AT204704B - Verfahren zur Herstellung eines neuen gemischten Anhydrids der Lysergsäure - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines neuen gemischten Anhydrids der Lysergsäure

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung eines neuen gemischten
Anhydrids der Lysergsäure 
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein einfaches und bequemes Verfahren zur Herstellung eines neuen, gemischten Anhydrids von Lysergsäure, welches insbesondere für die Herstellung von Lyserg-   säureamiden   wertvoll ist. 



   Die Herstellung des neuen gemischten Anhydrids der Lysergsäure erfolgt gemäss der Erfindung in der Weise, dass man trockene Lysergsäure mit Trifluoressigsäureanhydrid in Gegenwart eines inerten Dispersionsmittels bei einer Temperatur von etwa 00 C oder bei einer unterhalb 00 C liegenden Temperatur umsetzt. 



   Die Umsetzung der Lysergsäure mit dem Trifluoressigsäureanhydrid ist eine Tieftemperaturreaktion,   d. h.   sie muss bei einer Temperatur von etwa   00 C   oder bei einer unterhalb 00 C liegenden Temperatur durchgeführt werden. Die bevorzugten Temperaturen liegen zwischen   etwa -10   und   etwa -200 C.   Diese Temperaturen sind hoch genug, um den Ablauf der Reaktion mit genügender Geschwindigkeit zu gewährleisten, stellen jedoch anderseits eine ausreichende Sicherheit gegen einen zu schnellen Reaktionsablauf dar, der eine hohe Reaktionstemperatur und infolgedessen eine übermässig starke Zersetzung des gemischten Anhydrids zur Folge haben würde. 



   Die Reaktion wird in einem geeigneten Dispersionsmittel durchgeführt, das sich gegenüber den Reaktionsteilnehmern inert verhält und in dem die Lysergsäure verhältnismässig unlöslich ist. 



   Für die rasche und vollständige Umsetzung der Lysergsäure in das gemischte Anhydrid sind 2 Mol Trifluoressigsäureanhydrid pro Mol Lysergsäure erforderlich. Es wird angenommen, dass ein   Molekül   des Anhydrids sich an   einem Molekül   der ein basisches Stickstoffatom enthaltenden Lysergsäure anlagert und dass das Addukt mit   einem zweiten Molekül   Trifluoressigsäureanhydrid unter Bildung des gemischten Anhydrids sowie eines Moleküls Trifluoressigsäure reagiert. Die Umwandlung der Lysergsäure in das gemischte Anhydrid erfolgt innerhalb einer   verhältnismässig   kurzen Zeit ; um jedoch eine vollständige Umwandlung sicherzustellen, lässt man etwa 1-3 Stunden reagieren. 



   Das gemischte Anhydrid der   Lysergsäure und Trifluoressigsäure   ist insbesondere bei Zimmertemperatur und darüber verhältnismässig unbeständig und muss bei tiefer Temperatur aufbewahrt werden. Diese Temperaturunbeständigkeit des gemischten Anhydrids macht es zweckmässig, die Umwandlung in Lysergsäureamid ohne unnötige Verzögerung durchzuführen. Das gemischte Anhydrid selbst kann, da es eine Lysergsäuregruppe enthält, im Reaktionsgemisch zum grossen Teil auch als Ionen-Addukt mit Trifluoressigsäureanhydrid oder Trifluoressigsäure vorliegen. 



   Zur Erzielung maximaler Ausbeuten ist es wesentlich, dass die bei der Reaktion verwendete   Lyserg-   säure trocken ist. Es ist am zweckmässigsten, die Säure so zu trocknen, dass man sie bei etwa   105-110    C im Vakuum von etwa 1 mm Hg oder weniger einige Stunden lang erwärmt. 



   Die für das erfindungsgemässe Verfahren verwendeten Dispersionsmittel sollen bei den niedrigen Reaktionstemperaturen flüssig und so inert sein, dass sie nicht leichter mit Trifluoressigsäureanhydrid reagieren als die Lysergsäure. Geeignete Dispersionsmittel sind beispielsweise Acetonitril, Dimethylformamid, Propionitril u. dgl. Von den genannten Dispersionsmitteln wird Acetonitril bevorzugt, da es bei den angewendeten tiefen Temperaturen flüssig und nicht reaktionsfähig sowie ferner verhältnismässig flüchtig und infolgedessen von dem Reaktionsgemisch durch Eindampfen im Vakuum leicht abtrennbar ist. 

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   Im Rahmen der Erfindung wird die Bezeichnung "Lysergsäure" als Sammelbegriff gebraucht und umfasst sämtliche der vier möglichen Stereoisomeren, welche die zugrunde liegende Lysergsäurestruktur aufweisen. Isomere der Lysergsäurereihe können nach bekannten Verfahren abgetrennt oder ineinander umgewandelt werden. 



   Beispiel : 5, 36 g d-Lysergsäure werden in 125 cm3 Acetonitril suspendiert und die Suspension wird auf   etwa -200C gekühlt.   Dieser Suspension wird eine   kalte (-200C)   Lösung von 8, 82 g Trifluoressigsäureanhydrid in 75   cm3   Acetonitril zugesetzt. Das Gemisch wird   bei -200 C für   die Dauer von etwa 
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 Anhydrid kann in Form eines Öls abgetrennt werden, indem man das Lösungsmittel im Vakuum bei einer Temperatur unterhalb etwa   OOC   eindampft. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zur Herstellung eines neuen gemischten Anhydrids der Lysergsäure, dadurch gekennzeichnet, dass man trockene Lysergsäure mit Trifluoressigsäureanhydrid, zweckmässig im Molverhältnis 1 : 2, in Gegenwart eines inerten Dispersionsmittels bei einer Temperatur von ungefähr 00 C oder einer unterhalb 00 C liegenden Temperatur zum gemischten Anhydrid der Lyserg- und Trifluoressigsäure umsetzt.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Suspension von trockener Lysergsäure in Acetonitril mit einer Lösung von Trifluoressigsäureanhydrid im Molverhältnis 1 : 2 bei einer Temperatur von ungefähr -10 bis -20 C umsetzt.
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