AT215064B - Verfahren zur Herstellung von Fasern, welche besonders aufnahmefähig für Farbstoffe sind - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Fasern, welche besonders aufnahmefähig für Farbstoffe sindInfo
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Description
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Verfahren zur Herstellung von Fasern, welche besonders aufnahmefähig für Farbstoffe sind
EMI1.1
<Desc/Clms Page number 2>
Die Behandlung der aus Mischungen eines Polyolefins mit einer Halogenverbindung erhaltenen Faser mit den Aminen oder Iminen wird vorzugsweise so durchgeführt, dass die Fasern mit kochenden wässerigen Amin- oder Iminlösungen während eines Zeitraumes von wenigen Sekunden bis 2 oder 3 Stunden je nach der Reaktionsfähigkeit des verwendeten Amins, behandelt werden. Die Verwendung von wässerigen Aminlösungen bei hohen Temperaturen ist deshalb vorteilhaft, da Wasser mit den halogenierten Verbindungen im allgemeinen azeotrope Mischungen bildet, die leichter entfernt werden können ; diese Lösungenverursachen auf Grund der Temperatur ein Quellen der Faser, wodurch die Aminierung tief in diese Faser hinein stattfindet.
Die halogenierten Verbindungen werden zum Polyolefin inMengen von 1 bis 20 Gew.-Jh der Mischung zugesetzt.
Ein beträchtlicher Vorteil ergibt sich daraus, dass es möglich ist, die Mischungen des Polyolefins mit dem Halogenderivat bei Temperaturen zu verspinnen, die im allgemeinen niedriger sind als die, welche beim Schmelzspinnen der Polyolefine allein allgemein angewendet werden.
Die folgendenBeispiele sollen die vorliegende Erfindung erläutern, ohne dass diese hierauf beschränkt werden soll.
EMI2.1
EMI2.2
<tb>
<tb> l <SEP> : <SEP> Es <SEP> wird <SEP> ein <SEP> Polypropylen <SEP> mit <SEP> folgenden <SEP> Eigenschaften <SEP> verwendet <SEP> :Grenzviskosität <SEP> [] <SEP> 1, <SEP> 23%
<tb> Aschegehalt <SEP> 0. <SEP> 2 <SEP> li <SEP>
<tb> Rückstand <SEP> nach <SEP> Heptanextraktion <SEP> 85. <SEP> 6 <SEP> Ufo <SEP>
<tb>
und eine Mischung aus 9 kg dieses Polypropylens und 1 kg Dichloräthan bei Raumtemperatur in einer Apparatur nach Werner hergestellt.
Die Mischung wird in einer Schmelzspinnapparatur bei einer Temperatur des Spinnkopfes von 1700 C versponnen. Die Fasern werden bei 1200 C mit einem Verhältnis von 1 : 5 verstreckt und dann zerschnitten ; der Stapel wird dann in eine 10%ige wässerige Äthylendiaminlösung bei einem Verhältnis von Faser zu Bad von 1 : 30 gebracht ; nach 30 Minuten langem Kochen wird der Stapel gewaschen und getrocknet. Die Fasern zeigen, wenn sie mit sauren Farbstoffen gefärbt werden, Färbungen mit guter Intensität und Echtheit.
Beispiel2 :EswirdeinPolypropylenmitfolgendenEigenschaftenverwendet:
EMI2.3
<tb>
<tb> Grenzviskosität <SEP> [11J <SEP> 1, <SEP> 24 <SEP>
<tb> Rückstand <SEP> nach <SEP> Heptanextraktion <SEP> 96, <SEP> 2 <SEP> % <SEP>
<tb> Aschegehalt <SEP> 0, <SEP> 03% <SEP>
<tb>
und eine Mischung aus 9, 5 kg dieses Polypropylens und 0, 5 kg 1, 2, 3-Trichlorpropan bei Raumtemperatur hergestellt.
Diese Mischung wird bei einer Spinnkopftemperatur von 1700 C versponnen. Die Fasern werden zu Strähnen aufgewunden und mit einer 20%igen wässerigen Diäthylentriaminlösung 60 Minuten lang bei 950 C bei einem Verhältnis von Faser zu Bad von 1 : 20 behandelt.
Die Fasern werden dann gewaschen, mit einem Verhältnis von 1 : 5 bei 1200 C gestreckt und dann den üblichen weiteren Verfahrensschritten unterworfen.
Nach dem Trocknen zeigen die Fasern, wenn sie mit sauren Farbstoffen gefärbt werden, Färbungen mit guter Intensität und Echtheit.
Beispiel 3 : Es wird ein Polypropylen mit folgenden Eigenschaften verwendet :
EMI2.4
<tb>
<tb> Grenzviskosität <SEP> l1) <SEP> J <SEP> 1, <SEP> 32 <SEP>
<tb> Rückstand <SEP> nach <SEP> Heptanextraktion <SEP> 94, <SEP> 3 <SEP> % <SEP>
<tb> Aschegehalt <SEP> 0, <SEP> 060/0 <SEP>
<tb>
und eine Mischung aus 8, 5 kg dieses Polypropylens und 1, 5 kg 1, 2, 3-Trichlorpropan bei Raumtemperatur hergestellt.
Diese Mischung wird bei einer Spinnkopftemperatur von 1700 C versponnen. Die Fasern werden dann bei 1200 C mit einem Verhältnis von 1 : 5 verstreckt und dann in Form von Strähnen 1 Stunde lang in einer 25% igen wässerigenPolyäthylenimimösung mit einem Verhältnis von Faser zu Bad von 1 : 20 auf 950 C erhitzt.
Folgende saure Farbstoffe ergeben beim Anfärben der Fasern intensive und echte Färbungen : Festgelb 2 G, Novaminrot B, Alizarinblau ACF.
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Be is pie 1 4 :. Es wird ein Polypropylen mit folgenden Eigenschaften verwendet :
EMI3.1
<tb>
<tb> Grenzviskosität <SEP> [11 <SEP> J <SEP> 1, <SEP> 14 <SEP>
<tb> Rückstand <SEP> nach <SEP> Heptanextraktion <SEP> 95,4% <SEP>
<tb> Aschegehalt <SEP> 0, <SEP> 6r1/0 <SEP>
<tb>
und eine Mischung aus 9 kg dieses Polypropylens und 1 kg I, 2-Dichlorpropan bei Raumtemperatur hergestellt.
Diese Mischung wird bei einer Spinnkopftemperatur von 1600 C versponnen. Die erhaltenen Fasern werden mit einer Verweilzeit von 10 Minuten durch einen Kessel geführt, welcher eine 50'yoige wässerige Tetraäthylenpentaminlösung bei 950 C enthält. Sie werden dann mit einem Verhältnis von 1 : 5 bei 1200 C verstreckt.
Unter Verwendung von sauren Farbstoffen können die Fasern intensiv und echt gefärbt werden.
Beispiel 5 : Es wird ein Polypropylen mit folgenden Eigenschaften verwendet :
EMI3.2
<tb>
<tb> Grenzviskosität <SEP> [11] <SEP> 1. <SEP> 04 <SEP>
<tb> Rückstand <SEP> nach <SEP> Heptanextraktion <SEP> 95, <SEP> 6 <SEP> %
<tb> Aschegehalt <SEP> 0,066go <SEP>
<tb>
und eine Mischung aus 8 kg dieses Polypropylens und 2 kg 1. 4-Dichlorbutan bei Raumtemperatur hergestellt.
Diese Mischung wird bei einer Spinnkopftemperatur von 1550 C versponnen. Die erhaltenen Fasern
EMI3.3
Verweilzeitstreckt.
Unter Verwendung von sauren Farbstoffen können die Fasern intensiv und echt gefärbt werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von Fasern, welche besonders aufnahmefähig für Farbstoffe sind, durch Auspressen von Mischungen, welche im wesentlichen aus Polyolefinen bestehen, dadurch gekennzeichnet, dass eine Mischung bei Raumtemperatur hergestellt wird, die aus einem Polyolefin und einer halogenierten organischen Verbindung und, wenn gewünscht, aus Opalisierungssubstanzen, Farbstoffen, Stabilisatoren und/oder Füllstoffen besteht, die geschmolzene Mischung heiss ausgepresst wird und auf die erhaltenen Fasern vor oder nach dem Strecken eine Amin- oder Iminverbindung einwirken gelassen wird, welche mit dem Halogenderivat der Ausgangsmischung reagieren kann.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass als Polyolefin ein mit Hilfe von stereospezifischen Katalysatoren hergestelltes kristallines Polypropylen verwendet wird.3. Verfahren nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Ausgangsmischung eine Mischung von 80 bis 990/0 kristallinem Polypropylen und 20 bis 111/0 des Halogenderivats verwendet wird. EMI3.4 nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche. dadurch gekennzeichnet. dassdie Aminierung der Fasern vor oder nach dem Strecken in der Hitze, vorzugsweise in einer wässerigen Lösung des Amins oder Imins, wie beispielsweise Äthylendiamin, Trimethylendiamin. Diäthylentriamin, Tetraäthylenpentamin, Äthylenimin, Polyäthylenimin, allein oder in Mischung miteinander durchgeführt wird.6. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aminierung kontinuierlich oder chargenweise während eines Zeitraumes von wenigen Sekunden bis zu 3 Stunden durchgeführt wird.7. Spinnmischungen nach einem oder mehreren der Ansprüche l bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass sie im wesentlichen aus Polypropylen und einem organischen Halogenderivat und, wenn gewünscht, aus Opalisierungssubstanzen, Farbstoffen, Stabilisatoren und/oder Füllstoffen bestehen.
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