AT206442B - Verfahren zur Herstellung von asymmetrisch aryl- oder alicyclisch substituierten 2,4,-Diamino-1,3,5-triazinen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von asymmetrisch aryl- oder alicyclisch substituierten 2,4,-Diamino-1,3,5-triazinen

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AT206442B
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diamino
aryl
triazines
asymmetrically
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AT660058A
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Kurt Dr Hinterauer
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Mr Petrasch & Co Chem Pharm Fa
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von asymmetrisch, aryl- oder alicyclisch substituierten 2, 4-   Diamino-l, 3, 5-triazinen    
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von asymmetrisch, aryl-oder alicyclisch substituierten,   2, 4-Diamino-1, 3, 5-triazinen   der allgemeinen Formel : 
 EMI1.1 
 
 EMI1.2 
 Salzsäure oder einer anderen Mineralsäure gekocht und nach einer gewissen Zeit Ameisensäure oder deren Salze oder funktionellen Derivate, in molarer Menge oder im Überschuss und eine   "Schleppflüssigkeit" wie   z. B. Benzol, Toluol, Butylformiat hinzugefügt. Die Schleppflüssigkeit muss mit Wasser ein azeotropes Gemisch bilden und ist dann geeignet, das Wasser aus der Reaktionmischung durch azeotrope Destillation zu entfernen.

   Mit Vorteil, aber nicht notwendigerweise, kann dazu eine Vorrichtung, ähnlich der in Gattermann-Wieland, "Die Praxis des org. Chemikers", 30. Auflage, Seite 177, (de Gruyter, Berlin) beschriebenen, verwendet werden. Die Reaktion wird durch entsprechend langes Erhitzen zu Ende geführt. Es kann auch auf die Verwendung einer   "Schleppflüssigkeit" verzichtet   werden, wenn die Ameisensäure oder deren Salze oder funktionellen Derivate durch die vorher eingesetzte wässerige Mineralsäure nicht zu stark verdünnt wird. Wurden z. B. 3   Vol. -Teile 20%ige   wässerige Salzsäure zur Biguanidbildung eingesetzt, so müssen mindestens 7 Vol.-Teile konz. Ameisensäure oder entsprechende Mengen von Salzen oder funktionellen Derivaten der Ameisensäure eingesetzt werden, damit der Ringschluss gelingt.

   Mit Vorteil, aber nicht notwendigerweise, wird dabei am absteigenden Kühler gearbeitet und die Heizung so reguliert, dass am Ende der Reaktion eine konzentrierte Lösung des gesuchten Produktes im Destillationsgefäss verbleibt. 



   Das Verfahren zur Herstellung von aryl-oder alicyclisch substituierten   2, 4-Diamino-l, 3, 5-tri-   azinen und deren Salzen, ausgehend von mineralsauren Aminen und Dicyandiamid, ohne Isolierung eines Zwischenproduktes ist neu und bedeutet gegenüber den bis jetzt bekannten Verfahren, welche die separate Synthese der entsprechenden Biguanide erfordern, einen Fortschritt. 



  Die nach diesem Verfahren herstellbaren Produkte der eingangs angeführten, allgemeinen Formel sind ausserdem wertvoll, denn es sind sehr gut wirksame,   quecksilberfreie, oralanwendbare   Diuretikas. 



   Zur Erläuterung der Verfahren mögen folgende Beispiele dienen :
Beispiel l : Herstellung von N-p-Chlorphenyl-   2, 4-diamino-l, 3, 5-triazinhydrochlorid.    

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   19 g p-Chloranilin werden mit 12, 5 g Dicyandiamid und 30 cm3   200"piger   Salzsäure 30 Minuten auf 100 Grad erwärmt (gelindes Sieden). Dann gibt man 100 cm3 Ameisensäure und 100 cm3 Benzol hinzu und kocht am Rückflusskühler mit zwischengeschaltenem Entwässerungsaufsatz, bis sich 30 cm3 wässeriger Flüssigkeit im Aufsatz abgeschieden haben. Dann werden zirka 120 cm3 Flüssigkeit im Verlauf von 3 bis 4 Stunden abdestilliert. Der noch heisse Rückstand wird in 120 cm3 verdünnter Salzsäure eingerührt. Nach dem Erkalten wird filtriert und, wenn notwendig, aus Ameisensäure umkristallisiert. 



    Schmelzpunkt : 278'. Ausbeute : 8011..    



   Beispiel 2 : Herstellung von   N-Phenyl-2, 4-     diamino-   3, 5-triazin. 



     13, 9   g Anilin werden mit 12, 5 g Dicyandiamid und 30 cm3 piger Salzsäure vermischt und unbeschadet einer eventuellen Fällung eine Stunde am Rückflusskühler erhitzt. Dann gibt man 180 cm3 konz. Ameisensäure hinzu und kocht 5 Stunden am Rückflusskühler. Man destilliert nun zirka
130   cm3   Flüssigkeit ab und giesst den noch heissen Rückstand in 150 cm3 kaltes Wasser und stumpft mit Natronlauge auf PH4 ab. Nach dem Erkalten wird abgenutscht und getrocknet. 



    Schmelzpunkt : 23r. Ausbeute : 8000,   
Beispiel 3 : Herstellung von   N-p-Toluyl-2, 4-     diamino-l, 3, 5-triazinhydrochlorid.    



   16, 1 g p-Toluidin und 12, 5 g Dicyandiamid werden mit 30 cm3   200"piger   Salzsäure übergossen und eine Stunde zum gelinden Sieden erwärmt, so dass am absteigenden Kühler höchstens einige
Kubikzentimeter Flüssigkeit übergehen. Dann gibt man 12 g Natriumformiat und 150 cm3 Ameisensäure hinzu und destilliert am absteigenden
Kühler, so dass nach 5 Stunden zirka   120 cm3   übergegangen sind. In die heisse Masse wird
120 cm3 verdünnter Salzsäure gegossen. Nach dem Erkalten wird abgesaugt und getrocknet. 



    Schmelzpunkt : 275'. Ausbeute : 500,).    



   Beispiel 4 : Herstellung von Cyclohexyl-N-2, 4-   diamino-l, 3, 5-triazinhydrochlorid.    



     14, 9   g Cyclohexylamin und   12, 5 g   Dicyandi- amid werden mit 30 cm3   200"piger   Salzsäure über- gossen und eine Stunde zum gelinden Sieden erhitzt, so dass am absteigenden Kühler nur einige Tropfen Flüssigkeit übergehen. Dann gibt man 150 cm3 Ameisensäure und 50 cm3 Benzol hinzu und destilliert am absteigenden Kühler, so dass in 5 Stunden zirka 170   cm3 Flüssigkeit   übergehen. 



  Den heissen Rückstand gibt man in Salzsäure   1 : 1.   



  Nach dem Erkalten wird filtriert und getrocknet. 



    Schmelzpunkt : 285. Ausbeute : 50%. 



  PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zur Herstellung von asymmetrisch, aryl-oder alicyclisch substituierten   2, 4-Diamin-   1, 3, 5-triazinen der allgemeinen Formel : 
 EMI2.1 
 in welcher R ein freier oder durch Halogen oder Alkyl mono- oder disubstituierter, aryl- oder alicyclischer Rest ist, dadurch gekennzeichnet, dass molare Mengen eines mineralsauren, aromatischen oder alicyclischen Amines mit molaren Mengen Dicyandiamid in wässeriger Lösung erhitzt und das resultierende Reaktionsgemisch mit Ameisensäure, deren Salzen oder funktionellen Derivaten wie Estern, Amiden, Amidinen usw. oder einer Mischung derselben, erhitzt wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass das Erhitzen des Reaktionsgemisches mit Ameisensäure, deren Salzen oder funktionellen Derivaten oder deren Mischungen in Gegenwart einer Schleppsubstanz", welche mit Wasser ein azeotropes Gemisch bildet, wie z. B. Benzol, Toluol, Butylformiat, durchgeführt wird und dadurch in Verbindung mit einer geeigneten Vorrichtung das Wasser weitgehend aus der Reaktionsmischung entfernt werden kann.
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