AT20087B - Hilfskolben mit entsprechendem Mundstück an selbsttätig wirkenden Formenfüllmaschinen für Schokoladen etc. - Google Patents

Hilfskolben mit entsprechendem Mundstück an selbsttätig wirkenden Formenfüllmaschinen für Schokoladen etc.

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AT20087B
AT20087B AT20087DA AT20087B AT 20087 B AT20087 B AT 20087B AT 20087D A AT20087D A AT 20087DA AT 20087 B AT20087 B AT 20087B
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Austria
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mouthpiece
piston
auxiliary piston
chocolate
mass
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Richard Gaebel
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Richard Gaebel
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 
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   Es hat sich bei der unter Nr. 10750 patentierten Maschine herausgestellt, dass bei besonders ungeschmoidigen, fast trocken zu verarbeitenden Schokolademassen diese Arbeit einen zu grossen Aufwand von Kraft erforderte und dass es deshalb nötig wurde, eine Verteilung der die Masse bewegenden Kolbenkraft oder eine andere Anordnung der betreffenden Organe vorzunehmen.

   Die Aufgabe wurde in der Weise gelöst, dass ein zweiter Kolben mit gleicher Druckwirkung wie die des Hauptkolben direkt an dem Mundstück der Maschine angeordnet wurde, um als   Hilfskolben   den Hauptkolben zu entlasten und einer übergrossen Beanspruchung der dem Kolbendruck ausgesetzten Maschinenteile und einer die Schokolademasse schädlich beeinflussenden Druckwirkung (zum Beispiel durch Auspressung der fettigen Substanz aus den unteren Schichten und ihre Verdrängung in die oberen) vorzubeugen. 



   Die Anordnung des Hilfskolbens direkt an dem Mundstück der Maschine wurde aus dem Grunde gewählt, weil der Kolben hier nur dem schon für eine   Füllung abgeteilten,   geringen Quantum Schokolademasse mit seinem ebenso geringen Widerstand gegenübersteht und weil an diesem Punkt der für den Hauptkolben am schwierigsten zu überwindende Widerstand stattfand. Der Hilfskolben arbeitet wechselweise, aber sonst in selbstverständlicher Übereinstimmung mit dem Hauptkolben und bringt das ihm durch den Hauptkolben zugeführte vorabgeteilte Quantum Masse in der durch die Abmessungen und die Vorschub-   bewssgung der'Schokotadeformen   bedingten Geschwindigkeit zum Austritt. 



   Wie aus dem Haupt-Patent ersichtlich, ist das Mundstück auswechselbar und muss sich dasselbe   bezw.   der Umfang seines Schlitzes in möglichst genauer Übereinstimmung mit dem Aufnahmeraum der   Meta1lfQrmen   befinden. 



   Das von einem solchen Kolben durch ein mit oblonger Schlitzöffnung, die also dem ungefähren Querschnitt der Schokoladentafeln entspricht, versehenes Mundstück gepresste Schokoladenband zeigt die Eigentümlichkeit, dass seine vordere Kante gewöhnlich eine Zungenform bildet, die die Ecken oder eine Ecke der Metallform nicht richtig ausfüllt. 



   Dies ist auf dem Reibungswiderstand, den die Masse an den Austrittskanten des   Mundstückes     5. ndet, zurückzuführen.   Der Erfinder gab, um eine Formausgleichung zu erzielen, dem Mundstück eine Wölbung oder Wulst im Innern vor dem Schlitz und erreichte dadurch, dass sich die Form des ausgestossenen Bandes mit der Metallform deckte. 



   Auf beiliegenden Zeichnungen ist die Maschine mit dem   Hilfskolben   in Fig. 1 in Vorderansicht dargestellt ; Fig. 2 zeigt den   Hilfskolben und seine Antriebsverbindung in   Seitenansicht ; Fig. 3 zeigt das quadratische   Kolbengcfäss   mit dem Mundstück in Oberansicht ; Fig. 4 zeigt die Unterseite zu Fig. 3 ; Fig. 5 zeigt die Vorderansicht zu Fig. 3 ; Fig.

   G zeigt das   Kolbengffiiss mit   dem Kolben und mit dem   Mundstück   im Querschnitt : Fig. 7 zeigt eine zweite Ausführungsform eines einfachen   Mundstückes für flüssigere   Massen nach Art des Mundstückes der ersten Maschine, wobei der Kolben und das   Kolbengefäss   unnötig sind ; Fig. 8 zeigt den teilweisen Querschnitt und die   Abschneidvorrichtung   dos letzteren Mundstückes ; Fig. 9 eine Vorderansicht zu Fig. 3 ; Fig. 10 eine Rückansicht zu Fig. 3, während in Fig. 11 ein Schnitt nach der   Linie x-x   der Fig. 10 veranschaulicht erscheint. 



   Der Hilfskolben 1 erhält durch die Schubstange 3, die mit der Hilfskolbenstange 2 gekuppelt ist, von der Antriebsscheibe seine Bewegung, die zu der Vorschubbewegung des 
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 Ruhepause der   Vorschubbewegung   des Hauptkolbens d, da ja, ehe er seine Arbeit vollzieht, die   Füllung   des Mundstückes 5, 6 bewirkt sein muss. Dies wird dadurch bewirkt, dass die Schubstange 3 ihre Bewegung vom unteren Arme 14 des mit der Sperrklinke versehenen Hebels 13 empfängt. 



   Das im Querschnitt quadratische Gefäss 4 des ebenfalls quadratischen   Hilfskolbens   1 besitzt an seinem unteren Ende eine quergelagerte Trommel 5, die mit dem in ihr liegenden   halben Zvlinder 6 das Mundstück bildet Zylinder 6 das Mundstück bildet.   



   Das   Hilfskolbengef ss   4 ist durch Schrauben an dem Auslaufstutzen 5'des Zylinders, in dem der Hauptkolben d arbeitet, befestigt. Der Halbzylinder 6 ist beweglich, d. h. er schwingt mit der Schubstange   15,   deren Drehpunkt bei 7 liegt, gekuppelt hin und her und bewirkt durch. das Zurücktreten seines Auslaufschlitzes 8 unter die Wand des ihn umgebenden Trommelteiles 5 des Kolbengefässes 4 das Abschneiden der ablaufenden Masse, 

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 um ein Nach-oder Vorbeitröpfeln zu verhindern. Dieser halbzylindrische Einsatz 6 ist auswechselbar ; je nach der Grösse der Metallformen   I   werden Einsätze 6 von kleinerem oder grösserem Schlitzdurchmesser gebraucht. Die Endabmessungen der Einsätze 6 bleiben indessen dieselben.

   Um ein den meist geradlinigen   MetaUformen     I   entsprechendes Schokoladenband auszustossen, wurde eine Wölbung oder Wulst 10 vor dem Auslaufschlitz 8 im Halbzylinder 6 vorgesehen, welcher dem Reibungswiderstand für das austretende Band (der sich besonders an den Ecken des Schlitzes zeigt und wodurch dem austretenden Band eine Zungenform erteilt wurde) als eine Art Bremse entgegenarbeitet, wie dies schon eingangs der Beschreibung erwähnt ist. Zur genaueren Erläuterung der Bauart des Mundstückes 5, 6 und im Anschlusse an die hierauf bezügliche Fig. 6 ist in Fig. 10 eine Seitenansicht der Wulst 10 mit Schlitz 8 und in Fig. 11 ein Längsschnitt durch die Linie x-x der Fig. 10, nämlich des Mundstückes 5 und 6 mit Oberansicht der Wulst 10 und des Schlitzes 8 gegeben. 



   Hervorzuheben ist noch, dass, wenn der Hub des Hauptkolbens   d   verändert wird, auch der des Hilfskolbens 1 an dieser Veränderung automatisch teilnimmt, da er sich mit dem ersteren in fester, wechselseitig arbeitender Verbindung befindet. Die Grösse des Hubes des   hauptkolben   richtet sich nach der Grösse des auszustossenden Quantums. 



   Die in den Fig. 7 und 8 dargestellte zweite   Ausführungsform   des im österr. Patente   Nr. 10750 beschriebenen Mundstückes   weist einen   Abschneider   auf, der unter Federdruck stehend, schnepperartig arbeitet und die Abtrennung der Schokolademasse sehr sicher bewirkt. Auch in diesem Mundstück ist die Wulst 10 in Form einer Scheidewand angeordnet. 



   Diese Ausführungsform ist ebenso wie die im österr. Patente Nr. 10750 beschriebene
Maschine mehr für die leichteren Massen zu benutzen, und zwar mit oder ohne Hilfs-   koibeogefäss   und Kolben. 



     Das Hilfskolbengefäss 4 ist   mit Kanälen 11 für die Warmhaitung desselben und der
Masse durch Warmwasser versehen. Selbstverständlich können zur Warmhaltung auch andere
Mittel, wie z.   B. heisse   Luft, Dampf etc. benutzt werden. Die   Kanäle   11 schliessen sich durch   Schläuche   oder Rohre an die übrige Leitung für die Erwärmung der Maschine und
Warmbaltung der Masse an, PATENT-ANSPRÜCHE : 
 EMI2.1 
 
1.

   An der Formenfüllmaschine für Schokolade-, Marzipan und ähnliche Mischungsmassen der Znckerwarenindustrio gemäss Patent Nr. 10750 die Verbindung eines Hilfskolbens mit dem Mundstück, welcher wechselweise und unter korrespondierendem Hubverhältnis mit dem   Hauptkolben   arbeitend, diesen entlastet, eine zu starke Beanspruchung besonders des Zylinders der Maschine und ein zu grosses Zusammenpressen der Masse verhindert und seine mit dem Hauptkolben gleich hohe Druckwirkung nur auf das bereits   vorabgeteilte,     auszustossende   Quantum Masse äussert. 



   2. An der Maschine gemäss Patent Nr. 10750 ein Mundstück, in dem ein auswechsel-   barer Ilalbzylinder so schwingt. dass   er mit seiner Längswand sich über den Schlitz des feststehenden Mundstückes legend, mit diesem ein geschlossenes Rohr zur Aufnahme der von dem Hauptzylinder kommenden Masse bildet, bei dem nächsten Stadium seiner Bewegung difsen Schlitz für das Ausstossen der Masse freigibt, um beim Zurücktreten in die Schlussstellung gleichzeitig das Abschneiden der austretenden Masse von der im Mundstück verbleibenden zu bewirken.

Claims (1)

  1. 3. An dom Halbzylinder gemäss Anspruch 2 eine Wulst, die vor dem Auslaufschlitz zu dem Zwecke angeordnet ist, das durch den Reibungswiderstand an den Ecken des Auslaufschlitzes hervorgerufene Voreilen der Mittellinie des ausgestossenen Schokoladenoder Masscbandes zu verhindern, also gleichsam als Bremse zu wirken.
    4. An der Maschine gemäss Patent Nr. 10750 eine zweite Ausführungsform des Mund- EMI2.2 Ansatz im Innern vor dem Auslaufschlitz, welcber Ansatz zur Verhinderung der Bildung eines zungenförmigen Massenbandes dienen soll.
AT20087D 1900-01-09 1902-07-14 Hilfskolben mit entsprechendem Mundstück an selbsttätig wirkenden Formenfüllmaschinen für Schokoladen etc. AT20087B (de)

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