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Hydraulische Vorrichtung zum Schneiden, Spalten, Biegen, Stanzen und für ähnliche Arbeitsverfahren
Die Erfindung betrifft eine hydraulische Vorrichtung zum Schneiden, Spalten, Biegen, Stanzen and für ähnliche Arbeitsverfahren, bei der einer der scherenartig zusammenwirkenden Teile mit einem Hydraulikzylinder, der andere mit der Kolbenstange verbunden ist und deren über Druckschläuche mit einem fahrbaren Pumpenwagen verbundener Arbeitskopf ein Bedienungsventil trägt und besteht im wesentlichen darin, dass das Bedienungsventil, z. B. elektromagnetisch, fernsteuerbar ist. Durch die erfindungsgemässe Ausbildung kann der Arbeitskopf wesentlich leichter ausgebildet werden, da sich sein Gewicht auf die Schelenteile und das sie umhüllende Gehäuse beschränkt, wodurch die Handhabung der Vorrichtung auch in langen Arbeitsschichten wesentlich erleichtert wird.
Sollen in sehr kurzer Aufeinanderfolge mehrere Schnitte ausgeführt werden, so kann das Bedienungsventil verriegelbar sein, so dass eine ununterbrochene Arbeit möglich ist.
Der vom Pumpenaggregat gespeiste Arbeitskopf kann durch die Schlauchleitungen verhältnismässig weit vom Pumpenwagen entfernt und an das zu bearbeitende Objekt herangebracht werden. Grundsätzlich ist es auch möglich, die Deckplatte des Pumpenwagens als Unterstützungsfläche bei der Arbeit zu verwenden.
In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung in beispielsweiser Ausführungsform dargestellt.
Fig. 1 zeigt die Vorrichtung mit einem Handscherkopf in Ruhelage vor einem Drahtstapel, Fig. 2 in Arbeitsstellung von der Seite gesehen, Fig. 3 während des Einsatzes und Fig. 4 eine schematische Darstellung der Vorrichtung.
Der Wagenl trägt eine Abdeckplatte 2, die zugleich Ablage- und Arbeitsplatz für den Arbeitskopf 3 ist. Dieser wird durch Schläuche 4 mit dem Druckmedium aus der Pumpe im Wageninnern versorgt und ist über ein Steuerventil mit Druckknopfbetätigung 3a leicht zu steuern. Die Druckleitungen 4 ergeben einen genügenden Aktionsradius für den Arbeitskopf, so dass dieser an alle Arbeitsstellen, besonders an schwer zugängliche Stellen leicht herangebracht werden kann. Im Ruhestand sind die Schläuche 4 vorteilhaft auf dem Ständer 5 gelagert. Sie sind so sicher und ohne Knickung ordentlich untergebracht und anderseits im Einsatz leicht zumHandhaben. An die Arbeitsplatte 2 schliesst sich das Bedienungspult 6 für das nicht dargestellte Druckaggregat im Wageninnern an, welches z.
B. elektrisch angetrieben ist und z. B. mittels Starkstromstecker am Netz liegt. Die Rahmen 7 dienen gleichzeitig zur Versteifung sowie zum Schutz der Armaturen, zum allseitigen Angriff zwecks leichterer Verfahrbarkeit und schliesslich zum Anbringen der innen und aussen zu befestigenden Teile, wie Räder-29, Behälter, Verkleidungsbleche usw.
An beiden Seiten des Wagens bilden die Rahmen 7 je zwei Ösen 8 zum Anbringen von Hubhaken bzw. zum Durchstecken von Tragrohren oder Stangen, welche als bekannt und von leicht vorstellbarer Arbeitsweise nicht dargestellt sind.
Der in Fig. 4 schematisch angedeutete Arbeitskopf 3 besteht aus einem Hydraulikzylinder 9, der starr mit einem nach innen sich erstreckenden Vorsprung 10 verbunden ist. Dieser Vorsprung arbeitet scherenartig mit einem kolbenfesten Teil 11 zusammen, um z. B. Draht von Rollen 22 abzuschneiden. Der Kolben 12 wird über ein Steuerventil betätigt, das über einen Druckknopf 3a ausgelöst wird und nach dem Schneidvorgang selbsttätig in die Ausgangsstellung zurückkehrt. Die Handvorrichtung ist über Schlauch-
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leitungen mit dem Pumpenwagen l, der gleichfalls schematisch dargestellt ist, verbunden.
Im Pumpenwagen 1 ist die über einen nicht dargestellten Elektromotor angetriebene Hoch-und Niederdruckpumpe 15 angebracht, die über eine Saugleitung 16 Öl aus dem Druckölspeicher 17 entnimmt. Über ein Druckvorwählventil 18 wird das Öl dem Kolben zugeführt. Dem Druckventil 18 ist ein Drucksteuerventil 18a vorgeschaltet und für die Druckanzeige in der Hochdruckleitung ein Manometer 19 vorgesehen.
Die Fernsteuerung des Bedienungsventils 18a kann elektromagnetisch, elektrisch, druckgesteuert oder mechanisch durch Bowdenzug erfolgen. Derartige Fernsteuerungen sind an sich bekannt und daher in der Zeichnung nicht näher dargestellt.
- Beim einmaligen Betätigen des als Druckknopf ausgebildeten Steuerorgans am Arbeitskopf wird der Kolben zu einer einmaligen Bewegung z. B. zum Abschneiden eines Drahtes oder Stabes veranlasst. Wenn mehrere Bewegungen hintereinander selbsttätig vorgenommen werden sollen, so wird durch Verriegelung des Steuerorgans eine während seiner Verriegelung andauernde Hin- und Herbewegung des Kolbens und damit z. B. der Schermesser bewirkt, wobei der Kolben zu seiner Rückbewegung die Verbindung zur Rücklaufleitung 20 des Öles zum Ölspeicher 17 selbsttätig herstellt. Wie aus Fig. 3 ersichtlich, kann der Bedienungsmann 23 die hydraulische Vorrichtung in einfacher Weise auch in unbequemer Stellung leicht handhaben, wobei die Druckschläuche 4 durch eine Platte 24 aus dem Wagen 1 oberhalb eines aus weichem festen Stoff, wie Leder bestehenden Handgriffes 25 austreten.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Hydraulische Vorrichtung zum Schneiden, Spalten, Biegen, Stanzen und für ähnliche Arbeitsverfahren, bei der einer der scherenartig zusammenwirkenden Teile mit einem Hydraulikzylinder, der andere mit der Kolbenstange verbunden ist und deren über Druckschläuche mit einem fahrbarenpumpenwagen verbundener Arbeitskopf ein Steuerorgan für ein Bedienungsventil trägt, dadurch gekennzeichnet, dass das Bedienungsventil z. B. elektromagnetisch fernsteuerbar ist.