<Desc/Clms Page number 1>
Verfahren zur Verstärkung der Widerstandsfähigkeit gegen Verschmutzung von regene- rierter Cellulose
Die vorliegende Erfindung betrifft die Her- stellung von aus Viskosereyon bestehenden Cel- lulosefasern in Form von Fadenbündeln und
Stapelfasern, die sich durch eine verbesserte
Widerstandsfähigkeit gegen Verschmutzung auszeichnen.
Es ist schon vorgeschlagen worden, Cellulosefasern mit fein verteilter Kieselsäure zu überziehen, um damit deren Gleitwiderstand zu verbessern und ihre Verschmutzungsanfälligkeit herabzusetzen. Jedoch erfolgt nach den bekannten Verfahren keine genügende Fixierung der Kieselsäureteilchen an den Fasern. Nach einem in der USA-Patentschrift Nr. 2, 693, 427 beschriebenen Verfahren werden die Fasern zunächst in einem Bad, das ein kationisches, oberflächenaktives Medium und ein anorganisches Salz enthält und dann in einem Bad von verdünnter wässeriger kolloidaler Kieselsäure behandelt.
Obgleich die kationische Substanz das Niederschlagen von Kieselsäure auf den Fasern begünstigt und das anorganische Salz diese Niederschlagbildung unterstützt und gleichzeitig auch die Fixierung des Niederschlages begünstigt, sind die Versuche, dieses Zweibadverfahren kontinuierlich durchzuführen und auf diese Weise Fasern herzustellen, die mit einer genügenden Anzahl dauernd haftender die Verschmutzungsneigung herabsetzender Kieselsäureteilchen versehen sind, bis heute fehlgeschlagen.
Erfindungsgemäss werden gegen Verschmutzung besonders beständige Fasern in einem Einstufenverfahren hergestellt, indem von einem bisher insbesondere zur Erleichterung des Spinnvorganges angewandten Verfahren ausgegangen wird, nach welchem regenerierte Cellulose mit einer wässerigen Suspension von Kieselsäure, die ein mehrwertiges Metallsalz, wie z. B.
AlSO)g enthält, behandelt, der Überschuss an wässeriger Suspension von der regenerierten Cellulose entfernt und diese sodann getrocknet wird, um die Kieselsäure auf ihr zu fixieren, wobei gemäss vorliegender Erfindung mindestens 90% der Kieselsäure eine durchschnittliche Teilchengrösse von 0, 5 bis zirka 1, 5 Mikron, vorzugsweise von zirka 0, 8 bis 1, 2 Mikron aufweist, wobei in der wässerigen Kieselsäuresus- pension die ursprünglich in Solform vorliegenden KieselsäureteilchenmitTeilchengrössen bis 100 Mil- limikron, vorzugsweise von 15 bis 20 Millimikron, durch nachfolgendes Altemlassen in der Dauer von mindestens 3 Stunden auf die gewünschte Teilchengrösse wachsen gelassen wur- den.
Erfindungsgemäss behandelte Reyonfasern eignen sich insbesondere zur Herstellung des Flors von Geweben mit aufstehendem Flor, wie z. B. Teppichen, Plüschen, Samten bzw. des Flors von flockierten Geweben.
Die wässerige kolloidale Suspension gewachsener Kieselsäureteilchen die für das erfindunggemässe Verfahren von entscheidender Bedeutung ist, wird dadurch erzeugt, dass man dem mehrwertigen Metallsalz Siliziumdioxydsole von wesentlich kleinerer Teilchengrösse zusetzt. Die Anwesenheit der Ionen eines mehrwertigen Metalles veranlasst die Kieselsäureteilchen zu wachsen oder sich zusammenzuballen, so dass die gewünschte Lösung entsteht, in welcher mindestens 90% der Kieselsäure durchschnittliche Teilchendurchmesser von etwa 0, 5 bis 1, 5 Mikron aufweisen. Die Gegenwart der Ionen des mehrwertigen Metalles verbessert wesentlich sowohl die Aufnahme der Kieselsäure durch die Cellulose als auch deren Haftung an ihr.
Durch dieses Verfahren ist es möglich, Suspensionen der gewünschten Teilchengrösse aus Kieselsäuresolen zu bereiten, in denen die Teilchen auch kleinste Grössen von z. B. zirka 1 bis 100 Millimikron aufweisen können. Jedoch werden für das erfindungsgemässe Verfahren die handelsüblichen Solen bevorzugt, deren durchschnittliche Teilchengrösse 12-20 Millimikron beträgt.
Obgleich es, je nach der Konzentration und je nach dem verwendeten mehrwertigen Metallsalz, einige Minuten bis zu mehreren Stunden dauern kann, bis die Bildung der aus grösseren Teilchen bestehenden Kieselsäure vollendet ist, tritt interessanterweise ein weiteres Anwachsen der durchschnittlichen Teilchengrösse über viel mehr als 1, 5 Mikron zu einem nennenswerten Ausmass nicht ein. Demgemäss kann man die einmal hergestellte Suspension längere Zeit stehen lassen. Während des Stehenlassens kann sich
<Desc/Clms Page number 2>
eine grössere Anzahl der Kieselsäureteilchen grösseren Durchmessers absetzen ; dies ist jedoch dem Verfahren nicht abträglich, weil ein geringes Umrühren ausreicht, um die Kieselsäureteilchen in dem wässerigen Medium wieder zu dispergieren.
Wenn auch das erfindungsgemässe Verfahren die Verwendung jeglicher Salze mehrwertiger Metalle mit Ausnahme von basischen Aluminiumsalzen, wie beispielsweise basischem Aluminiumformiat und basischem Aluminiumchlorid vorsieht, ist es im allgemeinen vorteilhafter, Aluminiumsalze zu verwenden, weil Aluminium die behandelten Fasern nicht antärbt, was bei Verwendung von andern Metallsalzen, beispielsweise von Eisen- oder Kupfersalzen der Fall wäre. Für das erfindungsgemässe Verfahren brauchbare Salze sind beispielsweise Aluminiumformiat, Aluminiumchlorid, Aluminiumacetat, Magnesiumsulfat, Eisenchlorid und Kupfersulfat.
Aluminiumsulfat, einschliesslich seiner Doppelsalze (der Alaune) werden im allgemeinen zu bevorzugen sein und werden daher auch in der folgenden, mehr auf Einzelheiten eingehenden Beschreibung der Erfindung als zu verwendende Metallsalze angegeben werden.
Zu erfindungsgemäss verwendbaren Kieselsäuresolen zählen die im Handel erhältlichen kolloidalen, wässerigen Sole (z. B. die sogenannten "Ludox"-Sole), welche ungefähr 30% kolloidale Kieselsäure mit einer Teilchengrösse von ungefähr 15-20 Millimikron Durchmesser, zirka 0, 30%
EMI2.1
15%8, 5 bis 10, 5 aufweisen.
Im Zuge von Untersuchungen, die zu der vorliegenden Erfindung geführt haben, ist gefunden worden, dass die günstigste durchschnittliche Teilchengrösse der Kieselsäureteilchen zur Behandlung regenerierter Cellulose ungefähr bei einem Durchmesser von 1 Mikron (zwischen 0, 8 und 1, 2 Mikron) liegt. Eine einheitliche Teilchengrösse ist schwierig zu erhalten, doch sind Dispersionen, in denen Teilchen der eben angegebenen Grössenordnung von durchschnittlich ungefähr 1 Mikron vorherrschen, nach dem erfindungsgemässen Verfahren leicht zu erhalten und erweisen sich als sehr zweckentsprechend.
Dieser Durchschnittswert der Teilchengrösse ist vorteilhaft, weil die zur Behandlung der Fasern verwendeten Dispersionen unstabiler sind, wenn die durchschnittliche Teilchengrösse beträchtlich grösser ist als 1 Mikron und das Festhaften grösserer Kieselsäureteilchen an der Cellulose etwas geringer ist. Die gemäss dieser Erfindung bevorzugten Kieselsäure enthaltenden Lösungen sind jedoch durch eine geringe Instabilität gekennzeichnet, d. h. durch eine Neigung an Kieselsäure bei Ruhe abzusetzen.
Dieses geringe Absetzen wirkt sich nicht nachträglich aus, da das Kieselsäurebad für gewöhnlich gerührt wird und die Kieselsäure durch die Bewegung des Fasermaterials in diesem Bade sowie auch durch die Nachlieferung und den Verbrauch an Badeflüssigkeit in Schwebe gehalten wird.
Obgleich die zu verwendende Behandlungs- mischung nicht eine echte Lösung, sondern eher eine makrokolloidale Suspension von fein verteilten Kieselsäureteilchen darstellt, in der im
Ruhezustand sich ein beträchtlicher Satz bilden kann, wird zwecks Vereinfachung der Beschreibung der Erfindung diese Mischung als Lösung bezeichnet werden.
Aus dem Vorhergehenden ist ersichtlich, dass die Art und Weise, auf welche die Kieselsäuredispersion hergestellt wird, bevor sie noch mit den Fasern in Kontakt gebracht wird, einen wesentlichen Teil der Erfindung ausmacht. Ein wichtiger, offensichtlich im Vorhergehenden noch nicht hinreichend behandelter Verfahrensschritt besteht darin, dass die Kieselsäurelösung ein Sol, nach der Zugabe des hydrolysierbaren Salzes eines mehrwertigen Metalles, ausreichend altern muss, bevor sie auf die Fasern aufgetragen wird, um im Behandlungsbade vor dessen Verwendung Teilchen von genügender Gleichmässigkeit und Grösse aufzuweisen.
Obgleich die Alterungszeit sich je nach dem zugesetzten Salz des mehrwertigen Metalles etwas ändern wird, kann man bei Verwendung von Aluminiumsalzen, wie AI, (S0,), oder Alaunen, eine richtige Teilchengrösse und Grössenverteilung bei einer Alterungsdauer von 3 Stunden erreichen. Eine grössere Einheitlichkeit der Teilchengrösse lässt sich jedoch durch eine längere Alterungszeit, etwa eine solche von 6 Stunden, erreichen. Die
EMI2.2
<Desc/Clms Page number 3>
leichten Niederschlag führt. Wenn mehr Kiesel- säure und 0, 10% Aluminiumsulfat verwendet werden, bilden sich noch unstabilere Disper- sionen und grössere Niederschläge. Ein solcher
Niederschlag lässt sich jedoch leicht dispergieren und seine Bildung hat augenscheinlich keine abträglichen Wirkungen.
Für die empfohlene
Konzentration der Bestandteile des Kieselsäure- bades liegt der pH-Wert in einem ungefähren
Bereich von 4 bis 5.
Würde man Cellulosefasern mit einer wässeri- gen Suspension von Kieselsäure behandeln, in der die Kieselsäure beispielsweise durch Mahlen auf etwa l Mikron Teilchengrösse gebracht wurde, so würde dies keineswegs gleichwertige
Ergebnisse liefern, auch nicht dann, wenn die
Suspension auf einem pH-Wert von 4 bis 5 angesäuert worden wäre. Das Vorhandensein eines mehrwertigen Metallions ist nötig, um die ausgezeichnete Adhäsion der Kieselsäure an der Cellulose, die erfindungsgemäss erzielt wird, zu gewährleisten. Diese verbesserte Adhäsion der Kieselsäureanlagerung und die verbesserte Aufnahme der Kieselsäure auf der Oberfläche der Cellulose bewirken, dass die behandelten
Cellulosefasern ausgezeichnete Verschmutzungsbeständigkeit besitzen und diese selbst nach wiederholten Waschvorgängen beibehalten.
Um die besten Ergebnisse zu erzielen, sollen die Fasern, um ihre schmutzabweisenden Eigenschaften zu erhöhen, behandelt werden, solange sie sich im Gel- oder dem sogenannten "grünen" Zustand befinden. D. h., dass sie mit der Kieselsäurelösung gründlich befeuchtet werden, sobald sie nach dem Spinnen einen beträchtlichen Grad der Regeneration erreicht haben, jedoch noch bevor sie auf einen Gleichgewichtszustand hinsichtlich der atmosphärischen Feuchtigkeit getrocknet worden sind. Durch Behandeln im "grünen" Zustand erzielt man eine weitere Verbesserung hinsichtlich des Festhaftens der Kieselsäure an der Cellulose.
Obgleich aber gemäss der bevorzugten Vorgangsweise die regenerierte Cellulose im "grünen" Zustand behandelt wird, ist es auch möglich, regenerierte Cellulosefasern, die getrocknet worden sind, wieder zu befeuchten und mit Lösungen zu behandeln, die der vorliegenden Erfindung entsprechen, um auf diese Weise eine beträchtliche Beständigkeit gegen Schmutzaufnahme zu erreichen.
Bei Anwendung der Kieselsäure-Behandlungslösung werden die Fasern mit der Behandlungslösung über einen Zeitraum von 2 bis zirka 30 Minuten gründlich befeuchtet. Eine Behandlungsdauer von 2 Minuten reicht für einen kontinuierlichen Behandlungsvorgang aus, obgleich man diese Behandlungszeit, soweit dies durchführbar ist, bis auf 30 Minuten verlängern kann, um ein noch festeres Anhaften des Kieselsäurebelages zu sichern. Eine längere Behandlungsdauer schadet nicht, bringt aber keinen weiteren Vorteil. Anschliessend wird die überschüssige Suspension aus den Fasern ausgedrückt, wozu man sie z. B. durch ein Wring- walzenpaar leiten kann. Anschliessend kann man die Fasern bei jeder Temperatur unterhalb 107 C trocknen.
Im allgemeinen sollen höhere Trocknungstemperaturen besonders dort vermieden werden, wo das mehrwertige Metallion als Ion eines Sulfates wie etwa Al(S04)g. 18 H20 zugesetzt wurde.
Bei Ausübung der Erfindung wird eine anfängliche Kieselsäureaufnahme von zirka 1 Gew.-% des Kieselsäuregehaltes der Fasern im allgemeinen vorgezogen. Bei Aufnahmen in der Grössenordnung von etwa 2% besteht die Neigung, dass etwas Kieselsäure aus den Fasern ausstäubt. Im allgemeinen ist dies unvorteilhaft, obgleich es Fälle gibt, für welche Kieselsäureaufnahmen von etwa 3% verwendet werden können. Die unterste Grenze des Kieselsäuregehaltes für eine wirkungsvolle Verbesserung der schmutzabweisenden Eigenschaften liegt bei zirka 0, 3%. Es können natürlich noch geringere Werte angewendet werden, doch reichen diese meist nicht aus, um vollkommen zufriedenstellende Ergebnisse zu sichern, wenn auch eine gewisse Wirkung in bezug auf die Verhinderung der Schmutzannahme erreicht wird.
Wird die Faser nach der Kieselsäurebehandlung angefärbt, so kann eine Verminderung des Kieselsäuregehaltes bis zu einem Ausmass von 50% eintreten. Dies stellt jedoch nichtsdestoweniger eine bedeutende Verbesserung gegenüber herkömmlichen Methoden dar, weil solche Fasern doch einen für die wesentliche Verbesserung
EMI3.1
<Desc/Clms Page number 4>
lösung in das Appreturbad gerät. Wenn man die Veredlungsmittel in die Kieselsäurelösung einbringt, besteht die Gefahr, dass das Aufnahmevermögen der Fasern für Kieselsäure herabgesetzt, die Fixierung des Kieselsäurebelages weniger fest ist und dieser durch das Waschen Schaden erleidet.
Die folgenden Beispiele verdeutlichen die Erfindung noch eingehender :
Beispiel 1 : Es wurde ein Faserbehandlungsbad dadurch bereitet, dass Aluminiumsulfat und eine konz. Lösung kolloidaler Kiesel-
EMI4.1
tration von 0, 05 bis 0, 15% vereinigt wurden, wobei die Konzentration des Aluminiumsulfates, berechnet auf Basis AlSOJg. lSILO, in ähnlichen Bereichen lag. Die Lösungen wurden 3 Stunden stehen gelassen, um vor Anwendung auf die Fasern eine Teilchenvergrösserung herbeizuführen. In jeder dieser Lösungen wurden gesonderte Stapelmengen behandelt. Die typische Behandlung bestand darin, dass das Bad 20 Minuten im Kreislauf durch die Stapelmasse bewegt wurde, wobei die Badmenge, bezogen auf das Gewicht, wenigstens zwanzigmal grösser war als die Fasermenge.
Die Tabelle A gibt Aufschlüsse über die jeweils verwendete Konzentration der Kieselsäure und des Aluminiumsulfates, das Aussehen des resultierenden Kieselsäurebades und die Kieselsäureaufnahme, ausgedrückt in Gewichtsprozenten Kieselsäure, bezogen auf die behandelte Faser :
EMI4.2
EMI4.3
<tb>
<tb> sio.
<tb>
M <SEP> I <SEP> Al2 <SEP> AufS <SEP> %SiO <SEP> (SOJ.. <SEP> Aussehen <SEP> nahme
<tb> s. <SEP> 18H2O <SEP> in <SEP> die <SEP>
<tb> S <SEP> Faser <SEP>
<tb> 1 <SEP> 0, <SEP> 05 <SEP> 0, <SEP> 05 <SEP> Klares <SEP> Kolloid <SEP> 0, <SEP> 71 <SEP>
<tb> 2 <SEP> 0, <SEP> 10 <SEP> 0, <SEP> 05 <SEP> Mittleres <SEP> Kolloid <SEP> 1, <SEP> 10 <SEP>
<tb> 3 <SEP> 0, <SEP> 15 <SEP> 0, <SEP> 05 <SEP> Schweres <SEP> Kolloid <SEP> 1, <SEP> 45 <SEP>
<tb> 4 <SEP> 0, <SEP> 05 <SEP> 0, <SEP> 10 <SEP> Sehr <SEP> geringer <SEP> Niederschlag <SEP> 0, <SEP> 73 <SEP>
<tb> 5 <SEP> 0, <SEP> 10 <SEP> 0, <SEP> 10 <SEP> Mässiger <SEP> Niederschlag <SEP> 0, <SEP> 87 <SEP>
<tb> 6 <SEP> 0, <SEP> 15 <SEP> 0, <SEP> 10 <SEP> Schwerer <SEP> Niederschlag <SEP> 0, <SEP> 87 <SEP>
<tb> 7 <SEP> 0, <SEP> 05 <SEP> 0, <SEP> 15 <SEP> Schwerer <SEP> Niederschlag <SEP> 0, <SEP> 52 <SEP>
<tb> 8 <SEP> 0,
<SEP> 10 <SEP> 0, <SEP> 15 <SEP> Schwerer <SEP> Niederschlag <SEP> 0, <SEP> 57 <SEP>
<tb> 9 <SEP> 0, <SEP> 15 <SEP> 0, <SEP> 15 <SEP> Schwerer <SEP> Niederschlag <SEP> 0, <SEP> 75 <SEP>
<tb>
Jeder Faseransatz wurde zentrifugiert und bei 1070 C getrocknet. Anschliessend wurde ein Sorbitol-Fettsäureester-Veredlungsbad in der Weise angewendet, dass man eine zigue Lösung durch die Fasern hindurchleitete. Die Fasern wurden sodann ausgequetscht und ein zweitesmal getrocknet. Sämtliche Muster wurden getrocknet und auf ihre Kieselsäureaufnahme, Festigkeit der Kieselsäurebindung und hinsichtlich ihrer Verarbeitbarkeit geprüft. Nach gründlichem Waschen bei 60 C zeigten die Fasern im allgemeinen eine feste Bindung der Kiesel- säure und eine gute Widerstandsfähigkeit gegen Verschmutzen.
Das Muster Nr. 3 zeigte die besten durchschnittlichen Eigenschaften hinsichtlich aller zu stellenden Forderungen. Das in Verbindung mit Muster Nr. 3 angewendete Kieselsäurebad stellte eine feine Dispersion dar, welche die Neigung zeigte, nach 24 Stunden einen Satz zu bilden, sich aber leicht wieder dispergieren liess. Wie durch eine mikroskopische Zählung nachgewiesen werden konnte, war die durchschnittliche Teilchengrösse ungefähr 1 Mikron, wobei ein sehr kleiner Gewichtsanteil der Teilchen eine Grösse aufwies, die kleiner war als 0, 5 oder grösser als 1, 5 Mikron.
Der fertige Stapel besass laut Analyse einen Gehalt von 1, 45% Kieselsäure und erwies sich als weich und gut verarbeitbar.
EMI4.4
wurde eine Lösung bereitet, in der Aluminiumsulfat Al2 (SOJa. 18 H2O, Wasser und eine im Handel erhältliche kollodiale Kieselsäurelösung gemischt wurden, in der die durchschnittliche Teilchengrösse der Kieselsäure 18 Millimikron betrug, in solchen Anteilen, dass sich eine Kiesel-
EMI4.5
Lösung wurde mindestens 3 Stunden altern gelassen, während welcher Zeit die Kieselsäureteilchen zu Teilchen zusammenwuchsen, deren durchschnittlicher Durchmesser ungefähr 0, 9 Mikron betrug.
Die Grösse der Teilchen wurde durch mikroskopische Zählung bestimmt, wobei gefunden wurde, dass gewichtsmässig beträchtlich mehr als die Hälfte der Teilchen grösser als 0, 8 und kleiner als 1, 2 Mikron war. Weniger als 0, 3 Gew.-% der Teilchen wiesen Grössen auf, die ausserhalb der Grenzen von 0, 5 bzw.
1, 8 Mikron lagen. Einem aus der eben beschriebenen Lösung bereiteten Bad wurden feuchte Teppichfasern im Verhältnis 1 Teil Fasern auf 25 Teile Bad zugesetzt. Die Behandlungstemperatur war 450 C. Nachdem die Fasern 10 Minuten im Bade belassen worden waren, wurden sie ausgequetscht, in Wasser gespült und bei zirka 100 C getrocknet.
Die Fasern wurden hinsichtlich ihres Kieselsäuregehaltes analysiert, bevor und nachdem sie mit verschiedenen, unten angegebenen substantiven Farbstoffen behandelt wurden.
EMI4.6
<Desc/Clms Page number 5>
den, welche die in der folgenden Tabelle B angegebenen Konzentrationen aufwiesen :
Tabelle B
EMI5.1
<tb>
<tb> Prozent <SEP> Kieselsaure <SEP> Prozent <SEP> Aluminium-Prozent <SEP> Kieselsäure <SEP>
<tb> in <SEP> der <SEP> Lösung <SEP> sulfat <SEP> in <SEP> der <SEP> Lösung <SEP> auf <SEP> den <SEP> Fasern <SEP>
<tb> 0, <SEP> 05 <SEP> 0, <SEP> 05 <SEP> 0, <SEP> 81 <SEP>
<tb> 0, <SEP> 15 <SEP> 0, <SEP> 05 <SEP> 1, <SEP> 63 <SEP>
<tb> 0, <SEP> 05 <SEP> 0, <SEP> 10 <SEP> 0, <SEP> 75 <SEP>
<tb> 0, <SEP> 15 <SEP> 0, <SEP> 10 <SEP> 1, <SEP> 16 <SEP>
<tb> 0, <SEP> 05 <SEP> 0, <SEP> 15 <SEP> 0, <SEP> 59 <SEP>
<tb> 0,15 <SEP> 0,15 <SEP> 0,91
<tb>
EMI5.2
Beispiel 5 : Es wurde eine Lösung zur Behandlung von Fasern bereitet, welche eine
EMI5.3
Lösung wurde während 5 Stunden altern ge- lassen und dann kontinuierlich 5 Minuten lang in Form eines Regens auf eine aus Viskose-
Stapelfasern bestehende Decke aufgebracht.
Die
Stapelfasern wurden zentrifugiert und bei 80 C getrocknet. Es zeigte sich, dass die Fasern infolge der Kieselsäureaufnahme 0, 9 Gew.-% gewonnen hatten. Anschliessend wurden die Fasern zur Überprüfung ihres Vermögens, Kieselsäure festzuhalten, gewaschen und getrocknet. Ein abermaliges Wiegen ergab einen Kieselsäuregehalt von 0, 75%. Die Fasern wurden im Laboratorium an Hand eines Vergleichsmusters hinsichtlich ihrer schmutzabweisenden Eigenschaften geprüft und es zeigte sich, dass sie beträchtlich weniger Schmutzstoff aufnahmen, als das Vergleichsmuster. Die in Verbindung mit diesem Beispiel hergestellte Kieselsäurelösung hatte die Neigung nach 24 Stunden einen Satz zu bilden, konnte aber schon durch geringes Rühren leicht wieder dispergiert werden.
Beispiel 6 : Zur Behandlung der Fasern wurde eine Lösung bereitet, die eine Konzen-
EMI5.4
dem die Lösung 3 Stunden altem gelassen worden war, wurden in diese Lösung ReyonTeppichfasern bei 45 C eingeführt, wobei die Fasern während der 10 Minuten dauernden Behandlung in Bewegung gehalten wurden.
Die Fasern wurden dann auf ein Gewicht von
EMI5.5
getrocknet. Eine Faseranalyse zeigte eine Kieselsäureaufnahme von 0, 85% Si02. Durch Anwendung eines Sorbitolfettsäureester-Veredlungsbades von einer Konzentration von 0, 1% wurden die Fasern hinreichend weich, um ihre Weiterverarbeitung ohne Stauben und ohne Faserbrüche zu ermöglichen.
**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.