AT210628B - Verfahren zur Herstellung eines Alkydharzes - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Alkydharzes

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AT210628B AT408558A AT408558A AT210628B AT 210628 B AT210628 B AT 210628B AT 408558 A AT408558 A AT 408558A AT 408558 A AT408558 A AT 408558A AT 210628 B AT210628 B AT 210628B
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung eines Alkydharzes 
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung eines Alkydharzes, das besonders als Einbrennlack für Oberflächenüberzüge geeignet ist. 



   Bei der Herstellung von   Oberflächeuüberzligen   sind im allgemeinen Substanzen, welche beim Trocknen bei gewöhnlichen atmosphärischen Temperaturen feste Filme bilden, nicht geeignet. Der notwendige Grad an Härte des erzeugten Filmes kann nur durch Verwendung von Materialien erhalten werden, die auf 
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 durch diese Erhitzungsverfahren erhalten werden, sind unter dem Namen Einbrennlacke bekannt. Gleichzeitig mit der erforderlichen   Oberflächenhärte   ist jedoch auch ein bestimmter Betrag an Biegsamkeit nötig, um Einwirkungen auf die fertigen Oberflächenüberzüge ausschalten zu können. Diese Eigenschaften an Härte und Biegsamkeit werden zur Zeit durch die Verwendung teurer Fettsäuren bei der Herstellung von für derartige Zwecke geeigneten Alkydharzen erhalten.

   Anschliessend werden diese sehr kostspieligen Al-   kydharze noch   weiter modifiziert, indem sie vor   der'Aufbringung   auf die Oberfläche, die mit einem Einbrennlack überzogen werden soll, mit Aminoharze vermischt werden. 



   Gegenstand vorliegender Erfindung ist also ein Verfahren zur Herstellung eines Alkydharzes, dessen Säurekomponente durch eine Benzoltricarbonsäure gebildet ist. Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass eine Mischung von   (1)   einem Monoester der Trimellitsäure, Trimesinsäure, Hemimellitsäure, Trimellitsäureanhydrid   oderHemimellitsäureanhydrid   und einem Paraffinalkohol, der 1-30 Kohlenstoff atome enthält und (2) einem zweiwertigen Alkohol bei einer Temperatur im Bereich von 180 bis 2600 C unter kontinuierlicher Entfernung des Reaktionswassers erhitzt wird, bis ein in den für Alkydharze gebräuchlichen organischen Lösungsmitteln lösliches Harz entstanden ist. Eine vorzugsweise Säurekomponente ist das Trimellitsäureanhydrid. 



   Die Bildung von Alkydharzen aus Gemischen, bestehend aus einem mehrwertigen Alkohol, z. B. Glyzerin oder Glykol, einer mehrwertigen Säure, z. B. Phthalsäure oder Pyromellitsäure und einem einwertigen Alkohol, wie   z. B.   n-Octylalkohol, n-Decylalkohol, ist bereits bekannt. Die Mischung der einzelnen Komponenten wird gleichzeitig zusammen erhitzt. 



   Im Gegensatz zu dem Gemisch gemäss vorliegender Erfindung, bestehend aus einem Monoester einer Tricarbonsäure und eines einwertigen Alkoholes und einem zweiwertigen Alkohol, bestehen diese bekannten Gemische aus zweiwertigem   Alkohol-Tricarbonsäure-einwertigem   Alkohol für sich, ohne den vorher gebildeten Monoester der Tricarbonsäure und des einwertigen Alkohols. 



   Es sind bereits Harze bekannt, die aus einem Gemisch eines aus einem mehrwertigen Alkohol,   z. B.   



  Glyzerin oder Glykol und einer   Polycarbonsäure, z. B. Phthalsäure   oder Hemimellitsäure gebildeten Alkydharzes und eines weiteren synthetischen Harzes, wie   z. B.   eines   Harnstoff/Formaldehyd-Harzes,   bestehen. Im Gegensatz zu vorliegender Erfindung ist im Alkydharz keine einwertige Alkoholkomponente vorhanden. Weiters sind harzartige Bindemittel, bestehend aus dem Reaktionsprodukt cyclischer   Polycarbonsäuren   mit mehr als zwei Carboxylgruppen, wie   z. B. Hemimellitsäure   mit einem mehrwertigen Alkohol, wie   z. B.   



  Glyzerin oder Glykol, bekannt. 



   Auch in diesem Falle ist somit keine einwertige Alkoholkomponente im Harz zugegen. 



   Es kann aber keinem der bekannten Verfahren die technische Lehre entnommen werden, einen Monoester zu bilden, ehe die zweiwertige Alkoholkomponente zugesetzt wird. Die Erfordernis dieser Verfahrensweise für vorliegende Erfindung ist dem folgenden Beschreibungstext zu entnehmen. Durch das erfin- 

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   dungsgem sse   Verfahren können die erforderlichen   Härte- und   Biegeeigenschaften durch Anwendung des relativ billigen ein-und zweiwertigen Alkohols. statt der bisher erforderlichen teuren Fettsäuren erzielt werden. 



   Es ist deshalb ein Zweck der vorliegenden Erfindung, ein Alkydharz herzustellen, das als Einbrennlack geeignet ist und aus   verhältnismässig wohlfeilen Bestandteilen erstellt werden   kann. Insbesondere wird durch vorliegende Erfindung ein Alkydharz geschaffen, das für Einbrennlacke mit der Anwendung   vonnur   wenig oder gar keinem Aminoharz geeignet ist. Weitere Merkmale der vorliegenden Erfindung gehen aus der Beschreibung in allen Einzelheiten hervor. 



   Im weitesten Sinne ist das Alkydharz der vorliegenden Erfindung ein Polyesterkondensationsprodukt eines Monoesters einer Benzoltricarbonsäure und eines einwertigenParaffinalkohols mit einem zweiwertigen Alkohol. Bei der richtigen Auswahl des einwertigen und des zweiwertigen Alkohols kann ein Harz erhalten werden, welches für sich allein als Einbrennlack geeignet ist. Bei der Vermischung einer   überwie-   genden Menge an erfindungsgemässem Alkydharz mit einem Aminoharz, kann ein verhältnismässig billiges Ausgangsmaterial für Einbrennlacke erhalten werden. 



   Die einwertigen   Praf & nalkohole, die   den umzusetzenden Monoester bilden, können irgend einer der Paraffin alkohole sein, die eine Hydroxylgruppe enthalten. Es können die Alkohole mit niedrigerem Molekulargewicht wie   Methyl-, Äthyl-und   die verschiedenen Propyl, Butyl-, Amyl- und Hexylalkohole verwendet werden. Wenn ein Alkydharz erhalten werden soll, das eine grössere Biegsamkeit, als es durch die Biegeprobe bestimmt wurde, aufweist, sind die mittleren Alkohole wie die Octyl-, Nonyl- und Tridecylalkohole angezeigt. Auch die Alkohole mit höherem Molekulargewicht wie Cetyl-, Ceryl-   (C),   oder sogar Melissylalkohole können verwendet werden. Die verschiedenen Paraffinalkohole können für sich allein oder in Vermischung verwendet werden.

   Die angewandte Mischung kann aus zwei oder mehreren Isomeren bestehen, oder sie kann aus zwei oder mehreren Alkoholen mit verschiedener Zahl an Kohlenstoffatomen im Molekül bestehen. 



   Besonders geeignet sind die Mischungen von   einwertigenParaffinalkoholen   mit mittlerem Molekulargewicht, wie sie beim Oxo-Verfahren erhalten werden. Wenn in der vorliegenden Beschreibung von Oxoalkoholen die Rede ist, so ist damit das Endprodukt der Umsetzung einer Mischung von Olefinen mit Kohlenoxyd und nachfolgender Hydrierung des Produktes aus der Oxoreaktion gemeint. Viele dieser Oxoalkohole sind handelsübliche Produkte. Die Mischung von Alkoholen mit   8, 9, 10   und 13 Kohlenstoffen, die sich von isomeren Olefinmischungen mit   7. 8. 9   und 12 Kohlenstoffen ableiten, ermöglichen die Verwendung von   Isooctyl-, Nonyl-, Decyl-und Tridecylalkohol.   



   Der Monoester kann als solcher bei der Herstellung der erfindungsgemässen Alkydharze angewandt werden. Jedoch wird es bevorzugt, die Reaktionsproduktmischung, die sich bei der Umsetzung einer Benzoltricarbonsäure mit dem definierten Alkohol ergibt, zu verwenden. Die Säure und der Alkohol können in den theoretisch erforderlichen Mengen zur Herstellung des Monoesters, d. h. mit einem Molverhältnis von Alkohol zu Säure von l, umgesetzt werden. Es kann auch ein Überschuss an Alkohol bei der Umsetzung vorgesehen sein, jedoch sollen im allgemeinen nicht mehr als 1, 2 Mole Alkohol pro Mol Säure vorhanden sein. Besonders gute Ergebnisse werden erhalten, wenn man einen   ungefähren Überschuss   von   10%   an Alkohol vorsieht. Die Säure und der Alkohol werden auf eine Temperatur erhitzt bei welcher eine rasche Umsetzung erhalten wird.

   Diese Temperaturen liegen in dem Bereich von 90 bis 1800 C und sind am 
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Die Säurelassen, bis die Reaktion vollständig ist. Diese Zeit ist abhängig von der eingebrachten Alkoholmenge, der Temperatur und den speziellen Reaktionsbedingungen. Die gesamte Reaktionsmischung, die aus Umsetzungsprodukt, unumgesetztem Alkohol und möglicherweise kleinen Mengen an unumgesetzter Säure besteht, wird als Monoester in die Polyester-Kondensationsreaktionszone eingebracht, in welcher das Alkydharz hergestellt wird. Es sei darauf hingewiesen, dass der   Überschuss   an Alkohol aus der Reaktionsproduktmischung entfernt werden und der Ester für sich allein in die Herstellungsstufe des Alkydharzes eingebracht werden kann. 



   Der genannte Monoester oder das entsprechende Monoester-Reaktionsprodukt wird dann mit einem zweiwertigen Alkohol unter   Polyester-Kondensationsreaktionsbedingungen   kondensiert, wobei die Reaktionsteilnehmer bei erhöhter Temperatur unter Entwicklung von Wasser erhitzt werden, bis ein Harz entstanden ist, welches in einem inerten organischen Lösungsmittel löslich ist und die gewünschte Säurezahl aufweist. Der zweiwertige Alkohol kann sein : ein Alkandiol, ein aromatisches Diol, ein   Ätheralkohol. wie     z. B. Polyalkylenglycole   oder ein Diol, welches ein oder mehrere aromatische Kerne innerhalb eines Alkans oder eines Oxyalkans mit Kette enthält. Der zweiwertige Alkohol kann ein einfacher Alkohol, wie z.B. Äthylenglycol.

   Propylenglycol oder Butylenglycol, sein.Er kann ein   Ätheralkohol,   wie   z. B.   ein Po- 

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 oder Polypropylenglycol, sein ; beispielsweise Diäthylenglycol,Åathylenglycol, Tetraäthylenglycol und die entsprechenden Propylen- und Butylensubstanzen. Die andern Alkohole können ein sehr hohes Molekulargewicht haben, wie z. B. die unter dem Namen Carbowachs bekannten Alkohole. Besonders geeignet für Zwecke, bei denen kein Aminoharz Anwendung finden soll, sind die Ätheralkohole, die eine Kombination von Oxyalkylenen und aromatischen Kernen darstellen, wobei die Hydroxylgruppen an den Alkylenkohlenstoffatomen angelagert sind. Ein besonders geeignetes Material dieser Art ist der Dipropylenglycoläther von Bis-Phenol A, eine Substanz, die im Handel erhältlich ist.

   Eine andere Verbindung dieser Art von besonderem Interesse ist der Bis-Glycolester   derlsophthalsäure,   bei welchem zwei   Äthylenglycolmoleküle   mit Isophthalsäure umgesetzt sind, wodurch eine Struktur erhalten wird, die zwei freie Hydroxylgruppen mit dem Isophthalsäurekern in der Mitte des Moleküls aufweist. Die aromatischen   Diole, wie z. B. Hydrochinon, können gleichfalls   verwendet werden, dabei wird es bevorzugt, aromatische Diole zu verwenden, die   Alkylsubstituenten, wie z. B. Octylhydrochinonhaben.   



  Der Ausdruck "Glycol" bedeutet dabei einfache Alkandiole, die einfachen Alkylenätheralkohole und die gemischten Glycole, die einen aromatischen Kern innerhalb des Moleküls, jedoch nicht freie Hydroxylgruppen enthalten,   d. h.   es müssen keine freien Hydroxylgruppen im aromatischen Kern, der einen Teil des Glycols bildet, vorhanden sein, da diese phenolische und nicht glycolische Eigenschaften haben. 



   Die Umsetzung zwischen den genannten Monoestern und den genannten zweiwertigen Alkoholen besteht in einer üblichen Polyester-Kondensationsreaktion, wobei die beiden bifunktionellen Moleküle sich unter Entweichen von Wasser kondensieren, um ein Harz mit hohem Molekulargewicht zu bilden. Die Reaktion wird bis zur vollständigen Umsetzung fortgesetzt, wobei das entstandene Wasser ununterbrochen entfernt und der Alkohol durch eine   Rückflusskühlervorrichtung   mit Wasserfalle zurückgehalten wird. 



   Die Kondensationsreaktion wird durch die Anwendung von mehr als der theoretischen Menge an Glycol erleichtert. Befriedigende Ergebnisse wurden bei Anwendung von aufwärts bis zu 1, 2 Mol   zweiwerti-   ger Alkohol pro Mol Monoester oder Monoesterreaktionsmischung erhalten. Im allgemeinen wird es bevorzugt, ungefähr zwischen 1, 05 und 1, 15 Mol an zweiwertigem Alkohol pro genanntem umzusetzendem Monoester anzuwenden. 



   Im allgemeinen wird die Polyester-Kondensationsreaktion bei erhöhten Temperaturen in dem Bereich von 180 bis   2600C   in Abhängigkeit von den Reaktionsteilnehmern und der verfügbaren Zeit durchgeführt. 



   Die Reaktion wird fortgesetzt, bis das Alkydharz aus der Polyester-Kondensationsreaktion die genaue Säurezahl hat oder die erwünschte Löslichkeit in einem inerten organischen Lösungsmittel erzielt worden ist. Es sei darauf hingewiesen, dass die Kondensationsreaktion nach dem sogenannten Zusammenschmelzverfahren, bei dem nur die Reaktionsteilnehmer eingebracht werden, oder nach dem sogenannten Lösungsmittel verfahren, bei welchem   ein inerter Kohlenwasserstoff, wie z. B. Xyloloder Naphtha, anwesend ist,   durchgeführt werden kann. 



   Das so erzeugte Alkydharz aus der Kondensationsreaktion wird in einem geeigneten inerten organischen Lösungsmittel gelöst und ist dann zur Verwendung als   Oberflächenüberzugsmittel   fertig. Das organische Lösungsmittel kann ein aromatischer Kohlenwasserstoff, wie z. B. Benzol, Toluol und Xylol sein oder es kann ein Paraffinkohlenwasserstoff wie Schwerbenzin oder Mineralsprit sein. Man kann auch chlorierte Kohlenwasserstoffe, wie Chlorbenzol oder sauerstoffhaltige, wie Aceton oder Cyclohexanon oder z. B. Dichoräthyläther verwenden. Die Art des Lösungsmittels richtet sich nach der Verwendung des aufzutragenden Harzes. 



   Anstatt das Alkydharz selbst zur Herstellung eines Einbrennlackes für Oberflächenüberzüge zu verwenden, kann ihm verbesserte Härte und/oder Biegsamkeit durch Vermischen des Alkydharzes mit einem   Aminoharz   verliehen werden. Bei der entstehenden Harzmischung ist das Alkydharz der überwiegende Be-   standteil. Die Harzmischung   wird in einem inerten organischen Lösungsmittel zur Bildung der Zusammensetzung gelöst, die auf die zu überziehende Oberfläche aufgebracht werden soll. 



   Die für eine Vermischung mit den erfindungsgemässen Alkydharzen geeigneten Aminoharze können irgendwelche aus der Harzklasse auf der Basis Harnstoff-Formaldehyd und Melamin-Formaldehyd-Konden-   iationsprodukte   sein. Die besonders für Einbrennlacke geeigneten Aminoharze werden ausführlich in   'OrganicCoatingTechnology",   Payne, Band I, Kapitel 8 [1954] geschildert. Im allgemeinen soll die Harzmischung zu 20-40% aus den genannten Aminoharze bestehen. 



   Die Lösung des Alkydharzes oder der Alkydharz-Aminharzmischung wird auf die zu überziehende Dberfläche nach   üblichen Verfahren   aufgebracht und dann durch Erhitzen auf eine geeignete Temperatur, gewöhnlich zwischen 90 und 2300 C, eingebrannt. 



   Alkydharze von der beanspruchten Art und die damit als Oberflächenüberzug auf Metallstreifen erlältlichen Ergebnisse, sowie die Ergebnisse mit Mischungen dieser Alkydharze mit Aminoharzen werden 

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 weiter unten gezeigt. Die Tabellen 1 und II zeigen eine Vielzahl der Reaktionsteilnehmer, die Eigenschaften der damit   erzeugtenAlkydharze   und dieEigenschaften von Einbrennfilmen für verschiedene Harze und Mischungen. 



   Die Tabelle I zeigt Ergebnisse mit Alkydharzen, die durch Veresterung von Trimellitsäureanhydrid mit einem handelsüblichen Isooctyl-Oxo-Alkohol unter Verwendung von stöchiometrischen Mengen der Substanzen erzeugt wurden. Bei diesen Versuchen 1-9 wurde der Alkohol und die Säure in einem Gefäss erhitzt, das mit einem Rückflusskühler und einem Rührer versehen ist. Es wird auf eine Temperatur von ungefähr 1200 C eine Stunde lang erhitzt. Anschliessend wird das ausgewählte Glycol zum Gefäss zugegegeben und die Temperatur auf ungefähr 2200 C innerhalb zwei Stunden erhöht und weitere zwei Stunden bei dieser Temperatur gehalten oder so lange, bis die Säurezahl 15 erreicht hat. Bei all diesen Versuchen war das Alkydharz in Xylol als Lösungsmittel gelöst und die Gardner-Viskositäten und die Farben wurden in der Alkydharzlösung bestimmt.

   Die Xylollösung wurde als Überzug auf einem Metallstreifen. von gleichmässiger Dicke aufgebracht. Die überzogenen Streifen wurden in einem Ofen 30 Minutenlang bei 1500 C eingebrannt. 



   Bei einer andern Versuchsreihe wurde ein gemischtes Harz, bestehend aus 28% eines Melamin-Formaldehyd-Harzes und dem besonderen Alkydharz in Xylol gelöst und es wurde auf die gleiche Art ein Metallstreifen mit eingebranntem Lack erzeugt. 



   Der Überzug wurde dann eine Woche lang stehen gelassen und dann die Sward-Härte, die Biegefestigkeit und die Schlagfestigkeit für den Überzug bestimmt. Gleichzeitig wurde der Überzug auf Widerstandsfähigkeit gegen Alkali durch Aufbringen eines Tropfens   2% iger Natriumhydroxydiösung   und eines Tropfens   15'%) iger wässeriger Natriumhydroxydlösung getestet.   Nach 24 Stunden wurde das Aussehen des Lackes und seine Haftfähigkeit auf dem Metallstreifen untersucht. 

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   Tabelle 1 Alkohol : Isooctyl Säure :Trimellitsäureanhydrid 
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<tb> 
<tb> Versuchs-Nummer <SEP> 1 <SEP> 2 <SEP> 3 <SEP> 4 <SEP> 5 <SEP> 6 <SEP> 7 <SEP> 8 <SEP> 9
<tb> Glycol <SEP> Äthylen <SEP> --1, <SEP> 3-Butan-- <SEP> --Neopentyl-- <SEP> --Diäthylen-- <SEP> -----(3)----Alkydharz
<tb> Eigenschaften
<tb> Säurezahl <SEP> 12, <SEP> 4-16, <SEP> 8-----13, <SEP> 6----12, <SEP> 4---19, <SEP> 0-- <SEP> 
<tb> % <SEP> Festbestandteile <SEP> in <SEP> Xylol <SEP> 50 <SEP> ---50-------- <SEP> ----53------- <SEP> -----52----- <SEP> ----49-----Viskosität, <SEP> Gardner <SEP> A <SEP> -------I----- <SEP> -----C------- <SEP> -----D-E---- <SEP> ------I----Farbe, <SEP> Gardner <SEP> l---6-7-----l------1-2-----7-8--
<tb> Überzugseigenschaften <SEP> (1) <SEP> 
<tb> Aminharz <SEP> Ufo <SEP> (2)

   <SEP> 28 <SEP> kein <SEP> 28 <SEP> kein <SEP> 28 <SEP> kein <SEP> 28 <SEP> kein <SEP> 28
<tb> Härte, <SEP> Sward, <SEP> 1 <SEP> Woche <SEP> 25 <SEP> 0 <SEP> 24 <SEP> 2 <SEP> 34 <SEP> 0 <SEP> 14 <SEP> 10 <SEP> 43
<tb> Biegeversuch
<tb> Stabdurchmesser <SEP> mm <SEP> 3, <SEP> 17-3, <SEP> 17-4, <SEP> 76-3, <SEP> 17-3, <SEP> 17 <SEP> 
<tb> Schlagfestigkeit <SEP> cm/kg <SEP> 17, <SEP> 28-11, <SEP> 52-29, <SEP> 95-73, <SEP> 72-27, <SEP> 64 <SEP> 
<tb> Alkalifestigkeit
<tb> 2% <SEP> NaOH, <SEP> 24 <SEP> gut <SEP> - <SEP> gut <SEP> - <SEP> gut <SEP> - <SEP> gut <SEP> -gut
<tb> 15Ufo <SEP> NaOH, <SEP> 24 <SEP> Std. <SEP> frei <SEP> - <SEP> gut <SEP> - <SEP> gut <SEP> - <SEP> schwach <SEP> -gut
<tb> verändert
<tb> 
 
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 (3) 75% Dipropylenglycoläther von Bis-Phenol A
25%   Diäthylenglycol   

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Tabelle II Säure :

  Trimellitsäureanhydrid 
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<tb> 
<tb> Versuchsnummer <SEP> 10 <SEP> 11 <SEP> 12 <SEP> 13 <SEP> 14 <SEP> 15. <SEP> 16
<tb> Alkohol <SEP> n-Amyl <SEP> (3)---n-Butyl <SEP> (3)--- <SEP> ------Isooctyl------ <SEP> -----n-Butyl <SEP> (3)---Isooctyl <SEP> (3)-Isooctyl <SEP> (3)-------Isooctyl <SEP> (3) <SEP> ---- <SEP> 
<tb> Glycol <SEP> Propylen <SEP> (4)------- <SEP> --------(4)-------- <SEP> -------(5)---------
<tb> Überschuss <SEP> Alkohol <SEP> % <SEP> - <SEP> -------- <SEP> (10) <SEP> ------ <SEP> --------(10)------- <SEP> -------(20)--------
<tb> Überschuss <SEP> Glycol <SEP> 15 <SEP> --------(10)------ <SEP> --------(20)------- <SEP> -------(10)-------Alkydharz
<tb> Eigenschaften
<tb> Säurezahl <SEP> 33 <SEP> --------20,6------ <SEP> --------26,8------ <SEP> -------15,6--------
<tb> % <SEP> Festbestandteile <SEP> (Xylol)

   <SEP> 57----57---------61---------50---- < <SEP> 
<tb> Viskosität, <SEP> Gardner <SEP> P-Q----L---------G--------A----Farbe, <SEP> Gardner <SEP> 12-13 <SEP> --------11-12----- <SEP> --------8-9-------- <SEP> -------6-7---------
<tb> Überzugseigenschaften <SEP> (1)
<tb> Aminharz, <SEP> % <SEP> (2) <SEP> 28 <SEP> kein <SEP> 28 <SEP> kein <SEP> 28 <SEP> kein <SEP> 28
<tb> Härte, <SEP> Sward.

   <SEP> 1 <SEP> Woche <SEP> 6 <SEP> 67 <SEP> 76 <SEP> 38 <SEP> 66 <SEP> 17 <SEP> 63
<tb> Biegeversuch
<tb> Stabdurchmesser, <SEP> mm <SEP> 19 <SEP> - <SEP> 11,1 <SEP> - <SEP> 12,7 <SEP> 3,1 <SEP> ,31
<tb> schlecht <SEP> schlecht <SEP> schlecht <SEP> gut <SEP> gut
<tb> 
   (1)   eingebrannt 30 Minuten bei   150U C   (2) handelsübliches Melamin-Formaldehydharz (3) 50   Gew.-%   (4) Dipropylenglycoläther von Bis-Phenol A (5) 75% von (4) und 25% von   Diäthylenglycol   

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Die in der Tabelle I gebrachten Daten zeigen, dass diese besonderen Kombinationen gute Sward-
Härte, eine ausgezeichnete Biegefestigkeit und Widerstandsfestigkeit gegen Alkali hatten. 



   Die Versuche 10-16 werden in Tabelle II gebracht. Bei Versuch 10 wurden gleiche Mischungen nach Gewicht von Amylalkohol und Isooctylalkohol mit Trimellitsäureanhydrid als Säure verwendet. DieAlkohole und die Säure wurden bei   1500   C eine Stunde lang miteinander umgesetzt. Zu der Reaktionszone wurden   1150/0   der theoretischen Menge an Propylenglykol zugegeben und die Temperatur auf 1750C erhöht und auf dieser Höhe ungefähr 4 Stunden gehalten, wobei die Masse im Kolben sehr viskos wird. Die Masse wird abgekühlt und mit Xylol bis zu einem Festbestandteil   von 5 7% verdünnt.   Zu der Lösung wird ein handelsübliches Melamin-Formaldehydharz gegeben, um ein gemischtes Harz mit einem   28% gen   Gehalt an handelsüblichem Harz zu erzeugen.

   Der damit erzeugte Einbrennlack war   ausserordentlich hart   mitfür diesen Härtegrad befriedigender Biegsamkeit. Das Alkydharz von den Versuchen 11 und 12 wurde unter Verwendung gleicher Mengen an n-Butylalkohol und Isooctylalkohol mit   Trimellitsäureanhydrid   unter Verwendung eines   10U&num;gen   Überschusses an Alkohol hergestellt. Das Reaktionsprodukt wurde mit handels- üblichem Dipropylenglycoläther von Bis-Phenol A in   100/0igem   Überschuss kondensiert. Das nunmehr erhaltene Kondensationsprodukt wurde geteilt und ein Teil wurde verwendet um einen Einbrennlack herzustellen. Der andere Teil wurde mit handelsüblichem Melamin-Formaldehydharz vermischt, um eine Mischung zu erzeugen, die   28%   an handelsüblichem Harz enthält.

   Die Daten zeigen, dass dieses besondere Alkydharz einen Einbrennlack ergab, der dem Wesen nach ebenso hart war wie der Einbrennlack, der unter Verwendung des gemischten Harzes erhalten wurde und ausserdem eine gute Biegsamkeit aufwies. 



   Versuch 13 und 14 verwendeten den Dipropylenäther von Bis-Phenol A und nur Isooctylalkohol. Unter diesen Bedingungen war das erhaltene Alkydharz von guter Härte, jedoch beträchtlich weicher als der Aminoharz enthaltende Überzug. 



   Versuche15 und 16 zeigen, dass die Verwendung einer Mischung von einer Bis-Phenol A-Substanz und Diäthylenglycol die Härte des Überzuges merklich vermindert, jedoch gleichzeitig die Biegsamkeit wesentlich verbessert im Vergleich mit Versuchen 11 und 12. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zur Herstellung eines Alkydharzes, dessen Säurekomponente durch eine Benzoltricarbonsäure gebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass eine Mischung von   (1)   einem Monoester der Trimellitsäure, Trimesinsäure,   Hemimellitsäure,   Trimellitsäureanhydrid oder Hemimellitsäureanhydrid und einem Paraffinalkohol der 1-30 Kohlenstoffatome enthält und (2) einem zweiwertigen Alkohol bei einer Temperatur im Bereich von 180 bis 2600 C unter kontinuierlicher Entfernung des Reaktionswassers erhitzt wird, bis ein in den für Alkydharze   gebräuchlichen, organischen   Lösungsmitteln lösliches Harz entstanden ist.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass das Molverhältnis von Paraffinalkohol zur Säure zwischen 1 und ungefähr 1, 2 liegt.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Molverhältnis von zweiwertigem Alkohol zum Monoester zwischen 1 und ungefähr 1, 2 liegt.
    4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass als Paraffinalkohol Isooctyl-oder Tridecylalkohol verwendet wird.
    5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass als zweiwertiger Alkohol Diäthylenglykol oder 1, 3-Butandiol verwendet werden.
AT408558A 1957-06-14 1958-06-11 Verfahren zur Herstellung eines Alkydharzes AT210628B (de)

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