AT218533B - Verfahren zur Herstellung von N-(3-Aminobenzol-sulfonyl)-N'-alkyl-harnstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von N-(3-Aminobenzol-sulfonyl)-N'-alkyl-harnstoffen

Info

Publication number
AT218533B
AT218533B AT464860A AT464860A AT218533B AT 218533 B AT218533 B AT 218533B AT 464860 A AT464860 A AT 464860A AT 464860 A AT464860 A AT 464860A AT 218533 B AT218533 B AT 218533B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
sep
urea
benzenesulfonyl
amino
parts
Prior art date
Application number
AT464860A
Other languages
English (en)
Original Assignee
Schweiz Serum & Impfinst
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Schweiz Serum & Impfinst filed Critical Schweiz Serum & Impfinst
Application granted granted Critical
Publication of AT218533B publication Critical patent/AT218533B/de

Links

Landscapes

  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Verfahren zur Herstellung von N-   - (3 -Aminobenzol-suIfonyl) -NY -alkyl-harnstoffen   
 EMI1.1 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Der Rückstand wird in 106 Teilen Wasser gelöst und durch Filtration von geringen mechanischen Verunreinigungen befreit. Die Lösung zeigt einen PH- Wert von 10. Durch Zusatz von konzentrierter Salzsäure wird das PH auf 3. 7 gestellt, wobei, vor allem nach Kratzen, Kristallisation eintritt. Nach Kühlen im Eisbad wird das Ausgeschiedene abgenutscht und getrocknet.   Ausbeute : 33 Gew. -Teile,   bestehend aus 32 Gew.-Teilen N-(3-Amino-benzolsulfonyl)-harnstoff, das sind   86%   der Theorie, und 1 Teil Kaliumchlorid. 



   Das so anfallende Produkt lässt sich direkt, ohne besondere Reinigung, weiterverarbeiten. 



   Die Substanz schmilzt bei 158-161 C unter Zersetzung. Sie löst sich in   NaHCOs-Lösung   unter   CO-   Entwicklung. Sie ist auch ziemlich gut löslich in Wasser und lässt sich beispielsweise aus sehr wenig Wasser oder 50% wässerigem Alkohol umkristallisieren, wobei allerdings selbst bei vorsichtigem Arbeiten - kurzes und nicht zu hohes Erwärmen (max. 80 C)-oft, bei grösseren Ansätzen regelmässig, Zersetzung des Produktes eintritt. 



   Mikroanalyse berechnet für    C7HgOSNSS   Mol-Gewicht 215,22 (Analysenprobe aus 50%igem Alkohol umkristallisiert): 
 EMI2.1 
 
<tb> 
<tb> C <SEP> ber.: <SEP> 39,07% <SEP> gef.: <SEP> 38,91%
<tb> H <SEP> ber.: <SEP> 4,22% <SEP> gef.: <SEP> 4,19%
<tb> N <SEP> her. <SEP> : <SEP> 19, <SEP> 53% <SEP> gel. <SEP> : <SEP> 19. <SEP> 50% <SEP> 
<tb> S <SEP> ber. <SEP> : <SEP> 14, <SEP> 87% <SEP> gef. <SEP> : <SEP> 14, <SEP> 65%
<tb> 
 
B) Butylammoniumsalz von N-(3-Amino-benzolsulfonyl)-harnstoff. 



   31 Gew.-Teile roher N- (3-Aminobenzolsulfonyl)-harnstoff werden in   250-500 Vol.-Teilen   Aceton gelöst und durch Filtration von der geringen Menge des ungelöst gebliebenen Alkalisalzes befreit. Die acetonische Lösung wird mit 10,5   Gew."Teilen n-Bntylamin   versetzt, worauf sofort das oben genannte Butylammoniumsalz ausfällt. Dieses wird abgenutscht und getrocknet. 
 EMI2.2 
 Mikroanalyse berechnet für C11H24O3N4S Mol-Gewicht 288,30. 
 EMI2.3 
 
<tb> 
<tb> 



  C <SEP> ber.: <SEP> 45,82% <SEP> get.: <SEP> 46,68%
<tb> H <SEP> ber. <SEP> : <SEP> 6, <SEP> 99% <SEP> gef. <SEP> : <SEP> 6, <SEP> 970/0
<tb> N <SEP> ber. <SEP> : <SEP> 19, <SEP> 44% <SEP> gef. <SEP> : <SEP> 19, <SEP> 51%
<tb> S <SEP> ber.: <SEP> 11,10% <SEP> gef.: <SEP> 11,21%
<tb> 
 
 EMI2.4 
 
In einer mit weitem   RUckflusskUhler   und Gasableitung versehenen RUhrapparatur werden 15 Gew.Teile des Butylammoniumsalzes B) in zirka 175 Vol.-Teilen Methyl-iso-butylketon supendiert, und es wird Stickstoffgas durch die Suspension geleitet. Die Suspension wird nun während 9-15 Minuten-bei grösseren Ansätzen auch   länger-unter kräftigem Rühren   auf Siedetemperatur erhitzt (Badtemperatur zirka 120 C). 



   Das Butylammoniumsalz geht mehr und mehr in Lösung und es entweicht Ammoniakgas. Nach der angegebenen Zeit ist das Butylammoniumsalz gewöhnlich vollständig in Lösung gegangen,   d. h.   fertig umgesetzt. 



   Die Reaktionslösung wird zwecks Abtrennung geringer Mengen von ungelösten Verunreinigungen filtriert und hierauf im Vakuum bei einer Badtemperatur von zirka   500C   vollständig eingedampft. Der sirupöse Eindampfrückstand wird in 100 Vol.-Teilen 1-n.-Salzsäure und 150 Teilen Wasser gelöst. Wenig 
 EMI2.5 
 sich durch Filtration - wobei das flüssige Keton im Filter hängenbleibt - oder sonstwie leicht abtrennen. 



  Die klare wässerige stark salzsaure Lösung wird unter ständiger pH-Kontrolle sehr langsam und vorsichtig mit verdünnter Natronlauge versetzt. Bei PH 1, 5 - 1, 8 beginnt sich bereits eine zunächst ölige Substanz auszuscheiden. Der Basenzusatz wird unterbrochen und durch Reiben mit einem Glasstab oder durch Impfen wird die Kristallisation des Produktes eingeleitet. Hierauf wird weiter vorsichtig Natronlauge zugesetzt, bis ein PH von 4,0 erreicht ist. 



   Das kristallin ausgeschiedene Produkt wird abgenutscht und getrocknet. Ausbeute 10, 3-12 Gew.Teile entsprechend 73-85% der Theorie.   Schmelzpunkt : 114 - 116oC.   Nötigenfalls lässt sich der so hergestellte   N- (3-Amino-benzolsulfonyl)-N'-n-butyl-harnstoff durch Lösen   in sehr wenig warmem Äthanol 
 EMI2.6 
 sieren, wobei ein völlig farbloses Produkt erhalten wird. Der Schmelzpunkt bleibt praktisch unverändert. 



   Mikroanalyse berechnet für   C11H17O8N@S   Mol-Gewicht 271, 27. 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
 EMI3.1 
 
<tb> 
<tb> C <SEP> her. <SEP> : <SEP> 48. <SEP> 70% <SEP> gef. <SEP> : <SEP> 48, <SEP> 50%
<tb> H <SEP> ber. <SEP> : <SEP> 6, <SEP> 32% <SEP> gef. <SEP> : <SEP> 6, <SEP> 14% <SEP> 
<tb> N <SEP> ber. <SEP> : <SEP> 15, <SEP> 49% <SEP> gef. <SEP> : <SEP> 15, <SEP> 62%
<tb> S <SEP> ber. <SEP> : <SEP> 11, <SEP> 80% <SEP> gef. <SEP> : <SEP> 11, <SEP> 99%
<tb> 
 
Beispiel 2 :

   Der Umsatz von   N- (3-Amino-benzolsulfonyl)-harnstoff   mit Butylamin zum N-(3-Amino-benzolsulfonyl)-N'-butyl-harnstoff lässt sich auch ohne Isolierung des Butylammoniumsalzes durchführen, indem man beispielsweise 15   Gew.-Teile N- (3-Amino-benzolsuIfonyl)-harnstoff   in 200 Vol.Teilen Methyl-iso-butylketon aufschlämmt, hierauf die äquivalente Menge Butylamin (5 Gew.-Teile) zusetzt und die dabei entstehende feine fast gallertige Butylammoniumsalz-Suspension unter Rühren zirka 8, 15 Minuten-bei grösseren Ansätzen gegebenenfalls auch   länger - bis   zum Eintritt praktisch vollständiger Lösung auf Siedetemperatur erhitzt. Die weitere Behandlung dieses Ansatzes und die Isolierung und 
 EMI3.2 
 



   Der Umsatz mit dem Amin-d. h. die Überführung des N-(3-Amino-benzolsulfonyl)-harnstoffes in den N-(3-Amino-benzolsulfonyl)-N'-butyl-harnstoff - lässt sich auch mit Hilfe eines andern Ketons als Methyl-iso-butylketon, beispielsweise mit Methyl-iso-propylketon oder   Methyläthylketon. durchführen.   



   In analoger Weise wie mit n-Butylamin lässt sich der Umsatz auch mit Amylamin und Hexylamin durchführen. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zur Herstellung von N-(3-Amino-benzolsulfonyl)-N'-alkyl-harnstoffen, dadurch gekennzeichnet, dass man   N- (3-Amino-benzolsulfonyl)-harnstoff   mit einem Alkylamin in Gegenwart eines Ketons, das einen Siedepunkt von zirka 80 bis 120 C, vorzugsweise 90 bis 120 C, aufweist, erhitzt, wobei sich unter Freisetzung von Ammoniak der gewünschte   N-   (3-Amino-benzolsulfonyl)-N'-alkyl-harnstoff bildet, welcher anschliessend isoliert wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass man als Reaktionsmedium Methyl-iso- - butylketon oder Methyl-iso-propylketon verwendet und den Umsatz bei der Siedetemperatur dieser Reaktionsmedien durchführt.
    3. Verfahren zur Herstellung von N-(3-Amino-benzolsulfonyl)-N'-n-butyl-harnstoff nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man N- (3-Amino-benzolsulfonyl)-harnstoff mit der äquivalenten Menge n-Butylamin versetzt und das dabei gebildete Butylammoniumsalz von N- (3-Amino- -benzolsulfonyl)-harnstoff in Methyl-iso-butyl-, Methyl-iso-propyl- oder Methyläthylketon suspendiert, auf Siedetemperatur erwärmt und anschliessend das gebildete Produkt isoliert.
AT464860A 1959-08-05 1960-06-17 Verfahren zur Herstellung von N-(3-Aminobenzol-sulfonyl)-N'-alkyl-harnstoffen AT218533B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH218533X 1959-08-05

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT218533B true AT218533B (de) 1961-12-11

Family

ID=4450659

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT464860A AT218533B (de) 1959-08-05 1960-06-17 Verfahren zur Herstellung von N-(3-Aminobenzol-sulfonyl)-N'-alkyl-harnstoffen

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT218533B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE834997C (de) Verfahren zur Herstellung eines neuen Pteridinderivates
AT218533B (de) Verfahren zur Herstellung von N-(3-Aminobenzol-sulfonyl)-N&#39;-alkyl-harnstoffen
DE889155C (de) Verfahren zur Herstellung substituierter Pteridine
DE506282C (de) Verfahren zur Darstellung hochalkylierter Guanidine
DE2831118C2 (de) Verfahren zur herstellung von p-hydroxyphenylglycin und seiner n-alkyl- und n,n-dialkylderivate
DE1081884B (de) Verfahren zur Herstellung von Cyclododecanonoxim
AT165069B (de) Verfahren zur Herstellung neuer Phenoxyacetamidine
AT211317B (de) Verfahren zur Herstellung des neuen 4-[β-(3,4-Dimethoxyphenyl)-äthyl]-2,6-diketopiperazins
CH381214A (de) Verfahren zur Herstellung von Sulfonylharnstoffen
DE2651794A1 (de) Verbessertes verfahren zur herstellung von 5-nitroso-2,4,6-triaminopyrimidin
AT365598B (de) Verfahren zur herstellung eines neuen formamidkomplexes von 7-beta-(d-2-phenylacetamido) -3-methylceph-3-emcarbonsaeure
AT164510B (de) Verfahren zur Darstellung von p-Aminobenzolsulfonamidopyrimidinen
AT233010B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Benzo-dihydro-1, 2, 4-thiadiazin-1, 1-dioxyden
AT230390B (de) Verfahren zur Herstellung von N-Arylsulfonyl-N&#39;-alkyl-harnstoffen
US1841440A (en) Process of preparing z
DE890648C (de) Verfahren zur Herstellung von MonoalkylihydraziinsuMaten
DE968904C (de) Verfahren zur Herstellung von N-substituierten Monoureinen des Glyoxals
DE733496C (de) Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten aus Harnstoff und Crotonaldehyd
CH349599A (de) Verfahren zur Herstellung neuer Antituberkulotica
DE867244C (de) Verfahren zur Herstellung von Aminoaryloxyessigsaeureamiden
AT72815B (de) Verfahren zur Darstellung grünblauer Farbstoffe der Gallocyaninreihe und von Leukoderivaten derselben.
DE521034C (de) Verfahren zur Herstellung von Guanylnitrosaminoguanyltetrazen
AT133150B (de) Verfahren zur Darstellung von Salzen der Jodmethansulfonsäure bzw. ihrer Homologen.
DE929191C (de) Verfahren zur Herstellung von Aminocarbonsaeuren
AT201238B (de) Verfahren zur Herstellung neuer Penicillinsalze