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Österreichische PATENTSCHRIFT Nu-17425. FRIEDRICH JAHNS IN GRUBE VON DER HEYDT B. SAARBRÜCKEN.
Verfahren und Einrichtung zur Erzeugung von Generatorgasen.
Es ist bekannt, zwei Generatorkammern so miteinander zu verbinden, dass die in der einen Kammer entwickelten toorhaltigon Gase durch die zweite geleitet und in dieser beständig gemacht werden, so dass ein Gemisch der beständig gemachten und der in der zweiten Genoratorkammer erzeugten teerarmen Gase erreicht wird.
Derselbe Zweck soll nach vorliegender Erfindung dadurch erreicht werden, dass die Brennstoffe in Generatorkammern, die miteinander zu einem Ringe verbunden sind und die nacheinander mit einem bestimmten Zeitunterschied entzündet und ausgebrannt werden, vergast werden und dass eine bestimmte, in der Reihe nach Bedürfnis wechselnde Generatorkammer, die eine Schicht mehr oder weniger entteerter Brennstoffe enthält, die aus den übrigen Generatorkammern
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und die in derselben entstandenen Gase gemeinsam abgeleitet werden. Nach dem Ausbrennen wird die erwähnte Generatorkammer ausgeschaltet, entleert und wieder beschickt.
Das vorliegende Verfahren mag an der Hand der beiliegenden Zeichnungen, welche zwei Ausführungsformen des Verfahrens darstellen, erläutert werden. Dio Fig. t bis 3 stellen eine Einrichtung mit peripherisch in den gemeinsamen Trennungswänden der
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schnitt nach Linie. T-a ? der Fig. 3, Fig. 2 eine Vorderansicht teilweise im Schnitt nach
Linie y-y der Fig. 3, Fig. 3 ist ein Grundriss teilweise im Schnitt. Die Fig. 4 hies fi zeigen eine Einrichtung mit einem zentral angeordneten Verbindungskanal der Generatoren.
Fig. 4 ist ein Vertikalschnitt nach xl-xl der Fig. & , Fig. 5 teils ein Grundriss, teils ein
Schnitt, Fig. 6 ist ein Vertikalschnitt nach tl-tt der Fig. 5.
Aus einer grösseren geschlossenen Reihe von Generatorkammern sollen vier neben- einander liegende, mit 1, II, III und IV bezeichnete zu einem Ringe (Ringgcnerator) behufs gemeinsamen Betriebes verbunden werden. In den gemeinsamen Trennllngswänden liegen je zwei Kanäle, von welchen der eine a durch Öffnen des Ventils c die Verbindung des unteren Teiles eines Generators mit dem oberen Teile des benachbarten Generators, der zweite b die Verbindung des unteren Teiles des letzteren mit dem oberen Teile des ersteren herstellt. Der Boden jedes Generators wird durch einen ausziehbaren Rost d gebildet, unter dem der durch Tür e verschliessbare Aschonraum liegt.
In der Decke des Generators findet sich die Füllöffnung f und oben seitwärts ein mit Schieber h verschliessbarer Abzugs- stutzen, der wie alle übrigen in einen gemeinsamen Kanal 9 mündet, in dem durch Esse odor Ventilator Unterdruck vorhanden ist. Der Generator 1 wird mit dem zur Verfügung stehenden Brennstoff beschickt, die Ventile c und die Füllöffnung geschlossen. Der Gas- abzugsstutzen und die luftzulassende Aschentür c werden geöffnet und die Beschickung unten über dem Rost entzündet.
Nach einer Zeit, welche etwa einem Viertel der Brennzeit
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über der Bronnzono eine mehr oder weniger verkokte Materialschicht, welche beim Durchbrennen ihrerseits teerarme Gase erzeugt und in bekannter Weise die zuströmenden Gase der sämtlichen übrigen Generatoren beständig macht.
Ist der oberste Teil der Beschickung soweit ausgebrannt, dass eine Fixierung der Gase nicht mohr stattfindet, so wird der Abzugsschieber h des Generators II geöffnet und Generator 1 entweder durch Schliessung des Verbindungskanals a und des Abzugsschiebers h ausgeschaltet oder aber, um die letzten noch vorhandenen Kohlenreste zu verbrennen mit Hilfe des Rückwiirtskanals b zunächst hinter den Generator 11 geschaltet und zum Ausbrennen gebracht. Ist dies geschehen, so wird Generator 1 ausgeschaltet, durch Ziehen des Rostes d entleert, wieder beschickt und eingeschaltet.
Der Generator II, dessen Beschickung in ihrem obersten Teil in dieser Brennperiode die gleiche Beschaffenheit wie die des Generators I in der vorhergehenden Brennpcriode hat, tritt also an die Stelle des letzteren und liefert ununterbrochen teerarme Gase weiter. Die Gaserzeugung setzt sich in der reichen Weise auf die folgenden und schliesslich wieder auf den ersten Generator ohne
Unterbrechung fort.
Die Beschaffenheit der entstehenden Gase hängt davon ab, was für Gase die oberste Schicht des unmittelbar an die Saugleitung g angeschlossenen Ableitungsgenerators liefert. Enthält dieser Generator über der die Gase der übrigen Generatoren beständig machenden niuhschicht noch nicht vollständig von seinem Teergehalt befreites Material, so mischen
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wendungszwecke gan-erwünscht ist. Ist die Verkokung jedoch vollständig vollendet, wenn der Generator als ableitender Generator in Tätigkeit tritt, so liefert er teerfreie Gase.
Es ist leicht zu ersehen, wie der Betrieb bei einer anderen grösseren oder kleineren Generatorreihe geführt werden muss. Will man bei einem gegebenen Ringgenerator den Gehalt der abziehenden Gase an Kohlenwasserstoffen erhöhen, so zieht man die Gase nicht von dem am längsten brennenden und heissesten, sondern von einem später entzündeten Generator ab und verbindet mit diesem sowohl die heisseren als auch die kälteren Generatoren durch Öffnen der entsprechenden Verhindungskanäle.
Die Erzeugung wasserstoffreicher Gase mit Hilfe von Wasserdampf, der entweder durch die Feuchtigkeit der Beschickung oder auch mit der Verbrennungsluft eingeführt wird, ist hei der beschriebenen Betriebsweise der Generatorreihe oder des Ringgenerators leicht und einfach.
Die Fig. 4 bis 6 zeigen eine zweite Ausführungsform. Die Generatoren I, II, Il, IV sind um einen an der Kreuzungsstelle der Trennwände liegenden vertikalen Kanal 1 herum angeordnet, mit dem die Generatoren oben und unten durch Öffnungen z, z verbunden sind, die mit Ventilen c bezw. Schiebern cl verschliessbar sind. An der Kreuzungsstelle der Mauern der Generatoren II, III, ja, IVa ist ein zweiter Kanal 2 angeordnet, an der kreuzungsstelle der Generatoren Ia, IIa, IIIa, IVa ein Kanal 3 u. s. w. Jeder der Generatoren besitzt wieder eine besondere verschliessbare Verbindung A mit der gemeinschaftlichen Gas- ableitung g.
Betreibt man diese Generatoranlage in der Weise, dass je vier Generatoren zit gemeinschaftlicher Arbeit verbunden sind, so erhält man eine Betriebsweise, die der oben beschriebenen genau entspricht, mit der Massgabe, dass die Gase des zuletzt entzündeten (tcnerators direkt in den ersten eintreten. Es sei beispielsweise in Fig. 5 der am längsten brennende Generator der mit I bezeichnete, so steht dieser oben mit der Gasableitung g in offener Verbindung. Die oberen Ventile c der Generatoren Il, III, IV und der untere
Schieber c1 des Generators I sind geöffnet.
Die Gase von 11, 111, IV gehen im Kanal 1 abwärts und durchziehen den Generator 7 von unten nach oben und werden in demselben fixiert. tt Generator I ausgebrannt, so wird sein Ventil h geschlossen und das Ventil h des Generators 77 geöffnet. Die Gase der Generatoren III und IV und dann auch des
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Ausschalten, sowie der Wechsel der Generatoren vollzieht sich im Kreislauf wie bei der ersten Anordnung.