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Bildzählwerk für photographische Kameras Die Erfindung betrifft ein Bildzählwerk für photographische Kameras mit einem vom Filmstreifen angetriebenen Messrad.
Es ist bereits eine photographische Kamera bekanntgeworden, bei der der Filmstreifen über ein Messrad läuft, welches eine Scheibe antreibt, die'einen Bolzen trägt, der seinerseits bei jeder Umdrehung der Scheibe ein Zählrad um einen Zahn weiterschaltet.
Ferner sind photographische Kameras bekannt, bei denen durch den Filmstreifen ein Messrad angetrieben wird, das über ein Zahnradvorgelege eine Bildzählscheibe um die jeweilige Bildzahl weitertransportier.
DieseAusführungen der Bildzählwerke haben jedoch den Nachteil, dass sie einerseits einen hohen getrieblichen Aufwand erfordern und anderseits abschaltbar sein müssen, um bei der Verwendung von Film-' kassetten mit mehreren Metern Film (z. B. 17 m) einen reibungslosen Durchlauf des Filmes zu gewährleisten. Letzteres erfordert zusätzliche Kamerateile und beansprucht entsprechenden Raum.
Der Gegenstand der Erfindung löst die Aufgabe, die oben angeführten Nachteile zu vermeiden.
Dies wird erfindungsgemäss dadurch erzielt, dass das gesamte Bildzählwerk als geschlossene Baueinheit in einem Kunststoffgehäuse gelagert und mit der Kamerarückwand von der Kamera abnehmbar ist.
Vorzugsweise ist das Messrad des Bildzählwerkes in an sich bekannter Weise0 als ein in Eingriff mit der Filmperforation stehendes Zahnrad ausgebildet und über ein Zahnradgetriebe mit der Bildzählscheibe kraftschlüssig gekuppelt. Dabei kann das Zahnradgetriebe als ein Schneckenradgetriebe ausgebildet sein und die Bildzählscheibe über eine Rutschkupplung mit dem Schneckenrad in Wirkverbindung stehen.
Entsprechend einem bevorzugten Merkmal der Erfindung besitzt die Bildzählscheibe einen Nocken, der sich sowohl beim Filmtransport nach Erreichen des Filmendes als auch beim Rückspulen nach Erreichen der Anfangsstellung der Bildzählscheibe an eine Nase der Rückwand anlegt und die Bildzählscheibe von der Drehbewegung des Schneckenrades abschaltet. Die Anfangsstellung ist dabei so gewählt, dass bei erneutem Filmtransport mindestens zwei Bildschritte notwendig sind, damit die Bildzahl Null im Fenster der Rückwand sichtbar ist.
Der besondere Vorteil des Erfindungsgegenstandes liegt darin, dass bei Verwendung von Filmkassetten mit mehreren Metern Film, z. B. 17 m Kassetten, keine Sperrung des Bildzählwerkes vorgesehen werden muss, da dieses mit der Rückwand von der Kamera abgehoben wird und darauf an'der gleichen Stelle die Filmkassette angesetzt wird.
An Hand der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Gegenstandes der Erfindung näher erläutert.
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ein Zahnrad 3, dessen Achse 4 unter Wirkung einer Feder 5 in einem Kunststoffgehäuse 6 gelagert ist. Auf der Welle 4 befindet sich eine Schnecke 7, die in Eingriff mit einem an einem Drehzapfen 8 gelagerten Schneckenrad 9 steht. Auf dem Schneckenrad 9 befindet sich eine Kunststoffscheibe 10, die eine Bildzählscheibe 11 trägt. Sowohl dieKunststoffscheibe 10 als auch die Bildzählscheibe 11 sitzen infolge einer am Drehzapfen 8 gelagerten Kupplungsfeder 12 auf dem Schneckenrad 9 kraftschlüssig auf.
Das Kunststoffgehäuse 6, in dem auch die Welle 4 lagert, ist durch nicht dargestellte Schrauben mit der Rückwand 14 einer photographischen Kamera, die ein Fenster 13 aufweist, verbunden. Die Bild-
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zählscheibe 11 trägt einen Nocken 15, der sich sowohl nach Erreichen der vorgesehenen Bildanzahl sowie auch beim Rückspulen nachErreichen der Anfangsstellung der Bildzählscheibe 11 an die Nase 16 der Rückwand 14 anlegt.
Die Wirkungsweise der Einrichtung ist folgende :
Bei Betätigung der Filmtransportwalze 1 in Pfeilrichtung mittels eines nicht dargestellten Filmtransportgetriebes, wird durch die Perforation des Filmstreifens 2, das Zahnrad 3 und damit auch die Welle 4 und dieSchnecke 7 verdreht. Das bedingt ein Verdrehen des Schneckenrades 9 und der Bildzählscheibe 11 im Uhrzeigersinn.
Nach Erreichen der Bildanzahl 36 im Fenster 13 legt sich der Nocken 15 an die Nase 16 der Rückwand 14 an, so dass die Verdrehung der Bildzählscheibe 11 beendet ist. Wird der Filmstreifen 2 beim Rückspulen entgegen der Pfeilrichtung bewegt, so läuft die Bildzählscheibe 11 entgegen dem Uhrzeigersinn, bis sich der Nocken 15 an die andere Seite der Nase 16 anlegt. Damit hat die Bildzählscheibe 11 wieder ihre Anfangsstellung erreicht. Das Rückspulen des restlichen Filmstreifens erfolgt unter Überwindung des zwischen der Kunststoffscheibe 10 bzw. Bildzählscheibe 11 und dem sich drehenden Schneckenrad 9 auftretenden Reibungswiderstandes. Nach dem Einlegen eines neuen Filmstreifens müssen vorzugsweise zwei Leerbilder gemacht werden, bis die Bildzahl Null wieder im Fenster 13 erscheint.
Soll nunmehr an Stelle eines Normalfilmes eine Filmkassette mit mehreren Metern Film verwendet werden, so wird die Kamerarückwand 14, an der das das Bildzählwerk tragende Kunststoffgehäuse 6 befestigt ist, von der Kamera abgehoben und durch die gewünschte Kassette ersetzt. Durch die Abnahme des Bildzählwerkes erübrigt es sich somit, um einen reibungslosen Durchlauf des Filmes zu gewährleisten, dieses abschaltbar auszuführen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Bildzählwerk für photographische Kameras mit einem vom Filmstreifen angetriebenen Messrad, dadurch gekennzeichnet, dass das gesamte Bildzählwerk als geschlossene Baueinheit in einem Kunststoffgehäuse (6) gelagert und mit der Kamerarückwand (14) von der Kamera abnehmbar ist.