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Österreichische
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GEORGE LIVINGSTON RICHARDS m BOSTON (V. ST. A.).
Vorrichtung zum selbsttätigen Sortieren von Zeitungen, Zeitschriften u. dgl.
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postmässigen Versand fertiggestellte Zeitungen, Zeitschriften n. dgl. nach bestimmten Ge- sichtspunkten, z. B. nach den verschiedenen Bestimmungsorten gesondert, selbsttätig ill
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in bekannter Weise abgehobenen Zeitungen Behälter an endlosen Ketten befestigt. welche von der Hauptantriebswelle der Maschine bewegt werden.
Die Bewegung der Ketten wird dabei aber durch eine Kupplung in Verbindung mit einer dieselbe beeinflussenden Ketten-
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In den Zeichnungen stellt dar : Fig. 1 eine Vorderansicht der Maschine, teilweise im Schnitt in der Linie j !- von Fig. 3, Fig. 2 eine Hinteransicht der Maschine, Fig. 3 eine Seitenansicht der Maschine von rechts in Fig. 1 gesehen, Fig. 3 a eine Einzelheit.
Fig. 4 eine Seitenansicht der Abhchcvorrichtung zum Abheben der Zeitungen in vergrössertem Massstabe, Fig. 4 a und 4b Einzelheiten. Fig. 5 eine Seitenansicht der Förderkette zum Abliefern der Zeitungfn, von links in Fig. 3 gesehen, Fig. 6. 7 und 8 Einzel-
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Schnitt in der Linie S-S von Fig. 7 darstellt, Fig. 9,10 und 1t Einzelheiten, Fig. 12 einen senkrechten Schnitt durch die Adressiervorrichtung, Fig. 13 einen Grundriss derselben, Fig. 14 eine Einzelheit.
Die Sortiervorrichtung gemäss vorliegender Erfindung ist, wie die Zeichnungen zeigen, ein Teil einer Maschine, der die eingeschleiften Zeitschriften mittels bekannten Aufzuges übergeben werden und welche die Zeitungen, bevor sie dieselben an die Sortiervorrichtung ill) ergibt, mit den entsprechenden Adressen in ebenfalls bekannter Weise versieht. Die mittels Riemenscheibe 10 (Fig. 3) von irgendeiner Kraftquelle aus in Rotation versetzte zweiteilige Hauptwelle 11, 11', deren Teile durch die Kupplung 112 zwangläufig verbunden werden können, setzt von dem Teile 11 aus zunächst den bekannten Zeitungsaufxug in Bewegung ; dieser führt die auf seinen Plattformen liegenden Zeitungen der an seinem oberen Ende angeordneten Adressiervorrichtung zu (Fig. 2 und 3).
Die adressierten Zeitungen werden dann einzeln auf einen Transportriemen 37 (Fig. 3) befördert, der sie an die Sortiervorrichtung abgibt.
Diese Lnufriemen 379 (Fig. 3) sind über auf Wellen 38, 39 sitzende Riemenscheiben geführt. Welle. 39 erhält ihren Antrieb von der Hauptwelle 11, 11'aus vermittels einer von dieser durch Kegelräder getriebenen Welle 40 (Fig. 3) und eines Riemens 41. Von den Laufriemen werden die Zeitungen auf Förderketten 42 befindlichen Behältern (Fig. 3 und : J) zugeführt, welche aus aufrechten Wänden 43 und Seitenstützen 44 (Fig. 5) gebildet werden. Solange Zeitungen von dem Laufriemen 37 befördert werden, stehen die Behälter fest.
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ihren'Antrieb von Hauptwelle 11 aus vermittels einer Kupplung 48 und Kette 47 (Fig. 1 und 3).
Die in Fig. 6, 7'und 8 besonders veranschaulichte und später näher beschriebene
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schrieben ist.
Zu beiden Seiten der Maschine sind zwei leicht. abnebmbare Wellen 51, 52 (Fig. l') gelagert, deren jede lose eine Reihe von Haspeln 53 und eine Riemenscheibe 54 bezw. 55 trägt, derart, dass die Riemenscheibe auf jeder Welle mit den Haspeln verbunden ist und auf ihrer Welle mit denselben verschoben werden kann. Die Riemenscheiben 54, 55 erhalten ihren Antrieb vermittels Riemen von Wellen 56 bezw. 57 aus, welche ihrerseits durch Gelenkketten von Wellen 58 bezw. 59 angetrieben werden (Fig. 1). Welle 58 erhält ihren Antrieb von der Hauptwelle 11, 11'aus vermittels der Zahnräder 60, 61, wobei
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genähert werden kann, wodurch die Zahnräder 60, 61 ausser Eingriff gebracht werden können.
Auf Welle 59 sitzt ebenfalls ein Zahnrad 62, mit welchem ein Zahnrad 63 so in Eingriff gebracht werden kann, dass Welle 59 ebenfalls von Welle 11, 11'aus in Umdrehung versetzt wird, und zwar in zur Umdrehungsrichtung der Welle 58 entgegengesetzter Richtung.
Von einer Haspel auf Welle 51 geht eine Gelenkkette 64 zu einer Haspel auf der anderen Welle 52, wobei die Kette über als Führung dienende Kettenräder auf Wellen 65, 66 (Fig. 1) geführt wird, von denen jede durch eine Gelenkkette von der Welle 56 bezw. 57 einen besonderen Antrieb erhält.
Die Kette 64 besteht, wie aus Fig. 10 und 11 ersichtlich, aus einzelnen Gliedern, welche einfach ineinander gehakt sind und von welchen die Mehrzahl mit seitlich vorstehenden Brettchen 67 versehen ist. Diese Kette 64 geht nun über einen Tisch 68 hinweg (Fig. 1, 3 und 4), welcher, wie in Fig. 4 durch die gestrichelten Linien angedeutet, mit einer Öffnung versehen ist ; unmittelbar unter dieser Öffnung befindet sich das freie Ende des Hebels 50, welcher durch Stange 49, wie oben beschrieben, die Kupplung 48 betätigt.
Über der Öffnung in dem Tisch befindet sich das pfeilförmig gestaltete Ende einer von dem vorderen Ende des Hebels 36 herabhängenden Stange 69 (Fig. 1), welches durch eine Feder 70 (Fig. 3) gewöhnlich gegen die Brettchen der Kette 64 gezogen wird. Geht nun ein Glied dieser Kette, an welchem das Brettchen fehlt, über die Öffnung in Tisch 68 hinweg, so wird die Stange 69 durch die Öffnung hindurch gegen den Hebel 50 gedrückt werden, welcher in der weiter unten beschriebenen Weise die Kupplung 48 einrückt und dadurch die Förderketten 42 in Bewegung setzt. Durch das nächste mit einem Brettchen versehene Glied der Kette 64 wird die Stange wieder nach oben bewegt und dadurch, dass der Hebel 50 in seine ursprüngliche Stellung zurückkehrt, Kupplung 48 geöffnet.
Durch Kette 64 wird also die Sortiervorrichtung gesteuert. Die Brettchen an der
Kette sind nämlich so in Abteilungen angeordnet, dass einer ununterbrochenen Reihe von
Brettchen eine ununterbrochene Reihe von in der Adressiervorrichtung befindlichen Adressen für einen bestimmten Ort (Stadt, Bezirk oder dgl. ) entspricht und da die Kette aus lose ineinander gehakten einzelnen Gliedern besteht, so kann natürlich ohne Schwierigkeit die
Gliederzahl vermehrt oder vermindert werden und ebenso können Glieder ausgewechselt werden.
Da auf jeder der Wellen 51, 52 zwei mit solchen Gelenkketten versehene Haspeln aufgebracht sind, so wird immer je eine in die gehörige Stellung geschoben, während die anderen zur Seite geschoben werden und da die Wellen 51, 52 leicht abnehmbar gelagert sind (Fig. 1), so können dieselben auch ohne Schwierigkeit ausgewechselt werden.
Da ferner die Kette 64 vor und zurück bewegt werden kann, so ist ein Leerlauf beim Wiederaufwinden derselben nicht erforderlich. Sobald einer der Behälter auf den
Förderketten 42 gefüllt und an den Laufriemen 37 vorbeigeführt ist, werden die Zeitungen abgenommen.
Die Kupplung 48, durch welche die Förderketten 42 in und ausser Betrieb gesetzt werden, besteht, wie aus den Fig. 6,7 und 8 ersichtlich, aus zwei Scheiben 71, 72, von denen Scheibe 71, mit welcher das die Kette 47 tragende Kettenrad fest verbunden ist, lose auf Welle 45 sitzt, während Scheibe 72 auf dieser Welle aufgekeilt ist. An Scheibe 72 ist ein Winkelhebel 73 aufgezapft, dessen eiter Arm an einem von der Seite der Scheibe 71 vorspringenden Stift 74 angreifen kann, während der andere Arm über die Kante der Scheibe vorragt, wo ein an der Stange 49 aufgezapfter Haken 75 an den Arm angreift (Fig. 6 und 8). In dieser Stellung des Armes wird, wie aus Fig. 7 ersichtlich, der andere Arm des Winkelhebels 73 aus der Bahn des Stiftes 74 gehalten.
Wird aber Stange 49 infolge des auf Hebel 50 in der oben beschriebenen Weise ausgeübten Druckes gehoben,
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wieder an Winkelhebel 78 an und zieht dadurch den einen Arm wieder aus der Bahn des Stiftes 74, wodurch die Entkupplung der Scheiben 71, 72 herbeigeführt und Welle 45 gleichzeitig zum Stillstand gebracht wird. In diesem Augenblicke treten die Adressier-und Speisevorrichtung wieder in Tätigkeit.
Die in Fig. 2 und 3 angeordnete Adressiervorrichtung ist in Fig. 12,13 und 14 veranschaulicht. Die den Antrieb und die Abstellung bewirkenden Einrichtungen sind folgende : Das obere Messer 83 ist beweglich angeordnet und wird von einem auf einer Welle 86 sitzenden Exzentorstift 84 auf und ab bewegt (Fig. 13). Wolle 85 wird von einer Welle 86 aus durch eine Gelenkkette 87 in Drehung versetzt (Fig. a), wobei eine der oben beschriebenen Kupplung 48 ähnliche Kupplung 88 eingeschaltet ist (Fig. 13).
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Zur Ein-und Ausrückung der Kupplung dient ein Arm 90', welcher auf einer schwingenden Welle 90 sitzt. Auf eben dieser Welle sitzt ein Arm 91, welcher durch ein Glied 92 mit einem einen Fortsatz des Hebels 36 bildenden Arm 93 verbunden ist. Geht nun die an Hebel 36 hängende Stange 69 in der oben beschriebenen Weise durch die Öffnung in Tisch 68 nach unten, so wird durch Hebung des Armes 93 Kupplung 88 ausgerückt, wodurch die Adressiervorrichtung angehalten wird, bis Arm 69 wieder nach oben bewegt und Kupplung 88 durch Senken des Armes 93 wieder eingerückt wird. Jedesmal, wenn also Kupplung 48 ausgerückt und die Fördervorrichtung 42 angehalten wird, wird auch Kupplung 88 ausgerückt und die Adressiervorrichtung angehalten.
Auch der Antrieb des Aufzuges wird durch eine den Kupplungen 48, 88 ähnliche Kupplung 95 geregelt (Fig. 1), welche von einer mit einem Arm auf einer schwingenden Welle 97 verbundenen Stange 96 ein-und ausgerückt wird. Auf derselben Welle 97 sitzt ein anderer Arm 98 (Fig. 4), welcher mit einer nach abwärts gehenden Stange 99 versehen ist, die unmittelbar über dem Aufzug gerade in der Höhe endigt, wo die Adressiervorrichtung und die Abhehearme 24 am besten in Wirksamkeit treten.
Wenn nun der Aufzug die Zeitungen schneller nach oben führt, als die Abhebearme 24 sie fortnehmen können, so wird Stange 99 gehoben, durch Kupplung 95 aus- gerückt und die weitere Aufwärtsbewegung des Aufzuges verhindert. Sobald eine genügende Anzahl Zeitungen vom Aufzug abgenommen sind, geht Stange 99 wieder nach unten und Kupplung 95 wird wieder eingerückt.
Wie bereits erwähnt, besteht die Hauptwelle aus zwei Teilen 11, 11', zwischen welchen eine Kupplung ll-sich betindet. Die Ein- und Ausrückllng dieser Kupplung wird durch einen über dem Aufzug angeordneten Finger 102 (Fig. 3) herbeigeführt, welcher ein wenig tiefer nach unten reicht als die Stange 99. Die Kupplung 112 ist nun so eingerichtet, dass, wenn Finger 102 von den Zeitungen auf dem Aufzug gehoben wird, die Kuppiung eingerückt wird, so dass der Teil 11'der Welle sich dreht und die Abhebe-
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setzt.
Solange Finger 102 jedoch nicht gehoben wird, bleibt die Kupplung 112 offen und die genannten Vorrichtungen stehen stille, während der Aufzug, welcher von dem Teil 11
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sich a ! so keine Zeitungen auf dem Aufzug, so wird Kupplung 112 nicht eingerückt und die Maschine ist stillgestellt. Die einzelnen Plattformen des Aufzuges nämlich sind mit Öffnungen versehen, derart, dass die Plattformen an der Stange 99 und dem Finger 102 vorbeigehen können, wenn keine Zeitungen sich auf dem Aufzuge befinden.
Die Wirkungsweise der Maschine ist demnach folgende : Nachdem die Plattformen des Aufzuges mit Zeitungen aufgefüllt sind, wird der Aufzug in Bewegung gesetzt und sobald die Zeitungen den Finger 102 erreichen, wird letzterer gehoben, Kupplung ein- gerückt und die Adressiervorrichtung 22, Abhebearme 24 und Kette 64 in Betrieb gesetzt.
Die Adressiervorrichtung befestigt eine von dem Adressierstreifen abgeschnittene Adresse auf der Zeitung, welche darauf von den Abhebearmen 24 abgehoben und auf die Laufriemen 37 geschoben wird, welche die Zeitung weiter führen, bis dieselbe in einem Be- hälter der Förderkette 42 fällt, welche, wie oben beschrieben, eine Zeit lang festgehalten wird.
Auf diese Weise wird eine Zeitung nach der anderen adressiert und von den Lauf-
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nach unten gedrückt, wodurch der Betrieb der Adressiervorrichtung in der beschriebenen' Weise angehalten und das Abheben der Zeitungen unterbrochen wird, während gleichzeitig durch Einrücken der Kupplung 4 die Förderkette 42 in Bewegung-'gesetzt wird, wodurch ein neuer Behälter auf dieser Kette der Abheferungsstelle der Zeitungen von dem Lauf-
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riemen 37 gegenüber gebracht wird. Inzwischen ist Stange 69 durch das Brettchen eines anderen inzwischen herangekommenen Gliedes der Kette 64 wieder gehoben worden, wodurch auch die Adressiervorrichtung und. die Abhebevorrichtung für die Zeitungen wieder in Betrieb gesetzt werden.
Die in dem Behälter der Förderkette 42 beförderten Zeitungen werden aus dem Behälter herausgenommen und verpackt.
Der Betrieb der Maschine ist ein ununterbrochener und regelt sich in jedem Zeitpunkt selbsttätig. Werden die Zeitungen nämlich von dem Aufzug zu schnell nach aufwärts gebracht, so wird Kupplung 95 ausgerückt und die Aufwärtsbewegung des Aufzuges zeitweise unterbrochen, während das Abheben der Zeitungen von dem Aufzug ohne Störungen weiter erfolgt, es sei denn, dass die Abhebevorrichtung in der oben beschriebenen Weise nach vollendeter Füllung eines Behälters auf der Förderkette 42 durch die Kette 64 ausser Betrieb gesetzt wurde.
Werden andererseits die Zeitungen nicht schnell genug von dem Aufzug nach oben befördert, so wird Kupplung 102 zeitweise ausgerückt, wodurch wiederum die Abhebevorrichtung, die Adressiervorrichtung und die Kette 64 ausser Betrieb gesetzt werden, während der Aufzug weiter fördert.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Eine Vorrichtung zum selbsttätigen Sortieren von Zeitungen, Zeitschriften u. dgl. in bestimmten Mengen, dadurch gekennzeichnet, dass die Behälter (43, 44) t. M Aufnahme der in bekannter Weise von einem Aufzug abgehobenen und mit Adresse versehenen
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antriebswelle aus durch eine von einer Kettensteuerung (64, 69, 50) beeinflusste Kupplung (48) erhalten, so dass sieh die Ketten (42) nur dann um eine der Entfernung zweier Behälter entsprechendes Stück weiter bewegen, wenn der eben vor der Abgabestelle befindliche Behälter (43, 44) die für ihn bestimmte Menge adressierter Zeitungen aufgenommen bat, wobei während der Bewegung der Ketten die Vorrichtungen zum Herbeiführen,
Falten und Adressieren der Zeitungen in bekannter Weise selbsttätig stille gestellt werden.