AT218273B - Doppelmikroskopzusatzeinrichtung - Google Patents
DoppelmikroskopzusatzeinrichtungInfo
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Description
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Doppelmikroskopzusatzeinrichtung
Die Erfindung betrifft eine Doppelmikroskopzusatzeinrichtung zur Erzielung starker Vergrösserungen unter Vermeidung von entoptischen und dioptrischen Störungen mittels einer Mattscheibe.
Es ist bekannt, dass das lichtoptische Mikroskop erheblich verbessert werden kann, wenn in die erste Bildebene des Mikroskops eine bewegte, z. B. rotierende Mattscheibe gelegt wird. Dadurch kann man das auf der Mattscheibe befindliche Bild noch einmal sehr stark vergrössern, weil durch die Mattscheibe eine neue Scheinapertur erzeugt wird, die das darüber befindliche Objektiv oder Okular weitgehend ausleuchtet.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Zusatzeinrichtung zu schaffen, die es ermöglicht, jedes nonnale Lichtmikroskop in ein Doppelmikroskop umzustellen und gleichzeitig die dem einfachen und Doppelmikroskop anhaftenden entoptischen und dioptrischen Störungen zu vermeiden.
Hiebei traten bisher Schwierigkeiten auf, da z. B. das Mikroskop durch die Bewegung der Mattscheibe in keiner Weise erschüttert werden darf. Ferner muss die Mattscheibe bei der Bewegung genau in einer Ebene bleibt. Auch muss es möglich sein, schnell und leicht, d. h. ohne grossen Umbau, von einer direkten einfachen Mikroskopvergrösserung auf die starke Vergrösserung über die Mattscheibe überzugehen.
Alle diese Erfordernisse werden durch eine Doppelmikroskopzusatzeinrichtung zur Erzielung starker Vergrösserungen unter Vermeidung von entoptischen und dioptrischen Störungen mittels einer Mattscheibe erhalten. Dies erfolgt erfindungsgemäss durch eine in der Vertikalen angeordnete, im Aufsatzstutzen der Zusatzeinrichtung ausseraxial, vorzugsweise in Steinen gelagerte, durch bekannte Mittel antreibbare Welle, mit der kraftschlüssig eine in der Bildebene eines in Vertikalrichtung verstellbaren Mikroskopobjektives befindliche Mattscheibe verbunden ist, deren Randzone in der optischen Achse liegt.
Die Erfindung ist in der Zeichnung an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert und zeigt die Doppelmikroskopzusatzeinrichtung im Teilschnitt.
Nach der Zeichnung ist diese Einrichtung mit ihrem Aufsatzstutzen 13 auf einem Okularstutzen 1 eines gewöhnlichen Lichtmikroskopes aufsetzbar und besteht aus einem vorzugsweise als Hohlzylinder ausgebildeten Gehäuse 7, in dem sich an einem Ende die mit der Welle 12 kraftschlüssig verbundene Mattscheibe 3 befindet und in dessen anderem Ende ein normales Mikroskopobjektiv 8 eingesetzt ist.
Mit 2 ist eine Klemmvorrichtung bezeichnet, die die vorzugsweise rotierende Mattscheibe 3 in der richtigen Höhe festhält. Auf der Welle 12 ist ausser der Mattscheibe 3 ein Flügelrad 4 befestigt, welches über die Rohrleitung 5 mit Luft angetrieben wird.
Zum Abfliessen der Luft befindet sich im Gehäuse 7 eine Öffnung 6. Das Mikroskopobjektiv 8 ist hiebei an einem Rohr 9 angeschraubt, welches wiederum einen Stift 11 trägt. Dieser Stift 11 bewegt in Verbindung mit einem keilförmigen Ring 10 bei dessen Drehung das Mikroskopobjektiv 8 in vertikaler Richtung.
Die Mattscheibe 3 ist in zwei nach innen gerichteten Gehäusevorsprüngen, Bügeln oder gehäusefesten Ringen und zum leichteren Lauf in hier nicht dargestellten Steinen gelagert.
Das Mikroskopobjektiv 8 kann auch mit einem Gewinde, das mit Hilfe einer Rändel, die aus der Einrichtung herausragt, in der Höhe verstellt werden. Es kann aber auch durch andere Führungselemente mit Hilfe von Zahnstangen, durch einen Schlitten oder mit ähnlichen Mitteln vertikal bewegt werden.
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Da diese Einrichtung als Zwischenstück für handelsübliche Mikroskope gedacht ist, ist es notwendig, das Gehäuse 7 an der Objektivseite als Mikroskoptubus, der das Okular tragen soll, auszubilden. Es ist weiterhin möglich, die Mattscheibe ausser über Flügelrad 4, auf elektromagnetischem Wege, z. B. durch ein elektrisches Drehstromfeld, oder einen kleinen Motor in Rotationsbewegung zu versetzen. Auch können schwingende Bewegungen der Mattscheibe, jedoch in einer Ebene, z. B. mit üblichen elektromagnetischen Mitteln erzeugt werden. Die Kleinheit der Mattscheibe hat den Vorteil, dass bei den Bewegun- gen nur geringe Auslenkungen der Bildebene durch die Dreh- oder Schwingbewegung erfolgen.
Die bewegten Massen sind so kleini dass sie das Gesamtgerät nicht erschüttern und Fehlschlüsse bei der Untersuchung von Objekten aus diesem Grunde vermeiden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Doppelmikroskopzusatzeinrichtung zur Erzielung starker Vergrösserungen unter Vermeidung von entoptischen und dioptrischen Störungen mittels einer Mattscheibe, gekennzeichnet durch eine in der Vertikalen angeordnete, im Aufsatzstutzen (13) der Zusatzeinrichtung ausseraxial, vorzugsweise in Steinen gelagerte, durch bekannte Mittel antreibbare Welle (12), mit der kraftschlüssig eine in der Bildebene eines in Vertikalrichtung verstellbaren Mikroskopobjektives (8) befindliche Mattscheibe (3) verbunden ist, deren Randzone in der optischen Achse liegt.
Claims (1)
- 2. Doppelmikroskopzusatzeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusatzeinrichtung im Innenraum an dem einen Ende die bewegbare, vorzugsweise drehbare Mattscheibe (3) und an dem andern Ende ein Objektiv (8) des Doppelmikroskopes trägt.3. Doppelmikroskopzusatzeinrichtung nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass zur Justierung entweder das Mikroskopobjektiv (8) z. B. durch einen drehbaren keilförmigenRing (10) und einen in einem Schlitz befindlichenstift (11) oder die Mattscheibe (3) mit Lagerung z. B. auf einen von aussen bewegbaren Schlitten in der Höhe verstellbar ist.4. Doppelmikroskopzusatzeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusatzeinrichtung in den Okulartubus jedes handelsüblichen Mikroskopes einsetzbar ist.5. Doppelmikroskopzusatzeinrichtung nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass die Mattscheibe (3) beispielsweise über ein Flügelrad (4) durch Luft, auf elektromagnetischem Wege oder mittels eines kleinen Motors antreibbar ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE218273X | 1960-06-07 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT218273B true AT218273B (de) | 1961-11-27 |
Family
ID=5831213
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT795560A AT218273B (de) | 1960-06-07 | 1960-10-24 | Doppelmikroskopzusatzeinrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT218273B (de) |
-
1960
- 1960-10-24 AT AT795560A patent/AT218273B/de active
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