AT200716B - Abhörkopf für Stethoskope, insbesondere zur Erzielung einer räumlichen Hörwirkung - Google Patents
Abhörkopf für Stethoskope, insbesondere zur Erzielung einer räumlichen HörwirkungInfo
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Abhörkopf für Stethoskope, insbesondere zur Erzielung einer räumlichen Hörwirkung Zum Unterschied von den bisher in Verwendung stehenden Stethoskopen ermöglicht der Erfindungs- gegenstand unter Ausnützung der physiologischen menschlichen Voraussetzungen, dem beidseitigen Hören, eine genauere Lokalisation von Krankheitsprozessen. Der Abhörkopf gemäss Fig. 1 kann zur Erzielung einer räumlichen Hörwirkung mit einem zweiten gleichen in Serie geschaltet werden. Die Schlauchanschlüsse 10 bzw. 5 münden im Scheitel parabolischer Glocken. Diese Glocken sind derart auf dem zylindrischen Grundkörper 2 des Abhörkopfes aufgesetzt, dass ihre Rotationsachsen gemeinsam an einem Punkt mit der Achse des Zylinders 2 zum Schnitt kommen. In unmittelbarer Nähe dieses Schnittpunktes liegt parallel zur Bodenöffnung des Zylinders 2 eine Membran 3t die Perforationen besitzt. Sie kann durch einen nahe strem Rande aufsitzenden Ringwulst 4 gespannt wer- den, Das Herabpressen des Ringes 4 erfolgt mit dem Stössel ä. Dieser ist hohl und dient zugleich als Führung für den ebenfalls hohlen Stössel 11 an dessen der Membran 3 zugewendeten Ende ein Permanent- oder Elektromagnet sitzt. Beide Stösseln werden durch Federn von der Membrane 3 weggedrückt. Der die Schlauchanschlüsse tragende Oberteil 1 des Abhörkopfes ist in dem zylindrischen Unterteil 2 luftdicht verschiebbar. Er wird aus dem Zylinder 2 durch die Feder 8 bis zum Anschlag der Fixierungsschrauben 7 herausgedrückt. Der zylindrische Unterteil 2 besitzt an seiner Aufsitzfläche einen Ringwulst 6, dessen keilförmiger Querschnitt mit der Spitze nach unten auswärts gerichtet ist. Die Anwendung des Erfindungsgegenstandes erfolgt hauptsächlich als Stereostethoskop, doch sind auch die Bruststücke einzeln verwendbar. Durch die Serienschaltung der Bruststücke-Fig. 2-wird der von A aufgenommene Ton sowohl direkt zum Ohr C der gleichen Seite wie auch über die Verbindung AB zum Ohr der andern Seite D geleitet, wobei der Schallweg länger ist ; in analoger Weise erfolgt auch die Leitung der von B aufgenommenen Töne. Liegt die Schallquelle genau zwischen A und B so ist der akustische Eindruck in beiden Ohren gleich. Liegt die Schallquelle einer Seite z. B. A näher so wird der Ton in C etwas lauter gehört. Bei leisen Tönen fällt dieser Unterschied zwar weg. Durch den verlängerten Weg über B trifft er jedoch verspätet in D ein und dieser geringe Zeitunterschied genügt zur Peilung, wie ja auch sonst der Mensch durch Kopfdrehung Zeit und Intensitätunterschiede ausgleicht und zugleich die Schallquelle peilt. Die Bruststücke dürfen daher nicht vertauscht werden und müssen so liegen, dass die direkten Schlauchverbindungen sich nicht kreuzen. Zugleich wird durch das Bruststück selbst eine Selektion der Töne möglich, da schon durch den Keilwulst die Haut des Patienten gespannt wird und dadurch nur mehr gewisse Schwingungen durchlässt. Durch Höhenveränderung wird die Eigenschwingung des ausgewählten Tons verstärkt durch die verschiedenen Möglichkeiten der Membranspannung weiters noch gesiebt bzw. ganz gedämpft. Die Handhabung ist insofern vereinfacht, als beim Niederdrücken des Bruststückes die Zylinderhöhe verringert und durch den Keilwulst die Unterlage gespannt wird wodurch die höheren Töne mehr hervortreten und umgekehrt. Die'Bruststücke können auch einzeln verwendet werden. **WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE : 1. Abhörkopf (Bruststück) für Stethoskope, insbesondere zur Erzielung einer räumlichen Hörwirkung durch Serienschaltung von Abhörköpfen, mit zwei Schlauchanschlüssen, die im Scheitel parabolischer Glocken münden, dadurch gekennzeichnet, dass die Membran (3) in einer annähernd durch den Schnitt- <Desc/Clms Page number 2> EMI2.1 Anspruch 1,Aufsetzfläche einen Ringwulst (6) aus elastischem Material trägt, der einen annähernd keilförmigen Querschnitt besitzt, wobei die Keilspitze nach unten und auswärts gerichtet ist.3. Abhörkopf nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannung der Membrane (3) durch einen auf ihren Rand in Richtung der Stethoskopachse aufdrückbaren Ring (4) veränderbar ist.4. Abhörkopf nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet"dass'die Spannung der Membrane (3) die in an sich bekannter Weise perforiert ist durch einen Permanent-oder Elektromagne- ten (12) der in einem in der Längsachse des Abhörkopfes verschiebbaren Stössel (11) befestigt ist, verän- derbar ist.5. Abhörkopf nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zur Dämpfung der Membranschwingungen ein auf die Membran (3) aufdrückbarer Stössel vorgesehen ist.
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1956
- 1956-09-01 AT AT200716D patent/AT200716B/de active
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