AT211160B - Photographische Kamera - Google Patents

Photographische Kamera

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AT211160B
AT211160B AT137659A AT137659A AT211160B AT 211160 B AT211160 B AT 211160B AT 137659 A AT137659 A AT 137659A AT 137659 A AT137659 A AT 137659A AT 211160 B AT211160 B AT 211160B
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AT
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ring
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AT137659A
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Gauthier Gmbh A
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Description


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  Photographische Kamera 
Die Erfindung bezieht sich auf eine photographische Kamera mit einem mit den Verstellvorrichtun- gen für Blende und Belichtungszeit verbundenen Belichtungswert-Einsteller, der gleichzeitig Einsteller für einen der beiden Belichtungsfaktoren Blende und Belichtungszeit ist, während der andere dieser Fak- toren mittels eines besonderen Einstellers einstellbar ist. 



  Kameras der vorstehend genannten Art sind bereits in verschiedenen Ausführungen für halb-oder vollselbsttätige Belichtungseinstellung bekannt. Bei einigen derselben ist die Verbindung zwischen dem
Belichtungswert-Einsteller und dem anderen, entweder mit der Verstellvorrichtung für die Blende oder für die Belichtungszeit verbundenen Einsteller mittels eines Zahnrad-Differentialgetriebes hergestellt. Eine derartige Ausbildung führt indessen zu einem hohen Aufwand an Bauteilen und einem entsprechenden
Platzbedarf für diese ; ausserdem kann auf Grund des bei einer grösseren Anzahl von Getriebeteilen auftre- tenden Spiels eine zwar kleine, immerhin jedoch feststellbare Minderung der Einstell- bzw. Anzeige-
Genauigkeit eintreten. 



   Bei einer anderen Ausführung einer Kamera der eingangs genannten Art sind die einen Lager der
Blendenlamellen über einen Trägerring mit einem nach einer ortsfesten Skala einstellbaren Belichtung- wert-Einsteller verbunden, während die anderen Lager der Blendenlamellen über einen weiteren Träger- ring mit einem Belichtungszeit-Einsteller in Verbindung stehen. 



   Gegenüber Kameras der erstgenannten Art besitzt eine in vorstehender Weise ausgebildete Belich-   tungswert-Einstellvorrichtung den Vorteil   eines weniger verwickelten Aufbaus und einer leichten Herstell- barkeit der Verbindungsteile zwischen den Blendenlamellen und dem Belichtungswert-Einsteller einerseits und dem Belichtungszeit-Einsteller anderseits. Dagegen benötigt eine solche Vorrichtung einen erhebli- chen Raumbedarf, u. zw. sowohl in axialer als auch in radialer Richtung. Dies ergibt sich dadurch, dass der
Blende zwei in axialer Richtung gestaffelte und von den Verschlussblättern mittels einer besonderen Ab- deckscheibe getrennte Trägerring zugeordnet sind.

   Der durch diese Anordnung bedingte zusätzliche
Raumbedarf führt zu einem vergrösserten Abstand zwischen Blendenlamellen und Verschlussblättern, wo- durch sich für die Ausbildung des Objektivs Schwierigkeiten ergeben. 



   Darüberhinaus macht die unmittelbare Mitnahmeverbindung zwischen den   Einstellen !   für Blende, Be- lichtungszeit und Belichtungswert die Ausbildung eines Bewegungsschlitzes in der Verschlussgehäuse-Sei- tenwand notwendig, da die im Gehäuse-Innenraum angeordneten Verschlussmechanismen keinen Bewe- gungsraum für die Verbindungsteile der Einsteller freigeben. Da hiebei zur Überdeckung des gesamten
Belichtungswerte-Bereichs der Bewegungsschlitz eine Länge besitzen muss, die gleich der Summe der
Längen des Blendenverstell-Bereichs und des Belichtungszeiten-Verstellbereichs ist, wird das Verschluss- gehäuse erheblich geschwächt bzw. muss zur Vermeidung einer solchen Schwächung eine dickere Ver-   schlussgehäuse-Seitenwand   vorgesehen werden, wodurch wiederum der Durchmesser des Verschlusses eine unliebsame Vergrösserung erfährt. 



   Unabhängig von den beschriebenen Nachteilen besitzen jedoch sämtliche Kameras der vorstehenden
Art den Vorteil, dass mit einem einzigen Einsteller der gesamte Blenden- und Belichtungszeiten-Verstell- bereich erfassbar ist. Weiters erfordert ein voneinander abhängiges Verstellen der Einsteller für Belich- tungswertund Belichtungszeit bzw. Blende sowohl im Sinne einer Belichtungswert-Einstellung als auch im
Sinne einer Belichtungszeit-Blenden-Auswahl bei konstanter Belichtungswert-Einstellung kein zusätzliches Betätigen einer Kupplungsvorrichtung. Darüberhinaus zeichnen sich die beschriebenen Kameras dadurch aus, dass ihre Skalen mit den Reiben der Belichtungszeiten und Blendenwerte so zueinander angeordnet 

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   In Fig. 1 ist mit 1 der Vorderteil einer photographischen Kamera bezeichnet. An dieser ist in an sich bekannter Weise ein Objektivverschluss 2 befestigt. Letzterer besitzt einen mit der in Fig. 2 gezeigten
Verstellvorrichtung für die Blende und einer nicht näher gezeigten, an sich bekannten Verstellvorrichtung für Belichtungszeit in später noch zu beschreibender Weise verbundenen Belichtungswert-Einstellring 3, der nach einer Belichtungswert-Skala 4 und einer kamerafesten Marke 5 einstellbar ist. Ausser der Be- lichtungs-Wert-Skala ist am Einstellring 3 eine Blendenskala 6 angeordnet. An der Frontseite des Ob-   jektivvemhlusses2 ist weiterhin konzentrisch zum Belichtungswert-Einstellring   3 ein Belichtungszeit-Ein- stellring 7 drehbar gelagert, der mittels einer an ihm ausgebildeten Marke 8 nach einer ortsfesten Be- lichtungszeit-Skala 9 einstellbar ist.

   Die Marke 8 dient gleichzeitig als Einstellmarke für die Blenden-
Skala 6. Zum Zwecke einer leichten Bedienbarkeit sind an den Einstellringen 3 und 7 Griffrändelun- gen 3a bzw. 7a ausgebildet. 



   Gemäss der Erfindung sind nunmehr der Belichtungswert-Einstellring 3 und der Belichtungszeit-Ein- stellring 7 einerseits und die Verstellvorrichtung für die mittels des Belichtungswert-Einstellrings 3 ein- stellbare Blende anderseits durch Kurvensteuervorrichtungen verbunden, mittels welcher die Blende jeweils auf einen Wert einstellbar ist, der zusammen mit dem eingestellten Belichtungszeit-Wert ein dem jeweils eingestellten Belichtungswert entsprechendes Belichtungszeit-Blenden-Wertepaar ergibt. Weiterhin ist dem Belichtungswert-Einstellring 3 und dem Belichtungszeit-Einstellring 7 eine Mitnahmeverbindung zugeordnet, welche eine Relativverstellung der beiden Einstellringe entsprechend der Länge des Blenden-Verstellbereichs zulässt. Durch diese Anordnung werden die eingangs erwähnten Vorteile erzielt. 



   In Fig. 3 ist eine gemäss der Erfindung ausgebildete, den Einstellern für Belichtungszeit und Belichtungswert zugeordnete Mitnahmeverbindung sowie eine Kurvensteuervorrichtung näher gezeigt. Wie aus dieser Figur ersichtlich, umfasst die Kurvensteuervorrichtung erfindungsgemäss zwei Steuerkurven 10a und und   11a,   von denen die erstere dem Belichtungswert-Einstellring 3 und die letztere dem BelichtungszeitEinstellring 7 zugeordnet ist. Beide Steuerkurven erstrecken sich in radialer Richtung und sind an konzentrisch zueinander angeordneten Ringen 10 bzw. 11 ausgebildet. An den Ringen 10 und 11 sind Arme lob und 11b ausgebildet, die in entsprechenden Ausnehmungen an den Einstellringen 3 und 7 eingreifen. Damit ist eine formschlüssige Verbindung zwischen den Steuerkurvenringen 10 bzw. 11 und den Einstellrin gen 3 bzw. 7 hergestellt. 



   Die erfindungsgemässe Mitnahmeverbindung zwischen dem Belichtungswert-Einstellring 3 und dem Belichtungszeit-Einstellring 7 umfasst einen am Steuerkurvenring 10 in Umfangsrichtung verlaufenden Schlitz 10c, in den ein am Steuerkurvenring 11 befestigter Mitnehmerstift 12 eingreift. Die Länge des Schlitzes entspricht der Länge des Blenden-Verstellbereichs, d. h. also im Ausführungsbeispiel von Blende 2,8 bis Blende 22. 



   Für die Einstellringe 3 und 7 ergibt sich eine geringe Verstellkraft. Dies ist dadurch begründet, dass in den Bereichen einer gemeinsamen Verstellung die Verstellbewegung des einen Einstellrings unmittelbar auf den anderen übertragen wird. Damit ist über den gesamten Verstellbereich der Einstellringe für Belichtungszeit und Belichtungswert ein weiches und gleichmässiges Verstellen erzielt. Dies stellt sowohl für eine von Hand durchgeführte als auch für eine durch Motorkraft bewerkstelligte Einstellbetätigung, wie sie z. B. bei Kameras mit selbsttätiger Belichtungszeit-Einstellung zur Anwendung kommt, einen bedeutsamen Vorzug dar. 



   Zur Zusammenarbeit mit den Steuerkurven 10a und 11a ist gemäss der Erfindung eine DifferentialAbgreifvorrichtung angeordnet, mittels welcher die Bewegung der Steuerkurvenringe 10 und 11 auf einen in Fig. 2 näher gezeigten und mit 13 bezeichneten Blenden-Verstellring übertragen wird. Wie aus der genannten Figur ersichtlich, handelt es sich im Ausführungsbeispiel um eine Irisblende mit Sektorenlamellen. Die Erfindung ist jedoch auf eine solche Blende nicht beschränkt, sondern hat für jede Art von Blende Bedeutung. 



   Die Sektorenlamellen, von denen aus Gründen der Übersichtlichkeit nur eine gezeigt ist, sind mit 14 bezeichnet. Die Lamellen sind an einem ortsfesten Gehäuseteil 15 um einen Stift 16 drehbar gelagert und besitzen einen Schlitz 14a, in den ein am Verstellring 13 befestigter Stift 17 eingreift. Ausser dem Stift 17 ist am Verstellring 13 noch ein weiterer Stift 18 befestigt, der in den Fig. 2, 3 und 5 gezeigt ist und zur Verstellung des Ringes 13 und damit der Blendenlamellen 14 dient. 



   Zu letzterem Zweck ist an der Innenseite des Bodens des Verschlussgehäuses 34 ein doppelarmiger Hebel 19   (Fig.   5) um eine Achse 20 drehbar gelagert. Am Ende des einen Hebelarms 19a ist eine Gabel 19b ausgebildet, in die der am Blenden-Verstellring 13 befestigte Stift 18 eingreift. Am Ende des anderen Hebelarms 19c ist ein parallel zur Verschlussachse gerichteter Stift 21 angeordnet, der durch einen im   Verschlussgehäuse-Boden   ausgebildeten Bewegungsschlitz 22 hindurchragt und als Drehachse für einen 

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 zweiten doppelarmigen Hebel 23 mit gleich langen Hebelarmen 23a und 23c dient. Am Ende des Hebelarms 23a ist eine Nase 23b ausgebildet, die mit der Kurve   lla   des mit dem Belichtungszeit-Einstellring 7 verbundenen Steuerkurvenrings 11 zusammenarbeitet.

   Am anderen Hebelarm 23c ist ein parallel zur Verschussachse gerichteter Stift 24 befestigt, der an der Steuerkurve 10a des mit dem Belichtungswert-Einstellring 3 verbundenen Steuerkurvenrings 10 anliegt. Die kraftschlüssige Verbindung zwischen dem Abgreifer 23b und der Steuerkurve 11a einerseits und dem Abgreifstift 24 und der Steuerkurve 10a anderseits wird durch eine am Hebel 19 angreifende, mit 41 bezeichnete Feder gewährleistet. die das Bestreben hat, den Hebel 19 entgegen dem Uhrzeigersinn zu drehen. 



   In Fig. 3 ist eine von der in Fig. 5 gezeigten Steuereinrichtung verschiedene Einrichtung gezeigt, die jedoch auf dem gleichen, der Erfindung zu Grunde liegenden Prinzip beruht, nämlich einer Einstellung mittels Steuerkurven und einer diese abgreifenden Differential-Abgreifvorrichtung. 



   In der genannten Figur ist ein mit 25 bezeichneter einarmiger Hebel auf einer im Boden des Verschlussgehäuses 34 parallel zur Verschlussachse gelagerten Welle 26 befestigt. Am freien Ende des Hebels 25 ist eine Gabel 25a ausgebildet, in die der am Blenden-Verstellring 13 befestigte Mitnehmerstift 18 eingreift. An dem auf der anderen Seite des Verschlussgehäuse-Bodens heraustretenden Ende der Welle 26 ist ein zweiter einarmiger Hebel 27 befestigt. Die durch die Welle verbundenen beiden Hebel stehen unter dem Einfluss einer Feder 41, die das Bestreben hat, die Welle entgegen dem Uhrzeigersinn zu schwenken. 



   An der   Rückseite des Verschlussgehäuse-Bodens   ist ferner um eine ortsfeste Drehachse 28 ein einarmiger Steuerhebel 29 schwenkbar gelagert. An dessen freiem Ende 29a ist ein parallel zur optischen Achse gerichteter zylindrischer Stift 30 befestigt, der an der Steuerkurve 10a des Kurvenrings 10 anliegt. Weiterhin ist an dem zylindrischen Stift 30 ein zweiter einarmiger Steuerhebel 31 schwenkbar gelagert, der mit einem an seinem freien Ende 31a befestigten Stift 32 mit der Steuerkurve lla des Kurvenrings 11 zusammenarbeitet. Am Hebel 31 ist ferner ein parallel zur Verschlussachse gerichteter Stift 33 befestigt, gegen den sich das nasenförmig ausgebildete Ende 27a des Hebels 27 abstützt.

   Unter dem Einfluss der Feder 41 ist somit eine kraftschlüssige Verbindung der Hebel untereinander und mit den Steuerkurven   10a   und   lla   hergestellt. 
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 stellung nach der Belichtungswert-Skala 4 und der Einstellmarke 5 erfolgt, ist in Fig. 4 ein gemäss der Erfindung ausgebildeter   Objektiwerschluss   dargestellt, bei dem die Belichtungs-Einstellung halbselbsttätig erfolgt, u. zw. durch Zur-Deckung-Bringen eines mit den Verstellmechanismen für Belichtungszeit und Blende verbundenen Nachführteils, beispielsweise eines Zeigers, mit dem Zeiger eines Belichtungsmessers. Da die Nachführsteuerung als solche von an sich bekannter Art ist, ist auf eine ausführliche Darstellung der hiezu gehörenden Übertragungsteile verzichtet worden. 



   Der in Fig. 4 gezeigte Objektivverschluss besitzt, ebenso wie der Verschluss in Fig.   l,   einen an der Rückseite des Verschlussgehäuses 34 gelagerten Belichtungswert-Einstellring. der, wie im ersten   Ausfüh-   rungsbeispiel, gleichfalls mit 3 bezeichnet ist. Zur Verbindung des Belichtungswert-Einstellrings mit dem   Nachführzeiger   des Belichtungsmessers dient ein parallel zur Verschlussachse angeordneter und im Kamera-Vorderteil gelagerter Übertragungsstift 35. Das eine Ende dieses Stifts-arbeitet mit einem an der Verschlussgehäuse-Seitenwand 34a geführten,   eine schraubenlinienförmige Steuerkurve besitzenden Ring   36 zusammen, der in später noch zu beschreibender Weise mit dem Belichtungswert-Einstellring 3 verbunden ist.

   Das andere Ende des Stifts 35 steht mit dem aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht näher gezeigten Mechanismus der Nachführsteuerung in Verbindung. 



   Um ausser den Faktoren Blende und Belichtungszeit auch noch weitere Belichtungsfaktoren, wie z. B. 



  Filmempfindlichkeit, berücksichtigen zu können, ist im Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 4 am Umfang des einen zylindermantelförmigen Teil besitzenden Einstellrings 3 ein weiterer, gegenüber dem Einstellring 3 relativ verstellbarer Ring 37 drehbar gelagert. An letzterem ist eine ortsfeste Marke 38 angebracht, die nach einer am Einstellring 3 angeordneten Filmempfindlichkeits-Skala 39 einstellbar ist. Zur Sicherung der Relativlage ist ferner zwischen dem   Filmempfindlichkeits-Einstellting   37 und dem Belichtungswert-Einstellring 3 eine nicht näher gezeigte lösbare Kupplung an sich bekannter Art angeordnet, die. mittels eines am Einstellring 37 ausgebildeten Kupplungs-Griffstücks 40 mit dem Einstellring 37 in oder ausser Eingriff bringbar ist.

   Ausser der Skala 39 ist ferner am Zylindermantel des Einstellrings 3 eine Blendenskala 6 angeordnet, die mit der Einstellmarke 8 des Belichtungszeit-Einstellrings zusammenarbeitet. 



   Zur Übertragung der Einstellbewegung des Filmempfindlichkeits-Einstellrings 37 auf den Nachführzeiger des Belichtungsmessers ist der Einstellring 37 mit dem Steuerkurvenring 36 in nicht näher gezeig- 

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 ter Weise auf Drehmitnahme verbunden. Bei Einstellung des Ringes 37 auf einen der Werte der Filmemp- findlichkeits-Skala 39 wird auch der Steuerkurvenring 36 gegenüber dem Belichtungswert-Einstellring 3 relativ verstellt. Nach Herstellen der Kupplungsverbindung zwischen dem Filmempfindlichkeits-Einstell- ring 37 und dem Belichtungswert-Einstellring 3 ist auch der letztgenannte Ring mit dem Steuerkurvenring 36 auf Drehmitnahme verbunden. 



   Die Wirkungsweise der vorstehend beschriebenen Ausführungsarten der Erfindung ist folgende :
1. Einstellen eines bestimmten Belichtungswerts. Bei dem in Fig. 1 gezeigten Objektivverschluss wird der Belichtungswert-Einstellring 3 entsprechend dem durch einen Belichtungsmesser ermittelten Belich- tungswert nach der kamerafesten Marke 5 und der Belichtungswert-Skala 4 eingestellt. 



  Bei dem in Fig. 4 gezeigten   Objektivverschluss   wird der Belichtungswert-Einstellring dagegen nach vorangegangener Einstellung der Filmempfindlichkeit entsprechend der Anzeige des über die beschriebene
Verbindung mit dem Belichtungswert-Einstellring gekuppelten Belichtungsmessers eingestellt. 



   In beiden Ausführungsarten wird durch Verstellen des Belichtungswert-Einstellrings 3 der mit diesem verbundene Steuerkurvenring 10 mitgenommen. Bei Anordnung einer Differential-Abgreifvorrichtung ge- mäss Fig. 3 wird hiebei durch die Steuerkurve 10a der mit seinem Abgreifstift 30 an derSteuerkurve 10a anliegende Steuerhebel 31 um den an der nicht betätigten Steuerkurve 11a anliegenden Abgreifstift 32 verschwenkt und hiebei auch der am Verschlussgehäuse-Boden gelagerte und über den Abgreifstift 30 mit dem Hebel 31 verbundene Hebel 29 mitgenommen. Die Schwenkbewegung des Hebels 31 wird über den
Stift 33 auf den Hebel 27 und den mit diesem verbundenen Hebel 25 übertragen. Letzterer stellt durch
Drehen des Blenden-Verstellrings 13 die Blende ein. 



   Bei Anordnung einer Differential-Abgreifvorrichtung gemäss Fig. 5 verschwenkt der mit dem Belich- tungswert-Einstellring 3 verbundene Steuerkurvenring 10 über den an der Steuerkurve 10a anliegenden Ab- greifstift 24 den doppelarmigen Hebel 23 um die an der nicht mitbewegten Steuerkurve 11a anliegende
Abgreifnase 23b. Die Verstellung der Blende erfolgt bei dieser Anordnung mittels des doppelarmigen He- bels 19, dessen mit dem Hebel 23 verbundener Arm 19c je nach der Verstellrichtung des Belichtungswert-
Einstellrings 3 über den Stift 21 nach einwärts oder auswärts verschwenkt wird und hiebei über den anderen
Hebelarm 19a und den Stift 18 den Blenden-Verstellring 13 mitnimmt. 



   Wird im Zuge der Belichtungswert-Einstellung eine der Grenzen des Blenden-Verstellbereichs, also in den Ausführungsbeispielen einer der Blendenwerte 2, 8 oder 22 erreicht, ohne dass der für die Aufnahme gültige Belichtungswert eingestellt ist, so erfolgt die Fortführung des Belichtungswert-Einstellvorgangs unter Konstanthaltung des betreffenden Blenden-Grenzwerts, also 2, 8 oder 22, und ausschliesslicher Ver- änderung der Belichtungszeit. Hiebei kommt die erfindungsgemässe Mitnahmevorrichtung zwischen den
Steuerkurvenringen 10 und 11 zur Wirkung. Die unmittelbare Mitnahme zwischen den beiden Steuerkur- venringen 10 und 11 wird durch Zusammenarbeit zwischen den Enden des im Steuerkurvenring 10 ausge- bildeten Schlitzes 10c und dem Mitnehmer 12 herbeigeführt. 



   2. Auswahl eines bestimmten Belichtungszeit-Blenden-Wertepaares. Durch Drehen des Belichtungs-   zeit-Einstellrings'" :   kann das dem Aufnahmeobjektiv am besten angepasste Belichtungszeit-Blenden-Wer- tepaar ausgewählt werden. Beidieser Einstellung wird der mit dem Belichtungswert-Einstellring 3 verbun- dene Steuerkurvenring 10 nicht mitgedreht. Die Verstellung der Blende erfolgt mittels der Steuerkurve
11a über die in den Fig. 3 und 5 gezeigte Differential-Abgreifvorrichtung in ähnlicher Weise wie bei der   Belichtungswert-Einstellung, wobei jedoch   die Drehpunkte der Steuerhebel 31 bzw. 23 wechseln.

   Während bei der Belichtungswert-Einstellung die genannten Hebel um den Abgreifer 23b bzw. den Stift 32 ver- schwenkt werden, werden im vorliegenden Fall,   d. h.   bei Betätigen des Belichtungszeit-Einstellrings 7, die Hebel 31 bzw. 23 um die an der Steuerkurve 10a anliegenden Abgreifstifte 24 bzw. 30 verschwenkt. 



   Die Verstellbewegung des Belichtungszeit-Einstellrings 7 endet, wenn eine der Grenzen des Belichtungs- zeit- oder des Blenden-Verstellbereichs erreicht ist. 



   Da zum Zwecke einer leichten und einfachen Bedienbarkeit eine besondere Sicherung des Belich- tungswert-Einstellrings 3 in seinen Einstellagen in den Ausführungsbeispielen nicht vorgesehen ist, kann indessen die Belichtungswert-Einstellung auch in anderer Weise als bei der vorbeschriebenen Einstellung vorgenommen werden, u. zw. mittels des Belichtungszeit-Einstellers 7. Diese Verstellmöglichkeit ergibt sich, wenn bei konstant gehaltenem Blendenwert, also 2, 8 bzw. 22, eine Änderung der Belichtungszeit-
Einstellung durchgeführt wird. Auch in diesem Falle wird der Belichtungswert-Einstellring 3 durch die
Mimahmevorrichtung, d. h. durch Anlage des Mitnehmers 12 an einer der beiden   Anschlagstellungen   des
Schlitzes 10c des Steuerkurvenrings 10, mitgenommen. 



   Die Erfindung ist im Vorstehenden an Hand von zwei Ausführungsbeispielen beschrieben, von denen die in Fig. 3 gezeigte, mit der Kurvensteuervorrichtung zusammenarbeitende Differential-Abgreifvorrichtung, eine besonders zweckmässige Ausbildung für Steuerkurven darstellt, welche eine grosse Länge und eine grosse Amplitude besitzen, während die in Fig. 5 dargestellte Abgreifvorrichtung sich durch einen geringstmöglichen Teilebedarf auszeichnet. Die Erfindung ist jedoch auf die gezeigten Ausführungsbei- 

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 spiele nicht beschränkt, sondern es können Steuerkurven-Anordnungen und Ausbildungen sowie Differen-   tial-Abgreifvorrichtungen   jeder Art Anwendung finden, die gewährleisten, dass der mittels des Belich-   tungswert-Einstellers   einstellbare Faktor Blende bzw.

   Belichtungszeit in der beschriebenen Abhängigkeit eingestellt wird. 



  Weiterhin liegt es im Bereich der Erfindung, dass in Abänderung der Ausführungsbeispiele statt der
Blende die Belichtungszeit mittels des Belichtungswert-Einstellrings 3 eingestellt wird, während die Blen- de mit einem besonderen Einsteller einstellbar ist. 



   Unabhängig von den verschiedenen Ausführungsarten, die die Erfindung im einzelnen erfahren kann, und unabhängig von der Art der Kamera, bei welcher die Erfindung jeweils verwirklicht wird, sind die durch die Erfindung geschaffenen Vorzüge hinsichtlich Raumbedarf, Bedienungs-Einfachheit   und-Leich-   tigkeit sowie   Einstell-und Anzeige-Genauigkeit   stets in vollem Masse gewährleistet. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Photographische Kamera mit einem mit den Verstellvorrichtungen für Belichtungszeit und Blende verbundenen Belichtungswert-Einsteller, der gleichzeitig Einsteller für einen der beiden Belichtungsfakto- ren Blende und Belichtungszeit ist, während der andere dieser Faktoren mittels eines besonderen Einstel- lers einstellbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass dem Belichtungswert-Einsteller (3) und dem Einstel- ler (7) für Belichtungszeit bzw. Blende eine Mitnahmeverbindung   (l0c,   12) zugeordnet ist, welche eine
Relativverstellung der beiden Einsteller entsprechend der Länge des Verstellbereichs des mit dem Belich-   tungswert-Einsteller einstellbaren   Belichtungsfaktors   zulässt,   und dass der Belichtungswert-Einsteller und der Einsteller für Belichcungszeit bzw.

   Blende einerseits und die Verstellvorrichtung für den mittels des   Belichtungswert-Einstellers   einstellbaren Belichtungsfaktor anderseits durch Kurvensteuereinrichtungen verbunden sind, mittels welchen der letztgenannte Belichtungsfaktor jeweils auf einen Wert einstellbar ist, der zusammen mit dem eingestellten Wert des mit dem besonderen Einsteller einstellbaren Belich- tungsfaktors ein dem jeweils eingestellten Belichtungswert entsprechendes Belichtungszeit-Blenden-Wer- tepaar ergibt.

Claims (1)

  1. 2. Photographische Kamera nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass die Kurvensieuereinrich- tungen zwei Steuerkurven (10a, 11a) umfassen, von denen die eine (10a) mitdemBelichtungswert-Ein- steller (3) und die andere (lia) mit dem Einsteller (7) für einen der Belichtungsfaktoren Belichtungszeit bzw. Blende verbunden ist, und dass zur Zusammenarbeit mit diesen Steuerkurven eine Differential-Ab- greifvorrichtung dient, die mit der Verstelleinrichtung des andern der Belichtungsfaktoren Belichtungszeit bzw. Blende verbunden ist.
    3. Photographische Kamera nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Einsteller (3, 7) als zueinander konzentrisch angeordnete Ringe ausgebildet sind, und dass die Steuerkurven (loua, 11a) sich in radialer Richtung erstrecken und mittels eines oder mehreren Hebeln (19, 23 bzw. 25,27, 29, 31) ab- EMI6.1 sind.
    4. Photographische Kamera nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der mittels des Belichtungswert-Einstellers (3) einstellbare Belichtungsfaktor die Blende ist.
AT137659A 1959-02-23 1959-02-23 Photographische Kamera AT211160B (de)

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