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Es hat sich bei der unter Nr. 10750 patentierten Maschine herausgestellt, dass bei besonders ungeschmoidigen, fast trocken zu verarbeitenden Schokolademassen diese Arbeit einen zu grossen Aufwand von Kraft erforderte und dass es deshalb nötig wurde, eine Verteilung der die Masse bewegenden Kolbenkraft oder eine andere Anordnung der betreffenden Organe vorzunehmen.
Die Aufgabe wurde in der Weise gelöst, dass ein zweiter Kolben mit gleicher Druckwirkung wie die des Hauptkolben direkt an dem Mundstück der Maschine angeordnet wurde, um als Hilfskolben den Hauptkolben zu entlasten und einer übergrossen Beanspruchung der dem Kolbendruck ausgesetzten Maschinenteile und einer die Schokolademasse schädlich beeinflussenden Druckwirkung (zum Beispiel durch Auspressung der fettigen Substanz aus den unteren Schichten und ihre Verdrängung in die oberen) vorzubeugen.
Die Anordnung des Hilfskolbens direkt an dem Mundstück der Maschine wurde aus dem Grunde gewählt, weil der Kolben hier nur dem schon für eine Füllung abgeteilten, geringen Quantum Schokolademasse mit seinem ebenso geringen Widerstand gegenübersteht und weil an diesem Punkt der für den Hauptkolben am schwierigsten zu überwindende Widerstand stattfand. Der Hilfskolben arbeitet wechselweise, aber sonst in selbstverständlicher Übereinstimmung mit dem Hauptkolben und bringt das ihm durch den Hauptkolben zugeführte vorabgeteilte Quantum Masse in der durch die Abmessungen und die Vorschub- bewssgung der'Schokotadeformen bedingten Geschwindigkeit zum Austritt.
Wie aus dem Haupt-Patent ersichtlich, ist das Mundstück auswechselbar und muss sich dasselbe bezw. der Umfang seines Schlitzes in möglichst genauer Übereinstimmung mit dem Aufnahmeraum der Meta1lfQrmen befinden.
Das von einem solchen Kolben durch ein mit oblonger Schlitzöffnung, die also dem ungefähren Querschnitt der Schokoladentafeln entspricht, versehenes Mundstück gepresste Schokoladenband zeigt die Eigentümlichkeit, dass seine vordere Kante gewöhnlich eine Zungenform bildet, die die Ecken oder eine Ecke der Metallform nicht richtig ausfüllt.
Dies ist auf dem Reibungswiderstand, den die Masse an den Austrittskanten des Mundstückes 5. ndet, zurückzuführen. Der Erfinder gab, um eine Formausgleichung zu erzielen, dem Mundstück eine Wölbung oder Wulst im Innern vor dem Schlitz und erreichte dadurch, dass sich die Form des ausgestossenen Bandes mit der Metallform deckte.
Auf beiliegenden Zeichnungen ist die Maschine mit dem Hilfskolben in Fig. 1 in Vorderansicht dargestellt ; Fig. 2 zeigt den Hilfskolben und seine Antriebsverbindung in Seitenansicht ; Fig. 3 zeigt das quadratische Kolbengcfäss mit dem Mundstück in Oberansicht ; Fig. 4 zeigt die Unterseite zu Fig. 3 ; Fig. 5 zeigt die Vorderansicht zu Fig. 3 ; Fig.
G zeigt das Kolbengffiiss mit dem Kolben und mit dem Mundstück im Querschnitt : Fig. 7 zeigt eine zweite Ausführungsform eines einfachen Mundstückes für flüssigere Massen nach Art des Mundstückes der ersten Maschine, wobei der Kolben und das Kolbengefäss unnötig sind ; Fig. 8 zeigt den teilweisen Querschnitt und die Abschneidvorrichtung dos letzteren Mundstückes ; Fig. 9 eine Vorderansicht zu Fig. 3 ; Fig. 10 eine Rückansicht zu Fig. 3, während in Fig. 11 ein Schnitt nach der Linie x-x der Fig. 10 veranschaulicht erscheint.
Der Hilfskolben 1 erhält durch die Schubstange 3, die mit der Hilfskolbenstange 2 gekuppelt ist, von der Antriebsscheibe seine Bewegung, die zu der Vorschubbewegung des
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Ruhepause der Vorschubbewegung des Hauptkolbens d, da ja, ehe er seine Arbeit vollzieht, die Füllung des Mundstückes 5, 6 bewirkt sein muss. Dies wird dadurch bewirkt, dass die Schubstange 3 ihre Bewegung vom unteren Arme 14 des mit der Sperrklinke versehenen Hebels 13 empfängt.
Das im Querschnitt quadratische Gefäss 4 des ebenfalls quadratischen Hilfskolbens 1 besitzt an seinem unteren Ende eine quergelagerte Trommel 5, die mit dem in ihr liegenden halben Zvlinder 6 das Mundstück bildet Zylinder 6 das Mundstück bildet.
Das Hilfskolbengef ss 4 ist durch Schrauben an dem Auslaufstutzen 5'des Zylinders, in dem der Hauptkolben d arbeitet, befestigt. Der Halbzylinder 6 ist beweglich, d. h. er schwingt mit der Schubstange 15, deren Drehpunkt bei 7 liegt, gekuppelt hin und her und bewirkt durch. das Zurücktreten seines Auslaufschlitzes 8 unter die Wand des ihn umgebenden Trommelteiles 5 des Kolbengefässes 4 das Abschneiden der ablaufenden Masse,
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um ein Nach-oder Vorbeitröpfeln zu verhindern. Dieser halbzylindrische Einsatz 6 ist auswechselbar ; je nach der Grösse der Metallformen I werden Einsätze 6 von kleinerem oder grösserem Schlitzdurchmesser gebraucht. Die Endabmessungen der Einsätze 6 bleiben indessen dieselben.
Um ein den meist geradlinigen MetaUformen I entsprechendes Schokoladenband auszustossen, wurde eine Wölbung oder Wulst 10 vor dem Auslaufschlitz 8 im Halbzylinder 6 vorgesehen, welcher dem Reibungswiderstand für das austretende Band (der sich besonders an den Ecken des Schlitzes zeigt und wodurch dem austretenden Band eine Zungenform erteilt wurde) als eine Art Bremse entgegenarbeitet, wie dies schon eingangs der Beschreibung erwähnt ist. Zur genaueren Erläuterung der Bauart des Mundstückes 5, 6 und im Anschlusse an die hierauf bezügliche Fig. 6 ist in Fig. 10 eine Seitenansicht der Wulst 10 mit Schlitz 8 und in Fig. 11 ein Längsschnitt durch die Linie x-x der Fig. 10, nämlich des Mundstückes 5 und 6 mit Oberansicht der Wulst 10 und des Schlitzes 8 gegeben.
Hervorzuheben ist noch, dass, wenn der Hub des Hauptkolbens d verändert wird, auch der des Hilfskolbens 1 an dieser Veränderung automatisch teilnimmt, da er sich mit dem ersteren in fester, wechselseitig arbeitender Verbindung befindet. Die Grösse des Hubes des hauptkolben richtet sich nach der Grösse des auszustossenden Quantums.
Die in den Fig. 7 und 8 dargestellte zweite Ausführungsform des im österr. Patente Nr. 10750 beschriebenen Mundstückes weist einen Abschneider auf, der unter Federdruck stehend, schnepperartig arbeitet und die Abtrennung der Schokolademasse sehr sicher bewirkt. Auch in diesem Mundstück ist die Wulst 10 in Form einer Scheidewand angeordnet.
Diese Ausführungsform ist ebenso wie die im österr. Patente Nr. 10750 beschriebene
Maschine mehr für die leichteren Massen zu benutzen, und zwar mit oder ohne Hilfs- koibeogefäss und Kolben.
Das Hilfskolbengefäss 4 ist mit Kanälen 11 für die Warmhaitung desselben und der
Masse durch Warmwasser versehen. Selbstverständlich können zur Warmhaltung auch andere
Mittel, wie z. B. heisse Luft, Dampf etc. benutzt werden. Die Kanäle 11 schliessen sich durch Schläuche oder Rohre an die übrige Leitung für die Erwärmung der Maschine und
Warmbaltung der Masse an, PATENT-ANSPRÜCHE :
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An der Formenfüllmaschine für Schokolade-, Marzipan und ähnliche Mischungsmassen der Znckerwarenindustrio gemäss Patent Nr. 10750 die Verbindung eines Hilfskolbens mit dem Mundstück, welcher wechselweise und unter korrespondierendem Hubverhältnis mit dem Hauptkolben arbeitend, diesen entlastet, eine zu starke Beanspruchung besonders des Zylinders der Maschine und ein zu grosses Zusammenpressen der Masse verhindert und seine mit dem Hauptkolben gleich hohe Druckwirkung nur auf das bereits vorabgeteilte, auszustossende Quantum Masse äussert.
2. An der Maschine gemäss Patent Nr. 10750 ein Mundstück, in dem ein auswechsel- barer Ilalbzylinder so schwingt. dass er mit seiner Längswand sich über den Schlitz des feststehenden Mundstückes legend, mit diesem ein geschlossenes Rohr zur Aufnahme der von dem Hauptzylinder kommenden Masse bildet, bei dem nächsten Stadium seiner Bewegung difsen Schlitz für das Ausstossen der Masse freigibt, um beim Zurücktreten in die Schlussstellung gleichzeitig das Abschneiden der austretenden Masse von der im Mundstück verbleibenden zu bewirken.