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Lochkartensteuergerät für Arbeitsmaschinen, insbesondere
Waschmaschinen
Gegenstand der Erfindung ist ein Lochkartensteuergerät für Arbeitsmaschinen, insbesondere Wasch- maschinen. Derartige Geräte sind in verschiedenen Ausführungen bekannt ; insbesondere ist eine Ausfüh- rung bekannt, bei welcher ein als Triebrad ausgebildeter Mitnehmer zum Verschieben einer in einer
Laufbahn geführten Lochkarte vorgesehen ist. Es ist bei den bekannten Lochsteuergeräten jedoch nicht möglich, die Lochkarte von Hand in Richtung ihrer Bewegung beliebig weiterzuschieben, um nach
Wunsch gewisse Programmphasen zu überspringen.
Das erfindungsgemässe Lochkartensteuergerät ist von der vorstehend angegebenen allgemeinen Bau- art und zeichnet sich dadurch aus, dass das Mitnehmertriebrad über eine Überholungskupplung mit seiner
Antriebsvorrichtung verbunden ist, so dass ein Weiterschieben der Lochkarte von aussen her in Transportrichtung möglich, gegen diese jedoch verhindert ist.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 eine Draufsicht des Lochkartensteuergerätes, Fig. 2 eine Ansicht des Gerätes von der durch den Pfeil II in Fig. 1 angedeuteten Seite mit teilweisem Schnitt und Fig. 3 die in das Getriebe eingebaute Überholungskupplung in der Richtung des Pfeiles III in Fig. 2 gesehen, teilweise im Schnitt und in grösserem Massstab.
Das dargestellte Lochkartensteuergerät ist mit seinem die Antriebs-, Steuer- und Schaltaggregate aufweisenden Unterteil auf ein oben offenes, wasserdichtes Gehäuse la mittels einer als Abschlussdeckel dienenden Führungsplatte 1 aufgeschraubt, so dass die genannten wasserempfindlichen Aggregate wasserdicht eingeschlossen sind. Das Schutzgehäuse la ist in versenkter Anordnung auf der Waschmaschine montiert. Die Führungsplatte 1 ist mit seitlichen Führungsrädern 2 versehen, an welchen eine Lochkartenniederhaltewalze 8 gelagert ist. Die Rillen 8a der Niederhaltewalze ermöglichen den durch die Lochkartenschlitze gesteuerten Schaltkugeln 9a die Ausführung des für die Steuerung der Einzelschalter des Paketschalters erforderlichen Schaltweges.
Für den Transport der Lochkarte ist unter der Niederhaltewalze 8 ein Zahnrad 6a vorgesehen, dessen Zahnkranz teilweise in eine der Einlassrillen 8a hineinragt. Die Achsen der Niederhaltewalze 8 und des Zahnrades verlaufen parallel zueinander. Das Zahnrad 6a ist an einem an der Unterseite der Führungsplatte 1 befestigten vertikalen Lagerschild 27 gelagert. Das Zahnrad durchsetzt einen Schlitz 7 der Führungsplatte 1 und steht mit einer als Zahnschiene dienenden Lochung 28 der Lochkarte 3 im Eingriff. Es besteht also eine kraftschlüssige Verbindung zwischen den Teilen 3 und 6a. Ausserdem greift das Zahnrad 6a in den einen Zahnkranz 29a eines doppelkränzigen Zahnrades 29 ein, dessen zweiter Zahnkranz 29b mit einem Zahnritzel 30 kämmt. Das Zahnrad 29 ist lose drehbar auf einem am Lagerschild 27 befestigten Achsbolzen 29'gelagert.
Das Zahnritzel 30 dagegen ist auf einer Achse 31 fest angeordnet, welche, ein Getriebegehäuse 32 durchsetzend, in diesem gelagert ist. Auf der Achse 31 ist ein mit weiteren Rädern des Getriebes in Bewegungsverbindung stehendes Zahnrad 33 lose drehbar gelagert, welches eine als Überholungskupplung dienende Drahtwendel 34 trägt. Letztere läuft auf einer mit der Achse 31 fest verbundenen Messingbtichse 35 und bewirkt, dass die Achse 31 nur im einen Drehsinn des Zahnrades 33 mit diesem mitgedreht wird. Das Zahnrad 33 wird über nicht dargestellte Untersetzungsgetriebe. die im Gehäuse 32 untergebracht sind, von einem am Getriebekasten montierten, an sich bekannten Synchronmotor 16 angetrieben.
Die Oberseite der Lochkartenlaufbahn ist durch einen mittels einer Lagergabel 37 am einen Füh- rungsrand 2 der Führungsplatte 1 mittels Achszapfen 38 angelenkten, auf-und zuklappbaren, durchsich-
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tigen Schutzdeckel 36 aus Plexiglas od. dgL abgedeckt. um den Zutritt von Wasserspritzern zu den in den Bohrungen der Führungsplatte 1 gelagerten Schaltkugeln 9a zu verhindern.
Durch die Überholungskupplung 34 wird erreicht, dass die Lochkarte nur in der durch den Pfeil A in Fig. 1 angegebenen Richtung in ihre Laufbahn einführbar und dabei mit ihrer Lochung 28 in Eingriff mit dem Transportzahnrad 6a bringbar ist. Befindet sich die Lochkarte in Startstellung, so wird durch Einschalten des Synchronmotors 16 über das Getriebe und die Überholungskupplung 34 das Transportzahnrad 6a in der Richtung der in Fig. 2 angegebenen Pfeile angetrieben und langsam in der Richtung des Pfeiles A in Fig. 1 und 2 transportiert. Die Überholungskupplung gestattet ferner ein beliebiges Weiterschieben der Lochkarte von Hand in der Richtung des Pfeiles A und somit ein Überspringen beliebiger, sonst der Reihe nach durch die Lochkarte gesteuerter Operationen des Arbeitsprogrammes.
Dagegen wird durch die Überholungskupplung ein Zurückschieben der Lochkarte von Hand, entgegengesetzt zur Transportrichtung A, verhindert, wodurch unliebsame Störungen in der gewünschten Abwicklung des Arbeitprogrammes verhindert werden.