AT212475B - Verfahren zum Abtrennen von mit Säureamiden Addukte bildenden Paraffinen aus Kohlenwasserstoff-Ölen - Google Patents

Verfahren zum Abtrennen von mit Säureamiden Addukte bildenden Paraffinen aus Kohlenwasserstoff-Ölen

Info

Publication number
AT212475B
AT212475B AT615758A AT615758A AT212475B AT 212475 B AT212475 B AT 212475B AT 615758 A AT615758 A AT 615758A AT 615758 A AT615758 A AT 615758A AT 212475 B AT212475 B AT 212475B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
stage
paraffins
adduct
pressure
solvent
Prior art date
Application number
AT615758A
Other languages
English (en)
Inventor
Alfred Dipl Ing Hoppe
Original Assignee
Edeleanu Gmbh
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Edeleanu Gmbh filed Critical Edeleanu Gmbh
Application granted granted Critical
Publication of AT212475B publication Critical patent/AT212475B/de

Links

Landscapes

  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zum Abtrennen von mit Säureamiden Addukte bildenden
Paraffinen aus Kohlenwasserstoff-Ölen 
 EMI1.1 
 
 EMI1.2 
 ligen Säureamid und   10 - 40 Gew. -0/0   Wasser in Gegenwart von Lösungsmitteln für das Kohlenwasserstoff- Öl, beispielsweise von Chlorkohlenwasserstoffen. 



   Als für dieses Verfahren anwendbare Säureamide gelten Harnstoff und Thioharnstoff, wobei Harnstoff mit geradkettigen Paraffinen, Thioharnstoff dagegen mit verzweigtkettigen Addukte bildet. 



   Hiefür erwies sich das in der österr. Patentschrift Nr. 195003 angegebene Verfahren als besonders vorteilhaft, bei dem das Addukt in körniger, siebfähiger Form anfällt. 



   Bei diesem Verfahren wird eine etwa   60 - 900   heisse,   10 - 400/0   Wasser enthaltende Harnstoff- bzw. 



  Thioharnstoff-Lösung mit dem zu behandelnden Öl sowie mit einem Lösungsmittel für das Öl vermischt, dessen Siedepunkt in dem für die Adduktbildung erwünschten Temperaturbereich liegt, und dann diese Mischung unter intensiver Rührung durch Abdampfen eines Teiles des Lösungsmittels auf die für die Adduktbildung erwünschte Temperatur automatisch eingestellt und auch auf dieser gehalten, da bei der Adduktbildung durch exotherme Wärmetönung eine die Zersetzung der Addukte fördernde Temperaturerhöhung eintritt ; schliesslich wird aus der Öl-Lösung das gebildete, körnige Addukt abgetrennt, aus dieser die Lösungsmittelanteile entfernt und das Addukt in Paraffine und Harnstofflösung zerlegt. 



   Es hat sich jedoch gezeigt, dass die nach diesem Verfahren anfallenden Agglomerate ungenutztes Säureamid enthalten ; um diesen nun besser auszunutzen, wurde bereits vorgeschlagen, die grösseren Agglomerate mit   Intensivmischern - z.   B. mit   Turbomischern - zu   zerschlagen, wobei ein siebfähiges Addukt entstand, aber trotz der feinen Zerteilung immer noch freies, ungenutztes Säureamid anwesend war ; diese Zerkleinerung des Adduktes erfordert auch relativ lange Zeit und somit auch beträchtliche Energiemengen. 



   Die Adduktbildung wird üblicherweise unter normalem Druck vorgenommen und dementsprechend unter den als Lösungsmittel für das Öl in Frage kommenden Stoffen die Auswahl getroffen ; die Adduktbildung kann aber durchaus auch bei   Über- oder   Unterdruck durchgeführt werden, wobei allerdings bisher während der Adduktbildung selbst der Druck nicht geändert wurde, u. zw. in der Annahme, dass dieser Vorgang durch Druckänderung nicht beeinflusst werden kann. 



   Es wurde nun gefunden, dass bei Adduktbildungen gemäss der österr. Patentschrift Nr. 195003 eine Druckerniedrigung während des Prozesses einen unerwarteten technischen Erfolg mit sich bringt. 
 EMI1.3 
 
 EMI1.4 
 
 EMI1.5 
 Stufe gegenüber demjenigen in der ersten vermindert ist, und ferner als Lösungsmittel ein Stoff mit einem solchen Siedepunkt verwendet werden, der in der zweiten Druckstufe überschritten wird. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Für die Durchführung dieses erfindungsgemässen Verfahrens ist die Verwendung eines Lösungsmittels wesentlich, dessen Siedepunkt so niedrig liegt, dass er bei Druckminderung in der zweiten Stufe überschritten wird ; in den meisten Fällen wird es sich dabei um ein Öl-Lösungsmittel handeln, da sich näm- lich gezeigt hat, dass die Adduktagglomerate neben dem Säureamid noch einen beträchtlichen Teil des Lösungsmittels einschliessen ; das Lösungsmittel-dessen Anteil etwa bei einem Viertel der verwendeten
Menge liegt - verdampft momentan und zersprengt dabei die Agglomerate - das ungenutzte Säureamid wird frei und bildet augenblicklich ein neues Addukt. 



   Für den durch das erfindungsgemässe Verfahren erzielten Effekt ist die Druckdifferenz zwischen bei- denDruckstufen entscheidend und nicht etwa die absolute Höhe des Druckes ; es ist also durchaus möglich, in der ersten Stufe bei 1 at und in der zweiten unter Vakuum zu arbeiten oder aber in der ersten Stufe einen Druck von   mehreren Atmosphären anzuwenden   und dann in der zweiten Stufe   auf Atmosphärendruck   zu entspannen-ebensogut kann aber auch der Druck in der zweiten Stufe noch mehrere atü betragen, wenn nur der Druck in der ersten Stufe entsprechend darüber liegt. 



   Bei Verwendung von Methylenchlorid als Lösungsmittel ist es vorteilhaft, die Adduktbildung in der ersten Stufe unter normalem Druck beim Siedepunkt des Methylenchlorides (410C) vorzunehmen und in der zweiten Stufe den Druck auf etwa 1/2 Atmosphäre abzusenken. 



   Wird Methylenchlorid durch ein tiefer siedendes Lösungsmittel ersetzt-z. B. durch Difluordichlormethan (Siedepunkt - 300C), dann muss in der ersten Stufe unter Druck gearbeitet werden, wenn das zu behandelnde Öl in vollkommen flüssigem Zustande zum Einsatz kommen soll-in der zweiten Stufe kann dann auf einen beliebigen niedrigeren Druck entspannt werden. 



   Aber auch Lösungsmittel mit einem relativ hohen Siedepunkt - wie Cyclohexan   (81 C)   oder Dichlor- äthan (83,   70C) - sind anwendbar ;   um das im Addukt eingeschlossene Lösungsmittel zum Verdampfen zu bringen, muss dann allerdings ein höheres Vakuum als bei Verwendung von Methylenchlorid aufgegeben werden. 



   Die in der österr. Patentschrift Nr. 195003 vorgeschriebene Verwendung von Säureamid-Lösungen, mit   10-40 Gew.-%   an Wasser, bietet besondere Vorteile. Nach der Adduktbildung besteht das Gemisch aus nur einer flüssigen und einer festen Phase ; die nicht ausgenutzte Säureamid-Lösung ist vollständig an das Addukt gebunden und tritt nicht als eigene flüssige Phase auf, wodurch das Addukt eine feinkörnige Struktur erhält, die seine Abtrennung aus dem Gemisch mittels einfachster Trennvorrichtungen gestattet. 



   Als Einsatzprodukt kommen Kohlenwasserstoff-Öle in Betracht, die n-Paraffine bzw. iso-Paraffine   enthalten-unabhängig   von ihrem Siedebereich. 



   Es ist nicht in allen Fällen notwendig, das Lösungsmittel als Öl-Löser zu verwenden ; bei niedrig viskosen   Kohlenwasserstoff-Ölen - z.   B. Kerosin - kann vor allem bei geringem Gehalt an n-Paraffinen auf die Verdünnung durch ein entsprechendes Öl-Lösungsmittel verzichtet werden ; das vorgeschlagene Verfahren ist aber auch in diesem Falle durchaus anwendbar, wenn neben Wasser ein leichtsiedendes Lösungsmittel für das Säureamid verwendet wird, als welches z. B. ein Gemisch aus Methanol und Wasser in Betracht käme. 



   Bei Anwendung des erfindungsgemässen Verfahrens kann das zugegebene Säureamid weitergehend ausgenutzt und die Dauer der Adduktbildung abgekürzt sowie Rtihrenergie erheblich eingespart werden ; als Nachteil zeigt sich jedoch, dass beim Ausdampfen des Lösungsmittels die gröberen Adduktagglomerate zu staubfeinem Pulver zerfallen, das dann nicht mehr mittels Sieben abgetrennt werden kann. 



   Bei einer bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemässen Verfahrens können jedoch auch diese staubfeinen Pulver in einfacher Weise dadurch in siebfähige Agglomerate übergeführt werden, dass das Gemisch aus nicht adduktfähigem Öl und Adduktstaub in einer anschliessenden dritten Stufe direkt oder nach Zugabe kleiner Mengen Wasser - z. B. allenfalls von wässeriger   Säureamid-Lösung-verrührt wird ;   im ersten Falle können Rührzeiten zwischen einer und sechzig Minuten erforderlich sein, im zweiten Fall bildet sich bereits bei kurzem Verrühren ein Feinkorn, das mittels Sieb abgetrennt werden kann. 

**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : EMI2.1 EMI2.2 <Desc/Clms Page number 3> AddukteDruckstufen vorgenommen wird, wobei der Druck in der zweiten Stufe gegenüber demjenigen in der ersten vermindert ist, und dass als Lösungsmittel ein Stoff mit einem solchen Siedepunkt verwendet wird, der in der zweiten Druckstufe überschritten wird.
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im zweistufigen Verfahren aus Kohlenwasserstoff-Ölen durch Behandlung mit Gemischen aus Harnstoff und 10 Gew.-% Wasser inAnwesenheit des genannten Lösungsmittels mit Harnstoff Addukte bildende n-Paraffine abgetrennt werden.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dÅadurch gekennzeichnet, dass im zweistufigen Verfahren aus Kohlenwasserstoff-Ölen durch Behandlung mit Gemischen aus Thioharnstoff und 10-40 Gew.- Wasser in Anwesenheit des genannten Lösungsmittels mit Thioharnstoff Addukte bildende iso-Paraffine abgetrennt werden.
    4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Gemisch aus nicht adduktfähigem Öl und Adduktstaub in einer anschliessenden dritten Stufe direkt oder nach Zugabe kleiner Mengen Wasser - bzw. allenfalls von wässeriger Harnstofflösung - verrührt und dadurch das staubfeine Addukt in siebfähige, körnige Form überführt wird. Druck: Bundesamt für Eich-u. Vermessungswesen (Landesaufnahme) in Wien
AT615758A 1957-10-10 1958-09-03 Verfahren zum Abtrennen von mit Säureamiden Addukte bildenden Paraffinen aus Kohlenwasserstoff-Ölen AT212475B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE212475X 1957-10-10

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT212475B true AT212475B (de) 1960-12-27

Family

ID=5808280

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT615758A AT212475B (de) 1957-10-10 1958-09-03 Verfahren zum Abtrennen von mit Säureamiden Addukte bildenden Paraffinen aus Kohlenwasserstoff-Ölen

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT212475B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE838286C (de) Verfahren zur Herstellung von nicht zusammenbackendem und erhaertendem Ammoniumnitrat
DE3338169A1 (de) Verfahren zur erzeugung von aluminiumtrihydroxid mit einem nach bedarf regulierten mittleren durchmesser im bereich von 2 bis 100 (my)m
DE3139620C2 (de) Verfahren zur Entfernung der Asche aus Kohle
AT212475B (de) Verfahren zum Abtrennen von mit Säureamiden Addukte bildenden Paraffinen aus Kohlenwasserstoff-Ölen
DE2743526A1 (de) Verfahren zur herstellung von fettsaeureester der ascorbinsaeure
DE3021251C2 (de)
DE1035298B (de) Verfahren zur Abtrennung von n-Paraffinen aus Kohlenwasserstoffoelen
DE2953810C1 (de) Process for liquefying coal
EP0004928A1 (de) Dispersion zur Verwendung bei der Zellstoffgewinnung und Verfahren zur Zellstoffgewinnung unter Verwendung dieser Dispersion
CH292072A (de) Verfahren zur Gewinnung mindestens einer Fraktion aus einem flüssigen Gemisch, das cis- und trans-Stereoisomere gradkettiger organischer Verbindungen enthält.
AT134998B (de) Insektenvertilgungsmittel.
DE672611C (de) Verfahren zur Vorbehandlung von grob zerkleinerter Braunkohle fuer die Druckhydrierung
DE584371C (de) Verfahren zur Herstellung von Kieselsaeureloesungen
CH646069A5 (de) Verfahren zur isolierung eines materials aus einer loesung.
DE2208347A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Kaliumsuperoxyd
DE733410C (de) Verfahren zum Entfernen von Kationen aus Wasser oder waesserigen Loesungen
DE945586C (de) Verfahren zur Abtrennung von Rohoel aus bituminoesen Sanden und Schiefern
DE699994C (de) Verfahren zur Gewinnung von Ammonchlorid in Form kleiner, leicht rieselnder, nicht zusammenbackender Kristalle aus waesserigen Loesungen
AT237043B (de) Verfahren zur Herstellung eines Magnetkernes
DE898342C (de) Verfahren zur Herabsetzung oder Verhinderung des Schaeumens von OElen, insbesondere von Schmieroelen
DE913176C (de) Verfahren zur Abtrennung von Phenolen aus OElen
DE663144C (de) Verfahren zur Herstellung von festem Diammonphosphat
DE665002C (de) Verfahren zum Extrahieren gerbstoffhaltiger pflanzlicher Rohstoffe
DE619342C (de) Verfahren zum Herstellen waessriger Suspensionen oder Emulsionen
DE631900C (de) Verfahren zur Herstellung chemisch wirksamer Kunstasphalte