AT20044B - Schutzvorrichtung an Straßenbahnwagen. - Google Patents

Schutzvorrichtung an Straßenbahnwagen.

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AT20044B
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Adolf Truczka
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Adolf Truczka
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  Schutzvorrichtung an Strassenbahnwagen. 



   Gegenstand vorliegender Erfindung bildet eine Schutzvorrichtung an Strassenbahnwagen, welche in der Zeichnung in beispielsweiser Ausführung dargestellt ist, und zwar zeigen Fig. 1 eine Seitenansicht des Motorwagens mit angebrachter Schutzvorrichtung, Fig. 2 eine Druntersicht desselben und Fig. 3 bis 7 Einzelheiten in grösserem Massstab. 



   Vor der Vorderwand der Plattform des Motorwagens 1 ist mit seinem oberen Rande ein   Lederschnrz   2 befestigt, welcher lotrecht herabhängt, am unteren Ende ein wenig nach vorne gebogen ist und mit seiner Unterkante bis auf die vorgeschriebene Entfernung von   6--8   cm vom Erdboden absteht. Er besitzt einen Ausschnitt für den Puffer 3. Dieser Lederschurz trägt auf seiner Rückseite nahe am oberen Ende eine Metallplatte 4, während sich gleichfalls auf seiner Rückseite, aber air unteren Ende zwei Flacheisen 5 an den Schurz anlehnen, welche um den Bolzen 6 drehbar angeordnet, lotrecht herabhängend und am Unterende halbkreisförmig nach aufwärts gebogen sind.

   Mit diesen Flacheisen sind unter beliebigem Winkel durch die Versteifungseisen 7 die Tragstangen 8 starr verbunden, die um denselben Bolzen 6 drehbar, an ihrem unteren Ende die Achse 9 der Bürstenwalze 10 tragen. Letztere ist hohl, besteht entweder aus Gusseisen oder Blech, besitzt an der Oberflache Borsten und an ihren beiden Enden Naben 11. Innerhalb, gleichfalls an den Enden, sind Spiralfedern 12 angeordnet, die einerseits an einem Vierkant 13 der Achse, andererseits an der   Innenfläche   des Mantels 14 der   Bürstenwalze befestigt   sind und die die Walze   10   entgegen dem   Drehungssiune   der Wagenräder zu drehen suchen.

   Die   Achse 9,   welche sich mit ihren beiden   Enden   in kreisbogenförmigen Schlitzführungen 26 bewegt, wird in ihrer Ilöchstlage durch die Platte 15 gehalten, welche von einem lotrechten Hebel 16 abgebogen ist. Dieser ist um den Bolzen 27 drehbar und als Anker eines Elektromagneten 17 ausgebildet, dessen Strom ein Zweigstrom zu dem Hauptstrome des Motors ist. Die Achse 9 trägt noch zwei   Zugstangen. M,   mit welchen eine Kette 19 verbunden ist, die um die Rolle 20 geht und daran befestigt ist ; an der Achse 21 der Rolle 20 ist der Bremsbacken 22 drehbar angeordnet. Der Durchmesser der Rolle 20 ist derart bemessen, dass der Bewegung der Zugstange 18 zwischen ihren Endlagen genau eine halbe   Umdrehung   der Rolle entspricht.

   Die Naben 11 besitzen Löcher 23 für den Stiftfortsatz 24 
 EMI1.1 
 der Walze 10 und über die Achse 9 der letzteren in die Platte 15 und Hebel 16 und von diesem zum Motor des Wagens. Von der Leitung   I   zweigt eine Nebenleitung II ab, in weiche der Elektromagnet 17 eingeschaltet ist und die durch die Kontaktplatte 4 geschlossen wird. Um die Achso. 9 in ihrer Tieflage am Mitdrehen zu verhindern, ist sowohl innen an der Führung als auch an der Achse eine   Passnächo 2S vorgesehen.   



   Die Wirkungsweise der vorliegenden Schutzvorrichtung ist die folgende : Gerät ein Passant in die Gefahr, von dem Motorwagen 1 überfahren zu werden, so wird vorerst durch den Anprall der   Lfdcrschurz   2   zurückgedrückt, wodurch das Metallplättchen   4 den Schluss des Nebenstromkroises II bewirken und der in diesen geschaltete Elektromagnet 17 den   Hebel ; ? 6, der   als Anker ausgebildet ist, anziehen wird.

   Iliedurch geht die Platte 15 mit und lässt die Achse 9 der Bürstenwalze 10 fallen, welche sich in der bogenförmigen 
 EMI1.2 
 

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 verbundene Stiftfortsatz 24 aus dem   Loch 23   der Nabe 11 herausgezogen, ao dass die bisher stattgehabte Sperrung der aufgezogenen Spiralfeder 12 behoben wird und diese die Walze zu einer andauernden    Drehung n dem dder Drehnmg er   Wagenräder entgegengesetzten Sinne veranlasst. Die   Blarstenvalze   hebt beim Herunterfallen durch ihr Gewicht die mit ihren Tragstangen 8 starr verbundenen Flacheisen 5, welche ihrerseits den Lederschurz heben, der sich muldenförmig an die Flacheisen 5 anlegt. In diese Mulde wird der Passant gehoben und befindet sich in Sicherheit.

   Sollte vielleicht noch eine zweite Person 
 EMI2.1 
 walze 10 davor bewahrt, unter die Räder zu kommen. Gleichzeitig wird der Hauptstrom dos Wagens abgestellt und die Bremsvorrichtung betätigt. Dies geschieht nämlich wie folgt : Da der Hauptstrom 1 zu dem   Kontaktklötzchen   25 geführt wird, dann durch die Tragstange   8,   die Achse 9, die Stützplatte   i5,   den Hebel (Anker) 16 und dessen Dreh-   bolzen 37   geht, so wird er sofort unterbrochen, sobald die Stützplatte 15 unter der Walze 10 weggezogen ist nnd letztere herabfällt, da hiebei die Tragstange 8 ausser Berührung mit dem festen Kontaktklötzchen 25 kommt.

   Vermittels der Zugstange 18, die an dem Ende der Achse 9 befestigt ist, wird die Kette 19 bewegt, die mit dem einen Ende am Umfange der Rolle 20 befestigt dieselbe zur Umdrehung veranlasst und zwar so lange, bis der auf der Achse 21 derselben sitzende Bremsbacken an das Wagenrad angepresst eine   Brems-   wirkung hervorbringt. 



   PATENT-ANSPRüCHE   :   
1. Schutzvorrichtung an Strassenbahnwagen mit einer durch Anstoss eines Fahrthindernisses an eine Tastvorrichtung zu Boden gesenkten und entgegen dem Drehungsinne der Wagenräder in Rotation versetzten Bürstenwalze, dadurch gekennzeichnet, dass an ihrem unteren Ende die Bürstenwalze   (10)   tragende Tragstangen (8) mittels Ver-   steifungseisen     (7)   mit nach vorne aufgebogenen, mit den Tragstangen (8) um dieselbe Achse   (6)   drehbaren Flacheisen (5), die sich an das untere Ende eines an der Vorderwand des Wagens angeordneten Lederschurzes   (2)   anlegen, verbunden sind, während die   Achse   der Bürstenwalze   (10)   mit ihren beiden Enden in kreisbogenförmigen Schlitzen (26)

   geführt und in ihrer Höchstlage durch eine Platte (15) gehalten wird, welche von einem lotrechten, um eine Achse (27) drehbaren Hebel (16) abgebogen ist, so dass beim Zurück- ziehen des Hebels (16) die mit der Bürstenwalze   (10)   belasteten Tragstangen (8) herab- fallen und die mit den letzteren starr verbundenen Flacheisen   (5)   das untere Ende des
Lederschurzes   (2)   heben, welches sich dadurch muldenförmig gestaltet, zum Zwecke, die gefährdete Person aufzunehmen.

Claims (1)

  1. 2. Schutzvorrichtung nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass durch den Anprall des Fahrthindernisses an den Lederschurz (2) vermittels einer an der Rückseite desselben angeordneten Kontaktplatte (4) ein von der Motorleitung (I) abzweigender Stromkreis (li) geschlossen und hiedurch der als Anker ausgebildete Hebel (16) mit seiner Platte (15) von einem in den Stromkreis (II) eingeschalteten und hinter dem Hebel (16) gelagerten Elektromagneten (17) zurückgezogen wird, so dass die Tragstange (8) der Bürstenwalze (10) herabfällt und ausser Berührung mit einem festen Kontaktklötzchen (25) kommt,
    wodurch EMI2.2 geführte Motorleitung (1) selbsttätig unterbrochen wird.
    3. Bei einer Schutzvorrichtung nach Anspruch 1 und 2 die Anordnung einer selbsttätig zur Wirkung kommenden Radbremse, dadurch gekennzeichnet, dass ein auf einer feston Achse (21) drehbar angeordneter Bremsklotz (22) unter Vermittlung einer auf seiner Achse (21) sitzenden Rolle (20) und einer an letzterer befestigten Kette (19) mit der Bürstenwalzenachse (9) verbunden ist, so dass beim Herabfallen der Walze (10) der Bremsklotz (22) zur Drehung und Anpressung an die Wagenräder veranlasst wird.
AT20044D 1904-02-10 1904-02-10 Schutzvorrichtung an Straßenbahnwagen. AT20044B (de)

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