AT208080B - Verbundfolie - Google Patents

Verbundfolie

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AT208080B
AT208080B AT556857A AT556857A AT208080B AT 208080 B AT208080 B AT 208080B AT 556857 A AT556857 A AT 556857A AT 556857 A AT556857 A AT 556857A AT 208080 B AT208080 B AT 208080B
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sep
polyethylene terephthalate
polyamide
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films
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AT556857A
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Kalle & Co Ag
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verbundfolie 
Polyäthylenterephthalatfolien besitzen sehr wertvolle Eigenschaften und übertreffen in mancher Beziehung Kunststoffolien anderer chemischer Zusammensetzung. Sie sind besonders dann sehr hoch ge-   schätzt, wenn   sie in gereckter Form vorliegen,   d. h.   zunächst gedehnt, gegebenenfalls auf das Mehrfache ihrer ursprünglichen Masse, und dann durch Erwärmen fixiert sind. Ihre Oberfläche ist dann gegen äussere Einwirkung sehr widerstandsfähig und sie zeichnen sich auch durch besondere Massbeständigkeit aus. Jedoch lassen sie sich schwer miteinander oder mit andern Stoffen dauerhaft verbinden, so dass ihre Brauchbarkeit für manche technische Verwendung darunter leidet oder ganz ausscheidet. Polyäthylenterephthalatfolien lassen sich nur unvollkommen miteinander verschweissen.

   Ebenso bereitet ihre Verarbeitung zu sogenannten Verbundfolien Schwierigkeiten. Auch um lichtempfindliche Schichten auf Polyäthylenterephthalatfolien aufbringen zu können, was für die Vervielfältigungstechnik von grosser praktischer Bedeutung ist, gelang die direkte Beschichtung der Polyäthylenterephthalatfolien nicht in technisch zufriedenstellender Weise. In allen vorgenannten Fällen war es bislang erforderlich, dass die Oberfläche der Polyäthylenterephthalatfolien mit einer   Hilfs- oder   Haftschicht versehen und auf dieser dann die eigentlich gewünschte Schicht, beispielsweise eine photographische Gelatineschicht, erzeugt wurde. 



   Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind Verbundfolien, die durch direkte Beschichtung von Poly- äthylenterephthalatfolien mit Superpolyamiden entstehen. Es hat sich gezeigt, dass Folien aus Poly- äthylenterephthalat mit Superpolyamiden einen sehr festen und gegen Beanspruchungen aller Art widerstandsfähigen Verbund miteinander eingehen. 



   Das Verbundmaterial gemäss   der Erfindung Ist beispielsweise hervorragend geeignet, um VerschweiBun-   gen von Polyäthylenterephthalatfolien herbeizuführen. Es erleichtert und vereinfacht daher den Gebrauch dieser hochwertigen Polyesterfolie für zahlreiche technische Anwendungsgebiete wie Warenverpackung, Isolierung in elektrotechnischen Geräten. Auch die Superpolyamide zählen zu den hochwertigen Kunststoffen, so dass sich aus der Verbindung der Polyäthylenterephthalatfolie mit Superpolyamid ein Erzeugnis von besonderer Verwendbarkeit und technisch fortschrittlicher Bedeutung ergibt.

   Superpolyamide sind beispielsweise einer Härtung im Licht in Gegenwart gewisser lichtempfindlicher Substanzen zugänglich, so dass die Verbundfolien nach der vorliegenden Erfindung nach voraufgehender Photosensibilisierung der Superpolyamidoberfläche Vervielfältigungszwecken nutzbar gemacht werden können, ohne dass es   nöch   wie bisher in jedem Falle der umständlichen Aufbringung weiterer Schichten bedarf. 



   Das Aufbringen der Superpolyamide auf die Polyäthylenterephthalatfolie kann auf der gereckten oder ungereckten Folie vorgenommen werden, u. zw. durch Aufbringen von Lösungen der Superpolyamide oder auch aus dem Schmelzfluss. 



   Über die Herstellung und die Eigenschaften der Superpolyamide liegen eingehende Angaben im Schrifttum vor. Diese unterschiedlichen Eigenschaften gestatten eine sehr weitgehende Differenzierung der Verbundfolien nach der vorliegenden Erfindung hinsichtlich der gedachten technischen Verwendung. Es lassen sich daher zur Beschichtung sowohl die aus Aminocarbonsäuren bzw. in erster Linie deren Lactamen hergestellten Polyamide als auch die aus   w, (j*-Diaminen   und   w, w'-Dicarbonsäuren gewonnenen   Polykondensate mit den Polyäthylenterephthalatfolien verbinden, desgleichen Polyamide, die Mischkondensate aus Aminocarbonsäuren und vorgenannten Diamin-Dicarbonsäure-Reaktionsprodukten sind. 



   Die Kohlenstoffketten der Diamine und Dicarbonsäuren können durch Zwischenglieder wie 0, S oder 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 NH unterbrochen sein ; die Polyamide können am Stickstoff alkyliert oder alkoxyalkyliert sein, vorteilhaft in der Weise, dass der Substitutionsgrad   30-40tir   beträgt. 



   Als Superpolyamide eignen sich besonders Mischkondensate aus aliphatischen   w, w-Aminocarbon-   säuren bzw. deren Estern, Lactamen und Amiden mit aliphatischen w,   w'-Dicarbonsäuren   von 6-11 Koh-   lenstoffatomen und #,#'-Diaminen   der aliphatischen Reihe mit mindestens 5 Kohlenstoffatomen oder   aromatischenDiaminen   von hydrierten Diarylmethanen. Bei der Herstellung dieser Mischkondensate werden die w,   M'-DIamine   und w,   M'-Dicarbonsäuren   in allen Fällen in äquimolekularen Mengen zur Polykondensation angewandt.

   Ihr Mengenverhältnis zur   #,#'-Aminocarbonsäure soll   derart sein, dass der Schmelzpunkt des Mischpolykondensats in der Nähe seines Eutektikums liegt und dem grössten Löslichkeitsvermögen In Gemischen mit aliphatischen Alkoholen mit Wasser entspricht. Vorzugsweise beträgt die Menge der Aminocarbonsäuren 20-50%. 



   Beispiel 1 : Man löst in 90-93   langem   Alkohol soviel Superpolyamid, das durch Kondensation von gleichen Gewichtsteilen 
 EMI2.1 
 
<tb> 
<tb> adipinsaures <SEP> Hexamethylendiamin,
<tb> adipinsaures <SEP> 4, <SEP> 4'-Diaminodicyclohexylmethan,
<tb> c-Caprolactam
<tb> 
 hergestellt Ist, und soviel 4, 4'-diazidostilben-2, 2'-disulfonsaures Natrium auf, dass eine an Polyamid tige und an Diazido-Verbindung   1%igue   Lösung vorliegt. Mit dieser Lösung wird eine gereckte Poly-   äthylenterephthalatfolle   durch Eintauchen oder mit Hilfe einer Spritzpistole beschichtet und dadurch gleichzeitig photosensibilisiert. Nach dem Auftragen der Lösung wird die Folie im Trockenschrank bei 
 EMI2.2 
 
B.etwa 70 cm beträgt die Belichtungszeit zur Herstellung des Gerbbildes 30 sec bis 60 sec.

   Anschliessend wird die vom Licht nicht getroffene Schicht mit 60-90   lolgem   Äthylalkohol durch Baden oder Abspritzen bei Raumtemperatur entfernt und das so entwickelte Gerbbild mit einer   0,25 %gen   wässerigen Lösung eines der Farbstoffe Methylviolett (Schultz "Farbstoff-Tabellen", 7.Auflage, Band I, Seite 327. Nr. 783). Methylenblau (Schultz "Farbstoff-Tabellen", 7.Auflage, Band I. Seite 449, Nr. 1038), Methylengrün (Schultz"Farbstoff-Tabellen", 7. Auflage, Band I. Seite 451, Nr. 1040) oder Thioninblau (Schultz"Farbstoff-Tabellen",   7. Auflage, Band I.   Seite 452, Nr. 1042) eingefärbt. Anschliessend wird die Folie mit fliessendem Leitungswasser gewaschen und getrocknet. Man erhält von einer negativen Vorlage ein positives Bild. 



   Beispiel 2 : Es wird wie in Beispiel 1 gearbeitet, aber an Stelle des dort angegebenen Polyamids wird ein Polyamid verwendet, das aus 
 EMI2.3 
 
<tb> 
<tb> 3 <SEP> Gew.-Teilen <SEP> adipinsaurem <SEP> Hexamethylendiamin <SEP> und
<tb> 2 <SEP> Gew.-Teilen <SEP> e-Caprolactam <SEP> 
<tb> 
 hergestellt ist, oder ein aus gleichen Gewichtsteilen 
 EMI2.4 
 
<tb> 
<tb> adipinsaurem <SEP> Hexamethylendiamin <SEP> und
<tb> e-Caprolactam
<tb> 
 hergestelltes Polyamid. 



     Beispiel 3 :   Es wird wie in Beispiel 1 gearbeitet, aber an Stelle des dort benutzten Polyamids wird ein Polycaprolactam verwendet, bei welchem 30-40 % der Stickstoffatome der Peptidgruppen durch Methoxymethylengruppen substituiert sind. Diese Produkte können in bekannter Weise durch Umsetzung von Polycaprolactam mit Formaldehyd in methylalkoholischer Lösung hergestellt werden. 



   Beispiel 4 : Man arbeitet wie in Beispiel   l,   aber an Stelle des dort benutzten Polyamids wird ein Polycaprolactam verwendet. bei welchem 30-40 % der Stickstoffatome der Peptidgruppen durch Methoxy- äthylengruppen substituiert sind. 



   Beispiel 5 : Man arbeitet wie in Beispiel   l,   aber an Stelle des dort   benutzten Polyamids wird ein   Polyamid verwendet, das durch Kondensation von äquimolekularen Mengen Adipinsäure und   w, h)'-Hexa-   methylendiamin erhalten wurde und bei dem   durch nachträgliche Umsetzung mit Formaldehyd und Metha-   nol 30-40 % der Stickstoffatome der Peptidgruppe methoxymethyliert sind. 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 



   Beispiel 6 : Man arbeitet wie in den Beispielen   1- 5, aberanStellevon4, 4'-diazidostilben-   - 2, 2'-disulfonsaurem Natrium wird der Lösung soviel   4, 4'-Diazidostilben zugesetzt,   dass die Lösung an diesem Produkt   einprozentig   ist. 



   Beispiel 7 : Man arbeitet wie in den Beispielen   1 - 5,   aber   anStelle von4, 4'-diazidostilben-     - 2, 2' -disulfonsaurem   Natrium wird soviel   4-azidobenzalaceton-2-sulfonsaures   Natrium verwendet, dass eine an diesem Produkt zweiprozentige Lösung vorliegt. Oder man setzt anstelle von 4-azidobenzalaceton-   -2-sulfonsaurem   Natrium soviel   4, 4'-Diazidostilben-2, 2'-disulfonamid   zu   der Polyamidlösung hinzu, dass   diese einprozentig an diesem Produkt ist. 
 EMI3.1 
 
<tb> 
<tb> 



  Beispiel <SEP> 8 <SEP> : <SEP> 0, <SEP> 1-2g <SEP> Superpolyamid, <SEP> das <SEP> durch <SEP> Kondensation <SEP> von <SEP> gleichen <SEP> Gewichtsteilen
<tb> adipinsaures <SEP> Hexamethylendiamin,
<tb> adipinsaures <SEP> 4, <SEP> 4'-Diaminodicyclonexylmethan <SEP> und
<tb> s <SEP> -Caprolactam <SEP> 
<tb> 
 hergestellt ist, werden in 10   cm     96 leigern   Äthylalkohol bzw. Methylalkohol oder Isopropylalkohol unter leichtem Erwärmen auf dem Dampfbad gelöst. Diese Lösung wird auf eine gereckte Polyäthylen- terephthalatfolie aufgebracht und dann etwa   5 - 10   Minuten bei   95 - 1000   getrocknet. An Stelle des ge- nannten Polyamids   können   mit gleich guten Ergebnissen auch die in den Beispielen   2 - 5   angegebenen
Polyamide verwendet werden.

   Die erhaltene Folie wird für Heissverklebung verwendet. 



    Be is pi el 9 : Die nach den Angaben des Beispiels 8 mit Polyamid beschichtete Polyäthylenterephtalat-    folie wird auf der Polyamidseite mit einer photographischen Schicht in bekannter Weise versehen. 



   Beispiel 10 : Die nach   denAngaben   des Beispiels 8 mit Superpolyamid beschichtete Polyäthylen- terephthalatfolie wird auf der Polyamidseite mit einer wässerigen lichtempfindlichen Lösung beschichtet, welche eine Diazoniumverbindung und eine Azokomponente, ferner die in der Diazotypie üblichen Zusätze,   z. B.   organische Säuren enthält. Nach der Belichtung der lichtempfindlich gemachten Seite unter einer Vorlage wird die Folie mit gasförmigem Ammoniak entwickelt und ergibt dann ein Azofarbstoffbild der Vorlage. 



   Beispiel11 :ManverwendetbeidenindenBeispielen1-7beschriebenenArbeitsweisenalsTräger für die Superpolyamidschicht eine Polyäthylenterephthalat-Folie, die auf einer Seite oberflächlich aufgerauht ist, z. B. durch Sandstrahlbehandlung mit Feinsand. Die durch Belichtung unter Vorlagen und nachfolgende Entwicklung erhältlichen Gerbbilder sind ausserordentlich abreibfest und wegen ihrer Anfärbbarkeit mit Farbstoffen für die Herstellung massbeständiger Messblätter für kartographische Zwecke ausgezeichnet geeignet. 



     Beispiel 12 :   Man verwendet bei den in den Beispielen   1-7   beschriebenen Arbeitsweisen als Träger für   dieSuperpolyamidschicht   eine   Polyäthylenterephthalatfolie. die   auf einer Seite oberflächlich aufgerauht ist und deren glatte Seite mit einer Celluloseacetatfolie kaschiert ist. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verbundfolie, bestehend aus einer Polyäthylenterephthalatfolie, die auf einer Seite oder auf beiden Seiten mit einem direkt darauf haftenden Superpolyamidfilm versehen ist.

Claims (1)

  1. 2. Verbundfolie nach Anspruch l, gekennzeichnet durch einen lichtempfindlichen Superpolyamidfilm.
AT556857A 1956-09-07 1957-08-26 Verbundfolie AT208080B (de)

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DE208080X 1956-09-07

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