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Melkmaschine.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf Melkmaschinen mit Rollen, die gegeneinander arbeiten. Derartige, Maschinen sind bisher wohl in verschiedenen Ausführungen bekannt geworden, haben aber keine praktische Verwendung gefunden, weil dieselben bei dem Gebrauch nicht den Erwartungen entsprechen.
Die vorliegende Erfindung bezweckt nun, die wesentlichsten Übelstände derartiger Apparate zu'beseitigen, so dass ein praktisch verwendbarer Apparat geschaffen wird, der gut arbeitet und der Kuh kein unnötiges Ungemach verursacht. Die Erfindung besteht hauptsächlich darin, dass statt eines einzigen Paares Rollen für jedes Zitzenpaar, bei der vorliegenden Maschine eine Mehrzahl Rollenpaare vorgesehen werden, wodurch sämtliche Muskeln, die die Milchkanäle zuschliessen, bearbeitet werden können und die Kuh leichter dazu gebracht wird, die Milch zu lassen. Die Bewegungen der Rollen werden bei der vorliegenden Erfindung mittelst eines besonderen Drehmechanismus bewirkt, der unten näher beschrieben wird.
Um unabhängig von der Bauchhöhe der Kuh das Anbringen der Maschine auf dem Boden zu ermöglichen, so dass also das Gewicht des Apparates nicht dem Tiere zur Last fällt, ist die Maschine mit Einstellvorrichtungen versehen, wodurch dieselbe den verschiedenen Banchhöhen verschiedener Kühe schnell angepasst werden kann.
Die Erfindung ist in der Zeichnung veranschaulicht, und zwar zeigt : Fig. ! eine Endansicht der Maschine und Fig. 2 eine Seitenansicht derselben, beide teilweise in Schnitt.
Wie aus der Zeichnung ersichtlich, ist die Melkmaschine mit einer Mehrzahl übereinander angeordneter, mit Gummi oder anderem entsprechenden Material überzogenen
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nannten Sätze für die Bearbeitung je eines Zitzenpaares angeordnet sind. Zweckmässig werden die einander gegenüberstehenden Rollen jedes Satzes so angeordnet, dass die Ver- bindungslinie der Zentren ihrer Querschnitte eine Zickzacklinie bildet, wodurch sie die Zitzen besser bearbeiten können und auch leichter von der (11h ertragen werden. Die Rollen 2 und 3 sind in von dem auf und ab beweglichen Rahmen 5 ausgehenden Ständern 6 gelagert, während die Rollen 1 und 4 von Armen 7, 8 oder dgl. getragen werden, die um Zapfen. 9, 10 in bezug auf die Ständer ss nach aussen drehbar sind.
Der Rahmen 5 ist mittelst dos Zapfens und der Kurbelstange 12 mit einer Kurbel 13 an der Treibwelle 14
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der Wolle 14 bewirkt werden. Statt der Kurbel und der Kurbelstange 18 kann selbstverständlich auch ein Exzenter verwendet werden.
Damit während der Aufwärtsbewegungen der Rollen diese die Zitzen nicht zusammendrücken, müssen sich die beiden Rollensätze während der Aufwärtshewegung öffnen, und dies wird gemäss vorliegender Erfindung dadurch bewirkt, dass die Kurbelstange Jf oder die entsprechende Kurbel mit einem Vorsprung 15 versehen ist, der bei der Umdrehung der Wollo 14 einen Hebel 16 beeinflusst, und zwar unmittelbar bevor oder in demselben Augenblicke, in dem der Rahmen 5 seine Aufwärtsbewegung beginnt. Der genannte Hobel 16, der bei 10 gelagert ist, betätigt eine Rolle 17 an einem Querstück 18, das in dem Rahmen 5 verschiebbar und mittelst Gelenken 19, 20 mit den Armen 7 bezw. 8 verbunden ist.
Die Arme 7 und 8 nebst den Rollen 1 und 4 werden hiedurch bei der Aufwärts- bewegung von den in den festen Ständern gelagerten Rollen 2 und 3 wegbewegt, so dass die Zitzen während dieser Bewegung nicht beeinflusst werden. Wenn der Rahmen 5 seine
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höchste Lage erreicht hat, in welcher die Rollen 1, 2, 3, 4 die durch gestrichelte Kreise angedeutete Lage einnehmen, lässt der Vorsprung 15 den Hebel 16 frei, worauf eine Feder 21, die auf das Querstuck 18 wirkt, die Arme 7, 8 gegen die festen Ständer zurückführt, so dass die Rollen die Zitzen ergreifen und die Melkbewegung ausflihren.
Durch die Anordnung mehrerer Melkrollen übereinander wird ermöglicht, dass der Apparat stets gleich langen Hub besitzen kann, auch wenn die Zitzen von verschiedener Länge sind, und dass ein gleichmässiges und zuverlässiges Melken ohne grösseren Druck auf die Zitzen ermöglicht wird.
Statt durch eine Feder das Quetstück-M zum Zurückführen der Arme 7, 8 gegen die festen Ständer beeinflussen zu lassen, kann man selbstverständlich auch Federn direkt zwischen den Ständern 6 und den Armen 7, 8 anbringen und durch Regelung der Spannung derselben ohne Schwierigkeit beim Melken den Druck gegen die Zitzen regeln.
Um den erforderlichen Gegendruck auf das Euter während des Melkens zu bewirken, ist die vorliegende Maschine mit einem Widerlager 22 versehen, das zwischen die Zitzen hineinragt und das Euter trägt. Durch diese Anordnung wird die Kuh nicht belästigt und auch nicht verhindert, dass die Rollen während des Melkens bis an die Zitienwurzel geführt werden können.
Zur Aufnahme der Milch dient ein Rohr 23, das in einen Behälter 24 mündet. Dieses Rohr trägt die eigentlichen Melkorgane und ist in dem Gefässe 24 heb-und senkbar, so dass die Maschine für Kühe verschiedener Bauchhöhe bequem einstellbar ist. Um ausserdem die Verwendung der Maschine für Kühe zu ermöglichen, die so hoch sind, dass eine Einstellung des Rohres 23 in seine höchste Lage nicht genügt, ist das Milchgefäss 24 auf einstellbaren, zweckmässig mit Rollen versehenen Füssen 25 angebracht, wodurch auch das
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angebracht, so dass das Gewicht desselben, sowie das der Melkorgane zum grössten Teile ausgeglichen und hiedurch die Einstellung des Rohres wesentlich erleichtert wird.
Zum Feststellen in den gewünschten Lagen kann dasselbe mit einer oder mehreren Klemmschrauben versehen sein, mittels deren das Rohr in seiner Stellung gegenüber dem Gefäss 24 festgehalten wird.
Bei der Verwendung der Maschine wird dieselbe unter die Kuh eingestellt, so dass je ein Zitzenpaar von den entsprechenden Rollensätzen erfasst wird. Die Maschine wird dann um so viel gehoben, dass das Widerlager gegen das Euter gepresst wird. Wird hienach die Treuil) achse gedreht, so findet die beschriebene Bewegung des Triebwerkes statt und elle Milch wird aus den Zitzen in das Sammelgefäss 26 gemolken, von wo sie durch das Rohr 27 in das Gefäss 24 hinabrinnt, welch letzteres, um die Leerung desselben zu erleichtern, mit einer Tülle 28 versehen sein kann.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Melkmaschine, bei welcher die Melkorgane aus zwei Sätzen von Rollen bestehen, die je zwei Zitzen bearbeiten, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Satz aus einer Mehrzahl zweckmässig gegeneinander versetzt angeordneter Rollen besteht, zum Zwecke, ein gleichförmiges und wirksames Melken ohne grösseren Druck auf die Zitzen zu bewirken.