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Kurbeldachantrieb
Die Erfindung betrifft einen Kurbeldachantrieb mit seitlich am Dachausschnitt angeordneten Zahn- stangen mit nach abwärts gerichteten Zähnen, in die beim Drehen der vorzugsweise mittig am Verschluss- spriegel angeordneten Kurbel auf von der Kurbel angetriebenen Wellen sitzende Zahnräder eingreifen.
Bei den bekannten Kurbeldächern sitzt an den Enden von mittig über eine Kurbel angetriebenen Wellen über ein Gelenk verbunden jeweils ein Zahnrad, das auf einer auf einer Querschiene gelagerten Zahn- stange beim Drehen der Kurbel des Schiebedaches nach vorne bzw. rückwärts abrollt. Bei diesen Kur- beldachantrieben zeigt die Zahnstange mit ihren Zähnen nach oben und kann nicht abgedeckt werden, so dass die Zahnstange nicht nur einen unschönen Anblick bietet, sondern auch die Gefahr besteht, dass man beim Festhalten oder Hochziehen am Dachrahmenausschnitt auf die nie ganz saubere Zahnstange greift und sich dadurch die Hände beschmutzt. Ausserdem ist bei der bekannten Anordnung die Zahn- stange dem Zutritt von Staub und Schmutz ausgesetzt, wobei sich zwischen den einzelnen Zähnen sogar kleine Steinchen festsetzen und den Kurbeldachantrieb blockieren können.
Mitunter überrollt das Zahn- rad beim Schliessen des Daches eine solche Störung, so dass der Schmutz unter den Schieberdeckel oder den Verschlussspriegel zu liegen kommt und dort nur noch durch zeitraubenden Ausbau des gesamten
Daches zu beseitigen ist. Es sind auch Konstruktionen mit hängender Zahnstange und von unten in diese eingreifendem Zahnrad bekannt geworden, doch ist es bei allen diesen Konstruktionen schwierig, das richtige Zahnspiel einzustellen und auch nach Abnutzungserscheinungen aufrechtzuerhalten. Durch die
Erfindung soll jedoch ein Kurbeldachantrieb geschaffen werden, bei dem alle diese Nachteile in einfachster Weise vermieden sind und ausserdem der Eingriff zwischen Zahnstange und Zahnrad wesentlich verbessert ist.
Bei dem erfindungsgemässen Schiebedachantrieb kann der Anpressdruck zwischen Zahnstange und Zahnrad eingestellt werden und so bei Verschleiss an der Zahnstange oder am Zahnrad ohne Schwierigkeiten eine Nachstellung erfolgen.
Gemäss der Erfindung ist jedes Zahnrad mit seinem Lager relativ zum Verschlussspriegel um eine horizontale Querachse verschwenkbar und in seiner Lage feststellbar.
In weiterer Ausbildung der Erfindung sitzt die Zahnradlagerung in einer am Spriegelträger um eine horizontale Querachse verschwenkbaren Lasche. Man kann auf diese Weise den Andruck des Zahnrades an der über ihm angeordneten Zahnstange beliebig einstellen, wobei sich die Dachhaube auf das Dach senkt, während bei Anbringung der Zahnstange unter dem Zahnrad die Dachhaube sich anheben würde. Am vorderen Ende des Dachausschnittes sitzt eine Führungsleiste, über die der vordere Verschlussspriegel um den Zahnradaufsatzpunkt abrollend mit Hilfe eines am Verschlussspriegel sitzenden Führungszapfens, der beispielsweise der Drehzapfen der die Zahnradlagerung aufnehmenden Lasche sein kann, nach unten verschwenkt und dadurch zur festen Anlage auf dem vorderen Dachrahmenschenkel gebracht wird.
Die Zahnstange selbst wird vorzugsweise aus einem keine Schmierung erfordernden Material, beispielsweise einem Kunststoff, wie einem Polyamid oder Polyurethan hergestellt, wobei jedoch das vordere Ende der Zahnstange, auf dem beim Verschwenken des Verschlussspriegels bzw. der Dachhaube das Zahnrad abrollt, aus druckfestem Material, wie Stahl od. dgl. besteht, da sich Kunststoffe unter Druckbeanspruchung verformen.
In vorteilhafter Weise werden die Führungsschuhe als w-förmig gewellte, sich in Längsrichtung der Führungsrinne erstreckende Federlamellen ausgebildet, die an ihren drei Anlagestellen mit den Führungs-
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schienenleisten mit Gleitschuhen versehen sind. Damit wird einerseits das Abkippen des Verschlussspriegels in seine Verschlussstellung erleichtert und gleichzeitig die feste Führung desFührungsschuhes in seiner Führungsrinne dauernd aufrechterhalten.
Die Zeichnungen zeigen ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes, u. zw. in Fig. 1 eine
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Hälfte des Verschlussspriegelstrieb ; Fig. 2 einen Schnitt längs der Linie II-II der Fig. 1, Fig. 3 einen Schnitt längs der Linie III-III der
Fig. 2 und Fig. 4 eine Ansicht des beim Gegenstand der Erfindung bevorzugt verwendeten Führungsschuhs.
Wie man insbesondere aus den Figuren 1 und 2 erkennt, sitzt an dem die Abdeckhaube 1 tragenden
Verschlussspriegel, den man in Fig. 2 als Metallprofilspriegel erkennen kann, der Spriegelträger 2, wel- cher an seinem Ende 3 nach innen zumFührungsfuss umgebogen ist und denFührungsschuh 4 aufnimmt, der in der Führungsschiene 5 gleitet. Die Führungsschiene ist mit dem Schenkel 7 mittels Schrauben 6 an der inneren Abschlusswandung der Regenrinne 8 befestigt und weist einen nach innen vorstehenden Teil 9 auf, indem erfindungsgemäss die Zahnstange 10 eingesetzt ist. Zahnstange und vorstehender Teil 9 sind schwal- benschwanzförmig profiliert, um so die Zahnstange 10 fest und sicher im Teil 9 zu halten. Die Zahn- stange besteht vorzugsweise aus Kunststoff, z.
B. einem Polyamid, Polyurethan od. dgl., so dass eine
Schmierung zwischen Zahnstange 10 und Zahnrad 11 nicht erforderlich ist. Das Zahnrad 11 sitzt auf einer
Welle 12, die in einem Lager 13 gelagert ist. Die Welle 12 ist über ein Universalgelenk 15 mit der Kurbelwelle 16 verbunden, welche zum nicht gezeichneten Kurbelmechanismus führt.
Wie man aus Fig. 2 und 3 erkennt, ist das Lager 13 für das Zahnrad 11 bezüglich des Winkelstückes dadurch verstellbar, dass es in einer Lasche 17 sitzt, die bei 18 drehbar am Winkelstück 14 untergebracht ist. Das Zahnrad 11 lässt sich also in Richtung der Pfeile A, B verschwenken und damit bezüglich der
Zahnstange verstellen. Das Zahnrad 11 lässt sich also beliebig fest gegen die Zahnstange 10 andrücken.
Beim Vorschieben des Schiebedaches gleitet ein nicht dargestellter Nocken in eine Führung am Dachausschnitt und drückt somit die Abdeckhaube 1 auf den nicht gezeichneten vorderen Dachrahmenschenkel, wobei die Abdeckhaube um den abrollenden Zahnradaufsatzpunkt auf dem dort aus druckfestem Material, wie Stahl, bestehenden Teill0a der Zahnstange abrollt.
Für den festen Verschluss der Abdeckhaube mit dem vorderen Dachrahmenschenkel ist die Nachstellbarkeit des Zahnrades 11, ebenso wie bei Verschleiss von Zahnstange und Zahnrad, von besonderer Bedeutung.
Vorzugsweise wählt man für den Führungsfuss wenigstens am Verschlussspriegel die in Fig. 4 dargestellte Ausführungsform, bei der der Spriegelträger 2 an seinem den Führungsschuh aufnehmenden Ende zu einem wellenartig geformten Gebilde 3 vergrössert ist, das unten auf der Führungsschiene aufliegende Führungsschuhe 20,21 und einen sich oben gegen die Führungsschiene abstützenden Führungsschuh 22 aufweist.
Auf diese Weise ist eine federnde Nachgiebigkeit des Führungsschuhs. 3 erreicht, so dass die Abdeckhaube 1 sich sicher und fest auf den vorderenDachrahmenschenkel senken kann, ohne durch denFührungs- schuh gestört zu sein, oder ohne dass man gezwungen ist, dem Führungsschuh ein zu grosses Spiel zu geben, welches gegebenenfalls Anlass zum Klappern des Schiebedaches sein könnte.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Kurbeldachantrieb mit seitlich am Dachausschnitt angeordneten Zahnstangen mit nach abwärts gerichteten Zähnen, in die beim Drehen der vorzugsweise mittig am Verschlussspriegel angeordneten Kurbel auf von der Kurbel angetriebenen Wellen sitzende Zahnräder eingreifen, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Zahnrad (11) mit seinem Lager (13) relativ zum Verschlussspriegel um eine horizontale Querachse (18) verschwenkbar und in seiner Lage feststellbar ist.