den gleichen Mengen der gleichen Kristallisationshilfsstoffe auch bei nicht angesäuerten   Hamstoffkristallisationslösungen,   also bei solchen vom PH-Wert 7 oder darüber, insbesondere bei den, in der Harnstoffsynthese anfallenden Lösungen vom PH-Wert 8 anzuwenden. 



   Erfindungsgemäss werden zu diesem Zwecke die oben genannten Hilfsstoffe gemäss der zitierten Verfahrensweise vor ihrer Anwendung als Kristallisationszusätze in Mengen von 0, 01 bis 1% vom Gewicht des in der Lösung vorhandenen Harnstoffs, in wässeriger Aufschlämmung, mit Säuren oder   säure abgebenden   Stoffen behandelt. 



   Als   säureabgebendestoffe kommen Säureanhydride, Säurechloride   oder sonstige Verbindungen, die in wässerigem Medium Säure abspalten, in Frage. 



   Als Zusatz zu Harnstofflösungen wird entweder die   saure, wässerige Aufschlämmung   der Hilfsstoffe als solche angewendet oder der, bei der Säurebehandlung in der wässerigen Aufschlämmung unlöslich gebliebene Anteil derselben. 



   Wie im Falle der Verfahrensweise nach dem zitierten Patent können auch hier, nach der erfindungsgemässen Säurebehandlung, entweder die genannten Hilfsstoffe einzeln oder in Mischungen miteinander oder aber auch als Rohprodukte ihrer Herstellung angewendet werden, wie sie entweder durch Erhitzen von Ammoniumrhodanid, Kaliumrhodanid, Kaliumcyanat. Guanidincarbonat oder Dicyandiamid allein oder inKurnbination niteinander oder mit Harnstoff oder dessen Erhitzungsfolgeprodukten auf   120 - 4000C   erhalten werden oder wie sie   durch Erhitzung vonDicyandiamid   oder Guanidincarbonat allein oder in Kombination miteinander oder mit Harnstoff oder dessen Erhitzungsfolgeprodukten mit Ammoniak im Autoklaven auf rund   120 - 3000C   anfallen. 



   Das vorliegend beschriebene Verfahren bringt verschiedene Vorteile. So müssen z. B. an Stelle jener   grossen Säuremengen als Zusatz zu Harnstoffkristallisationslösungen. um   diese auf einen PH-Wert von 3 bis 4 einzustellen, nur geringe Mengen an Säure, entsprechend den äusserst geringen Zusatzmengen an Kristallisationshilfsstoffen, angewendet werden. Vor allem aber wird hier, da saure Harnstofflösungen, besonders in der Wärme, rasch hydrolisieren, die Kristallisationslauge geschont, da die ständige Bildung grösserer Mengen an Ammonsalzen, die die Mutterlauge stark verunreinigen, praktisch ganz vermieden wird, ins- 

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Rückstand nach der Filtration derselben, allein angewendet wird. Es gelingt somit hier, die   Harnstofflo-   sung weitaus besser auszunützen.

   Schliesslich ist es mit ein wesentlicher Vorteil der erfindungsgemässen
Abänderung des Verfahrens nach dem zitierten Patente, dass durch Vermeidung der Harnstoffkristallisation im sauren Bereich eine Korrosion der Anlagen und damit eine zusätzliche Verunreinigung der Mutterlaugen weitgehend ausgeschaltet werden kann. 



   Beispiel : Das durch thermische Umsetzung von 40 Gew.-Teilen Kaliumcyanat mit 60 Gew.Teilen Harnstoff erhaltene Produkt wird nach dem Zerkleinern mit etwas Wasser aufgeschlämmt und mit soviel 1 : 4 mit Wasser verdünnter   H SO   versetzt, bis die Lösung einen pH-Wert von maximal 3 aufweist. 



  Nach kurzem Aufkochen, wobei der PH-Wert eventuell nochmals nachzustellen ist, und Abkühlen wird der voluminöse Niederschlag von der Lösung abgetrennt und in einer Menge von   0,     4 Gew.-%,   bezogen auf den gelösten Harnstoff, einer   60% igen Harnstofflösung   von normalem PH-Wert von 8 zugesetzt. Bei einer nun folgenden klassierenden Kühlungskristallisation erhält man   würfelförmige   Einzelkristalle in der Grösse von rund   2 - 3   mm. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zur Herstellung von grobkristallisiertem Harnstoff durch Kristallisation aus wässerigen Harnstofflösungen unter Zusatz von die Kristalltracht ändernden Kristallisationshilfsmitteln gemäss Patent Nr. 215443, dadurch gekennzeichnet, dass einer Harnstofflösung von einem pH-Wert von 7 und darüber geringe Mengen, etwa 0,   01-1%   vom Gewicht des in der Lösung vorhandenen Harnstoffs, an Melam, Melamin, Thiazolinen, Cyamelid und/oder deren Erhitzungsprodukte bzw. deren Salze nach deren Behandlung in wässeriger Aufschlämmung mit Säuren oder säureabgebenden Stoffen allein oder in Kombination miteinander zugegeben wer-len.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass die saure Aufschlämmung der krist sationshilfsstoffe als solche der Harnstoffkristallisationslösung zugegeben wird.
    3. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass, nur der in der sauren wässerigen Aufschlämmung unlösliche Anteil der Kristallisationshilfsstoffe der Harnstoffkristallisationslösung zugegeben wird.
    4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass solche, mit Säuren oder säureabgebenden Stoffen in wässeriger Aufschlämmung behandelte Kristallisationshilfsstoffe der Harnstoffkristallisationslösung zugegeben werden, die durch Erhitzen voi. Ammonrhodanid, Kaliumrhodanid, Kaliumcyanat, Guanidincarbonat oder Dicyandiamid allein oder in Kombination miteinander oder mit Harnstoff oder dessen Erhitzungsfolgeprodukten auf 120 - 4000C erhalten wurden.
    5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3. dadurch gekennzeichnet, dass solche, mit Säuren oder säureabgebenden Stoffen in wässeriger Aufschlämmung behandelten Kristallisationshilfsstoffe der Harnstoffkristallisationslösung zugegeben werden, die durch Erhitzen von Dicyandiamid oder Guanidincarbonat allein oder in Kombination miteinander oder mit Harnstoff oder dessen Erhitzungsfolgeprodukten mit Ammoniak im Autoklaven auf rund 120 - 3000C erhalten wurden.
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