AT204707B - Verfahren zur Herstellung eines neuen Reserpsäurederivats - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines neuen Reserpsäurederivats

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AT204707B
AT204707B AT543357A AT543357A AT204707B AT 204707 B AT204707 B AT 204707B AT 543357 A AT543357 A AT 543357A AT 543357 A AT543357 A AT 543357A AT 204707 B AT204707 B AT 204707B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung eines neuen
Reserpsäurederivats 
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines neuen Reserpsäurederivats, des Dihydrorescinnamins. 



   Die aus zahlreichen Rauwolfiadrogen gewonnenen schwachen Basen Reserpin und Rescinnamin haben in der Heilkunde weite Verbreitung als sedative   und   blutdrucksenkende Mittel gefunden. Beide Alkaloide sind Ester, die wegen ihrer leichten Verseifbarkeit sehr empfindlich und wenig beständig sind. 



   Es wurde nunmehr gefunden, dass das   Dihydrorescinnamin, bei   dem die im Rescinnamin vorhandene Doppelbindung des Trimethoxyzimtsäureteiles abgesättigt ist, besonders wertvolle Eigenschaften aufweist. Während Reserpin wie Rescinnamin neben ihrer nicht unbeträchtlichen Toxizität starke Nebenwirkungen auf den Darm zeigen, ist die neue Substanz, die bei wenig verringerter sedativer Wirkung sogar noch stärker hypotensiv wirksam ist, erheblich weniger toxisch und praktisch frei von unerwünschten Nebenwirkungen. 



   Dihydrorescinnamin besitzt   ausserdem   eine grössere Beständigkeit gegen verseifende Einflüsse und ist erheblich leichter löslich als Reserpin und der ungesättigte Grundkörper. Lösungen in schwach angesäuertem Wasser,   z. B.   unter Verwendung von Essigsäure, Ameisensäure oder Weinsäure, sind beständig und neigen nicht dazu, die Substanz wieder auszuscheiden. Alle diese Vorteile machen Dihydrorescinnamin zu einem wertvollen neuen Heilmittel. 



   Dihydrorescinnamin enthaltende Präparate werden oral oder parenteral verabreicht. Die Injektionpräparate können intravenös oder intramuskulär verabreicht werden. Die Dosierung erfolgt sowohl bei Tabletten als auch bei Ampullen zu 0, 5 mg. Die untere Grenze der wirksamen Dosis beträgt 0, 25mg, die obere Grenze 0, 75 mg. 



   Dihydrorescinnamin besitzt die Summenformel    gHN09   und schmilzt unter Gelbfärbung bei   176-177oC.   Es kristallisiert in farblosen feinen Nadeln und ist leicht löslich in Aceton und Chloroform, 
 EMI1.1 
 r-) =-' ? 8 .Substanz mit gelboranger Farbe ; ebenso wie Rescinnamin zeigt sie mit Fröhdes Reagens den Farbwechsel von gelb über grün nach blau und beim Erhitzen mit Vanillin und piger Schwefelsäure eine rotviolette Farbe.

   Das UV-Spektrum ist durch folgende Banden charakterisiert : 
 EMI1.2 
 
<tb> 
<tb> Xax <SEP> 269, <SEP> 5 <SEP> m <SEP> , <SEP> e <SEP> = <SEP> 6250 <SEP> log <SEP> E <SEP> = <SEP> 3, <SEP> 796 <SEP> 
<tb> kmax <SEP> '5 <SEP> m <SEP> i, <SEP> = <SEP> 6860 <SEP> log <SEP> E <SEP> = <SEP> 3, <SEP> 837 <SEP> 
<tb> Àmin <SEP> 253 <SEP> mg, <SEP> = <SEP> 4650 <SEP> log <SEP> E <SEP> = <SEP> 3, <SEP> 668 <SEP> 
<tb> Amin <SEP> 282,5 <SEP> m , <SEP> @ <SEP> = <SEP> 4720 <SEP> log <SEP> @ <SEP> = <SEP> 3,674.
<tb> 
 



   Mit Säuren bildet Dihydrorescinnamin gut kristallisierte, beständige Salze, wie beispielsweise das Hydrochlorid, das aus Alkohol und Äther in schönen Nädelchen vom Schmelzpunkt   182-1900C (unter     Aufschäumen   und Zersetzung) kristallisiert, oder das Oxalat vom Schmelzpunkt   222-2230C (Zersetzung),   

 <Desc/Clms Page number 2> 

 das aus Methanol kristallisiert. 



   Die Herstellung des neuen Dihydrorescinnamins erfolgt gemäss der Erfindung dadurch, dass man Rescinnamin nach an sich bekannten Methoden hydriert. Vorzugsweise wird hiebei Rescinnamin katalytisch unter Verwendung von Edelmetallkatalysatoren bei gewöhnlicher Temperatur oder unter Verwendung von Raney-Nickel bei erhöhter Temperatur hydriert. Die Hydrierung kann bei gewöhnlichem Druck erfolgen, vorzugsweise wird sie jedoch bei erhöhtem Druck, beispielsweise bei 5 atü, ausgeführt. 



   Das Verfahren gemäss der Erfindung wird an Hand der nachfolgenden Beispiele erläutert. 



     Be j s pie 1 1 : 50   g Rescinnamin werden in 500   cl* Methanol   unter Zusatz von 20   rms   Eisessig in Lösung gebracht und in Gegenwart von 1 g Platinoxyd bei 5 atü und 200C hydriert. Nach einer halben Stunde kommt die Wasserstoffaufnahme nach Verbrauch von 1 Mol zum Stillstand. Die vom Katalysator abgetrennte Lösung wird in üblicher Weise aufgearbeitet. Die hydrierte freie Base kristallisiert aus Methanol oder Isopropanol in feinen Nädelchen vom Schmelzpunkt   176-177 C.   Ausbeute =   90%     d.

   Th.   
 EMI2.1 
 
<tb> 
<tb> Analyse <SEP> : <SEP> C <SEP> O, <SEP> C <SEP> H <SEP> N <SEP> CH30
<tb> Ber.: <SEP> 66,1% <SEP> 6,93% <SEP> 4,40% <SEP> 29,2%
<tb> Gef. <SEP> : <SEP> 65, <SEP> 450/0 <SEP> 7, <SEP> 00% <SEP> 4. <SEP> 20% <SEP> 28, <SEP> 53% <SEP> 
<tb> 
 
Beispiel 2 : 50 g Rescinnamin werden in 500 cm3 Methanol aufgeschlämmt und in Gegenwart von Raney-Nickel bei 5 atü und   50 C   hydriert. Die Wasserstoffaufnahme   (1   Mol) ist innerhalb von 30 Minuten beendet, und die gesamte Substanz geht in Lösung. Nach dem Abtrennen des Katalysators wird das Dihydrorescinnamin durch Eindampfen der methanolischen Lösung zur Trockne gebracht und durch Kristallisation aus Isopropanol gewonnen. Ausbeute =   96%   d. Th. 
 EMI2.2 
 
Menge Wasserstoff erfolgt.

   Die Suspension wird erwärmt und durch Filtration vom Katalysator befreit. 



  Das Filtrat wird eingeengt und kristallisiert. Ausbeute =   92%   d. Th. 



   Zur Reinigung kann Dihydrorescinnamin aus 6   VOl. -Teilen Äthanol   umkristallisiert werden. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zur Herstellung eines neuen   Reserpfäurederivats,   des Dihydrorescinnamins, dadurch ge- kennzeichnet, dass man Rescinnamin nach an sich bekannten Methoden hydriert.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man Rescinnamin unter Verwendung von Edelmetallkatalysatoren, vorzugsweise bei gewöhnlicher Temperatur und unter erhöhtem Druck, kata- lytisch hydriert.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man Rescinnamin unter Verwendung von Raney-Nickel, vorzugsweise bei erhöhter Temperatur und erhöhtem Druck, katalytisch hydriert.
AT543357A 1956-09-14 1957-08-19 Verfahren zur Herstellung eines neuen Reserpsäurederivats AT204707B (de)

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