AT19063B - Verfahren zur Herstellung chlorat- oder perchlorathältiger Sprengstoffe. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung chlorat- oder perchlorathältiger Sprengstoffe.

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AT19063B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Österreichische 
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BERGES, CORBIN & CIE IN GRENOBLE. 



  Verfahren zur Herstellung   ch) orat oder perch ! orathä ! t ! ger Sprengstoffe.   



   Die Herstellung von chlorathältigen Sprengstoffen, wonach dem   chlorsauren   Kali Lösungen von Nitroverbindungen oder Azokörpern hei einer Temperatur zugemischt werden, bei welcher diese   Lösungen nüssig worden,   als bekannt voraussetzend, soll durch vorliegendes nun die Anwendung dieses Verfahrens für chlorathältige Sprengstoffe geschützt werden, indem die früher verwendeten Nitroverbindungen oder Azokörper durch festes oder teigiges Pech oder Teer (neutral) ganz oder teilweise ersetzt werden. Man bedient   sich zweckmässig   eines aus der Destillation von Ölen, Holz oder Petroleum gewonnenen Teers, welchem durch Destillation alle flüchtigen, sauren und   Phenolprodukte   entzogen wurden. 



   Man versickert sich deren Entfernung durch Waschen mit Alkalien. Er soll ausschliesslich aus festen oder flüssigen Kohlenwasserstoffen bestehen und soll trocken (d. h. 
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 billiges Pulver. Der zusatz von Kohle gibt in keinerlei Weise Ursache zu Sicherheitsbedcnken. 



   Gerade diese Art der   Herstellung schliesst   jede Gefahr aus. Die Kohle wird vor dem Chlorate in die ölige   Mischung cingetrRgen   und umhüllt sich jedes Teilchen der zu 
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   Tcitchcu vom benachbarten trennt, ohne   die Gesamtwirkung zu beeinträchtigen. Das Chlorat wird erst nach inniger Mischung des Gemenges eingebracht. 



   Die Nitroverbindungen oder Azokörper für sich oder untereinander gemischt lösen sich in einem   Gemisch   von Öl und   neutralem   Teer ebensogut, wie in Öl allein ; es wurde jedoch durch eine kleine Anzahl Proben, mit Rücksicht auf die grosse Verschiedenheit dieser Produkte festgestellt, dass die Pikrinsäure mit gewissen Teilen des Teeres in dem Öl- und Teergemisch unlösliche und schwer schmelzbare Verbindungen bildete; einige dieser Proben stammten aus Steinkohlo her. Wenn   also Pikrinsäure   in die Verbindung bezw. Mischung eintreten soll, ist es vorteilhafter, trockenes Pech oder neutralen Holzteer zu   nehmen.     Dagegen kann in   anderen Fällen jeder andere neutrale Teer verwendet worden. 



   Unter diesen'Bedingungen, d. h. mit Öl gemischt, können mit Hilfe des neutralen   Teors   Sprengmittel erziolt worden, welehe nicht trocknen, was dann sehr rasch geschieht, wenn Teer allein verwendet wird. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Nachstehend einige Beispiele dieser Sprengstoffe :   Ni. L   Nr.   m.   



  80 chlorsaures Kali 80 chlorsaures Kali 10 trockenes Harz (Pech) 10 Teer (neutral) oder trockenes Harz (Pech) 10 pflanzliches Öl. 6 pflanzliches Öl 
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2 Pikrinsäure. 



   Nr. II. Nr. IV. 



  80 chlorsaures Kali 80 chlorsaures Kali 10 Teer (neutral) oder trockenes Harz (Pech)   10   Teer (neutral)
6 pflanzliches Öl'6 pflanzliches Öl
4 Holzkohle. 4 Pikrinsäure. 



   Bei den Beispielen 111 und IV kann die Pikrinsäure durch eine andere Nitroverbindung oder durch einen Azokörper ersetzt werden. 



   Die Herstellungsweise dieser Sprengstoffe ist die folgende : Man löst das Harz oder den neutralen Teer in einem im Wasserbad erwärmten Öle und bringt in die flüssige Mischung zunächst die Nitroverbindung oder den Azokörper und dann die Kohle ein. Wenn die Mischung dieser Körper gleichmässig ist, wird Alkalichlorat oder Perchlorat (alles in den oben angedeuteten angemessenen Mengen) in kleinen Mengen in die durch das Eintragen der übrigen Bestandteile bereits erkaltete, keinesfalls aber mehr als 70 bis   800   C warme Mischung eingetragen, dann alles gut gemischt und endlich in bekannter Weise in Patronen gefilllt.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung chlorathältiger oder perchlorathältiger Sprengstoffe nach Patent Nr. 18747, dadurch gekennzeichnet, dass unter Anwendung von Wärme in einem pflanzlichen oder tierischen Öle für sich allein oder in Mischung miteinander ein aro- matisches Nitroderivat oder ein aromatisches Azoderivat unter Zusatz von Pech bezw. Teer gelöst und mit der Lösung fein gepulvertes Chlorat oder Perchlorat bei einer Temperatur vermischt wird, bei welcher der fliissige Zustand der Lösung während der ganzen Mischdauer erhalten bleibt, wobei der Gehalt an Chlorat oder Perchlorat nicht unter 7 () 0/o horalbgfht nnd der (} ehalt an Öl 100/0 nicht übersteigt.
AT19063D 1898-08-13 1898-08-13 Verfahren zur Herstellung chlorat- oder perchlorathältiger Sprengstoffe. AT19063B (de)

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