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Fahrbarer Feldkochherd
Die Erfindung betrifft einen Feldkochherd, der als fahrbarer Anhänger ausgebildet ist und zumindest einen grossen Rundkessel und zwei Rechteckkessel aufweist, also von grosser Kapazität ist, der demnach bei geringen Ausmassen und grossem Bodenabstand genügend grosse und zweckmässige Kochräume besitzt.
Die bisher bekannten Feldkochherde besassen entweder eine grosse Zahl kleiner Kessel, was die Ge- i samtausmasse unnötig vergrösserte oder es wurden zwei runde Glyzerinbaddoppelkessel verwendet, was eine verhältnismässig grosse Breite und Länge der Kessel erforderlich machte. Ausserdem sind solche Herde gewichtig, so dass sie zum Befahren gebirgigen Geländes wenig geeignet sind. Würden diese Kessel durch viereckige Glyzerinbadkessel ersetzt werden, so könnte wohl an Raum gespart werden, doch sind die vier- eckigen Glyzerinbadkessel den runden bei weitem unterlegen.
Um diese Nachteile zu vermeiden wird der Kochherd in der Weise aufgebaut, dass die an sich be- kannte Bauweise mit drei Kesseln, von denen zwei nebeneinander und der dritte in der Mittelebene des
Herdes vor diesen angeordnet ist, in der Weise verbessert, dass erfindungsgemäss der vorne gelegene Kes- sel als Rundkessel und die beiden quer zur Fahrtrichtung nebeneinander liegenden Kessel als rechteckige
Kessel ausgebildet sind und der in an sich bekannter Weise zwischen den Kesseln angeordnete Rauchabzug zwischen den nebeneinander liegenden rechteckigen Kesseln bis an ihre stirnseitige, dem runden Kessel zugewendeten Abschlussebene herangezogen ist.
Weitere Merkmale der Erfindung werden an Hand der Zeichnung erläutert, in welcher ein Ausfüh- rungsbeispiel der fahrbaren Küche in Draufsicht dargestellt ist.
Mit 1 ist das Gestell der fahrbaren Küche bezeichnet, welche als zweirädriger Karren ausgebildet ist und seine Räder 2 in der mittleren Querachse des Fahrgestelles aufweist. Der Rahmen des Fahrgestelles weist an seinem vorderen Ende eine Kupplungspratze 3 zum Anhängen der Küche an das Zugfahrzeug auf.
Im Bereiche der Kupplungspratze befindet sich eine aus der Zeichnung nicht ersichtliche Stützrolle, auf welcher sich der Karren nach dem Abkuppeln vom Zugfahrzeug abstützt.
Im Fahrgestell sind ein runder doppelwandiger Kessel 4 sowie zwei viereckige einwandige Kessel 5 vorgesehen, zwischen denen der Rauchabzug 6 und die Bratpfanne 7 liegt. Beim doppelwandigen Kessel 4 ist zwischen dem Innen- und dem Aussenkessel ein Glyzerinbad angeordnet. Seitlich des Kessels 4 ist ein
Wasserbehälter 8 und ein Öltank 9 vorgesehen.
Der Rauchabzug weist vier Kammern auf, von denen die beiden Kammern 10 die Rauchgase der Feu- erungen der beiden viereckigen Kessel, die Kammer 11 die Rauchgase der Feuerung unter der Bratpfan- ne 7 und die Kammer 12 die Rauchgase der Feuerung des Kessels 4 abführen.
Wie aus der Zeichnung ersichtlich, ist der Rauchabzug 6 bis an die dem runden Kessel zugewendeten
Enden der viereckigen Kessel 5 herangezogen. Der runde Kessel liegt knapp an der stirnseitigen Abschluss- ebene der viereckigen Kessel, wobei die Mittelebene zwischen diesen mit der lotrechten Mittelebene des runden Kessels zusammenfällt.
Die Gewichtsverteilung ist so gewählt, dass der Karren am vorderen Teil schwerer ist als rückwärts, so dass er, von der Zugmaschine abgekuppelt, auf die vordere Stützrolle absinkt. Das grössere Gewicht wird im vorderen Teil der Küche dadurch erreicht, dass dort der schwere, druckfeste, doppelwandige Gly- zerinkessel und links und rechts von ihm der Öl-bzw. Wassertank angeordnet werden, während im hinte- ren Teil der Küche zwei leichtere viereckige Einwandkessel, sowie eine Bratpfanne Platz finden. Die
Bratpfanne ist auch kleiner als die einwandigen Kessel, da sie nur zum Zubereiten kleinerer Hilfszutaten gedacht ist. Der Rauchfang kann während der Fahrt nach vorne gekippt werden, wodurch der Karren vorne noch schwerer wird.
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Die gewählte besondere Anordnung des Rauchfanges besitzt die für den Rauchweg erforderlichen geringsten Abstände von den drei Kesseln und der Bratpfanne. Diese Art der Anordnung ist vor allem dort wichtig, wo Spezialbrenner für flüssigen Brennstoff Verwendung finden, die grösseren Zug benötigen, als für Feuerungen fester Brennstoffe erforderlich ist. Die günstigen Zugverhältnisse erweisen sich auch als Vorteil, wenn auf feste Brennstoffe übergegangen wird. In allen Fällen werden die günstigen Zugverhältnisse die Verrussung der Rauchzüge weitgehend hintanhalten. Abgesehen von der Ersparnis an Reinigungarbeit bewirkt die durch die vollkommene Verbrennung hervorgerufene russarme Feuerung denFortfall der durch Russansatz od. dgl. entstehenden Isolierung an den Heizflächen.
Dieser Umstand ermöglicht das Kochen mit geringen Brennstoffmengen, was für fahrbare Küchen von besonderer Wichtigkeit ist.
Selbstverständlich liegt es im Rahmen der Erfindung, die viereckigen Kessel durch gleichräumige ova- le Kessel zu ersetzen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Fahrbarer Feldkochherd mit zwei nebeneinander liegenden Kesseln und einem nach vorne zu gelegenen, in der Längsmitte des Herdes angeordneten dritten Kessel, dadurch gekennzeichnet, dass der vorne gelegene Kessel als Rundkessel und die beiden quer zur Fahrtrichtung nebeneinander liegenden Kessel als rechteckige Kessel ausgebildet sind und der in an sich bekannter Weise zwischen den Kesseln angeordnete Rauchabzug zwischen den nebeneinander liegenden rechteckigen Kesseln bis an ihre stirnseitige, dem runden Kessel zugewendeten Abschlussebene herangezogen ist.