AT20383B - Weichenhebelverschluß bei pneumatischen Eisenbahnsicherungseinrichtungen. - Google Patents

Weichenhebelverschluß bei pneumatischen Eisenbahnsicherungseinrichtungen.

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AT20383B
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Austria
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lever
valve
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locking
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Inventor
John Patrick O'donnell
Ernest Copeland Irving
Original Assignee
John Patrick O'donnell
Ernest Copeland Irving
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  WeichenhebelverschluB bei pneumatischen Eisenbahnsicherungseinrichtungen. 



   Vorliegende Erfindung hat eine Einrichtung zum Gegenstande, welche den Zweck hat, den oder die Weichenhebel selbsttätig so lange zu verriegeln, bis der Zug oder das Fahrzeug die Weiche vollständig verlassen hat. Wenn vorliegende Erfindung bei einer Einrichtung nach dem österr. Patent Nr. 7171 in Anwendung kommen soll, wird der Weichenhebel oder die Stellplatte (in der Beschreibung des angeführten Patentes mit LI bezeichnet) mit einem Schlitz versehen, in welchen der Kolben eines nebst den beiden 
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 vorgesehenen Luftzylinders bezw. ein am Kolben oder der Kolbenstange desselben befestigter Teil eingreift. Dieser Zylinder soll im nachstehenden   als Verriegelungszylinder"bezeichnet   
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 Kreuzungsstelle ist eine isolierte   Schianenleitung   angeordnet.

   Mit diesem Schienenstromkreis ist ein elektrisches Relais verbunden, welches einen Stromkreis beherrscht, in den ein mit dem Verriegelungszylinder verbundenes elektro-pneumatisches Ventil geschaltet ist, das die   Einströmung   des Druckmittels in und die   Ausströmung   desselben aus dem Verriegelungs- 
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 zeug auf die isolierte Geleisestrecke rollt, der   Weichenbebel   in der   jpweiligen   Lage (sei es in der normalen oder in der verstellten)   selbsttätig   verriegelt wird und in dieser Lage so lange verriegelt bleibt, bis der Zug oder das Fahrzeug die Weiche vollständig verlassen hat. 



   Im nachstehenden soll eine Ausführungsform der Einrichtung nach vorliegender Er- 
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 der österr. Patentschrift Nr. 7171 beschrieben werden. In der Zeichnung ist : Fig. 1 ein Schema des zur Betätigung einer Weiche dienenden Apparates in Verbindung mit der Ein- 
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 schlitze in der Stellplatte oder dem Hebel ; Fig. 4 eine andere Ausführung des Verriegelungzylinders und des mit Einschnitten versehenen Hebels. 



   Der aus Fig. 1 ersichtliche Stellhebel LI mit seinen Schlitzen   11, 12   und dem Ventil   po   mit den Rohrverbindungen, die Relaisventile   jR, jR'o   und ihre Rohrverbindungen ebenso wie die Sperrstange H stimmen sowohl, was ihre Ausführung und Anordnung als auch den Zweck betrifft, mit den in der Beschreibung und Zeichnung des österr. Patentes Nr. 7171 in gleicher Weise bezeichneten Teilen bis auf die Art der Verbindung zwischen dem Hauptlufteinlassrohr X1 mit den Relaisventilen überein ; es ist nämlich statt der    Zweigrohro ;200, x30 < ach   dem angeführten Patent nur ein einziges Zweigrohr mit diesen Relais durch ein   T-förmiges   Rohr X2 verbunden.

   Die bei der Weiche befindlichen Teile,   Zylinder C, Anzoigeventil D, Relaisventile 7, J ? 30 und die verschiedenen Rohrverbindungen nebst der Bewegungsplatte M und ihrer Verbindung stimmen in jeder Hinsicht mit den   gleich bezeichneten Teilen nach dem österr. Patent Nr. 7171 überein. Der Hebel LI be- 
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 mit der Rolle 4 trägt. 5 ist ein Verbindungsrohr zwischen dem Zylinder 2 und einem elektro-pneumatischen Ventil 6 (z. B. nach der engl. Patentschrift Nr. 3078 A.

   D. 1903), welches den Zweck hat, die Zuströmung des Druckmittels zum Zylinder 2 abzusperren, wenn der Stromkreis, in welchen der Elektromagnet dieses Ventiles geschaltet ist, geschlossen bleibt. 7 ist ein von der Hauptdruckleitung   X zur   Einlassöffnung des Ventiles 6 führendes Zweigrohr. 8 und 9 sind die den Stromkreis des elektro-pneumatischen Ventiles bildenden Leitungsdrähte, von welchen Draht 8 mit dem   Kontaktstück   10 und Draht 9   über die Batterie-   mit dem Relaisanker 12 verbunden ist. 13 sind die Elektromagnete des Schienenrelais, welches in bekannter Weise durch Drähte 14 und   15   mit den in den elektrischen Schienenstromkreis geschalteten isolierten Schienen verbunden ist.

   16 und 17 sind die zur Weiche gehörigen Signale, von welchen 16 in jener Stellung dargestellt ist, welche anzeigt, dass der Zug auf das Zweiggeleise fahren kann. Die   Schienenleitung   führt von den isolierten Schienenstössen 18 bei den Signalen 16, 17 zu den isolierten Schienenstössen 19 auf der geraden Strecke und 20 auf dem Zweiggeleise, so dass die Abzweigungsstelle sich innerhalb des isolierten Teiles hefindet.   21,   22 und 23 sind die zwischenliegenden 
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 Leiter, während der Draht oder elektrische Leiter 25 in der dargestellten Weise mit den Schienen verbunden ist. 28 ist die Batterie des Schienenstromkreises, welche durch die Drähte 29 und 30 mit den isolierten Schienen verbunden ist. 



   Bei der beschriebenen Anordnung ist, so lange kein Zug oder Fahrzeug sich auf der isolierten Schienenstrecke befindet, der Schienenstromkreis durch das Relais geschlossen und dessen Magnet 13 hält den Anker 12 angezogen, so dass der   Kontakt bei. M her-   gestellt und der Stromkreis, in welchen der Elektromagnet des elektro-pneumatischen oder elektromagnetischen Ventiles 6 und die Batterie 11 geschaltet ist, geschlossen ist, so dass durch Ventil 6 die Zuströmung von Druckluft aus dem Rohr 7 durch Rohr 5 zum Verriegelungszylinder 2 abgesperrt bleibt. 



   Angenommen, die Weiche sei durch Betätigung des Hebels LI in die in Fig. 1 dargestellte Lage gebracht worden (die Bewegungen der Weichenzungen und die Anzeige derartiger Bewegungen erfolgt in gleicher Weise wie nach dem österr. Patent Nr. 7171) ; gelangt nun ein Zug oder Fahrzeug auf die isolierte Schienenstrecke, so wird der Schienenstromkreis kurzgeschlossen, die Elektromagnete 13 stromlos und der Kontakt bei 10 unterbrochen ; hierdurch wird auch der Elektromagnet des Ventiles 6 stromlos und das Ventil gelangt in jene Lage, in welcher es den Durchgang des Druckmittels aus dem Zweigrohr 7 des Hauptdruckleitungsrohres XI in das Rohr 5 gestattet ;

   Druckluft dringt in den Verriegelungszylinder 2 und wirkt derart auf den Kolben 3, dass die Rolle 4 der Kolbenstange in dem rechts befindlichen   Toi ! dos Ven'iegelungsschlitzes jf   festgehalten wird, so dass der Hebel LI in seiner Lage festgehalten erscheint, und zwar so lange, bis der Zug oder das Fahrzeug die isolierte Geleisestrecke vollkommen verlassen hat, sich also beispielsweise jenseits der   Schienenstösse   20 befindet.

   Sobald letzteres der Fall ist, wird der Geleisestromkreis durch 
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 Elektromagnet des Ventiles 6 wieder erregt, so dass die Druckmittelzufuhr aus dem   Rohr 7   durch das Ventil abgesperrt wird und die Ausströmung aus dem Verriegelungszylinder durch Rohr 5 und Ventil 6 erfolgt, worauf der Signalwärter den Hebel LI und die Weichenzungen S in die normale Lage zurückbringen kann (Hauptstrecke). 



   Befindet sich die Weiche in der Normallage und es rollt ein Zug oder Fahrzeug über die isolierte Schienenstrecke, so findet der gleiche Vorgang statt : Der Hebel LI wird in der Normallage so lange verriegelt (durch die im linken Teil des   Verriegel ungsschIitzes 1   empor gedrückte Rolle 4), bis der Zug oder das Fahrzeug die isolierte Schienenstrecke vollkommen verlassen hat. 



   Zum Zwecke eines geringeren Stromverbrauches könnte auch die Einrichtung derart getroffen werden, dass der Schienenstromkreis bei freier isolierter Schienenstrecke unterbrochen ist, und zwar in folgender Weise : Ein Pol der Schienenbatterie 28 könnte mit einer Schiene der isolierten Schienenstrecke und der andere Pol mit einer Klemme des Relais-Elektromagneten verbunden sein, während die andere Klemme des Relais-Elektromagneten mit der anderen Schiene der isolierten Geleisestrecke verbunden ist. Es wird daher der Schienenstromkreis und der Relaisstromkreis durch die Isolation   der   Schienen-   strecke unterbrochen sein ; in diesem Falle wird das gleiche Ventil 6 wie nach dem österr. Patent Nr. 11297 zur Anwendung gelangen.

   Befindet sich nun beispielsweise kein Zug oder Fahrzeug auf der isolierten Schienenstrecke, so ist der Elektromagnet dieses Ventiles stromlos und das Ventil sperrt die Druckmittelzufuhr vom Rohr 7 zum Verriegelungszylinder ab. Wenn hingegen ein Zug oder Fahrzeug auf die isolierte Schienenstrecke rollt, wird der Stromkreis durch die Räder und Achsen geschlossen, die RelaisElektromagnete 13 werden angeregt und ziehen den Anker 12 an, der Elektromagnet des 

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 Ventiles 6 wird gleichfalls angeregt und das Ventil in jene Lage gebracht, in welcher das Druckmittel aus Rohr 7 in das Rohr 5 und zum Verriegelungszylinder 2 strömen kann. 



  Verlässt der Zug oder das Fahrzeug die isolierte Geleisestrecke, so wird der Stromkreis wieder unterbrochen, die Elektromagnete 13 und daher auch der Elektromagnet des Ventiles 6 stromlos, so dass die Druckmittelzufuhr zum Verriegelungszylinder 2 abgesperrt wird und die Ausströmung aus letzterem vor sich geht. 



   In manchen Fällen dürfte es wünschenswert sein, den Hebel LI nur in einer Lage - normal oder verstellt-zu verriegeln. Fig. 2 zeigt die Form des Verriegelungsschlitzes 1 zur Verriegelung des Hebels in der Normallage, wobei der rechte Teil des Schlitzes in Wegfall kam. Fig. 3 zeigt die Form des Verriegelungsschlitzes 1 zur Verriegelung des Hebels in der verstellten Lage, wobei der linke Teil des Schlitzes in Wegfall kam. 



   Bei der in Fig. 4 dargestellten Ausführungsform sind statt des Verriegelungsschlitzes ein oder zwei Einschnitte   (zweckmässig   von rechteckiger Form) an der unteren Kante des Hebels L1 vorgesehen, welche zur   Aufnahme   des entsprechend geformten Kopfes der Kolbenstange dienen, wenn Druckmittel in den Zylinder 2 eingelassen wird. 31, 32 (Fig. 4) sind die Einschnitte in den Hebel LI, von welchen 31 zur Verriegelung in der Normallage und 32 zur Verriegelung in der verstellten Lage dient. 33 ist eine Feder, welche die   Rückkehr   des Kolbens 2 in die normale Lage und das Heraustreten der Kolbenstange aus den Einschnitten 31 oder 32 sichert. 34 ist eine Führung für die Kolbenstange. 



   Bei dem Verriegelungsschlitz nach Fig. 1, 2 und 3) ist keine die   Rückkehr   des Kolbens 2 in die Normallage sichernde Feder nötig, da bei   Betätigung des Hebels L   die schrägen Enden des Schlitzes 1, auf die Rolle oder den Zapfen 4 der Kolbenstange wirkend, den Kolben 3 abwärts bewegen. 



     PATENT-ANSPRÜCHE   : 
1.   Weichenhebelverschluss   bei pneumatischen Eisenbahnsicherungseinrichtungen, wobei durch einen Zug oder ein Fahrzeug, welches über eine in einen elektrischen Schienenstromkreis geschaltete isolierte Schienenstrecke rollt, der die Weiche betätigende Hebel in der 
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 stelle verlassen hat, dadurch gekennzeichnet, dass ein elektro-pneumatisches Ventil (6), welches durch ein in den Geleisestromkreis geschaltetes Relais beherrscht wird, bei seiner 
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 je nach der Weichenstellung in die eine oder die andere zweier im   Weichenhebel (L   angeordneter Ausnehmungen eingreift.

Claims (1)

  1. 2. Verriegelungseinrichtung nach Anspruch l, gekennzeichnet durch die Anordnung einer Feder (33), welche den Kolben (3) des Verriegelllngszylinders (2) derart zu bewegen sucht, dass dessen Kolbenstange aus den Ausnehmungen im Stellhebel (LL) tritt.
AT20383D 1903-12-07 1903-12-07 Weichenhebelverschluß bei pneumatischen Eisenbahnsicherungseinrichtungen. AT20383B (de)

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