AT18986B - Verfahren zum Sterilisieren von Verbandstoffen. - Google Patents
Verfahren zum Sterilisieren von Verbandstoffen.Info
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Description
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Österreichische
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Verbandstoffe zu sterilisieren ist allgemein bekannt. Die hiebei gebräuchlichsten Mittel sind strömender Wasserdampf, kochendes Wasser oder ein Zusatz von Chemikalien zum Wasserbad. Bei allen diesen bisher gebräuchlichen Methoden zeigt sich der Übelstand, dass sich der consument nur durch eine umständlirhe bakteriologische Untersuchung überzeugen kann, ob der Verbandstotf auch wirklich steril ist. Ein weiterer Übelstand dieser Sterilisiermothoden besteht darin, dass. wohl der beim Einpacken durch Berühren mit den Händen und verschiedenen Gegenständen in die Watte* gelangte Nährboden für Pilze sterilisiert wird, nicht aber das Hineinwachsen von Schimmelpilzen-deren Nährboden ja durch Erhitzen auf 100 C nicht zerstört wird - verhindert werden kann. Setzt man z.
B. den Verbandstoff ¸ Stunde dem strömenden Wasserdampfe aus, so ist anzunehmen. daü der Verbandstoff steril ist, ob dies aber der Fall ist, lässt sich mit Bestimmtheit nicht sagen. weil die unsterilisierten Verbandpäckchen den sterilisierten im Aussehen gleichen.
Um nun die Sterilität im Innern der Verbandpäckchen nachzuweisen, hat man mit Alizarin und essigsaurer Tonerde beschriebene Papierstreifen in das Innere der Pakete getan und nun sollte das Kotwordon der Schriftzüge nach dem Erhitzen die Sterilität anzeigen.
Hiedurch wurde wohl der im Innern des Paketes erreichte Hitzegrad angezeigt, nicht aber. ob dieser genügend lange einwirkte. Das vorliegende Verfahren bezweckt nicht nur das lei Erkennen des Sterilseins von Verbandstoffen, sondern auch das Entfernen und Nichthineingelangen von fremden Stoffen, welche das Wachstum von Pilzen begünstigen könnten.
Das Bleichen von ganzen Geweben im aufgewickelten Zustande ist bekannt. Da man aber ganzo Gewebe in ihrer Breite und Länge nicht als Verbandbinden u. dgl. verwenden kann und die Gewebe daher zerschnitten werden müssen, so findet während des Schneidens und Aufwickeln des Stoffes wieder ein Infizieren statt, weshalb ein nochmaliges Sterilisieren nötig ist, um die Binden aseptisch zu erhalten.
Um Binden zu sterilisieren und nährbodenfrei herzustellen, verpackt man sie roh und bleicht sie nach dem vorliegenden Verfahren erst nach ihrer Fertigstellung entweder in gutem Filterpapier verpackt oder in einer anderen Flüssigkeit durchlässigen Hülle, z. B. Wattevlieshülle oder gewebten Stoffhülle. Mit Verbandvliesen verfährt man in gleicher Weise. Gibt man den zu bleichenden Paketen und Vliesen keine besondere Umhüllung. so muss man die Aussenschichten vor der Ingebrauchnahme abnehmen und nur das Innere der gebleichten Stoffe zu Verbänden verwenden, welches frei von Nährböden für Pitzo bezw. aseptisch ist. Die nach dem vorliegenden Verfahren gebleichten these bieten ferner den Vorteil, dass ihre Fasern durch das Bleichen aneinander haften, infolgedessen staubfreier sind und ein filzähnliches Aussehen erhalten.
Um die Vliese und Pakete währt, nid des Bleichprozesses nicht zu beschädigen, bleicht man sie in einem Bottich fertig, ohne dass sich ein Umlegen der Vliese oder Pakete während des Bleichprozesses nötig macht. Ein mechanisches Waschen der Vliese kommt somit bei dem vorliegenden Verfahren gänzlich in Wegfall, so dass jeder Nährboden für Pilze vom Innern der Vliese ferngehalten wird.
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Beispiel.
Man legt die Verbandstoffe, ungefähr 500-2000 kg, in einen Bottich, kocht sie darin in Sodalauge, behandelt sie hierauf mit Chiorkatktösung und übergiesst sie dann mit angesäuertem Wasser. Sodann werden sie mit kaltem Wasser übergossen, worauf mit kochendem Wasser nachgespült wird. Hierauf bringt man die Verbandstoffe aus dem Bottich und bespritzt sie in der Zentrifuge nochmals mit kochendem Wasser. Werden die Stoffe mit kaltem Wasser behandelt, so setzt man dem Wasserbade bakterienhemmende Chemikalien zu. Sie werden hierauf gut ausgeschleudert und in der. Hitze getrocknet.
Diesen Paketen sieht man schon am Äusseren an, dass sie in gepacktem Zustande gebleicht worden sind. Sie müssen daher auch steril sein. Durch das Behandeln mit Sodalauge ist ferner der entweder schon vorhanden gewesene Nährboden gelöst oder aber später vom Ch ! orka ! k so verändert worden, dass er nicht mehr das Wachstum von Pilzen unterhalten kann.
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