AT21872B - Greifervorrichtung zum Überholen von Oberleder über den Leisten. - Google Patents

Greifervorrichtung zum Überholen von Oberleder über den Leisten.

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  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description


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  Greifervorrichtung zum Überholen von Oberleder über den Leisten. 



   Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine verbesserte Greifervorrichtung oder Zange zum Überholen von Oberleder über den Leisten. 



   Fig. 1 ist eine Vorderansicht einer mit dieser Greifervorrichtung versehenen   tuber-   
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 z'eichnungen der Greifervorrichtung. 



   Die Greifervorrichtung oder Zange besteht aus einer Stange 1 und aus zwei Greifer- 
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 und ist auf den beiden anderen Seiten offen. Die Ränder je einer Wand stehen mit einander in Berührung, so dass durch diese Träger ein auf drei Seiten   geschlossener   und auf der vierten Seite offener Raum entsteht, in welchem das Unterende der Stange 1 verschiebbar ist (Fig. 8, 9, 10). Diese vierte Seite des Raumes wird durch geeignete 
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 Unterteil der Seitenwände dieses Raumes ist etwas ausgebuchtet, so dass der untere Teil des Raumes weiter ist als der obere. Auf dem Unterende der Stange 1 ist eine   Klinke   verzapft, die durch einen in der Stange angeordneten, federbelasteten Kolben 6 stets so   betätigt wird,   dass sie unter eine Hülse 7 greift, auf welcher ein zweiarmiger Hebel S um Zapfen 9 drehbar ist.

   Die beiden Enden des Hebels 8 greifen lose in   Hülsen J ! C, die   zwischen den Flanschen 11 der in den Unterteil des von den Wänden der Greiferträger gebildeten Raumes längsweise verschiebbaren, losen Schieber 12 verschiebbar sind (Fig. 10).   Der bewegliche GreIfer   4 ist um Zapfen 13 seines Trägers drehbar und sein Oberende 14 ist auf seiner Hinterseite mit einer   Kurvonfiäche j ! 5   versehen, welche in der Bewegungbahn einer auf dem Unterende des losen Schiebers 12 angeordneten Rolle 16 liegt. In der Stange 1 sind   zwei Ausbohrungen vorgesehen,   in welchen je eine Schraubenfeder 17 gelagert ist.

   Die Oberenden dieser Feder drücken gegen die Endwände der Ausbohrungen, während ihre Untorenden gegen je eine in dem entsprechenden Greiferträger 2 befestigte Querstange   : M drücken,   deren Enden in Nuten 19 der Stange 1 greifen (Fig. 2,10). Die Federn   17   sind stets gespannt und haben das Bestreben, die Stange 1 aufwärts und die   Greiferträger   in der entgegengesetzten Richtung zu bewegen. Auf der Hülse 7 (Fig. 3   und l)   ist eine Auslösevorrichtung 20 verzapft, welche dazu dient, die Greifer in der nachherbeschriebenen Weise zu öffnen. 



   Zur Erläuterung der Wirkungsweise dieser Greifervorrichtung ist dieselbe. in der vorliegenden Anmeldung in ihrer Anwendung auf einer Überziehmaschine für   Schuhwerk-   oborleder veranschaulicht, und zwar an   Stelle der gewöhnlichen,   einfachen Seiteugreifer. Welche das Oberleder an den beiden Seiten des Leistens anziehen (Fig. l). Der in dieser Figur   veranschaulchto Spitzengreifer   ist von der   älteren   bekannten Form Die Oberenden 
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 drückt (Fig.   t)   und der Rand des Oberleders zwischen den offenen Greifern der- Spitzen-   greifprvorrichmng   und der beiden Seitengreifervorrichtungen steht.

   Wenn nun die Stange 1 der Greifervorrichtung durch ihren Hebel gehoben wird, so werden zunächst die Greifer- 
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   Aufwärtsbewegung   der Stange 1 in den Greiferträgern 2 die losen Schieber   12,   die nun durch die Klinke 5 mit der Stange 1 verbunden sind, so weit emporgehoben sind, dass die Rolle 16 in ihrer Aufwärtsbewegung die Greifer 4,3 geschlossen hat und letztere das Oberleder ergriffen haben. Da die Rollen 16 sich nun   nicht mehr weiter aufwärtsbewegen   können, werden die Greiferträger 2 bei der weiteren Aufwärtsbewogung der Stange 1 mitgenommen und das Oberleder wird so über den Leisten angezogen.

   Der Hebel 8, vermittels dessen die losen Schieber 12 mit der Hülse 7 verbunden sind, bewirkt, dass der Zug der Stange 1 gleichmässig auf die losen Schieber 12 übertragen wird, so dass beide Greifer- paare gleichmässig mit gleicher Kraft geschlossen und gehoben werden. Diese Einrichtung gestattet also, dass das eine Greiferpaar einer Greifervorrichtung sich mehr oder weniger 
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 als jenes, welches von dem anderen Greiferpaar erfasst wird. Beim Überziehen von Schuhwerkoberledern z.

   B. kommt es sehr oft vor, dass das Greiferpaar, welches der Spitze dos   Schuhwerks   am nächsten steht (Fig. 2), das Oberleder an einer Stelle ergreift, wo es nicht nur das Oberleder und das Futter, sondern auch die   Spitonknppe und   das Spitzensteifungsmaterial   mitergreifen   muss, während das andere Greiferpaar nur das Oberleder und das Futter ergreift. In diesem Falle wird die Abwärtsbewegung des losen Schiebers'12 dos   zuerst erwähnten Grciferpaars eher   zum Stillstand gebracht, als die des anderen Greiferpaars, weil das vordere Greiferpnar wegen der grösseren Dicke des von ihm   erfassten.   Materials sich weniger zusammenschliesst als das hintere Paar. Hiebei dreht sich der Hebel 8 um seinen Zapfen 9, so dass auch das zweite Greiferpaar geschlossen wird.

   Aus der Fig. 2   ist ersichtlich, dass   der zwischen den vorderen Greiferpaaren der beiden Seitengreifer befindliche Oberlederstreifen kürzer ist, als der zwischen den entsprechenden hinteren Greiferpaaren befindliche, da der Leisten dort dünner ist als hier. Wenn daher das hintere Greiferpaar der beiden Seitengreifer ebenso stark angezogen wird, wie das vordere Greiferpaar der Seitengreifer, so streckt sich das zwischen den beiden ersteren Greiferpaaren liegende Stück Oberleder weiter als das zwischen den letzteren liegende. Dadurch nun, dass die Greiferträger gegeneinander beweglich sind und durch den lebel   8,   der also als Ausgleichvorrichtung wirkt, betätigt werden, werden diese beiden Oberlederstreifen mit der gleichen Kraft angezogen, obgleich sie sich ungleichmässig weiter strecken.

   Die Ausgleich-   vorrichtung   oder der Hebel 8 gestattet also nicht nur, dass die beiden losen Schieber 12 sich unabhängig voneinander bewegen, um die Greifer verschieden weit zu schliessen, sondern auch, dass sich die Greiferträger verschieden weit bewegen, um längere oder kürzere Ober- lederteile zu strecken (Fig. 10), obwohl sie mit gleicher Kraft auf die beiden Greiferpaare einwirken. Da das von dem hinteren Greiferpaar ergriffene Oberleder, wie gesagt, mehr gestreckt wird, ist der obere Flansch 11 des losen Schiebers 12 des hinteren Greiferpaars (linken Greiforpaars, Fig. 2) dünner als der des anderen Greiferpaars, damit jenes höher   beult   werden kann als das letztere.

   Es ist ersichtlich, dass die beiden Arme des Hebels   8   ungleich lang sein könnten, damit die Greifer mit ungleicher Kraft geschlossen werden, 
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 Einrichtung zu   n ermöglichen, dass   das eine Paar Greifer ständig für dickeres Material eingestellt ist, als das andere, kann man die Einrichtung so treffen, dass die beiden Greifer 3, 4 des einen Greiferpaars in ihrem   Greiferträger   weiter auseinander stehen als diejenigen des anderen Greiferpaars. Eine solche Einrichtung ist in Fig. 3 und 4 veranschaulicht, welche Seitenansichten des hinteren bezw. des vorderen Greifers darstellen. 



   Auf der Hülse 7 ist eine Auslösevorrichtung 20 um Zapfen 26 drehbar angeordnet. 



  Wenn die Klinke 5 unter die   Hülse   7 greift, drückt sie diese   Auslösevorrichtung   auswärts (Fig.   3).   Wenn das Oberleder an der Brandsohle befestigt werden soll, wird diese   Auslöse-   vorrichtung durch irgendeinen beweglichen Teil der   Maschine oinwärtsgedrückt. Hiebei   schlägt sie gegen die Spitze der Klinke 5 und bringt diese ausser Eingriff mit der Hülse 7. 

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 gegen die Schultern 27 auf dem Unterende der Stange 1 schlagen. Durch diese Abwärtsbewegung der   Greifer-träger   und der Greifer wird die durch die Greifer auf das Oberleder ausgeübte Spannung vermindert und wenn nun diese   Abwärtsbewegung durch   das plötz- 
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   In Fig. 6 und 7 ist eine modifizierte Form des beweglichen Greifers 4 dargestellt, indem dieser mit einer kleinen Aushöhlung 31 versehen ist, so dass, nachdem das Ende 28 des losen Schiebers 12, durch Aufschlagen auf die Fläche 29 dieses Greifers, die Greifervorrichtung geöffnet hat, in diese Aushöhlung eintritt. Durch das so entstehende geringe Spiel zwischen Schieber 12 und Greifer 4 wird vermieden, dass letzterer durch den ersteren zerbrochen wird, wenn der Druck des Schiebers auf den Greifer zu stark werden sollte. Dies ist aber nur eine mögliche Modifikation und arbeitet die Greifervorrichtung perfekt ohne diese Aushöhlung 31 am Greifer. 



     PATENT. ANSPRÜCHE   : 
1. Eine Greifervorrichtung zum Überholen von Oberleder über den Leisten, gekennzeichnet durch mehrere Paare von Greifern, die auf derselben Seite des Leistens gelagert sind und durch eine einzige Betätigungsstange betätigt worden.

Claims (1)

  1. 2. Eine Greifervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Greiferpaare mit der sie betätigenden Stange durch eine Ansgleichvorrichtllng verbunden sind, welche die gleichmässige Wirkung der beiden Greiferpaare bedingt.
    3. Eine Greifervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Mechanismus zum Schliessen der verschiedenen Greiferpaare eine Ausgleichvorrichtung (8) besitzt, durch welche die Greiferpaare veranlasst werden, gleichmässig auf das Material zu wirken, ohne Rücksicht darauf, ob die Greiferpaare auf Materialteile verschiedener Dicke, Länge oder Streckbarkeit wirken.
    4. Eine Greifervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Greiferpaare jeder Greifervorrichtung so gegeneinander beweglich sind, dass sie die von ihnen umfassten Oberlederteile verschieden weit ziehen können.
    5. Eine Greifervorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Aus- gleichvorrichtung die Betätigungsstange mit losen Schiebern verbindet, durch welche die Greiferpaare geschlossen werden, und es somit diesen losen Schiebern gestattet, sich ver- schieden weit zu bewegen, um ein Greiferpaar über dickem und ein Greiferpaar über dünnem Material zusammenzuschliessen.
    6. Eine Greifervorrichtung nach Anspruch 3, bei der die Greiferpaare durch Flächen (28) der Schieber (12) bei deren Abwärtsbewegung geöffnet werden, indem diese Flächen mit den Armen (29) der beweglichen Greiferbacken (4) in Kontakt kommen, dadurch gekenn- zeichnet, dass die beweglichen Greiferbacken mit einer Aushöhlung (31) versehen sind, die es den genannten Flächen gestattet, noch weiter über die Backen zu gleiten, nachdem sie dieselben geöffnet haben.
AT21872D 1903-09-17 1903-09-17 Greifervorrichtung zum Überholen von Oberleder über den Leisten. AT21872B (de)

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