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Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet ein Elektrizitätszähler, und zwar ein Motorzähler, bei welchem die Ankerspulen im Kreise und mit den Spulenachsen parallel zur Ankerwelle angeordnet sind. Bei den bisher bekannt gewordenen Motorzählern dieser Art sind sowohl die Feldspulen als auch die Ankerspulen derart angeordnet und bemessen, dass die Ankerspulen eine verhältnismässig grosse Strecke zu durchlaufen haben, bei welcher die Anziehungskraft zwischen ihnen und den Feldspulen nicht der aufgewendeten Energie entspricht.
Ein Grund hiefür dürfte in der bei einer derartigen Anordnung sich ergebenden Verteilung der Kraftlinien zu suchen sein, welche eine äusserst ungünstige ist, so dass der
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Wenn bei einem Motorzähler der bekannten Art die Anordnung und Bemessung der Anker-und Feldspulen derart ist, wie etwa in Fig. 6 der beiliegenden Zeichnung dargestellt, bei welcher die Breite der Ankerspulen der der Feldspulen gleich ist, wird offenbar auch für einen schwachen Antrieb die Ursache darin bestehen, dass, wenn eine Ankerspule B über einer Feldspule A steht, die benachbarten Ankerspnlen nur mit einer äusserst geringen Kraft angezogen werden. Infolgedessen kommt es bei solchen Zählern vor, dass dieselben bei geringerer Stromstärke nicht angehen.
Auch gibt es Ankerstellungen, bei denen der Anker selbst bei einer Stromstärke von über zoo der Maximalbelastung nicht angeht, so dass derartige Zähler nicht den an sie zu stellenden Anforderungen der Genauigkeit des Zählens bei geringen Belastungen entsprechen.
Für die Beurteilung der Vorgänge beim Antrieb des Ankers bei solchen Spulen mögen die Fig. 4 und 5 der beiliegenden Zeichnung dienen, in welchen eine Feldspule A und eine Ankerspule R eines solchen Motorzählers im Schnitt dargestellt sind. Bei beiden Spulen liegt die grösste Feldstärke etwa bei den durch die Pfeile 11, 12, 13, 14 angedeuteten Stellen. Die Anziehungskraft beider Spulen wird somit die Spulen aus der Stellung der Fig. 4 in eine Stellung zu bringen suchen, bei welcher die Pfeile 11 und 13 etwa einander gegenüberstehen.
Wenn sich nun der Anker infolge der lebendigen Kraft weiterdreht, so wird offenbar bei Entfernung der mit den Pfeilen 11 und 13 bezeichneten Spulenränder voneinander nur eine geringe Zugkraft ausgeübt ; es könnte in manchen Fällen sogar eine Bremsung, und zwar bis etwa zur Stellung in Fig. 5 stattfinden. Auf dem weiteren Wege bis zur Stellung, in welcher die beiden Spulen J und B sich decken, wird die ausgeübte Zugkraft auch keine grosse sein. In Betracht kommt ferner, dass die nach der Mitte des Ankers und nach dem äusseren Umfange zu liegenden Stellen der Spulen sich gleichfalls für den Ankerantrieb mehr oder minder indifferent verhalten.
Bei dem Motorzähler nach der vorliegenden Erfindung sind demgegenüber sowohl
Ankerspulen als Feldspulen mit einer sehr geringen inneren Öffnung gewickelt, so dass der Innenraum der Spule eine starke und ziemlich gleichmässige Kraftliniendichte aufzuweisen hat, während dieselbe nach den äusseren Windungen hin abnimmt. Infolge dieser Kraft- Hnienverteilung kann die von der Spule ausgeübte Zugkraft voll zur Wirkung kommen.
Ferner sind auch die Ankerspulen so gering bemessen, dass stets in dem Felde der Strom- spulen zwei oder mehrere Ankerspulen zu liegen kommen, so dass also die Stromspn ! pn
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gleichzeitig auf mehrere Ankerspulen anziehend bezw. abstossend einwirken können.
Durch diese Spulenanordnung ist zugleich auch die Sicherheit der Messung selbst bedeutend verbessert, da der Ankerantrieb äusserst gleichförmig erfolgt.
In der beiliegenden Zeichnung ist ; der Elektrizitätszähler dargestellt. Fig. 1 ist eine Vorderansicht mit teilweisem Schnitt, Fig. 2 eine Draufsicht und Fig. 3 ein Schaltung- schema des Wattstnndenzählers.
Auf der Welle'1 sitzt eine Scheibe 2, an welcher in einem Kreise liegend mehrere Spulen 3 mit ihren Achsen in der Richtung der Wellen achse befestigt sind. Diesen Spulen 3 stehen zwei oder auch mehrere feste Hauptstromspulen 4,4 gegenüber, welche für die Erzeugung des Magnetfeldes dienen. Die an der Welle 1 sitzenden Spulen 3 sind, um den Anker zu bilden, in Reihe geschaltet und stehen an den einzelnen Verbindungsstellen mit den Segmenten eines Kommutators 5 in Verbindung, auf welchem die Stromzuführungsbürsten 6,6 schleifen. Die Ankerwelle 1 überträgt ihre Drehbewegung in bekannter Weise auf ein Zählwerk 7. Um die festen Spulen 4 in ihrer Wirkung auf den Anker zu unterstützen, kann noch eine Hilfsspule 8 oder auch deren zwei angeordnet sein, welche einer der Spulen 4 gegenübersteht.
Die Einschaltung des Wattstundenzählers in das Stromnetz ist aus dem Schema nach Fig. 3 ersichtlich. Die beiden Spulen 4, 4 liegen in Serie in dem einen Zweige 9 der Leitung und erhalten somit die volle Stromstärke. Die Spule 8 und die Ankerspulen 3, welche hohen Widerstand besitzen, sind in Nebenschluss geschaltet und stehen einerseits mit dem Zweige 9, andererseits mit dem Zweige 10 der Leitung in Verbindung. Sämtliche Spulen sind, wie bereits oben erwähnt, derart gewickelt, dass innerhalb der Windungen nur ein äusserst geringer Raum frei bleibt. Es wird anzunehmen sein, dass der äusserst kräftige und sichere Antrieb des Ankers bei dem Zähler der vorliegenden Erfindung auch bei geringer.
Stromstärke (bei 10/0 pr Maximalbelastung läuft beispielsweise der Zähler bereits an) sowohl in der günstigen Anordnung und Bemessung der Spulen zueinander, sowie auch in dem Umstande liegen kann, dass infolge der geringen Öffnung innerhalb der Windungen die Kraftlinien mehr nach der Spulenmitte, also auf einen kleineren Flächenraum zusammengedrängt sind, wodurch ihre Kraft konzentriert zur Wirkung kommt. Welches nun auch der Grund für den günstigen Antrieb sein mag, so bleibt die Tatsache bestehen, dass bei der Bemessung und Anordnung der Spulen des vorliegenden Motorzählers der Antrieb auch bei geringen Stromstärken sicher und kräftig erfolgt.