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Österreichische PATENTSCHRIFT ? 19579 ;
WILHELM BENICKE UND HEINRICH WESTERBECK
IN HANNOVER.
Elektrische Vorrichtung zur Einstellung des Typen-bezw. Papierträgers von
Schreibmaschinen, Schreibtelegraphen u. dgl.
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Es dürfte sich empfehlen, die Konstruktion der Vorrichtung dem jeweiligen Zweck der Erfindung entsprechend anzupassen und ist daher in anliegender Zeichnung :
Fig. I eine schematische Darstellung der Vorrichtung für die Einstellung eines Typenträgers, Fig. II eine schematische Darstellung der Vorrichtung für die Einstellung eines Papierträgers.
In der anliegenden Zeichnung sowohl wie in nachstehenden Beschreibungen sind der besseren Übersicht wegen nur die für die gegebenen Beispiele einer Einstellung erforderlichen Bezeichnungen und Erläuterungen vorgesehen.
Zu Zu Figur I.
An der Achse A, welche zur Bewegung eines Typenträgers von Tastenscbroibmascbinen, Scbreibtelegraphen u. dgl. dienen soll, sind ein Sperrad B, in diesem Falle sechsteilig, der Schnurlauf C, die Schteiffeder D mit ihrem Schleifring E, welche beide von der Achse isoliert sind, angebracht. Gegen den Schleifring E schleift die Schleiffeder F. In der Bahn
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geordnet, dass immer die Enden zweier Lamellen nebeneinander liegen, die Schleiffeder D bei ihrer Drehung also dann auf nur einer Lamelle schleift, wenn sie sich auf deren Mitte befindet.
Ferner sind vorgesehen die Stromquelle G, die Solenoide Q und Q1 mit ihren Kernen U und til, die durch die um den Schnurlauf C gelegte Schnur F verbunden sind, der Elektromagnet R mit seinem Anker S, der mit einer Feder versehene Bremszahn T, an welchem der Anker S befestigt ist und die Tasten, die je aus den beiden Federn 0, den beiden Federn N, dem Tastenkörper J, mit dem das Kontaktstück K,
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auf den Federn N liegt, fest verbunden sind, dem feststehenden Kontaktstück M, durch welches der Tastenkörper J gleitet und welches in Ruhe die Verbindung der beiden Federn N herstellt, sowie aus den unterhalb je einer Feder N befindlichen feststehenden Kontakten P besteht.
Es sind nun in leitender Berührung bezw. leitend verbunden :
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<tb>
<tb> die <SEP> Schleiffeder <SEP> D <SEP> mit <SEP> dem <SEP> Schleifring <SEP> E,
<tb> der <SEP> Schleifring <SEP> E <SEP> mit <SEP> der <SEP> Schleiffeder <SEP> F,
<tb> die <SEP> Schleiffeder <SEP> F <SEP> mit <SEP> dem <SEP> positiven <SEP> Pol <SEP> der <SEP> Batterie <SEP> G,
<tb> n <SEP> L <SEP> :
<SEP> Lanelle <SEP> H <SEP> mit <SEP> dem <SEP> Tastenkörper <SEP> J,
<tb> # <SEP> # <SEP> H1 <SEP> # <SEP> # <SEP> # <SEP> J1,
<tb> # <SEP> # <SEP> H2 <SEP> # <SEP> # <SEP> # <SEP> J2
<tb> # <SEP> # <SEP> H3 <SEP> # <SEP> # <SEP> # <SEP> J3,
<tb> # <SEP> # <SEP> H4 <SEP> # <SEP> # <SEP> # <SEP> J4,
<tb> # <SEP> # <SEP> H5 <SEP> # <SEP> # <SEP> # <SEP> J5,
<tb> " <SEP> linke <SEP> Tastenfeder <SEP> 0 <SEP> mit <SEP> der <SEP> linken <SEP> Tastenfedor <SEP> Nez
<tb> # <SEP> # <SEP> # <SEP> N3 <SEP> # <SEP> # <SEP> rechten <SEP> # <SEP> N3,
<tb> # <SEP> rechte <SEP> # <SEP> N3 <SEP> # <SEP> # <SEP> # <SEP> # <SEP> O5,
<tb> # <SEP> # <SEP> # <SEP> O5 <SEP> # <SEP> # <SEP> linken <SEP> # <SEP> O5,
<tb> # <SEP> linke <SEP> # <SEP> O5 <SEP> # <SEP> # <SEP> rechten <SEP> # <SEP> N2,
<tb> # <SEP> rechte <SEP> # <SEP> n2 <SEP> # <SEP> # <SEP> linken <SEP> # <SEP> N2,
<tb> # <SEP> linke <SEP> # <SEP> n2 <SEP> # <SEP> # <SEP> rechten <SEP> # <SEP> O4,
<tb> # <SEP> rechte <SEP> # <SEP> O4 <SEP> # <SEP> # <SEP> linken <SEP> # <SEP> O4,
<tb> # <SEP> linke <SEP> # <SEP> O4 <SEP> # <SEP> # <SEP> rechten <SEP> NI,
<tb>
das l (ontaktstück PI durch die Elektromagnete Ql und R mit dem negativen Pol der Batterie G. Wie aus der Zeichnung ersichtlich, sind in ihrer Ruhe die Tasten leitend untereinander verbunden, ebenso auch die Lamellen.
Die Vorrichtung arbeitet wie folgt :
Soll z. B. ein durch die Achse A zu bewegender Typenträger so eingestellt werden, dass die Schleiffeder D auf die Mitte der Lamelle H1 kommt, so drückt man den TastenkÖrper J1 herunter. Dadurch wird das mit dem Tastenkörpor J, festverbundene Kontaktstück KI von den beiden Federn 01 abgedrückt, wodurch diese ausser Verbindung gebracht und ferner die Lamelle H1 aus der Leitung ausgeschaltet wird.
Ferner werden die beiden Federn Ni durch das mit dem Tastenkörper Jl starr verbundene Isolierstück Li von dem feststehenden Kontaktstück M1 abgebogen, also ebenfalls ausser Verbindung gebracht und auf die feststehenden Kontakte P1 gedrückt, so dass also die linke Feder N1 mit dem linken kontaktstück j und die rechte Feder NI mit dem rechten Kontaktstück PI in leitender Berührung sind.
Durch den Niederdruck des Tastenkörpers Jl wird nun, da'die Tasten und Lamellen in Ruhe untereinander leitend verbunden sind, folgender Stromkreis geschlossen :
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Der Strom geht vom positiven Pol der Batterie G durch die Feder F, den Schleif- ring E, die Schleiffeder D, die Lamelle H, den TastenkÖrper J, die linke Feder 0, die Federn N3, Oss, und 04, die rechte Feder Nt, das rechte Kontaktstück Pl, in der Pfeilrichtung durch das Solenoid Q1 und den Bremsmagnet R zurück zum negativen Pol der Batterie G. Dadurch wird der Anker S vom Magnet R angezogen, der mit dem Anker S
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frei und das Solenoid Q, zieht seinen Kern Ut in sich hinein.
Infolgedessen wird mittels der Schnur F, welche am den fest an der Achse A befindlichen Schnurlauf C gelegt ist, die Achse A und somit alle mit ihr verbundenen Teile, also auch der Typenträger, links
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deren Mitte. Da die Lamelle H1 aus der Leitung ausgeschaltet ist, wird auch der Stromkreis unterbrochen und das Solenoid Q1 sowie der Magnet R werden stromlos, so dass der Anker S und der Bremszahn T durch die an letzteren befestigte Feder in ihre Ruhelage gedrückt werden, wodurch eine Bremsung der Bewegung der Achse und somit auch des Typenträgers erfolgt. Dieser verharrt in seiner jetzigen Stellung, bis eine neue Einstellung gewünscht wird.
Analog diesem Vorgange sind auch die Vorgänge bei Einstellung durch die übrigen Tasten, deren Anzahl beliebig sein kann, aber mit der Anzahl der Lamellen, der Zähne des
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Schreibtelegraphen u. dgl. ist, trägt in ihrer Mitte die Schleiffeder D, in deren Bahn die Kontaktlamellen Y, H, , H2, 3, und Y1 so angeordnet sind, dass immer die Enden zweier Lamellen nebeneinander liegen, die Schleiffeder D bei ihrer Bewegung also dann auf nnr einer Lamelle schleift, wenn sie sich auf deren Mitte befindet.
Ferner sind vorgesehen die Stromquelle G, die Leitung F, die Solenoide Q und Q1 mit ihren Kernen U und U1, durch welche die Zahnstange B nach beliebiger Richtung hin bewegt werden kann und die in diesem Falle je mit einem Ende der Zahnstange B starr verbunden sind, der Elektromagnet R mit seinem Anker S, der mit einer Feder versehene Bremszahn T, an dem der Anker S befestigt ist und die Tasten. Diese bestehen je aus dem Tastenkörper J mit dem festverbundenen Kontaktstück K, den beiden Federn 0, dem gemeinsamen Isolierstuck X und dem gemeinsamen Kontakt W, dessen einer Teil feststeht, während der andere an dem beweglichen Isolierstück X befestigt ist. In Ruhe legen sich die Kontakt-
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Tasten gemeinsam ist und durch Niederdrücken des ebenfalls für alle Tasten gemeinsamen Isolierstücke X geschlossen wird, ist geöffnet.
Da es sich bei einem Papierträger von Tastenschreibmaschinen, Schreibtelegraphen und dgl. um eine geradlinige Bewegung handelt, fallen zweckdienlich die in Fig. I vorgesehenen Federn N und die feststehenden Kontaktstücke M fort, da immer die rechten Federn 0 einer Taste direkt mit der linken Feder 0 der daneben liegenden Taste verbunden sind. Ebenso sind auch die in Fig. I vorgesehenen Isolierstücke L durch das gemeinsame Isolierstück Y und die Kontakte P durch den gemeinsamen Kontakt W ersetzt.
Die Lamellen Y sind vorgesehen, um bei Bedarf den Strom von einem Solenoid auf das andere umschalten zu können.
Es sind nun leitend verbunden :
Die Schleiffeder D durch die Zahnstange B und die Leitung F mit dem positiven Pol der Stromquelle G, und ferner auch
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<tb>
<tb> die <SEP> linke <SEP> Lamelle <SEP> Y <SEP> mit <SEP> der <SEP> linken <SEP> Feder <SEP> O,
<tb> # <SEP> Lamelle <SEP> H <SEP> mit <SEP> dem <SEP> Kontaktstück <SEP> K,
<tb> # <SEP> # <SEP> H1 <SEP> # <SEP> # <SEP> # <SEP> K1,
<tb> # <SEP> # <SEP> H2 <SEP> # <SEP> # <SEP> # <SEP> K2,
<tb> # <SEP> # <SEP> H3 <SEP> # <SEP> # <SEP> # <SEP> K3,
<tb> # <SEP> # <SEP> H4 <SEP> # <SEP> # <SEP> # <SEP> K4,
<tb> # <SEP> rechte <SEP> Lamelle <SEP> Y1 <SEP> mit <SEP> der <SEP> rechten <SEP> Feder <SEP> O4,
<tb> # <SEP> # <SEP> Feder <SEP> O4 <SEP> mit <SEP> dem <SEP> Solenoid <SEP> Q,
<tb> # <SEP> linke <SEP> # <SEP> O <SEP> # <SEP> # <SEP> # <SEP> Q1,
<tb> # <SEP> Solenoide <SEP> Q <SEP> und <SEP> Q1 <SEP> mit <SEP> dem <SEP> Magnet <SEP> R,
<tb>
der Magnet R durch den Kontakt W mit dem negativen Pol der Batterie G.
Wie aus der Zeichnung ersichtlich, sind in ihrer Ruhe die Tasten leitend unter- einander verbunden, ebenso auch die Lamellen.
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Die Vorrichtung arbeitet wie folgt :
Soll zum Beispiel ein mit der Zahnstange B verbundener Papierträger so eingestellt werden, dass die Schleiffeder D auf die Mitte der Lamelle kommt, so drückt man den Tastenkörper J1 herunter. Dadurch wird das mit dem Tastenkörper J1 fest verbundene Kontaktstück von den beiden Federn 01 abgedrückt, wodurch diese ausser Verbindung gebracht und ferner die Lamelle H, aus der Leitung ausgeschaltet wird, und der Kontakt JV wird durch gleichzeitiges Niederdrücken des Isolierstückes X geschlossen.
Durch den Niederdruck des Tastenkörpers J, wird nun, da die Tasten und Lamellen in ihrer Ruhe untereinander leitend verbunden sind, folgender Stromkreis geschlossen :
Der Strom geht vom positiven Pol der Batterie G durch die Leitung F, die Zahnstange B, die Schleiffeder D, die Lamelle Rg, das Kontaktstück , die rechte Feder Og, die Federn 0"und 04, in der Pfeilrichtung durch das Solenoid Q, den Elektromagnet R und durch den Kontakt W zurück zum negativen Pol der Batterie G. Dadurch wird der Anker 8 vom Magnet R angezogen, der mit dem Anker S verbundene Bremszahn T gibt also die Zahnstange B und somit auch den mit dieser starr verbundenen Papierträger für eine Bewegung frei und das Solenoid Q zieht seinen Kern U in sich hinein.
Infolgedessen wird die mit diesem verbundene Zahnstange B und somit auch der Papierträger nach links bewegt, und zwar, bis die Schleiffeder D nur auf der Lamelle Z, also auf deren Mitte, ruht. Da die Lamelle H1 aus der Leitung ausgeschaltet ist, wird auch der Stromkreis unterbrochen und das Solenoid Q, sowie der Magnet R, werden stromlos, so dass der Anker S und der Bremszahn T durch die an letzterem befestigte Feder in ihre Ruhelage gedrückt werden, wodurch eine Bremsung der Bewegung der Zahnstange B und somit auch des Papierträgers erfolgt. Dieser verharrt in seiner jetzigen Stellung, bis eine neue
Einstellung gewünscht wird.
Analog diesem Vorgänge sind auch die Vorgänge bei Einstellung durch die übrigen Tasten, deren Anzahl beliebig sein kann, aber mit der Anzahl der Lamellen, der Ein- kerbungen der Zahnstange und den gewünschten Einstellungen eines Papierträgers von
Tastenschreibmaschinen, Schreibtelegraphen u. dgl. korrespondieren muss.
Bei der Verwendung der beschriebenen Vorrichtung für die Einstellung eines Typen- trägers sowohl wie auch für die eines Papierträgers kann die Drehung der Achse A bezw. die Bewegung der Zahnstange B auch an Stelle der Solenoide durch jede andere Kraft erfolgen. Bei einer in Ruhestellung der Vorrichtung stille stehenden Kraft müsste dieselbe in bezug auf die Richtung, nach welcher hin die Achse A gedreht bezw. die Zahnstange B bewegt werden sollen, entsprechend geschaltet werden können, während bei einer ständig laufenden Kraft die Richtung, nach welcher hin die Achse A gedreht hezw. die Zahn- stange B bewegt werden sollen, statt durch die Solenoide durch Kuppelmagnete be- stimmt wird.
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