<Desc/Clms Page number 1>
Österreichische
EMI1.1
STEFAN VON GÖTZ & SÖHNE ix WIEN.
Einrichtung zur Herstellung einer Abhängigkeit zwischen Telephon und Mastsignalen bei
Zugmeideposten.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Einrichtung zur Herstellung einer Abhängigkeit zwischen Telephon und Mastsignalen bei Zugmeldeposten, wodurch eine Erhöhlung der Verkehrssicherheit bei Eisenbahnen erreicht wird. indem der Meldewächter gezwungen ist, den Signalarm des Semaphors nach Passieren eines Zuges in die #Halt"- Stellung zu bringen und il, n auch in dieser Stellung so lange als nötig zu belassen, da er nur in diesem Falle das Telephon zum Fernsprechen benützen kann, wogegen ein Telephonieren bei bestehender #Frei"-Stellung des Signalarmes ausgeschlossen ist.
Die Anrufsignalleitung wird durch diese Anordnung nicht berührt, so dass Meldeposten und Stationen einander trotz der zeitweisen Ausschaltung des Telephons durch Anrufsignale verständigen können. Diese Abhängigkeit wird dadurch erreicht. dass in die Telephonleitung der Eisenbahn ein Kontaktschloss eingeschaltet wird. bei weichem mittels eines Schlüssels das Aufheben oder Schliessen des Kontaktes, mithin die Unmöglichkeit oder Möglichkeit des Fernsprl1chens bewirlÜ wird.
Der Schlüssel kann infolge der Lage des Schlüsselloches
EMI1.2
werden und passt. gleichzeitig zu einem Schlosse bekannter Konstruktion am Mastsignale, das ein Abzieben des Schlüssels nur bei #Halt"-Stellung des Signalarmes ermöglicht.
Die beiliegende Zeichnung veranschaulicht in Fig. 1 die scat'maische Darstellung einer mit Zugmeldeposten ausgerüsteten Strecke. Der Zug Z1 verlässt die Station A, durch- führt den ersten Blockaltschnitt und kommt nach Passieren des Zllgmeldepostens P in den zweiten Blockabschnitt. Der Meldewächter bei P hat den dieser Fahrtrichtung entsprechenden Signalarm vorher in di Frei''-St llung gebracht, um ihn nach vollständigem Passieren des Zuges in die #Halt"-Stellung zu bringen und ihn solange in derselben zu belassen, bis der Zug Z1 in der Station B eingetroffen, daher die Einfahrt des Zuges Z2 in die erste Blockstrecke A-P erlaubt ist.
Bei der derzeitigen Einrichtung der Zugmeldeposten ist es möglich, dass der Signalarm in der #Frei"-Stellung belassen oder vorzeitig in dieselbe gebracht wird, so dass der Zug Z2 in die zweite Blockstrecke P-B einfahren kann, bevor Zug-/1 in B eingetroffen ist. Nach Herstellung der Abhängigkeit zwischen Telephon und Mastsignal ist der Meldewächter gezwungen, don Signalarm in die"HaIt"-Stellung zu bringen, weil er sonst die Ruckmeldung an die Station A nicht telephonisch abgeben kann : diese lässt aber den Zug Z2 vor Erhalt der telephonischen Rückmeldung nicht abgehen, so dass Zug beim Durchfahren des ersten Blockabschnittes gedeckt bleibt.
Ebenso wird er in der zweiten Blockstrecke gedockt, denn der Meldewächter muss den Signalarm nach
EMI1.3
konstatieren. Dieselben Verhältnisse ergeben sich bei Anordnung von zwei oder mehreren Zugmeldoposten zwischen zwei Stationen.
Fig. 2 ist eine schematische Darstellung der Schaltung des Kontaktschlosses in die Tolephonleitung. Das Kontaktschloss ist mit dem Sperriegel R durch die Kontaktfeder T und die Leitung 1 mit einem Zwischenpunkt der Batterie D und durch die Kontaktfeder C
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
Signaltaster S ist in der Leitung 12 zwischen Mikrophon G und dem einen Batteriepol eingeschaltet ; vom anderen Batteriepol führt eine Leitung zur primären Wicklang t der Induktionsspule J und dem Mikrophon, während die sekundäre Wicklung il einerseits durch das Hörtelephon J und den Kontakt K mit der Erdleitung L, andererseits mit der Fernleitung 13 verbunden ist.
EMI2.2
der Linie x-y (Fig. 3) geschnittenem Kasten.
Im Kasten k ist der Sperriegel R des Kontaktschlosses mit seinen Führungsschlitzen r und rl zwischen den im Kastenboden befestigten Grenzschrauben b und in der Längsrichtung verschiebbar angeordnet. Dieser Sperriegel hat zwei Ausschnitte c, cl, in welche die Kontaktfeder T je nach Stellung des Riegels eingreifen kann. Bei der in Fig. 3 gezeichneten Stellung greift die Feder T in den Ausschnitt c des Sperriegels und letzterer liegt mit seiner Kante d an dem abgerundeten Vorsprung e der zweiten Kontaktfeder C an, wodurch der Kontakt geschlossen ist.
Wird ein passender Schlüssel mit seinem Rohre auf den im Kastenboden befestigten Stift y gesteckt und mit seinem Barte aus der strichpunktierten Lage in der Richtung des Uhrzeigers gedreht, so verschiebt er den Sperriegel, indem er auf die Seite 9 seines quadratischen Ausschnittes drückt, so weit in der durch den Pfeil bezeichneten Richtung, als es die Führungsschlitze und Grenzschrauben gestatten, wobei die Feder T aus dem Riegelausschnitte e heraustritt und in den Ausschnitt cl einschnappt. Hiedurch wird der Kontakt bei c aufgehoben und es kann infolge der Lage des im Kastendeckel befindlichen Schlüsselloches h der Schlüssel nur bei dieser Stellung des Sperriegels angesteckt und abgezogen werden.