<Desc/Clms Page number 1>
Kalenderuhr
Die Erfindung betrifft eine Verbesserung einer Kalenderuhr mit vom Uhrwerk über den Minutenzeiger angetriebenen Transportspulen, auf denen ein mit einem Kalendarium versehenes Band aufgewickelt ist, nach Patent Nr. 190002, wonach ein zweckmässig mit 24 Einzelflügeln versehenes, leicht drehbar gelagertes Flügelrad über seine im Eingriffsbereich der Minutenzeigerspitze angeordneten und nacheinander mit dieser in Eingriff kommenden Einzelflügel verdrehbar und mit der einen Transportspule über eine Kupplung antriebsverbunden ist, die - über Nocken gesteuert-die Transportspule bei einer vollen Umdrehung des Flügelrades nur um einen bestimmten, der Breite eines Einzeldatums am Kalenderstreifen
EMI1.1
verbunden sind, die die Transportspulen über Rutschkupplungen mitnehmen.
Bei mit das Kalendarium tragenden Bändern versehenen Kalenderuhren ist es wünschenswert, dass allenfalls bei längerem Stehenbleiben der Uhr, in Schaltjahren usw. das Kalenderband beliebig vor-oder zurückverstellt werden kann. Darüberhinaus soll es, insbesondere dann, wenn am Kalenderband nur das Datum aufscheint, möglich sein, das Kalenderband rückspulen zu können, um ein-und dasselbe Kalenderband mehrmals verwenden zu können. Eine solche Möglichkeit sollte insbesondere dann vorhanden sein, wenn am Kalenderband etwa nur ein voller Monat aufscheint. Bei Kalenderuhren mit einem direkt vom Uhrwerk angetriebenen Datumband ist zu diesem Zweck schon eine Verstellmöglichkeit der Datumbandwalzen nach Lösen der Antriebskupplung von Hand aus vorgesehen worden.
Dagegen war es bei den Kalenderuhren, auf die sich die Erfindung bezieht, notwendig, die beiden Spulen nach Lösen der Antriebskupplung aus dem Gehäuse herauszunehmen und dann die Rückspulung vorzunehmen, was natürlich äusserst umständlich und zeitraubend ist und überdies den Nachteil hat, dass das Band beim Rückspulen nicht immer unter gleicher Spannung steht, so dass es oft zu locker oder zu straff aufgewickelt wird.
Die Erfindung beseitigt nun die aufgezeigten Nachteile und besteht im wesentlichen darin, dass eine die miteinander kämmenden Zahnräder, Reibrader od. dgl. des Spulenantriebes blockierende, ein-und ausrückbare Sperre vorgesehen ist und die Spulen über Rändelscheiben od. dgl. gegen die Wirkung der Rutschkupplungen verdrehbar sind. Bei der erfindungsgemässen Ausführung ist es somit möglich, die Spulen im Gehäuse zu belassen und dabei eine Rückspulung oder Verstellung des Kalenderbandes vorzunehmen. Die Rändelscheiben selbst sind meist am freien Achsenende der Spulen angeordnet und treiben diese allenfalls über zwischengeschaltete Zahnräder od. dgl. an. Die Zwischenschaltung der Zahnräder hat den Zweck, eine möglichst rasche Verstellung bzw.
Rückspulung des Kalenderbandes zu gewährleisten.
Die Sperre ist meist als an beide Zahnräder gemeinsam andrückbare, federnde Backe ausgebildet. Diese Backe kann beispielsweise Dreieckform aufweisen und senkrecht zur Verbindungslinie der beiden Spulenachsen mit ihren Flanken an die beiden Zahnräder od. dgl. andrückbar sein.
Nach einer bevorzugten Ausführung der Erfindung ist in einem die Transportspulen mit dem Kalenderband zusammen mit der Antriebseinrichtung aufnehmenden Gehäuse rückseitig eine durch eine Klappe
EMI1.2
ist die die Öffnung abschliessende Klappe in ihrer Offenstellung an einem vorzugsweise federnden Halter fixierbar und hält in dieser Stellung über ein an ihr angreifendes Gestänge, einen Druckstift od. dgl., die die Zahnräder od. dgl. blockierende Sperre in der Arbeitsstellung. Da die Sperre, wie erwähnt, als fe-
<Desc/Clms Page number 2>
dernde Backe ausgebildet ist, gelangt sie beim Schliessen der Klappe selbsttätig ausser Eingriff mit den
Zahnrädern.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise veranschaulicht. Es zeigen Fig. 1 und 2
Querschnitte durch ein die Kalenderbänder samt ihren Antriebseinrichtungen enthaltendes Gehäuse nach den Linien I-I bzw. ll-ll der Fig. 3 und Fig. 3 die Antriebseinrichtung bei geöffnetem Gehäuse in Seiten- ansicht.
In Fig. 3 wurde der Minutenzeiger der Uhr, von dem nur die Spitze dargestellt wurde, mit 1 be- zeichnet. Der Minutenzeiger 1 treibt bei jedem Durchgang ein Flügelrad 2 an, wobei die Zeigerspitze das vierundzwanzig Einzelflügel aufweisende Rad 2 bei jedem Durchgang um einen Flügel weiterverdreht.
Das Flügelrad nimmt über eine (nicht dargestellte) Kupplung bei jeder vollen Umdrehung (also nach Ab- lauf eines Tages) ein Zahnrad 3 um einen einem Teilungswinkel entsprechenden Winkelbereich mit. Das
Zahnrad 3 und ein mit ihm kämmendes Zahnrad 4 gleicher Grösse treiben je eine Spule 5 an, auf welchen
Spulen ein mit einem Kalendarium versehenes Band aufgewickelt ist. Das Band ist zwischen den Spulen über (nicht eingezeichnete) Rollen od. dgl. an einer Schauöffnung vorbeigeführt. Die Führung erfolgt da- bei von der Vorderseite der einen zur Hinterseite der andern Spule, so dass das Band trotz der gegensinni- gen Verdrehbarkeit der Spulen über die Zahnräder beim Drehen der letzteren von der einen Spule ab-und auf die andere Spule aufgewickelt wird.
Die Teilung des Kalenderbandes ist entsprechend der Teilung des
Flügelrades gewählt, so dass das Band bei jeder Verstellung des Zahnrades um eine Teilung weitergedreht wird. Es ist noch zu erwähnen, dass die Zahnräder 3,4 mit den Spulen 5 über Rutschkupplungen verbun- den sind, die eine Relativverstellung der Spulen gegenüber den Zahnrädern ermöglichen, so dass die
Spannungen im Band ausgeglichen werden können. Mit den Spulen ist unterseitig je ein Zahnrad 6 fest verbunden, das mit einer Rändelscheibe 7 kämmt. Mit Hilfe dieser Rändelscheibe kann somit jeweils das
Zahnrad 6 und damit die zugehörige Spule verdreht werden.
Weiterhin ist eine an einer abgewinkelten Blattfeder 8 sitzende Klemmbacke 9 vorgesehen, die an die beiden Zahnräder 3,4 andrückbar ist und diese in der angedrückten Stellung blockiert, so dass diese Zahnräder beim Verdrehen der Spulen über die Rändelscheiben 7 nicht mitgenommen werden können. Das Gehäuse 10 ist an der Rückseite mit einer durch eine Klappe 11 verschlossenen Öffnung 12 versehen. Die Klappe greift sowohl in der Schliess- als auch in der Offenstellung in je einen Schnappverschluss 13 bzw. 14 ein. In der Offenstellung drückt die
Klappe 11 auf einen mit der Feder 8 verbundenen Stift 15 und bringt damit die Klemmbacke 9 mit den Zahnrädern 3, 4 in Eingriff. Beim Schliessen der Klappe wird die Klemmbacke 9 durch die Feder 8 zurückgezogen.
Bei geöffneter Klappe können die Spulen 5 mit Hilfe der Rändelscheiben in der einen oder ändern Drehrichtung verdreht und damit das auf ihnen aufgewickelte Kalenderband beliebig verstellt werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Kalenderuhr mit vom Uhrwerk über den Minutenzeiger angetriebenen Transportspulen, auf denen ein mit einem Kalendarium versehenes Band aufgewickelt ist, nach Patent Nr. 190002, wonach ein zweckmässig mit vierundzwanzig Einzelflügeln versehenes. leicht drehbar gelagertes Flügelrad über seine im Eingriffsbereich der Minutenzeigerspitze angeordneten und nacheinander mit dieser in Eingriff kommenden Einzelflügel verdrehbar und mit der einen Transportspule über eine Kupplung antriebsverbunden ist, die-über Nocken od. dgl.
gesteuert-die Transportspule bei einer vollen Umdrehung des Flügelrades nur um einen bestimmten, der Breite eines Einzeldatums am Kalenderstreifen entsprechenden Winkelbereich auf Drehung mitnimmt, wobei die beiden Transportspulen des Kalenderbandes durch an einem Ende ihrer Achsen sitzende, kämmende Zahnräder, Reibräder od. dgl. antriebsverbunden sind, die die Transportspulen über Rutschkupplungen mitnehmen, dadurch gekennzeichnet, dass eine die miteinander kämmenden Zahnräder, Reibräder od. dgl. des Spulenantriebes blockierende, ein-und ausrückbare Sperre (9) vorgesehen ist und die Spulen über Rändelscheiben od. dgl. gegen die Wirkung der Rutschkupplungen verdrehbar sind.