<Desc/Clms Page number 1>
Klopfvorrichtung für die Niederschlagselektroden in Elektrofiltern
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Klopfvorrichtung, d. h. die für mehrere Niederschlagsplatten gemeinsame und in der Ebene der Niederschlagselektroden angreifende Klopfstange möglichst reibungslos zu lagern und damit Verschleiss, Notwendigkeit der Schmierung und Wartung zu vermeiden.
Bisher hat man solche Klopfstangen an der Durchführungsstelle dutch das Elektrofiltergehäuse gelagert und abgedichtet, so dass bei ihrem Eintritt durch einen über Exzenter und Nockenantrieb am äusseren Ende angelenkten Schüttelhebel an dieser Durchführungsstelle sich Schwierigkeiten ergeben haben, wenn Verschleiss, Abdichtung und Wartung gegeben war.
Nach der Erfindung wird die Klopfstange bei beispielsweise einer Länge von 4 bis 6 m und bei Anordnung von zwölf und mehr Elektrodenplatten auf der Stange, lediglich an ihren beiden Enden pendelnd gelagert, wodurch an der Durchführungsstelle durch das Elektrofiltergehäuse jegliches Auflager erspart und hier nur eine praktisch reibungslose Abdichtung durch einen Faltenbalg od. dgl. vorzusehen ist. Dabei ist nach einem weiteren Merkmal der Erfindung der ausserhalb des Elektrofilters liegende Aufhängepunkt der Klopfstange an einem wesentlich kürzeren Pendel aufgehängt, als der im Elektrofilter liegende Aufhängepunkt der Klopfstange, bei dem in bekannter Weise die wesentlich grössere Länge der Niederschlagsplatten (etwa 6 m) als Schwinghebel wirkt.
Der Klopfschlag selbst kommt in an sich bekannter Weise dadurch zustande, dass die im Elektrofilter spiegelbildlich gegeneinandergerichteten Klopfstangen auf einer Seite durch die Gehäusewand durchgeführt und einseitig ausgelenkt in der Mitte des Filters mit. ihren Enden unter Federdruck zusammenstossen.
Weitere Merkmale der Erfindung betreffen die Ausbildung des Aufhängepunktes der Klopfstange am unteren Ende des kürzeren Hebels als Torsionselement, wodurch beim Auslenken der Klopfstange mit den Elektrodenplatten ausserhalb des Schwerpunktes neben der Federkraft noch die Rückstellkraft des Torsionselementes zur Auswirkung kommt und damit alle Kräfte in Schlagrichtung wirken.
An Hand der Zeichnung sei an einem Ausführungsbeispiel die Anordnung und Ausbildung der Klopfvorrichtung nach der Erfindung erläutert.
Die Fig. 1 zeigt in Seitenansicht den Gesamtaufbau der Klopfvorrichtung, die Fig. 2 in vergrössertem Massstab gegenüber der Fig. 1 die Durchführung und Abdichtung der Klopfstange durch das Elektrofiltergehäuse und die Fig. 3 die Ausbildung des Aufhängepunktes am äusseren Ende der Klopfstange mit dem hier angreifenden kurzen Pendel.
Mit dem Bezugszeichen 1 ist die Wand des Elektrofilters, mit 2 der in das Elektrofilter hineinragende Teil der Klopfstange bezeichnet, die in bekannter Weise in der Ebene der Niederschlagsplatten angeordnet ist und an deren unteren Enden angreift. Das im Elektrofilter liegende Ende der Klopfstange 2 ist nicht zeichnerisch dargestellt. Hier befindet sich der Aufhängepunkt, an dem die Klopfstange in bekannter Weise an der beispielsweise 6 m langen Elektrodenplatte aufgehängt ist. Mit 3 ist ein abnehmbares Endstück der Klopfstange bezeichnet, an dessen Ende ein gegenüber der Elektrodenplatte kurzes Pendel 5 I durch den Bolzen 4 in federnder Lagerung gehalten ist.
Das untere Ende 6 des Pendels 5 ist nach einem Merkmal der Erfindung nach innen leicht abgeknickt, um eine nach oben gerichtete Druckkomponente beim Ausschwingen des Hebels durch den Nockenantrieb 9 zu vermeiden. An diesem Ende 6 ist ein auswechselbares Klinkenstück 7 aus Stahl angeordnet, zu dem der Klopffinger oder Exzenter 9 auf der sich
EMI1.1
<Desc/Clms Page number 2>
in bekannter Weise senkrecht zu den in der Zeichnungsebene stehenden (nicht gezeichneten) Nieder- schlagsplatten und den durch sie gebildeten Gasgassen. Im allgemeinen wird diese, sämtlichen Nieder- schlagsplatten gemeinsame Klopfwelle 8 entweder auf der Reingas- oder Rohgasseite angeordnet ; es ist aber auch ohneweiteres möglich, auf beiden Seiten einen Klopfantrieb anzuordnen. Auf der Klopfwelle 8 sitzt ein mit der Kette 12 von einem Motor bzw. Getriebe 11 angetriebenes Kettenrad 10.
Eine besondere
Spannvorrichtung 13 am Hebelarm 14 gestattet eine gleichmässige Spannung des Kraftübertragungsmit- tels 12.
Über das Ende der Klopfstange 3 ist eine Druckfeder 15 mit dem Distanzrohr 16 leicht auswechselbar geschoben. Diese Feder wird in bekannter Weise von dem Exzenter 9 über das Pendelende 6 periodisch angespannt und beim Abgleiten des Exzenters von der Klinke 7 schnellt die Klopfstange - in Fig. 1 nach rechts, in Fig. 2 nach links-in ihre Schwerpunktlage (Ruhelage) wieder zurück.
Die Abdichtung des Innenraumes des Elektrofilters gegen die Aussenluft erfolgt durch einen Falten- balg 17, der bei 18 und 19 durch eine Schlauchklemme gegen die Klopfstange bzw. Filterwand abgedich- tet wird. Bei 20 sind Gummipuffer angeordnet, die als Drucklager gegen die Feder 15 dienen.
Wie aus Fig. 3 ersichtlich, die wie die Fig. 2 in vergrössertem Massstab die Ausbildung des Pen- dels 5,6 zeigt, besteht dieses etwa 70 cm lange Pendel aus einem kastenförmigen Profil, u. zw. das obere
Ende aus einer Aufhängestange mit einer Gummifederung als Unterlegscheibe der Schraubenverbindung.
Durch diese, im wesentlichen dreiecksförmige Ausbildung des Pendels 5 wird die Schwingungsebene, in der das Pendel schwingt, eindeutig im Zusammenhang mit dem Verbindungsbolzen 4 für die Ankupplung des Klopfstangenendes 3 festgelegt. Über den Verbindungsbolzen 4 (Fig. 3) sind beiderseitig Metallgum- miringe gezogen, um der Bolzenachse eine Torsionsmöglichkeit beim Hin-und Herschwingen des He- bels 5,6 zu verleihen, wobei der Verdrehungswinkel bei 60 bis maximal etwa 200 liegt. Die Metallgum- miringe 22 werden durch die Muttern23 beiderseits fest auf den Bolzen4 gepresst. Wie aus Fig. 3 ersicht- lich, bestehen diese Gummiringe aus zwei konzentrischen, einem äusseren und einem inneren Ring.
Durch diese Anordnung der Torsionsfederung gemäss der Erfindung wird zugleich dem Hebelsystem eine Rückstellkraft verliehen, die in Richtung der Klopfstangenbewegung zusätzlich zur Federkraft wirkt.
Da das Klopfgestänge 2,3 pendelnd einerseits am unteren Ende der etwa 6 m langen Niederschlagsplatten und anderseits an dem wesentlich kürzeren Pendel 5 aufgehängt ist, bewirkt das Spannen der Feder 15 durch den Exzenter 9 auf die Klinke 7 eine Auslenkung der Klopfstange ausserhalb der Schwerpunktslage (Hub 50 mm), so dass beim Abgleiten des Klopffingers 9 von der Klinke 7 zu der Rückstellkraft der Feder auch noch die natürliche Pendelbewegung der Klopfstange ausserhalb ihrer Schwerpunktslage in die Ruhe- lage hinzukommt. Es wirken also alle Kräfte in Schlagrichtung.
PATENTANSPRÜCHE- :
1. Klopfvorrichtung für die Niederschlagselektroden in Elektrofiltern, bestehend aus einer unter Fe- derdruck stehenden Klopfstange mit am Ende angeordnetem Schwinghebel, der durch Exzenterantrieb aus- gelenkt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Klopfstange (2) an beiden Enden pendelnd aufgehängt ist, wobei der ausserhalb des Elektrofiltergehäuses (1) liegende Aufhängepunkt an einem kürzeren Pendel (5) als der im Elektrofilter erforderliche Aufhängepunkt angreift.